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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Leonardo da Vinci – geniale Brücke aus dem 3D-Drucker

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit dem Wellblech-Laptop von Google und mit Hobbykoch Tim Cook.

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Leonardo da Vinci: Geniale Brücke aus dem 3D-Drucker

Da Vinci Bruecke
Eine goldene Brücke bauen – mit dem genialen Plan von Leonardo da Vinci (Foto: MIT)

Leonardo da Vinci, 1519 viel zu früh verstorbenes toskanisches Universalgenie und Maler, verblüfft 500 Jahre nach seinem Tod erneut die Wissenschaft. Denn Forscher und Architekten haben am Massachusetts Institute of Technology (MIT) erstmals eine von Leonardos kühnen Brückenkonstruktionen im 3D-Drucker nachgebaut. Ergebnis: Die Brücke, die das Zentrum von Istanbul mit dem Stadtteil Galata verbinden sollte, hätte perfekt funktioniert und wäre sogar erdbebensicher gewesen. Mit seiner Erfindung hätte der trickreiche toskanische Tüftler den Brückenbau bis heute revolutionieren können.

1502 plante Sultan Bayezid II den Bau der Brücke. Da Vinci reichte einen Entwurf ein, der aber nicht realisiert wurde. Denn statt der mindestens zehn Pfeiler, die damals für so eine Brücke üblich waren, wollte Leonardo den Fluß mit einem einzigen Bogen überspannen. Das erschien dem Sultan offenbar zu riskant. Auf Basis der Notizen und Skizzen bauten die Forscher am MIT die Brücke jetzt im Maßstab 1:500 mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker nach. Das 81 Zentimeter lange Modell zeigt: Pure Schwerkraft hätte die Steinblöcke perfekt miteinander verbunden, ohne Zement, Mörtel oder ähnliche Stoffe. Gleichzeitig wäre die Konstruktion so flexibel gewesen, dass sie die häufigen Erdbeben in Istanbul überstanden hätte. Für diesen Test, so Gizmodo, haben die Brückenbauer das Modell auf zwei bewegliche Plattformen gestellt.

Saugenichts: Dyson stoppt sein Elektroauto

Dyson Auto
Sucks: Das Staubsauger-Auto von Dyson bleibt eine Skizze (Foto: Dyson)

Neuer Rückschlag für James Dyson. Nachdem der Brexit, von dem sich der englische Staubsaug-Revoluzzer Milliardeneinnahmen und massive Steuervorteile versprochen hatte, nach wie vor in der Schwebe ist, musste er nun sein Elektroauto-Projekt beenden. In einer Nachricht an seine Mitarbeiter erklärte Dyson: "Obwohl unser Team ein fantastisches Auto entwickelt hat, sehen wir keine Möglichkeit, es wirtschaftlich rentabel auf den Markt zu bringen." Der Verkauf des Dyson-Autos sollte 2021 starten. Der Bau der dafür geplanten Fabrik in Singapur hat aber offenbar noch nicht einmal begonnen. Zuletzt hatte Dyson laut TechCrunch einen Käufer für sein Autoprojekt gesucht, blieb aber erfolglos.

Die für das E-Auto entwickelte Technik mit neuartigen Feststoff-Batterien, Sensoren, Robotern und künstlicher Intelligenz will das Unternehmen dennoch weiterentwickeln und für neue Produkte verwenden. Für dieses Programm stehen rund 2,8 Milliarden Euro bereit. Experten vermuten, dass James Dyson unterschätzt hatte, wie schnell klassische Autokonzerne wie VW mit eigenen Elektroautos auf den Markt kommen – und dass er sich der etablierten Konkurrenz nun nicht mehr gewachsen sieht. Die betroffenen knapp 600 Mitarbeiter sollen möglichst in anderen Firmenbereichen unterkommen. "Das ist nicht das erste Projekt, das seine Richtung geändert hat, und es wird nicht das letzte sein", so Brexit-Dyson. Der Mann weiß, wovon er spricht.

iPhone 11 schneller laden – zum halben Preis

Guenstig Netzteil
Gleiche Leistung, halber Preis: Das iPhone-11-Netzteil für Sparfüchse (Foto: Ugreen)

Das iPhone 11 Pro und das 11 Pro Max liefert Apple erstmals mit einem zeitgemäßem, schnellem 18-Watt-Netzteil aus, das einen leeren Akku in weniger als einer Stunde auf 80 Prozent bringt. Das Einstiegsmodell iPhone 11 kommt dagegen nach wie vor mit einem veralteten 5-Watt-Stecker, mit dem das Handy drastisch langsamer lädt, als es eigentlich könnte. Wer das ändern will, bekommt bei Apple das 18-Watt-Netzteil der Pro-iPhones für 35 Euro, und das dafür notwendige Kabel von USB-C auf Lightning für weitere 25 Euro.

