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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Jörg Heinrich

TechTäglich: Samsung beerdigt die DVD

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Samsung beerdigt die DVD​​

Samsung Blu Ray
Wer sich (wie wir) bis heute nicht merken kann, wie man "Blu-ray" schreibt, muss es jetzt auch nicht mehr lernen (Foto: Samsung)

Die ersten Filme auf DVD sind 1997 erschienen, zehn Jahre später sorgte die Blu-ray erstmals für HD-Bilder. Und nun nehmen die Scheiben langsam Abschied – verdrängt von der Übermacht von Streamingdiensten, von Netflix oder Amazon Video. Samsung hat jetzt als zweiter Hersteller nach Oppo angekündigt, in den USA keine neuen Blu-ray- and 4K-Blu-ray-Player mehr zu veröffentlichen. Der Rest des Weltmarkts dürfte in absehbarer Zeit folgen. Samsung hat in den USA 2017 seinen letzten neuen Player veröffentlicht, bereits letztes Jahr gab es keine neuen Geräte mehr. Die Entwicklung eines neuen 4K-Players der Oberklasse wurde laut CNET jetzt gestoppt. Die Verkäufe von Film-DVDs sind allein im dritten Quartal 2018 in den USA um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Und die meistverkauften Geräte mit Blu-ray-Laufwerk sind mittlerweile die Spielkonsolen PlayStation 4 und Xbox One – deren Besitzer damit aber häufig gar keine Filme auf DVD mehr ansehen.

Neu von Apple: Riesen-MacBook, Riesen-Display

Das Apple-Orakel hat gesprochen. Analyst Ming-Chi Kuo, in aller Regel die zuverlässigste Quelle für Neuigkeiten aus Cupertino, hat frische Prognosen abgegeben. Und darunter sind zwei Überraschungen. Kuo, so The Verge, rechnet 2019 mit einem komplett neuen Design für die MacBook Pro-Reihe. Und dazu soll dann auch ein Modell mit einem Display zwischen 16 und 16,5 Zoll zählen, das sich an Grafiker und andere Profi-Anwender richtet. Das wäre das größte Apple-Notebook seit der Einstellung der 17-Zoll-MacBooks 2012. Noch viel mehr Platz auf dem Bildschirm soll ein 31,6-Zoll-Monitor mit 6K-Auflösung bieten, den Kuo ebenfalls in seiner Glaskugel erspäht hat. Dieses Display kommt demnach – im Gegensatz zu den letzten Kooperationen mit LG – wieder von Apple selbst. In Sachen iPhone XI hat Ming-Chi Kuo weniger Spannendes in petto. Seine Voraussagen: Dreifach-Kamera, Milchglas-Rückseite, bessere Navigation in Gebäuden, weiterhin Lightning-Anschluss sowie die Möglichkeit, dass das iPhone künftig andere Geräte drahtlos mit Strom versorgt. Die AirPods wären hier geeignete Kandidaten.

Twitter löscht Direktnachrichten nie

Twitter Dm
Für alle, die die DM gerne behalten hätten – bei Twitter klappt's (Foto: TechCrunch)

Sie sind gekommen, um zu bleiben. Twitter speichert offenbar Direktnachrichten noch jahrelang, die von den Nutzern längst gelöscht wurden. Und selbst die DMs von bereits deaktivierten Konten behält der Kurznachrichtendienst. Das hat der Sicherheitsspezialist Karan Saini herausgefunden. Er hat alle Daten angefordert, die Twitter über ihn gesammelt hat. Im gelieferten Datensatz fand er die längst gelöschten Nachrichten, die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. TechCrunch konnte die Entdeckung in eigenen Versuchen bestätigen. Unter den Fundstücken des US-Magazins war unter anderen eine Unterhaltung aus dem Jahr 2016 mit einem längst stillgelegten Twitter-Account. Fazit von TechCrunch: "Gelöscht bedeutet bei Twitter noch längst nicht gelöscht." Bedenklich ist das beispielsweise für kritische Journalisten und Aktivisten, deren – vermeintlich – gelöschte Nachrichten erhalten bleiben und so noch nach Jahren in die Hände von Regierungen fallen können, die bei Twitter Nutzerdaten anfordern.

