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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: macOS Catalina ist da – abwarten lohnt sich!

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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macOS Catalina ist da – abwarten lohnt sich!

Eine Handvoll neuer Betriebssysteme: Nach iOS 13, iPadOS 13, watchOS 6 und tvOS 13 hat Apple nun auch macOS Catalina veröffentlicht. Damit ist die herbstliche Software-Rundum-Renovierung abgeschlossen. Das kostenlose Update auf Catalina (aka macOS 10.15), das auf Macs ab 2012 läuft, bringt das Ende für das veraltete iTunes. Stattdessen gibt es nun eigene Apps für Musik, für Filme und Serien sowie für Podcasts. Mit der neuen Sidecar-Funktion lässt sich das iPad als Zweit-Monitor für einen Mac nutzen. Spiele funktionieren nun auch mit den Controllern von PlayStation 4 und Xbox One. Und die Sprachsteuerung hat Apple nochmals ausgebaut. Gizmodo präsentiert die zwölf wichtigsten Neuerungen.

Weniger gute Nachrichten gibt es auch: Mit Catalina laufen 32-bit-Programme nicht mehr, die auf vielen Macs noch weit verbreitet sind – von Adobes CS6-Suite bis hin zu zahllosen kleinen Utilities. Welche Programme auf einem Mac 32-bit sind, lässt sich über die Systeminformationen leicht herausfinden. OSXDaily erklärt, wie’s geht. Auch die praktischen Dashboard-Widgets hat Apple in Catalina abgeschafft.

Generell sollten Mac-Nutzer, die ihren Rechner zum täglichen Arbeiten benötigen oder gar ihr Geld damit verdienen, jetzt nicht überhastet aufs neue macOS aktualisieren. Tipp von LEAD: Prüfen, welche wichtigen 32-bit-Programme künftig nicht mehr laufen und welchen Ersatz es gibt. Und erste Meldungen abwarten, wie stabil Catalina bereits zur Veröffentlichung funktioniert, und wie gut vor allem die Musik-Bibliothek von iTunes in die neue Musik-App übernommen wird. Genau wie beim problematischen Start von iOS 13.0 lohnt es sich, noch ein paar Wochen zumindest auf macOS 10.15.1. zu warten.

Windows 10 bei Edeka: Die Lizenzen sind legal

Windows Edeka
Zwischen Kraut und Rüben liegt nun Windows – zum Sparpreis bei Edeka (Foto: Lizengo)

In vielen Edeka-Filialen liegen jetzt nicht nur Tomaten, Nudeln und Brot im Regal – sondern auch Microsoft-Lizenzen zu verdächtig niedrigen Preisen. Windows 10 Home kostet nur 35,99 Euro statt der offiziellen 145 Euro. Und die Pro-Variante von Windows 10 gibt es für 39,99 Euro statt für Microsofts 259 Euro. Das Büropaket Office 2019 Standard ist als Einzellizenz für 195 Euro zu haben. Diese Version ist normalerweise nur für Unternehmenskunden verfügbar und kostet 500 Euro pro Rechner. Wer wegen dieser Niedrigstpreise zurecht stutzig wird, kann die Supermarkt-Software nun guten Gewissens kaufen. Denn laut der Experten der „c't“ ist alles legal und in Ordnung.

Die Lizenzen stammen vom Großhändler Lizengo, der nach eigenen Angaben Volumenlizenzen aus „Überbeständen“ erwirbt und dann aufgesplittet an Einzelkunden verkauft. Der Bundesgerichtshof hat diese Praxis bereits 2014 für legal erklärt. Edeka-Kunden bekommen beim Kauf einen Kassenzettel mit der Lizenznummer, die sie dann zum Freischalten auf der Website von Lizengo eingeben müssen. Microsoft hat im Grunde keine Handhabe dagegen, droht aber zumindest, mit Updates bestimmte Lizenznummern im Nachhinein zu deaktivieren. Diese Gefahr scheint aber gering, zumal Lizengo zwei Jahre Garantie gibt, dass die Software läuft. So lange sollten Käufer den Kassenbon unbedingt aufbewahren.

