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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Microsoft-Comeback – Doppel-Smartphone mit Android

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Microsoft-Comeback: Doppel-Smartphone mit Android

Überraschendes Comeback von Microsoft: Fünf Jahre nach dem Aus für die Windows Phones bringen die Amerikaner 2020 wieder ein Smartphone auf den Markt. Vorgestellt hat Microsoft das neue Surface Duo bereits jetzt auf seiner Herbst-Neuheitenshow in New York. Das Duo kommt, wie es der Name andeutet, mit zwei Bildschirmen zum Aufklappen – die aber keine nahtlose Fläche bilden, wie bei Samsung oder Huawei. Stattdessen ist das Doppel-Display durch ein Scharnier getrennt, was technische Probleme drastisch reduzieren dürfte. Trotzdem bilden die beiden Hälften auf Wunsch ein gemeinsames Bild, das sich auch als Einheit scrollen lässt. Die ersten Reaktionen auf das Duo, das Ende 2020 erscheinen soll, sind überaus positiv. "Microsoft hat recht. Doppel-Bildschirme sind die sicherere Idee als Falt-Displays", lobt Engadget.

Die beiden Hälften sind jeweils 5,6 Zoll groß – was dann aufgeklappt 8,3 Zoll ergibt. Überraschend läuft das Duo mit einer Android-Version, die Microsoft speziell für Doppel-Displays anpassen will. Parallel zum Duo erscheint mit dem Surface Neo auch ein Doppel-Tablet mit zwei 9-Zoll-Bildschirmen. Hier setzt Microsoft aber auf Windows 10X, eine neue Variante seines Betriebssystems für solche Doppeldecker. An konventionelleren Neuheiten hat Microsoft in New York das 13-Zoll-Tablet Surface Pro X, den Surface Laptop 3 in 13 und 15 Zoll sowie die AirPods-Konkurrenten Surface Earbuds gezeigt. Bei den neuen Musik-Ohrstöpseln schaut eine Art Scheibe aus dem Ohr heraus, die Touch-Befehle ermöglicht.

Surface Earbuds
Premiere fürs Smart-Ohr: Mit den Surface Earbuds werden die Lauscher zum Touchpad (Foto: Microsoft)

Evolution funktioniert: Tippen auf dem Smartphone wird immer schneller

Smartphone Daumen
Tipp-Top: Unsere Daumen flitzen immer schneller über den Bildschirm (Foto: 123rf.de)

Da rotiert Charles Darwin vor Freude in seiner Gruft. Im Zuge der evolutionären Anpassung des Menschen an seinen besten Freund, das Smartphone, tippen die Nutzer immer schneller. Weil gleichzeitig immer weniger Leute das zügige Zehn-Finger-Tippen auf einer normalen Computer-Tastatur beherrschen, nähern sich die Geschwindigkeiten der beiden Eingabemethoden immer mehr an. Mittlerweile liegt das Durchschnittstempo geübter Smartphone-Verwender bereits bei 70 Prozent der Tastatur-Tipper. Und dieser so genannte "Typing Gap" verringert sich immer weiter. Das fanden Forscher der Uni of Cambridge, der ETH Zürich und der Universität Aalto aus Finnland in einem weltweiten Großversuch mit 37.000 Freiwilligen heraus.

Das schnellste Tempo am Smartphone und Tablet lässt sich dabei mit zwei Daumen erreichen – die Methode, die 74 Prozent der Testteilnehmer nutzen. "Wir waren sehr überrascht, dass sich mit zwei Daumen durchschnittlich 38 Wörter pro Minute schaffen lassen. Das ist nur 25 Prozent langsamer als auf echten Tastaturen", staunt die Schweizer Wissenschaftlerin Anna Feit. Der beste Teilnehmer kam am Smartphone auf spektakuläre 85 Wörter pro Minute. Dass die Autokorrektur zunehmend besser funktioniert, hat entscheidend zum Tempoanstieg beigetragen, berichtet CNN. Geübte Zehn-Finger-Schreiber kommen auf mehr als 100 Wörter pro Minute, der Durchschnitt schafft 35 bis 65 Wörter. Evolutionär bereits für den Touchscreen optimierte 10- bis 19-Jährige tippen am Handy durchschnittlich 10 Wörter mehr pro Minute als Nutzer zwischen 40 und 50 Jahren.

Apple 2020: Erster Blick auf neue iPhones und neue AirPods

Air Pods 2020
Sieht ganz fön aus: Die AirPods der Zukunft (Foto: Michael Rieplhuber)

Zwei neue iPhones und die nächste Generation der AirPods – die Ausbeute an Apple-News über den Tag der Deutschen Einheit kann sich sehen lassen. Star-Analyst Ming-Chi Kuo ist sich jetzt sicher, dass das Budget-iPhone SE 2 im Frühjahr 2020 seine Premiere feiert. AppleInsider argwöhnt allerdings: "Es wird nicht das iPhone sein, auf das die Fans warten." Denn statt wieder ein handliches und kompaktes 4-Zoll-iPhone wie den Vorgänger SE aus dem Jahr 2016 zu bauen, packt Apple laut Kuo die aktuelle Technik aus dem iPhone 11 in das Gehäuse des iPhone 8. Das bedeutet: 4,7-Zoll-Display und das nicht mehr ganz taufrische Design mit Home-Knopf.

