Anzeige
Anzeige
Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Facebook Samsung

Klappt ja schnell: Falt-Samsung ab 18. September in Deutschland

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

Anzeige
Anzeige

Klappt ja schnell: Falt-Samsung ab 18. September in Deutschland

Samsung vertraut jetzt offenbar der Qualität seines Falt-Smartphones Galaxy Fold. Denn überraschend schnell kommt der renovierte Doppeldecker bereits am 18. September in Deutschland auf den Markt – für 2.100 Euro, und inklusive 5G. Auf ihrer Website stellen die Koreaner das Fold nun erstmals auch auf Deutsch ausführlich vor und zeigen zahlreiche Details wie ein robusteres Scharnier und das "mehrschichtige Polymer-Material" über dem Display. Es soll dafür sorgen, dass sich die Bildschirmfolie nicht mehr wie im April bei den Tests in den USA ablöst. Die Folie reicht jetzt unter den Bildschirm und lässt sich damit nicht mehr abpuhlen.

"Heute entfaltet sich die Zukunft mit dem Galaxy Fold 5G", wirbt Samsung – baut aber schon vor, falls sich Nutzer am sichtbaren Knick in der Mitte des Doppel-Bildschirms stören. "Möglicherweise bemerkst du eine leichte Falte in der Mitte des Hauptdisplays. Dies ist ein natürliches Merkmal des Displays", heißt es in der Präsentation. Zunächst soll das Fold in Deutschland laut Samsung nur "in ersten Stückzahlen", also in begrenzter Auflage, verkauft werden - angesichts des Preises wohl keine verkehrte Idee. Der erste Eindruck der Tester auf der IFA ist positiv. Denn offenbar hat Samsung viel Arbeit dafür aufgewendet, dass keine Fremdkörper mehr unter den Bildschirm eindringen können. The Verge schreibt: "Ich hatte nicht genug Zeit, um ein wenig Staub und Dreck auf das Gerät zu werfen. Aber Samsung hat offensichtlich nochmals viel Arbeit in das Fold gesteckt."

Facebook-Dating ist da – und Tinder wischt nach links

Facebook Dating
Mach doch mal Bause! Mark Zuckerberg wird zum Internet-Kuppler, frei nach RTL-Liebesbotin Inka Bause (Foto: Facebook)

Die New York Times warnt heute morgen ausdrücklich: "Vertrau Dein Liebesleben nicht Facebook an!“ Und fügt hinzu: "Dein Glück widmet Dir die Firma, die Dir auch den Cambridge Analytica Skandal gebracht hat." Ob die gut gemeinte Warnung fruchtet, müssen die nächsten Monate zeigen. Denn Facebook hat seinen letztes Jahr angekündigten Dienst "Facebook Dating" jetzt in den USA und in 19 weiteren Ländern vor allem auf dem amerikanischen und asiatischen Kontinent gestartet. Deutsche Singles dürfen sich ab 2020 mindestens alle elf Sekunden verlieben. Denn dann kommt Facebooks Tinder- und Parship-Herausforderer nach Europa. In den USA ist der Aktienkurs von Konkurrent Match.com nach dieser Ankündigung um 4,5 Prozent in die Knie gegangen.

Wer sich von Mark Zuckerberg verkuppeln lassen will und mindestens 18 ist, kann sich beim Facebook-Flirten ein Profil für die Partnersuche anlegen. Das Netzwerk liefert dann anhand von gemeinsamen Interessen und anderen Informationen Dating-Vorschläge. Das soll laut Facebook für "bedeutsame Beziehungen" sorgen. Zur Auswahl stehen flirtwillige Fremde oder allenfalls "Freunde von Freunden". Eigene Facebook-"Freunde" werden vorsichtshalber nicht vorgeschlagen. Ausnahme: Sie haben sich bei Facebook oder Instagram gegenseitig als "Secret Crush", als heimliche Flamme, markiert. Wer interessiert ist, wischt nicht nach rechts, sondern verschickt ein "Like". Mit der neuen Dating-Funktion, die das Netzwerk in einem Blogeintrag genau erklärt, werden Facebook und Instagram noch enger verkuppelt. Denn Facebook-Flirter können auch Instagram-Beiträge in ihr Profil einbeziehen.