Rent a Speaker: Sonos vermietet seine Lautsprecher

Sonos Miete
Miet the Beatles: Bei Sonos gibt es jetzt Top-Sound zum Ausleihen (Foto: Sonos)

Bei Musik sind Abos und Flatrates seit Spotify oder Apple Music gang und gäbe. Und warum nicht auch bei Lautsprechern? Das fragt sich Heimaudio-Spezialist Sonos – und bietet bei einem Test in den Niederlanden seine Geräte nun auch zur Miete an. „Sonos Flex“ heißt der Tarif, bei dem beispielsweise ein Set aus zwei Sonos One für 15 Euro im Monat zu haben ist. Einfache Rechnung: Der Kauf von zwei Sonos One kostet 420 Euro. Nach 28 Monaten, also nach gut zweieinviertel Jahren, ist die Miete teurer als der Kauf. Dann legen sich viele Nutzer aber schon wieder frische Hardware zu.

Das ist beim monatlich kündbaren „Sonos Flex“ überflüssig. Denn sobald eine neue Geräte-Generation veröffentlicht wird, ersetzt das US-Unternehmen die Lautsprecher automatisch. Für 25 Euro gibt es ein kleines Heimkino-Set mit zwei Sonos One und einer Sonos Beam-Soundbar. Und für 50 Euro lässt sich eine größere Heimkino-Ausstattung mit zwei Sonos One, Playbar und Subwoofer mieten – die im Kauf gut 2.000 Euro kostet. Zunächst läuft in den Niederlanden, wo Sonos sein europäisches Hauptquartier hat, ein Test mit 500 Miet-Kunden. Bei einem Erfolg könnte „Rent a Speaker“ laut The Verge weltweit starten.

Spotify bringt sein Autofahrer-Radio nach Deutschland

"Bayern i statt Bayern 3" – Spotify bringt sein persönliches Autofahrer-Radio "Your Daily Drive" jetzt auch nach Deutschland. In den USA macht die personalisierte Playlist aus der Lieblingsmusik des Nutzers, aus Nachrichten und Podcasts den klassischen Radiosendern bereits seit Juni Konkurrenz. Dort lautet das Motto: "Your Daily Drive. Musik und Nachrichten, die Dir die tägliche Fahrt versüßen." Oder auch, frei nach Oasis: "What’s the Story, morning Glory?"

Der Mix aus Musik und Informationen erinnert tatsächlich an altgewohnte Radiosender – nur dass statt zwangslustigen Frühmoderatoren und Dudelmusik mit dem "Besten aus den 70ern, 80ern und von heute" nur zu hören ist, worauf der Nutzer wirklich Lust hat. Updates sollen die Nachrichten dabei während des ganzen Tages aktuell halten. Gegenüber dem Handelsblatt kündigte Spotifys Studiochef Courtney Holt nun den Deutschland-Start von "Your Daily Drive" an – als zweitem Land der Welt. Zum Auftakt sind Inhalte von Handelsblatt, Spiegel, Zeit, Süddeutscher Zeitung und Deutschlandfunk dabei.

FIFA 20 kann kein Abseits

Sooo at what point was I offside ? from r/FIFA

Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Diese Fußball-Weisheit gilt auch für den Spiele-Hit „FIFA 20“. Doch wann der Schiri pfeift – das ist im nagelneuen „FIFA“ oft genug fraglich. Im Internetblog Reddit häufen sich Klagen, dass die Referees im Spiel völlig wirre Abseits-Entscheidungen treffen. Motto des ständig wachsenden Threads: "Ey, wo war ich hier im Abseits?"

Ein Video zeigt eine Spielsituation, in der meterweit kein Abseits zu erkennen ist. Trotzdem pfeift der FIFA-Schiri den sichtlich genervten PSG-Superstar Kylian Mbappé zurück. "Das passiert andauernd. Es ist so frustrierend", klagen "FIFA 20"-Gamer. Experten vermuten, dass der virtuelle Schiedsrichter Probleme damit hat, die Richtung von Pässen korrekt zu interpretieren. Neben zahlreichen anderen Fehlern vor allem im Karrieremodus des Spiels muss Hersteller Electronic Arts also auch hier dringend nachbessern. Sonst landet "FIFA 20" endgültig im Spielspaß-Abseits.

Das Ende vom LEAD: Läuft bei Johnnie Walker

Der Twitter-Account "Brilliant Ads" zeigt kreative und gelungene Werbung aus aller Welt, das Folgen lohnt sich. Neuestes großartiges Fundstück ist ein Plakat des Online-Getränkehändlers "King’s" aus Surinam, das vor Alkohol am Steuer warnt. Simple und geniale Zeile vor einem Bild von Johnnie Walker: "Es hat schon seinen Grund, warum Johnnie zu Fuß geht."

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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