Die Fortnite-Waffen – jetzt auch in echt

Fortnite Knarre
Baller Baller: Die Fortnite-Waffen kommen jetzt in den Handel – für Kinder ab 8 (Foto: Hasbro)

Der US-Waffen-Nachwuchs bekommt neues Spielzeug. Hasbro bringt ab 22. März gleich acht Waffen aus dem Spielehit "Fortnite Battle Royale" als echte Modelle in den Handel. Darunter ist als Top-Variante der "Nerf Fortnite AR-L Elite Dart Blaster" für 49,99 Dollar, der sich laut Hasbro-Website für Kinder ab 8 Jahren (!) eignet. Günstiger fällt der "Fortnite TS Nerf MicroShots Dart-Firing Blaster" für 9,99 Dollar aus. Die Comic-Knarren, die Pfeile verschießen, gehören zu den Nerf-Kinderwaffen von Hasbro, die vor allem in den USA extrem beliebt sind. Warnhinweis für die Ü8-Zielgruppe, so Hasbro: "Nicht auf Augen oder ins Gesicht zielen!"

Sorgen für Elon Musk: Künstliche Intelligenz zu intelligent

Elon Musk Ai
AI-Skeptiker und AI-Finanzier Elon Musk hat Probleme mit einer zu guten Software (Foto: Tesla)

Elektroauto-Guru und Visionär Elon Musk gilt seit Langem als Skeptiker in Sachen künstliche Intelligenz, die er potenziell als "größte existenzielle Bedrohung" der Menschheit sieht. Dennoch unterstützt er die AI-Forschung, unter anderem mit der Non-Profit-Organisation OpenAI. Dort haben die Forscher jetzt eine Software zur Vervollständigung menschlicher Sätze entwickelt, die so gespenstisch gut funktioniert, dass OpenAI die Veröffentlichung vorerst gestoppt hat. Das Programm namens GPT-2 soll vorhersehen, welches Wort ein Mensch als nächstes tippt, um so Texteingaben zu erleichtern. Dabei hat sich die Software als so treffsicher erwiesen, dass sie auch lange und komplizierte Texte völlig überzeugend erstellen kann. Anhand des Anfangs von George Orwells "1984" hat GPT-2 beispielsweise seine eigene und erschreckende gelungene Version von Orwells Endzeit-Text formuliert. Nun fürchten die von Elon Musk finanzierten Forscher, dass die Software zum Fälschen von Texten, zum Verbreiten von Phishing Mails oder zum Manipulieren von Lesern missbraucht werden kann. Sie wollen mögliche Auswirkungen untersuchen und haben ihre Forschungen deshalb zunächst in einer Version veröffentlicht, die keine kompletten Informationen über die Funktionsweise enthält. Was bekannt ist, so Gizmodo: GPT-2 wurde mit 40 GB Daten aus acht Millionen Webseiten trainiert.

Das Ende vom LEAD: Spam-Mehl

Wer am Wochenende auf Twitter unterwegs war, wurde mit Spam-Mehl überflutet. Ein Post über eine ungeöffnete Mehl-Packung, die beim Abwiegen statt der aufgedruckten 1000 Gramm nur 989 Gramm schwer war, führte unter dem Hashtag #Mehlgate zum neuesten absurden Social-Media-Phänomen – die bewährten Beleidigungen, Verschwörungstheorien, Sexismus und Rassismus inklusive. Die simple Erklärung für den Gewichtsverlust spielte dabei kaum mehr eine Rolle: Im Laufe der Lagerung verliert Mehl Feuchtigkeit und damit Gewicht. Wer #Mehlgate verpasst hat, hat nichts verpasst. Am Montagmorgen wirkt der Twitter-Hype vom Wochenende schon wieder reichlich angestaubt.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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