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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Podcasts – bis 2021 ein Milliarden-Markt

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Podcasts: Bis 2021 ein Milliarden-Markt

Spotify Podcasts
Spotify spendiert iOS-Usern nun auch den Sleep Timer (Foto: Prototypr)

Der Werbeumsatz mit Podcasts ist in den USA allein im Vorjahr um 54 Prozent auf 479 Millionen Dollar gestiegen. Und die Analysten von Guggenheim Securities gehen davon aus, dass der Boom gerade erst begonnen hat. Sie erwarten bis 2021 eine weitere Verdoppelung der Podcast-Werbeumsätze auf eine Milliarde Dollar – von der sich allein Spotify ein Viertel und damit 250 Millionen Dollar sichern könnte. In einer neuen Analyse bewertet Guggenheim die Chancen von Spotifys aktueller Podcast-Offensive als überaus vielversprechend.

Der schwedische Streamingdienst hat allein dieses Jahr mit Gimlet, Anchor und Parcast drei große Podcast-Anbieter übernommen. Dazu kommen neue Content-Deals unter anderem mit Barack Obama sowie seit letzter Woche die Möglichkeit, Podcast-Hörer anhand ihrer bevorzugten Inhalte exakt mit passender Werbung zu bespielen. Erfolgreich gestartet ist offenbar auch Spotifys neues Angebot "Your Daily Drive", eine Art Radiosendung für Autofahrer, die Ausschnitte aus aktuellen Podcasts mit Musik mixt. Erste Erfolge spürt der Audiospezialist bereits: Im zweiten Quartal 2019, so Business Insider, war Spotify die am neuntmeisten geladene App in den USA – der höchste Stand seit über zwei Jahren. Die Aussichten von Spotify-Chef Daniel Ek: "Wir sehen hier einen noch sehr, sehr jungen Markt. Und das Wachstum und der Anstieg der Nachfrage sind sowohl in den USA als auch international immer noch enorm."

Trump-Steuer könnte Smartphones 70 Dollar teurer machen

One Plus 7 Pro
Wie viel teurer werden China-Smartphones wie das OnePlus 7 Pro? Lobbyisten sehen rot (Foto: OnePlus)

Das Silicon Valley schlägt Alarm: Donald Trumps geplante weitere Strafsteuern gegen China könnten Hardware enorm verteuern. Von den 300 Milliarden Dollar, mit denen der Präsident China-Importe zusätzlich belegen will, würden Technik-Produkte mit 167 Milliarden Dollar mehr als die Hälfte ausmachen. Davor warnt Sage Chandler von der Lobby-Organisation "Consumer Technology Association", die in Washington für unternehmerfreundliche Stimmung sorgen soll.

Laut CTA könnten sich Smartphones damit durchschnittlich um 70 Dollar verteuern, und Notebooks um 120 Dollar. "Das ist viel Geld für den ganz normalen Kunden", so der Lobbyist laut CultofMac. "Die Leute werden sich das ansehen und sagen: Dann warte ich lieber auf die nächste Generation der Geräte." Apple hat seine Produzenten wie Foxconn deshalb bereits aufgefordert, Produktionsstandorte außerhalb der Volksrepublik China aufzubauen.

Fortnite: Entwickler machen zwei Wochen Urlaub

Fortnite Urlaub
Nix wie weg, und ab in den Urlaub! Die Fortnite-Entwickler haben Sommerpause (Foto: Epic Games)

Erst im April hatten die Entwickler von "Fortnite Battle Royale" auf ihre extreme Arbeitsbelastung aufmerksam gemacht und sich über 100-Stunden-Wochen beklagt. Nun macht die Actionspiel-Akkordarbeit aber Sommerpause. Denn Epic Games hat seine Entwickler für zwei Wochen in den Urlaub geschickt und das Studio seit Montag geschlossen. Fortnite-Chefanimator Jay Hosfelt lobt seinen Arbeitgeber nun via Twitter als "Firma, die sich wirklich um ihre Mitarbeiter kümmert".

Zuvor waren aber nochmals Überstunden angesagt. Denn während der zwei Urlaubswochen gibt es für die Fortnite-Spieler im Rahmen eines "14 Days of Summer"-Events jeden Tag Neuigkeiten, die schon vorab entwickelt wurden. Darunter sind täglich neue Waffen, neue Outfits, neue Herausforderungen und Belohnungen. Die neuen Waffen, die per Zufallsprinzip über die unseligen "Lootboxen" verteilt werden, ballern laut CNN jeweils nur für 24 Stunden, und verschwinden dann wieder.

Samsung: Kommt jetzt das "Galaxy Razr"?

Galaxy Razr
Klappt's diesmal? Samsung schraubt offenbar schon am nächsten Falt-Phone (Foto: Gizmodo)

Samsung gibt nicht auf. Obwohl das Pech-Phone Galaxy Fold noch immer nicht auf dem Markt ist, werkeln die Koreaner offenbar bereits an ihrem nächsten faltbaren Handy. ET News aus dem heimatlichen Südkorea will erfahren haben, dass es diesmal um ein vertikal aufklappbares Modell geht, nach dem Vorbild des Motorola Razr. Fachbegriff: Clamshell Phone. Außen soll demnach ein 1 Zoll kleines Mini-Display die wichtigsten Nachrichten anzeigen. Und nach dem Aufklappen würden die beiden Hälften im Inneren gemeinsam einen 6,7 Zoll großen Bildschirm ergeben. Sogar Termine sind laut Gizmodo schon im Gespräch. Das "Galaxy Razr" könnte Ende 2019 oder Anfang 2020 starten – vielleicht ja sogar noch vor dem Galaxy Fold.

Apple kauft Auto-Start-up Drive.ai

Drive Ai
Drive.ai – Apples Neuerwerbung in Sachen autonome Autos (Foto: Drive-ai)

Apple hat Drive.ai übernommen, ein kalifornisches Start-up für selbstfahrende Autos. Die Firma war zwischenzeitlich bereits mit 200 Millionen Dollar bewertet worden, steckte zuletzt aber in einer tiefen Krise. Ohne die Übernahme, die Apple gegenüber The Verge mittlerweile auch offiziell bestätigt hat, hätte Drive.ai bereits am Freitag, also übermorgen, schließen müssen. 90 Mitarbeiter hätten damit ihre Arbeitsplätze verloren.

Nun werden viele Entwickler offenbar in Apples Auto-Projekt "Titan" eingegliedert, dessen genaue Strategie aber nach wie vor unklar ist. Drive.ai, das seine Wurzeln an der Stanford University hat, gilt als Spezialist für maschinelles Lernen, das Hindernisse auf der Straße erkennt und damit autonom Kollisionen vermeidet. Vier Bildschirme außen an den Fahrzeugen zeigen Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern zudem Warnungen und Hinweise an. Aufgrund der Konkurrenz von Technikriesen wie Google oder Apple waren die Investoren zuletzt aber immer skeptischer geworden.

Das Ende vom LEAD: Lanz, die SPD und der Gülle-Eimer

Darüber lacht Twitter am Mittwochvormittag: ZDF-Klatschonkel Markus Lanz ist so verliebt in ein SPD-Zitat des Welt-Journalisten Robin Alexander, dass er es in seiner Sendung nicht einmal oder zweimal wiederholt – sondern gefühlte 20, 30 bis 100 Mal. SZ-Journalist Felix Haselsteiner urteilt milde über den herrlichen Zusammenschnitt von Medienblogger @Leitung296: "Wir alle haben diesen einen Freund, der in jeder Runde dieselbe Story erzählt."

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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