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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Neue Spielberg-Serie läuft nur, wenn es dunkel ist

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Neue Spielberg-Serie läuft nur, wenn es dunkel ist

Regie-Legende Steven Spielberg ("E.T.") schreibt an einer neuen Horror-Serie für Smartphones – die sich nur ansehen lässt, wenn es draußen dunkel ist. "After Dark" entsteht derzeit für den neuen Streamingdienst Quibi von Dreamworks-Chef Jeffrey Katzenberg und Ex-HP-CEO Meg Whitman. Spielberg hat sich ausdrücklich gewünscht, dass die Serie nur bei einschüchternder Finsternis zu sehen ist. Dafür greift die Quibi-App auf die interne Uhr des Smartphones zu und erkennt so den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs am aktuellen Ort. Nur dann, so Variety, erscheinen die Folgen in der App – und sind am nächsten Morgen wieder verschwunden, wie Nosferatu bei Sonnenaufgang.

Zehn bis zwölf Folgen sind geplant. Und rund die Hälfte davon hat Spielberg bereits geschrieben, wie sein alter Kompagnon Katzenberg verrät: "Steven hat seit Längerem nichts mehr geschrieben. Und ihn zurück zum Schreiben zu bringen, ist fantastisch." Die beiden haben 1994 gemeinsam mit David Geffen Dreamworks gegründet. "Quibi" ist die Abkürzung von "Quick bites" ("Kleine Bissen"). Die App für kurze Smartphone-Filme soll am 6. April 2020 starten, mit Steven Spielbergs "After Dark" als einem der Premierentitel. Das Abo kostet 4,99 Dollar mit Werbung und 7,99 Dollar ohne Werbung.

Facebook-KI spricht wie Bill Gates

Bill Gates
Der echte Bill, oder der falsche? Zumindest an der Stimme lässt sich Microsoft-Gründer Bill Gates bald nicht mehr erkennen (Foto: Wikipedia)

Wer künftig die Stimmen von Prominenten im Radio oder im Internet hört – der kann sich nicht mehr sicher sein, dass es sich tatsächlich um die echten Personen handelt. Denn künstliche Intelligenz, die Stimmen nachahmt, entwickelt sich immer schneller. Die Forscher Sean Vasquez und Mike Lewis von Facebook AI Research haben jetzt ein System namens MelNet entwickelt, das nicht nur eine extrem realistische künstliche Sprachausgabe ermöglicht. Es kann auch menschliche Stimmen bis ins Detail analysieren, vermessen und nachahmen.

In den Beispielen, die die beiden Facebook-Mitarbeiter jetzt online gestellt haben, liefert MelNet täuschend ähnliche Sprachkopien von Prominenten wie Microsoft-Gründer Bill Gates, Forscher-Legende Stephen Hawking oder "Star Trek"-Darsteller George Takei ab. Die Software spricht dabei eine Vielzahl von Sätzen überzeugend nach. Technology Review spricht von "neuen Möglichkeiten für die Kommunikation zwischen Menschen und Computern", warnt aber auch vor einer "neuen Ära von Fake Audio". Bisher beherrscht die Facebook-KI aber nur kürzere Sätze. Nächstes Ziel ist das glaubwürdige Nachahmen menschlicher Sprache über einen längeren Zeitraum – in dem Menschen ihre Sätze und Ausdrucksweisen immer wieder verändern. Denn nur so entsteht der Eindruck von echter, lebendiger Sprache.

Google Maps schützt vor "kreativen" Taxifahrern

Google Taxi
Kommt der Taxifahrer vom Weg ab? Das erkennt eine neue Funktion von Google Maps (Foto: Google)

Findige Taxifahrer, die kreative Umwege fahren, um den Fahrpreis zu erhöhen – vor ihnen will künftig Google Maps warnen. Denn Google testet derzeit eine Funktion, die die gefahrene Strecke mit sinnvollen Routen zum Ziel vergleicht. Bei einer Abweichung von mehr als 500 Metern schlägt die App Alarm. Sie ist so programmiert, dass sie im Gegensatz zu einem normalen Navi bei einer Streckenänderung keine neue Route berechnet. Sie hält stattdessen an der eigentlich sinnvollen Wegführung fest, die der Taxifahrer nehmen sollte.

