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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Quiz-App für Autofahrer – der gefährliche neue Spaß am Lenkrad

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Quiz-App für Autofahrer – der gefährliche neue Spaß am Lenkrad

Drivetime
Mehr Spaß und Spannung im Autoverkehr – mit dem Lenkrad-Quiz Drivetime (Foto: Drivetime)

Der Traum vom autonomen Auto ist gar nicht mehr so weit entfernt. Bald sollen die Passagiere jede Menge Zeit zum Lesen, Fernsehen oder Arbeiten haben, während sie ihr Vehikel selbstständig durch die Welt chauffiert. Solange es noch nicht so weit ist, müssen sich die Fahrer am Lenkrad auf andere Weise die Zeit vertreiben. Dazu kommt jetzt aus den USA eine neue Idee: Drivetime ist eine Quiz-App für iOS und Android, die beim Fahren per Sprachbefehl funktioniert. Der Werbe-Hashtag dazu lautet #DriveHappy. "Wer wird Millionär?" bei Tempo 100, hoffentlich ohne dem Vordermann dabei vor Aufregung fröhlich ins Heck zu knallen – Drivetime macht’s möglich. Ein Fonds rund um Amazon und Google, die sich ein neues Geschäft für ihre Sprachassistenten erhoffen, hat gerade elf Millionen Dollar in die App investiert.

Nach einem Lizenzdeal mit Sony Pictures (die auch die Rechte an "Wer wird Millionär?" halten) läuft künftig das Quizspiel "Jeopardy" mit täglich neuen Ausgaben in der Auto-App. Die Macher hoffen, für 110 Millionen US-Pendler damit eine Alternative zu Spotify, zu Podcasts oder dem klassischen Radio zu bieten. Und wie gefährlich ist das Quizzen am Lenkrad? Überhaupt nicht, so Gründer und CEO Niko Vuori gegenüber TechCrunch: "Mit einem interaktiven Spiel, bei dem er laut sprechen muss, bleibt der Fahrer aufmerksam und konzentriert." Seine steile These: "Solange sich der Fahrer mit Drivetime beschäftigt, beschäftigt er sich mit nichts anderem." Prognose für den #DriveHappy-Verkehrsunfall der Zukunft: Quizzender Autofahrer fährt E-Scooter-Nutzer über den Haufen, der mit AirPods in den Ohren nichts hört.

Wie sehr schillert Apple heute Abend?

Apple Cube
Der Würfel kann gefallen: Apple-Farbspektakel in New York (Foto: The Verge)

Für diese Apple-Idee gibt es vor Ort in New York und im Internet großen Applaus: Der legendäre würfelförmige Store in der Fifth Avenue, der kurz vor der Wiedereröffnung steht, schillert derzeit in allen Regenbogenfarben. Damit nimmt Apple das Farbspiel seiner Einladung zur Keynote heute Abend ab 19 Uhr deutscher Zeit in Cupertino auf. Das Farbspektakel, das derzeit eines der beliebtesten Fotomotive in New York ist, ist laut The Verge allerdings nicht permanent. Apple wird die Folie über der Glasfassade wieder entfernen. Die Eröffnung des Stores könnte direkt zum Verkaufsstart des neuen iPhone 11 am 20. oder 27. September stattfinden.

Wie sehr Apple heute Abend schillert, ist noch offen. Star-Analyst und Apple-Guru Ming-Chi Kuo dämpft vorab die Vorfreude der Fans. Er geht in seinem neuesten Report davon aus, dass das iPhone 11 weder auf seiner Rückseite AirPods drahtlos laden kann, noch dass es erstmals den Apple Pencil unterstützt. Auch die Umstellung von Lightning auf eine USB-C-Schnittstelle soll mindestens noch ein Jahr auf sich warten lassen. Aber zumindest soll Apple das neue iPhone mit einem stärkeren Netzsteil ausliefern. LEAD geht davon aus, dass das heute Abend nicht die spektakulärste Neuheit sein wird – und analysiert die Keynote direkt im Anschluss an die Veranstaltung, die Apple erstmals auch auf YouTube live überträgt.

Private Instagram-Posts sind gar nicht so privat – der URL-Trick

Insta Trick
Ein Instagram-Foto von Spielerfrau Cathy Hummels – in der Ressourcen-Anzeige von Safari (Foto: LEAD)

Wer seine Instagram- und Facebook-Einträge privat postet, kann sicher sein, dass nur Freunde und Follower sie sehen können? Schön wär’s. BuzzFeed News zeigt nun, wie schnell und einfach sich solche Einträge kapern und öffentlich verbreiten lassen. Das funktioniert mit Grundkenntnissen von HTML und der Funktionsweise eines Browsers. Wer die Eigenschaften einer Seite aufruft, was zum Beispiel bei Safari über das Menü "Entwickler => Seitenressourcen" funktioniert, erhält zahlreiche Informationen zu den Inhalten, darunter auch die exakten Adressen (URL) von Fotos und Videos, die normalerweise im Browser gar nicht zusehen sind.

