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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Tolino Kindle

TechTäglich: Neu bei Sky UK – Nachrichtensender ohne Brexit

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit den drei neuen Tolino-Readern und mit dem neuen Lieblings-Feature in Fortnite.

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Neu bei Sky UK: Nachrichtensender ohne Brexit

Sky News Brexit Free
Wer kein Boris-Backer ist, kann sich jetzt auf "Sky News Brexit-Free"erholen (Foto: Sky)

Wenn schon den Menschen in Deutschland das tägliche Brexit-Durcheinander auf die Nerven fällt – wie soll es da erst den Briten gehen? Laut einer aktuellen Umfrage lesen, hören und schauen dort ein Drittel der Einwohner keine Nachrichten mehr. Und von den News-Verweigerern geben über 70 Prozent Brexit-Frust als Grund an. Knapp 60 Prozent der Briten beklagen, dass ihnen die Nachrichten die Laune verderben. Sky UK reagiert nun, und hat gestern den Nachrichtensender "Sky News Brexit-Free" gestartet.

Der Pay-TV-Kanal bringt wie gewohnt Nachrichten aus Großbritannien und aus aller Welt – das aber konsequent Brexit-frei. Der nervenschonende Sender ist bis auf Weiteres von Montag bis Freitag zwischen 17 und 22 Uhr britischer Zeit auf Sky-Programmplatz 523 und bei YouTube zu sehen. Sky-News-Chef John Ryley erklärt seine Brexit-freien Nachrichten so: "Sky News Brexit-Free ist ein mutiger Ansatz. Aber wenn wir uns die öffentliche Meinung der letzten Wochen und Monate anschauen, denken wir, dass unsere Zuschauer das neue Angebot zu schätzen wissen. Der Kanal gibt den Menschen einfach die Möglichkeit, eine Pause vom Brexit zu machen."

Tolino-Reader: Drei neue Kindle-Konkurrenten

Vision5 Epos2
Vision 5 und Epos 2 – das sind zwei der neuen Tolino-Reader (Foto: Tolino)

Der deutsche Buchhandel hat im Rahmen der Frankfurter Buchmesse seine neuen E-Book-Reader fürs Weihnachtsgeschäft vorgestellt, die den Kindle-Lesegeräten von Amazon Konkurrenz machen sollen. Ohne Änderungen bleibt lediglich das Mittelklasse-Modell Tolino Shine 3 für 119 Euro im Angebot, das Buchhandels-Pendant zum populären Kindle Paperwhite. Darunter und darüber gibt es drei neue Reader – von denen die Spitzenmodelle Vision 5 und Epos 2 auf Geräten der kanadischen Firma Kobo basieren.

Neues Einstiegsangebot ist der Tolino Page 2 für 89 Euro, der erstmals eine eingebaute Beleuchtung bietet, und dessen Auflösung von 167 auf 212 ppi gestiegen ist. Trotzdem zeigt er Bücher nach wie vor weniger scharf an als der Shine 3 oder der Kindle Paperwhite mit 300 ppi. Der Tolino Vision 5 für 179 Euro wächst von sechs auf sieben Zoll.

Auch das Topmodell Tolino Epos 2 für epische 299 Euro legt in Sachen Größe nochmals zu – allerdings nur minimal von 7,8 auf 8 Zoll. Trotzdem ist der Epos 2 rund 25 Prozent leichter als sein Vorgänger, und bietet laut Tolino als erster Reader in Deutschland einen bruchsicheren Bildschirm. Amazon begrüßt die neue Konkurrenz mit Preissenkungen: Der Einstiegs-Kindle kostet derzeit 60 statt 80 Euro, und der Paperwhite 90 statt 120 Euro.

Analogue Pocket: Das ist der GameBoy 2020

Analogue Pocket
Oh Boy – von dieser GameBoy-Neuauflage träumen Retro-Spieler (Foto: Analogue)

Der GameBoy kommt zurück – und zwar besser denn je! Die neue tragbare Konsole des US-Herstellers Analogue klingt nach dem feuchten Traum aller Retro-Spieler. Nachdem die Firma aus Seattle bereits den Super Nintendo und den Sega Mega Drive in brillanten Neuauflagen auf den Markt gebracht hat, folgt nun mit dem Analogue Pocket quasi der "GameBoy 2020". Wie gewohnt, setzen die Amerikaner dabei nicht auf die oft unzuverlässige Software-Emulation von Spielen, sondern integrieren in neuen Prozessoren die Original-Hardware.

Deshalb sollen auf dem Analogue Pocket, der nächstes Jahr für 199 Dollar erscheint, alle Module von Game Boy, Game Boy Color und Game Boy Advance laufen. Und, mehr als das: Mit Adaptern funktionieren auch die Spiele der Handheld-Konkurrenten Sega Game Gear, Atari Lynx und Neo Geo Pocket Color.