Google rät den Nutzern laut xda-developers, den Fahrer bei der ersten größeren Abweichung darauf anzusprechen. Nach dieser Warnung schlägt er dann – hoffentlich – den kürzesten Weg zum Ziel ein. Aktuelle Verkehrsstörungen und Staus taugen dabei nicht als Ausreden, denn sie bezieht Google in die Routenberechnung ein. Die neue Maps-Funktion soll vor allem in fremden und unbekannten Städten Geld sparen, in denen Taxifahrer ihre Passagiere gern auf verschlungenen Wegen zu ihrem Ziel schaukeln. Der erste Test läuft derzeit in Indien.

Firefox kommt als Premium-Version

Firefox
Der Firefox-Browser bekommt Abo-Funktionen (Foto: Mozilla)

Der herstellerunabhängige und datenschutzfreundliche Firefox-Browser erscheint noch dieses Jahr in einer kostenpflichtigen Premium-Variante mit größerem Funktionsumfang. Das verriet jetzt Mozilla-CEO Chris Beard. Zu den Extras, die per Monatsabo verfügbar sein sollen, gehören ein VPN-Dienst zum anonymen Surfen und ein sicherer Cloud-Speicherplatz. Laut Beard bleiben sämtliche bisherigen Firefox-Funktionen weiterhin kostenlos. Ausschließlich neue Angebote sollen per Abo finanziert werden. Bisher, so ZDNet, stammen 90 Prozent der Einkünfte von Mozilla aus der Zusammenarbeit mit Suchmaschinen-Betreibern, mit Google als weitaus größtem Partner. Die Idee, die Unabhängigkeit von Mozilla und Firefox mit kostenpflichtigen Diensten langfristig zu sichern, wurde jetzt im Netz durchaus wohlwollend aufgenommen.

Razer bringt den Energy Drink für Zocker

Red Bull war gestern! Die US-Firma Razer, bekannt für neonbuntes Gamer-Zubehör, hat jetzt ihren ersten eigenen Energy Drink auf den Markt gebracht. Die Brause namens Respawn ("Wiederbelebung") soll perfekt zur Energy-Drink-affinen E-Sports-Gemeinde passen. Sie kommt in Pulverform und wird in Wasser aufgelöst. Ein Drink enthält 95 Milligramm Koffein – dreimal so viel wie eine kleine Tasse Espresso. 20 Portionen des Herzkasperl-Getränks kosten 24,99 Dollar, so The Verge. Nicht zuletzt der E-Sports-Boom hat die Geschäfte von Energy-Drink-Herstellern dermaßen beflügelt, dass das Papier von Monster Beverage mittlerweile zur US-Aktie mit den höchsten Zuwachsraten im 21. Jahrhundert wurde – vor Tech-Riesen wie Apple oder Amazon.

Das Ende vom LEAD: Die Apple-Käsereibe fürs iPhone

I Phone Kaesereibe
Kein Käse: Das Parmesan-Design gibt es jetzt auch fürs iPhone (Foto: iDownloadBlog)

Der neue Mac Pro und der 6K-Monitor Apple Pro Display XDR erscheinen offenbar bereits im September. Das kündigte Apple laut AppleInsider in einer wohl versehentlichen Notiz auf seiner Webseite an. Mittlerweile wurde das "Kommt im September" aber wieder durch ein unverbindlicheres "Kommt im Herbst" ersetzt. Wer’s nicht abwarten kann, kann sich sein iPhone, sein iPad oder seinen Mac jetzt mit Bildschirmhintergründen im Käsereiben-Design verschönern. Die Wallpapers gibt es kostenlos beim iDownloadBlog.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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