Diese Adressen lassen sich im Netz veröffentlichen, weiterleiten oder zum Herunterladen verwenden – auch für diejenigen, die die Inhalte eigentlich gar nicht sehen sollten. Das funktioniert noch tagelang auch für Instagram Stories, die längst abgelaufen sein sollten. Facebook vergleicht den URL-Trick gegenüber BuzzFeed mit dem Screenshot eines Inhalts und relativiert damit das Problem. Doch der Vergleich hinkt. Denn während sich Screenshots manipulieren lassen, führt der URL-Trick direkt zu den Dateien auf Instagram und Facebook und lässt sich damit praktisch nicht faken. Wer sich darauf verlässt, dass seine Fotos und Videos nur privat zu sehen sind oder bereits abgelaufen sind, könnte also böse Überraschungen erleben.

OnePlus mit den schnellsten LTE-Downloads

One Plus Lte
OnePlus vor Apple und Google – zumindest beim Download-Tempo per LTE (Foto: Opensignal)

Die Mobilfunk-Analysten von Opensignal haben die Download-Geschwindigkeiten von Smartphones im deutschen LTE-Netz untersucht. Demnach bieten die aktuellen Modelle des chinesischen Smartphone-Startups OnePlus die schnellsten Downloads. Sie kommen im Test auf durchschnittlich 40,2 Megabit pro Sekunde, und liegen damit vor Apple (37,2), Google (36,2) und Samsung (35,7). Getestet wurden jeweils die stärksten Geräte der aktuellen Modellpalette, bei Apple also beispielsweise die iPhones XS und XS Max. Mit dem neuen iPhone 11, das angeblich über Gigabit-LTE verfügen soll, könnte sich die Rangliste wieder deutlich verändern.

Beste Einzelgeräte waren das OnePlus 7 Pro (43,9 Mbit/s), das Samsung Galaxy S10+ (41,1) und das Google Pixel 2 (41,0). Als bestes iPhone liegt das XS erst auf Platz 17 der Top 50. "Das Smartphone-Modell wirkt sich auf die Qualität der mobilen Netzwerkerfahrung aus", so Opensignal-Analyst Ian Fogg. Teure Geräte der Top-Hersteller laden auch im gleichen Netz spürbar schneller als die Günstig-Konkurrenz. So kommen einfachere Smartphones von ZTE (25,6 Mbit/s), HTC oder Motorola (jeweils 22,3) auf wesentlich niedrigere Datenraten. Und: Während sich der Download je nach Hersteller und Modell stark unterscheidet, sind die Upload-Geschwindigkeiten zum Beispiel fürs Hochladen von Bildern bei den meisten Geräten relativ ähnlich.

Gute ID: Der Elektro-VW ist da

"Das Auto für den Systemwechsel ist da", verspricht VW. Gestern Abend haben die Wolfsburger im Vorfeld der IAA, die am Donnerstag in Frankfurt startet, ihre Elektroauto-Revolution präsentiert, den ID.3. Das Auto, dessen Bedeutung VW bereits mit dem Käfer und dem Golf vergleicht, war unter dem Motto "Aus Vision wird Wirklichkeit" erstmals ohne die bisherige Tarnfolie zu sehen. Der ID.3 soll den Start der wirklich bezahlbaren Elektromobilität und den Aufbruch "in eine neue Ära der klimafreundlichen Mobilität" markieren.

Bis 2028 will der VW-Konzern laut Vorstandschef Herbert Diess knapp 70 neue E-Modelle präsentieren und 22 Millionen Elektroautos verkaufen. Die Auslieferung des ID.3 startet in Deutschland Mitte 2020, die Preise – allerdings mit Sparausstattung – sollen bei knapp unter 30.000 Euro beginnen. Der E-Motor leistet 204 PS, die Reichweiten liegen je nach Akku bei maximal 330, 420 oder 550 Kilometern. Marketing-Chef Jochen Sengpiehl hofft, dass der zukunftsträchtige ID.3 den vom Dieselskandal geschüttelten VW-Konzern insgesamt wieder "empathischer, freundlicher und menschlicher" erscheinen lässt.

Das Ende vom LEAD: Die IFA-Neuheiten 1975

Zum Abschluss das Neueste von der Internationalen Funkausstellung 1975 in Berlin, das der RBB jetzt getwittert hat. Die neuesten Fernseher (mit Ultraschall-Fernbedienung!) bieten eingebaute Digitaluhren, die das TV-Gerät auf Wunsch zur einprogrammierten Zeit automatisch einschalten. Und "nachdem sich die Bildqualität kaum noch verbessern lässt, sorgt man nun für besseren Ton". (PS: Wie wohl unsere Nachfahren im Jahr 2063 über unsere putzigen IFA-Neuheiten aus dem Jahr 2019 schmunzeln werden?)

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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