Das "iPhone 8 SE", so der Apple-Augur, soll weltweit rund 100 Millionen Nutzer abholen, die bis heute das iPhone 6/6S aus den Jahren 2014 und 2015 verwenden, und die sich weniger für neue Funktionen wie Dreifach-Kameras und Gesichtserkennung interessieren. Deutlich spektakulärer dürfte das iPhone 12 ausfallen, das Kuo im Herbst 2020 im wiederbelebten Kult-Design des Phone 4 erwartet. Wie fabelhaft das aussehen könnte, zeigt iPhone-Künstler Ben Geskin in ersten Renderings, die schon jetzt Lust auf einen Kauf machen.

Ebenfalls frisch auf dem Gerüchtemarkt eingetroffen ist die nächste Generation der AirPods. Hier sind in der ersten Beta von iOS 13.2 neue Icons aufgetaucht, auf denen die Musik-Ohrstöpsel deutlich verändert aussehen. Künftige AirPods, die mit einem Gummi-Aufsatz als In-Ears tiefer in den Ohren sitzen, könnten den Klang verbessern und die Geräuschdämmung steigern. 9to5Mac zeigte ein erstes Rendering von Designer Michael Rieplhuber, das im Großformat durchaus auch als Fön funktionieren könnte.

Google auf dem Huawei Mate 30: Das Schlupfloch ist zu. Endgültig!?

Heute hü, morgen hott – und beim "hott" dürfte es nun auch bleiben. Denn das Schlupfloch, mit dem sich auf dem neuen Huawei Mate 30 Google-Dienste nachinstallieren lassen, ist nun wohl endgültig geschlossen. Denn die dubiose chinesische Website LZPlay, auf der zuletzt eine Software verfügbar war, die den Google Play Store und damit auch Apps wie YouTube, Gmail oder Maps auf das Mate 30 gebracht hat, ist mittlerweile offline. Und weil Google gleichzeitig nachgerüstet hat, fällt das Mate 30 mit den nachträglich installierten Google-Diensten jetzt im Kompatibilitätstest von Google SafetyNet durch. Auch auf Geräten, die bereits "vergoogelt" wurden, funktionieren Play Store und Google-Apps damit nicht mehr.

Ob Huawei mit dem Schließen von LZPlay zu tun hat, ist bisher nicht klar. Die letzte Möglichkeit, Google-Dienste auf dem Mate 30 zum Laufen zu bekommen, und das Gerät doch noch zum Erfolg zu machen, scheint damit passé. "Wird jetzt Huaweis schlimmster Google-Alptraum wahr?“, spekuliert Forbes angesichts der endlosen "Seifenoper". Denn auch künftige Huawei-Geräte wie das faltbare Mate X müssen damit wohl ohne Google-Dienste auskommen. Und die eine Million patriotischer chinesischer Smartphone-Käufer, die das Mate 30 bereits erstanden haben, dürfte wenig begeistert sein.

Machtkampf bei Sony – Probleme für die PlayStation 5?

Hinter den Kulissen von Sony tobt offenbar ein Machtkampf um die Zukunft der PlayStation – der den 2020 anstehenden Wechsel von der PS4 zur PS5 schon jetzt stark beeinträchtigt. Am Montag hatte Sony Interactive Entertainment ungewöhnlich knapp und informell per Tweet den Abgang von Shawn Layden verkündet, den Chef der Sony Worldwide Studios. Layden hatte sich zuletzt für die Möglichkeit stark gemacht, dass PS4-Nutzer online auch gegen Spieler auf Xbox One, PC und Switch antreten können, das so genannte Crossplay. Sein Rivale Jim Ryan, seit Februar Chef von Sony Interactive Entertainment Worldwide, wollte dagegen vor allem Cloud Gaming und den Spiele-Streamingdienst PS Now voranbringen.

Nachdem Sony den Abopreis von PS Now diese Woche von 14,99 Euro auf 9,99 Euro im Monat bzw. von 99,99 Euro auf 59,99 Euro im Jahr gesenkt hat, hat sich Ryan offenbar im Machtkampf durchgesetzt. Wie Sonys Strategie mit der PlayStation 5 aussieht, ist aufgrund der internen Auseinandersetzungen ein gutes Jahr vor Veröffentlichung noch völlig unklar. "Wir hatten noch nie so kurz vor dem Start einer neuen Generation so wenig Klarheit", klagt ein Entwickler gegenüber GameDaily. "Und langsam werden wir nervös. Oder besser gesagt: Sehr nervös."

Das Ende vom LEAD: Der Berliner Fernsehturm hebt ab

Zum Tag der Deutschen Einheit und zum 50. Geburtstag des Fernsehturms in Berlin-Mitte sorgt jetzt ein Video wieder auf Furore bei Twitter und YouTube, in dem die NASA den Fernsehturm kapert und als Rakete zum Mond schießt. Der Clip ist zwar schon zehn Jahre alt, aber heute noch ebenso grandios wie 2009. Und damit wünschen die Brückentags-Schufter von LEAD einen schönen Start ins Wochenende!!!

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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