Das macht 60 Euro für eine Ausstattung, die eigentlich ab Werk beiliegen müsste. Doch nun geht es auch für die Hälfte, wie das Magazin BGR berichtet. Denn der chinesische Anbieter Ugreen hat die Preise für sein iPhone-11-Zubehör reduziert. Das 18-Watt-Netzteil kostet bei Amazon jetzt 16,99 Euro, und das Apple-zertifizierte USB-C-Lightning-Kabel 12,99 Euro. Macht insgesamt 29,98 Euro statt 60 Euro. Die Technik sollte weitgehend mit Apple identisch sein. Und damit lädt das iPhone 11 dann so schnell wie das Pro und das Pro Max.

Google bringt den Wellblech-Laptop

Google Pixelbook Go
Perfekte Welle: Googles Pixelbook Go von unten (Foto: 9to5Google)

Nächsten Dienstag, am 15. Oktober, stellt Google seine Herbst-Neuheiten vor. Auf der Agenda stehen unter anderem die Smartphones Pixel 4 und Pixel 4 XL, die Pixel Watch und der Laptop Pixelbook Go mit Chrome OS. Viele Geheimnisse der neuen Geräte sind längst nicht mehr geheim, Google selbst hat vorab ausführlich gespoilert. Das Pixelbook Go sollte aber offenbar bis Dienstag unter der Tarnkappe bleiben. Hat aber auch nicht funktioniert, 9to5Google zeigt das Gerät vorab.

Auf den Fotos ist ein Laptop mit einer sehr schicken und griffigen orange-pinken Unterseite in Wellblech-Optik zu sehen. Google nennt die Farbe „Not Pink“. Aufgeklappt erinnert das Design eher an ein MacBook Air, allerdings mit einem leichten Hauch von (Not) Pink. Das Pixelbook Go kommt demnach mit 13,3-Zoll-Touchscreen, wahlweise mit Full HD oder 4K-Auflösung. Es lässt sich mit den Intel-Prozessoren m3, i5 und i7 ausstatten. Maximal möglich sind 16 GB RAM und 256 GB SSD-Speicherplatz. Der Rest der Daten soll in der Google-Wolke landen.

Kassetten-Boom: Herstellern geht das Material aus

Musikkassette
Der Club der toten Bänder? Von wegen, Tapes boomen (Foto: Agfa)

Im Zuge der Musik-Retrowelle boomen nicht nur Vinylplatten, sondern auch Musikkassetten – wenn auch auf relativ niedrigem Niveau. Laut Techspot hat sich in den USA der Absatz fertig bespielter Kassetten zwischen 2016 und 2018 auf 219.000 Stück verdreifacht. Tapes wie der "Awesome Mix" zu "Guardians of the Galaxy" sind Kult. Und das sorgt nun für Probleme bei der Kassetten-Produktion. Hersteller wie die US-Firma National Audio Company können nicht mehr die gewünschten Stückzahlen liefern, weil Rohstoffe wie Gamma Eisenoxid fehlen.

Die einzige Fabrik, die dieses Material noch herstellt, stand offenbar den Großteil des Jahres wegen Renovierungsarbeiten still. Folge: Die Vorräte der Anbieter nehmen zunehmend ab, und die Preise für die Kassetten steigen. Ende des Jahres soll die Produktion von Gamma Eisenoxid aber wieder Fahrt aufnehmen. Die Nachfrage dürfte groß sein, nachdem nun auch der Soundtrack zur dritten Staffel der Netflix-SciFi-Serie "Stranger Things" auf Kassette erscheint.

Das Ende vom LEAD: Tim cookt

Kochen Mit Cook
Chef-Koch am Herd. Die "Tim Cookware Collection". Foto: Charles Kerr

Hier kocht der Cook. Der US-Haushaltsgeräte-Hersteller Charles Kerr hat eine Kollektion von Küchenzubehör mit dem Porträt des Apple-Chefs auf den Markt gebracht. Die "Tim Cookware Collection" besteht unter anderem aus Schneidebrettern, Kochlöffeln, Nudelrolle, Kochbuch, Kochmütze und einer zum neuen Mac Pro passenden Käsereibe. Die Kollektionen tragen die sehr amüsanten Namen "11", "11 Pro" und "11 Pro Max", bei 29 Dollar geht’s los. Und ein Video in klassischer Apple-Optik gibt es auch. Die Genehmigung von Chefkoch Tim hat Charles Kerr offenbar nicht eingeholt, "aber wir schicken ihm natürlich gern ein Paket vorbei".

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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