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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Neu von Microsoft – Führerscheinprüfung ohne Prüfer

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit dem Twitter-Bann für politische Werbung und mit dem Entkräfter von Joko und Klaas.

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Neu von Microsoft: Führerscheinprüfung ohne Prüfer

Führerscheinprüfungen könnten so entspannt sein – wenn nicht hinten rechts der Prüfer sitzen würde, der mit finsterem Blick auf Fehler der Fahrschülerin oder des Fahrschülers wartet. Doch damit soll es künftig vorbei sein, mit der smarten Führerscheinprüfung, die Microsoft entwickelt hat. Bei der neuen App namens HAMS ("Harnessing AutoMobiles for Safety", "Autos für die Sicherheit nutzen") übernimmt ein Smartphone an der Frontscheibe den Job des Prüfers. Das Handy überwacht mit Front- und Rückkameras sowie Sensoren sowohl den Prüfling als auch die Umgebung.

Schaut er sich korrekt um? Beachtet er den toten Winkel? Der Beschleunigungsmesser, der in allen Smartphones verbaut ist, kann beispielsweise registrieren, wie stark der Fahrschüler Gas gibt und bremst, und wie schnell er auf rote Ampeln und Verkehrszeichen reagiert. GPS sorgt für eine genaue Kontrolle der Geschwindigkeit. Microsoft erhofft sich von HAMS, das derzeit in Indien getestet wird, objektivere Prüfungen, bei denen sich die Leistung des Fahrschülers exakt messen und bewerten lässt. Bisher funktioniert das System nur auf speziellen Prüfgeländen, die mit Sensoren ausgestattet sind. Künftig, so Gizmodo, können die smarten Fahrprüfungen aber auch im normalen Verkehr stattfinden.

Twitter verbannt politische Werbung

Wie lässt sich herausfinden, ob politische Werbung korrekte Fakten liefert – oder Propaganda-Lügen? Twitter entledigt sich dieses viel diskutierten Problems nun mit einer ebenso mutigen wie radikalen Maßnahme. Ab 22. November, dem Start des Präsidentschaftswahlkampfs in den USA, verbannt Twitter politische Werbung, egal von welcher Partei, weltweit von seiner Plattform. Das gab CEO Jack Dorsey jetzt in einer Serie von Tweets bekannt.

Die Begründung von Dorsey: "Eine politische Botschaft wird weiterverbreitet, wenn Menschen sich entscheiden, einem Konto zu folgen, oder wenn sie sie retweeten. Wenn für die Botschaft bezahlt wird, fällt diese Entscheidung weg." Im Vergleich zu Facebook, das kein Problem mit Polit-Propaganda hat, solange die Kasse klingelt, will sich Twitter mit dem Werbeverbot im anstehenden US-Wahlkampf als neutrale und demokratiefreundliche Plattform positionieren. Ausnahmen gelten für Aufrufe, die die Wahlbeteiligung steigern sollen. Am 15. November veröffentlicht Twitter genaue Richtlinien.

Facebook verbannt auch – Auberginen und Pfirsiche

Facebook Aubergine
Auberginen und Pfirsiche – die Früchte des Bösen sind bei Facebook und Instagram jetzt tabu (Foto: New York Post)

Auch Facebook verbannt Inhalte von seinen Plattformen – aber keine politische Werbung, sondern Auberginen und Pfirsiche. Die beiden Emojis, die im Netz gerne als etwas ferkelige Symbole verwendet werden, sind auf Facebook und Instagram ab sofort verboten – wenn sie in einem sexuellen Zusammenhang stehen. Wer gegen das Auberginen-Pfirsich-Verbot verstößt, riskiert Sperren oder zumindest eine Löschung seines Posts.

Kochrezepte mit angemachten Auberginen oder Dosenpfirsichen bleiben also erlaubt. Anmache mit der Aubergine als SEIN Prachtstück oder dem Pfirsich als IHR verlängerter Rücken sind dagegen tabu. Facebook spricht in seinen aktualisierten Nutzungsbedingungen von "sexueller Belästigung durch bestimmte Emojis". Die neuen Regeln gelten offenbar bereits seit September, wurden von xbiz.com und der New York Post aber erst jetzt entdeckt.