Im Gegensatz zu den alten Schwarzweiß-Displays zeigt die neue Retro-Konsole die Spiele auf einem farbigen 3,5-Zoll-Bildschirm an – mit extrem hochauflösenden 615 ppi, zehnmal schärfer als am Original-GameBoy. Als Zubehör erscheint ein TV-Dock à la Switch für den Anschluss an den Fernseher. Wie schon bei seinen letzten Konsolen hat sich Analogue offenbar wieder mit den Lizenzen der Original-Hersteller abgesichert.

iPhone 11 Pro Max: Das sind die Produktionskosten

I Phone 11 Pro Max
iPhone 11 Pro Max: Die reinen Herstellungskosten sind gar nicht so Max (Foto: Apple)

Die Produktionskosten eines neuen Smartphones zusammenzurechnen, und sich dann über den gewaltigen Reibach zu ärgern, den der Hersteller macht, ist nicht wirklich schlau. Denn Faktoren wie Entwicklung von Hard- und Software, Personalkosten und Marketing sind dabei natürlich nicht eingerechnet. Und trotzdem: Man liest es immer wieder gerne, so wie auch jetzt im Fall des iPhone 11 Pro Max. In Deutschland kostet Apples neues Topmodell mindestens 1.249 Euro, in den USA geht’s mit 1.099 Dollar los.

TechInsights hat das Pro Max seziert, und kommt auf 490,50 Dollar Herstellungskosten – rund 45 Prozent des Verkaufspreises. Mit 73,50 Dollar ist die aufwändige Dreifach-Kamera demnach die teuerste Komponente. Danach folgen der OLED-Bildschirm mit 66,50 Dollar und der A13-Prozessor mit 64 Dollar. Das Ganze von fleißigen chinesischen Händen zusammenschrauben zu lassen, kostet weitere 21 Dollar. Interessant: Der Vorgänger XS Max war mit 443 Dollar noch deutlich günstiger zu produzieren. Trotzdem hat Apple den Preis für das 11 Pro Max nicht erhöht – und nimmt offenbar einen etwas niedrigeren (aber immer noch üppigen) Profit in Kauf.

Kapitel 2: Warum Fortnite seine Fans jetzt wieder an der Angel hat

Seit Dienstag ist "Fortnite Battle Royale" mit "Chapter 2" und neuer Insel wieder am Start. Und nachdem das Fortnite-Fieber in den letzten Monaten mit der uninspiriert-lustlosen "Season X" eher Richtung 37 Grad Normaltemperatur tendierte, feiern Gamer und sogar Journalisten nun das Comeback des Insel-Spektakels. "Fortnite ist wieder aufregend" überschreibt The Verge eine regelrechte Hymne. Und, weiter im Text: "Fortnite hat einmal mehr bewiesen, dass es wie kaum ein anderes Videospiel Grenzen sprengen kann."

Die neue Insel, die aufgefrischte Grafik, die vielen neuen Aufgaben und Möglichkeiten – damit, so Verge-Autor Nick Statt, hat Hersteller Epic Games "die Abwärtsspirale der letzten Monate verlassen". Bereits der Einstieg ins neue Kapitel, bei dem eine kinoreife CGI-Sequenz nahtlos ins Spiel übergeht, wird im Netz allerorten als brillant gefeiert. "Mit das Coolste, was ich je in einem Spiel gesehen habe", so Nick Statt. Neuer Lieblingsspaß der Fortnite-Zocker ist das Angeln, bei dem sich nicht nur Fische an Land ziehen lassen, sondern auch Waffen. Der Fortnite-Rubel – mit zuletzt immer noch 200 Millionen Dollar Monatsumsatz – dürfte also weiter rollen. Epic hat die Fans vorerst wieder fest an der Angel.

Das Ende vom LEAD: Spieler verzockt 150.000 Dollar für In-App-Käufe

150.000 US-Dollar (136.000 Euro) für Extra-Käufe in der Spiele-App "Transformers: Earth Wars" – diesen bedenklichen Weltrekord hat offenbar ein Spielesüchtiger aufgestellt. Bekannt wurde der Fall laut des Magazins Kotaku jetzt auf der Messe Game Connect Asia-Pacific. Näheres über den Mann (wir gehen einfach mal davon aus, dass keine Frau so doof ist) ist bisher nicht bekannt. Spielehersteller nennen solche dankbaren Opfer, die Tausende von Dollar für In-App-Käufe ausgeben, "Whales" (Wale). Und diese dicken Fische sollen künftig noch häufiger an der Angel zappeln. Denn auf der Game Connect Asia-Pacific wurde darüber diskutiert, wie künstliche Intelligenz die "Whales" identifizieren kann – um sie dann mit auf sie zugeschnittenen Angeboten noch mehr auszunehmen.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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