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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Apple

TechTäglich: Legt das iPhone weg – rät Tim Cook

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Legt das iPhone weg – rät Tim Cook

Tim Cook aka "Tim Apple" hat dem Magazin Time ein langes und bemerkenswertes Interview gegeben. Eines der zentralen Themen war darin die Smartphone-Abhängigkeit zahlloser Menschen, an der Apple und das iPhone keinen geringen Anteil haben. Cook geht offen mit dem Problem um: "Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihre Kinder die Geräte zu lange benutzen. Aber ich glaube, auch die Eltern tun das. Wir alle tun es, oder zumindest viele von uns." Und er stellt mit einem Seitenhieb auf Facebook & Co. klar: "Wir bei Apple wollen nicht, dass die Leute ihre Smartphones die ganze Zeit verwenden. Das war nie unser Ziel, und das ist auch nicht unser Geschäftsmodell."

Der Apple-Chef spricht sich gegen "sinnloses Herumscrollen" aus und weist auf die Werkzeuge auf dem iPhone wie "Screen Time" hin, mit denen die Nutzer ihre Zeiten kontrollieren und beschränken können. Cook selbst hat seine Mitteilungen auf dem iPhone laut MacWorld stummgeschaltet: "Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich jeden Tag Tausende von Mitteilungen bekommen muss. Das macht weder mein Leben besser, noch macht es mich zu einem besseren Menschen. Also habe ich das gestrichen." Er verspricht noch bessere Tools zum Reduzieren der Smartphone-Abhängigkeit, die womöglich schon ab Herbst in iOS 13 zu finden sind. Treffendster Satz des Apple-Chefs: "Wenn du mehr auf dein Smartphone schaust als in die Augen anderer Menschen, machst du etwas falsch."

100-Stunden-Wochen für Fortnite-Entwickler

Fortnite Stress
In der Fortnite-Legebatterie: Der Spielehit laugt seine Entwickler aus (Foto: Polygon)

Immer neue Welten, neue Spielfiguren, neue Gags – Epic Games schraubt unermüdlich an "Fortnite Battle Royale" und hält seine User damit ständig auf Trab. Kein Videospiel hat jemals so ein Entwicklungstempo gesehen. Und das passiert offenbar auf Kosten der Epic-Mitarbeiter, bei denen von "unermüdlich" längst keine Rede mehr sein kann. Das hat das Magazin Polygon herausgefunden. "Ich arbeite durchschnittlich 70 Stunden pro Woche", klagt ein Epic-Mitarbeiter, "und es gibt bestimmt 50 oder 100 Leute bei Epic, denen es genauso geht. Ich kenne Kollegen mit 100-Stunden-Wochen. Epic gewährt uns zwar unbegrenzte Freizeit, aber die können wir gar nicht nehmen".

Die Klage des anonymen Fortnite-Designers: "Wir haben für nichts ausreichend Zeit. Wenn zum Beispiel Probleme mit einer Waffe auftauchen, können wir das nicht mit dem nächsten Patch erledigen. Nein, es muss sofort passieren. Und das, während wir schon am Patch von nächster Woche arbeiten." Einige Mitarbeiter, die trotz üppiger Gehälter solche Überstunden verweigern oder nicht jedes Wochenende arbeiten wollen, wurden offenbar bereits gefeuert. Fazit eines Entwicklers zur Actionspiel-Akkordarbeit, an die garantiert kein Fortnite-Fan beim Zocken denkt: "Es ist brutal!"

Galaxy Fold: Another Screen bites the Dust

Samsung hat aus gutem Grund damit begonnen, alle Testexemplare des Galaxy Fold wieder einzuziehen. Denn Journalisten berichten nach wie vor von absurden Problemen mit dem Falt-Smartphone, dessen für 26. April geplanten Verkaufsstart Samsung mittlerweile gestoppt hat. Bei YouTube-Blogger Michael Fisher hat sich ein größerer Staubfussel oder ein ähnlicher Gegenstand unter dem Doppel-Display eingenistet, wie er in einem Tweet zeigt. Fishers Fazit: "Ich bin nicht überrascht, nur enttäuscht. Ich hoffe, Samsung findet einen Weg, dieses Scharnier abzudichten." CNET spottet über den neuesten Staub-Ärger mit Samsungs Sorgen-Telefon, frei nach Queen: "Another Screen bites the Dust."

Minecraft: Das größte Update aller Zeiten

Alle Welt spricht von "Fortnite Battle Royale". Doch "Minecraft" hat nach wie vor mehr tägliche Nutzer. Und nun ist das bisher größte Update für Microsofts Klötzchen-Klassiker erschienen. Das Paket heißt "Village & Pillage" (Deutsch "Dorf und Plündern") und bringt zahlreiche Neuerungen. Darunter sind mehr als zehn neue Dorfbewohner wie Metzger, Schäfer oder Buchhändler. Fliegende Händler, Plünderungen, die Armbrust als neue Waffe und Pandas (!) sollen laut IGN für noch mehr Abwechslung sorgen. Das Update ist jetzt für iOS, Android, PC, Xbox One und Switch verfügbar. "Minecraft" ist mit mittlerweile 154 Millionen verkauften Exemplaren seit dem Start 2009 das zweiterfolgreichste Videospiel aller Zeiten – liegt aber weit hinter Spitzenreiter "Tetris" mit über 500 Millionen.

Tesla baut lautlosen Laubbläser

Elektroauto-Guru Elon Musk hat wieder eine turbulente Twitter-Nacht hinter sich. Wichtigste Nachricht: Tesla hat die Reichweite der Langstreckenversion des Model S auf 370 Meilen oder 595 Kilometer erweitert. Damit schafft das Flaggschiff des Elektroautobauers erstmals die Strecke von Los Angeles nach San Francisco mit einer Akku-Ladung. Die zehn Prozent höhere Reichweite erreicht Tesla durch Änderungen am vorderen Motor und am Getriebe in neuen Modellen, der große 100-kWh-Akku bleibt unverändert.

Mindestens genauso viel Staub aufgewirbelt (im wahrsten Sinne des Wortes) hat Musks zweite Twitter-Ankündigung der Nacht: "Tesla entwickelt einen leisen elektrischen Laubbläser." Womöglich hat sich der große Meister über den Lärm eines Laubbläsers geärgert, jedenfalls verrät er schon detaillierte Pläne für die Abschaffung der leidigen herbstlichen Ruhestörung: "Wir können vielleicht Teile aus der Klimaanlage des Model 3 verwenden. Kein großes Ding." Ob daraus ein reguläres Produkt wird, oder nur ein Gag wie der legendäre Flammenwerfer seiner Tunnelbohr-Firma The Boring Company, verrät uns Elon bisher noch nicht.

Das Ende vom LEAD: 40 Jahre Spielegeschichte

40 Jahre Videospiele-Geschichte vom Atari 2600 bis zur PlayStation 4 – sie zeigt das Magazin TheNextWeb in einer spannenden Animation. Daran sind für jedes Jahr zwischen 1978 und 2017 die bis dahin zehn meistverkauften Spielkonsolen zu sehen. Am Anfang ist der Atari 2600 noch allein auf weiter Flur, doch zehn Jahre später kommt dank Nintendo Leben in die Bude. Die letzten offiziellen Zahlen gibt es aus dem Jahr 2017 – mit dem Nintendo DS und 155 Millionen Exemplaren als knappem Spitzenreiter vor der PlayStation 2.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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