Apple mit neuem Rekordquartal

Apple Zahlen
Apple: Mehr Cash denn je (Foto: Apple)

Auch wenn die iPhone-Verkäufe weiter zurückgehen, hat Apple gestern Abend erneut ein Rekordquartal gemeldet. In Q4 2019 (auch bei dieser Zählweise ist Apple seiner Zeit voraus) stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 62,9 auf 64 Milliarden Dollar – ein neuer Rekordwert für ein viertes Quartal. Damit rangierte Apple am oberen Ende seiner Prognosen. Der Gewinn sank dagegen leicht von 14,1 auf 13,7 Milliarden Dollar.

Verkaufszahlen für einzelne Produkte gibt Apple bereits seit Längerem nicht mehr an. Ein um neun Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar gesunkener iPhone-Umsatz zeigt aber, dass die Absatzzahlen von Apples immer noch wichtigstem Produkt vorerst weiter zurückgehen. Kompensiert wurde das laut CEO Tim Cook durch Steigerungen bei tragbaren Geräten wie AirPods und Watch, beim iPad und vor allem bei der Servicesparte mit iCloud oder Apple Music, die mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar erneut einen Bestwert lieferte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das ein Plus von 18 Prozent.

Spotify startet Kinder-App

Spotify Kids
Hits für Kids: Die neue Kinder-App von Spotify (Foto: Spotify)

Spotify schiebt sein Familien-Abo weiter an, und hat jetzt erstmals eine spezielle Musikstreaming-App für Kinder veröffentlicht. "Spotify Kids" ist im Rahmen des "Premium Family"-Abos verfügbar, das in Deutschland 14,99 Euro im Monat kostet. Kinder ab drei Jahren können damit ihre Lieblingsmusik hören oder Playlists abrufen, die Spotify je nach Alter und Vorlieben speziell für sie zusammengestellt hat. Die Auswahl stammt dabei nicht von einem Algorithmus, sondern von echten, lebendigen Spotify-Mitarbeitern.

Ungeeignete Inhalte mit "Explicit Lyrics" sind in der werbefreien App gar nicht erst verfügbar. Bisher haben Kinder, die Spotify nutzen, die gleiche App wie ihre Eltern verwendet. "Wir finden aber, dass Kinder ihren eigenen Platz verdienen", heißt es von den Schweden zu ihrer Kinder-Überraschung. Die App ist mit bunten Comicfiguren als Symbole für die Nutzer kindgerecht gestaltet, es gibt Designs für verschiedene Altersgruppen. Sie ist ab sofort auf dem Testmarkt Irland für iOS und Android verfügbar, soll laut TechCrunch später aber weltweit veröffentlicht werden.

Das Ende vom LEAD: Joko und Klaas mit dem Entkräfter

Eine Viertelstunde Joko und Klaas – nach ihrem Sieg bei der jüngsten Ausgabe von "Joko und Klaas gegen ProSieben" war’s gestern Abend um 20.15 Uhr wieder so weit. In ihrem jüngsten Coup präsentierten die beiden den "Entkräfter Pro Max" – eine Soundbox, die per Knopfdruck rechtspopulistische Parolen entkräftet und Fakten liefert.

Wer gedankliches Leergut wie "Ausländer sind kriminell" oder "Seenotrettung fördert Schlepperei" hört, kann jetzt mit dem Entkräfter sauber recherchierte Antworten dagegensetzen. Laut Joko und Klaas ist der Entkräfter mit "Bullshit Cancelling" ausgestattet, die Stimme stammt vom deutschen Synchronsprecher von Hollywood-Star Dwayne "The Rock" Johnson. Im Vergleich zu einem iPhone 11 Pro Max ist der Entkräfter Pro Max zum Selbstkostenpreis (laut Joko) von zehn Euro plus 3,95 Euro Versand deutlich günstiger. Zur Bestellung geht’s hier.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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