Apple Music: Jetzt auch im Browser

Apple Music Browser
Browsen-Zeichen: Apple Music streamt jetzt auch in Firefox, Safari oder Chrome (Foto: Apple)

Überraschung bei Apple: Wenige Tage vor der Keynote mit der Vorstellung des iPhone 11 in Cupertino läuft Apple Music nun erstmals auch im Browser. Die Betaversion ist unter beta.music.apple.com verfügbar. Die Neuerung soll den Dienst offenbar noch einfacher nutzbar machen. Apples Musikstreaming ist damit unter anderem auf Mac und PC, aber auch auf anderen internetfähigen Geräten erstmals unabhängig von iTunes nutzbar, das mit macOS 10.15 Catalina auf dem Mac ohnehin vor der Ablösung steht.

Apple folgt damit dem Vorbild von Spotify, das traditionell auch im Browser läuft. Nach den ersten Eindrücken hat Apple die Webversion seines Musikdienstes sehr aufgeräumt, übersichtlich und klar gestaltet. Im LEAD-Check hat die einmalige Anmeldung binnen weniger Sekunden funktioniert. Danach zeigt die Browserversion die Musikbibliothek des Nutzers in der linken Spalte an. Im Vergleich zum überladenen iTunes wirkt die Bedienung deutlich schneller. Allerdings fehlen zumindest bei uns noch mehrere Playlists in der Anzeige – hier dürfte Apple mit den nächsten Betas noch Bugs beseitigen. Die Beta funktioniert laut Apple mit Mac, Windows 10, Android und Chrome OS.

Sonos macht mobil – die Bluetooth-Box ist da

Sonos wagt sich aus dem Wohnzimmer in die freie Wildbahn. Der kalifornische Heimaudiospezialist hat seinen ersten Lautsprecher mit Bluetooth-Funktion und Akku präsentiert. Der Sonos Move, der ab 24. September für 399 Euro zu haben ist, funktioniert damit auch außerhalb eines WLAN-Netzes, im Park oder am See. Sorgen vor Regen müssen die Nutzer dabei nicht haben, der neue Sonos ist nach Schutzklasse IP56 wasser- und staubgeschützt. Die gewohnte Anbindung ins heimische WiFi einschließlich AirPlay 2 funktioniert aber auch mit dem Move, hier hat der Hersteller keine Abstriche gemacht.

Die Box erinnert an einen etwas größer geratenen Sonos One (der allerdings nur rund die Hälfte kostet) und dürfte auch vergleichbar klingen. Mit Strom versorgt wird der Move drahtlos über eine mitgelieferte Basisstation oder über ein USB-C-Netzteil. Und der Akku mit zehn Stunden Laufzeit ist sogar austauschbar, für längere Ausflüge ins Freie. Jedesmal, wenn er neu aufgestellt wird, justiert sich der Henkel-Lautsprecher neu und passt seinen Klang optimal an die Umgebung an. Ebenfalls neu von Sonos ist der One SL (199 Euro) – eine Variante des One ohne die Lausch-Mikrofone für Alexa und Google Assistant, also ideal für datenschutzsensible Musikfans. Dritte Neuheit ist der Sonos Port für 449 Euro, der klassische HiFi-Anlagen oder Plattenspieler mit Sonos-Systemen verbindet.

Diese Apple-TV-Fernbedienung kommt nicht von Apple

Dieses überraschende neue Zubehör sieht aus wie die nächste Generation der Fernbedienung Siri Remote fürs Apple TV – kommt aber gar nicht von Apple, sondern von OnePlus. Das ambitionierte chinesische Smartphone-Startup bringt bekanntlich noch in diesem Monat seinen ersten Fernseher auf den Markt. Der OnePlus TV erscheint zuerst in Indien, und 2020 dann auch in Europa. Und OnePlus-Chef Pete Lau ist offenbar so stolz auf sein TV-Gerät, dass er jetzt das erste Foto der Fernbedienung hinaus in die Welt twitterte.

Seine Bemerkung dazu: "Schau Dir das näher an! Die Macht ist in Deinen Händen." Zu erkennen sind unter anderem ein USB-Port, ein spezieller OnePlus-Knopf, Android-Buttons und eine Art Touchpad, wie es auch Apple für seine Siri Remote verwendet. Der schicke Apple-Klon, der mit klassischen TV-Fernbedienungen nichts am Hut hat, zeigt jedenfalls, dass OnePlus beim Design seines Fernsehers offenbar neue Wege gehen will. Weil die Apple-Fernbedienung aber weder als besonders funktional noch als besonders beliebt gilt, ist offen, ob die Chinesen dabei auf dem richtigen Weg sind.

Das Ende vom LEAD: Muss Boris denn zum Städtele hinaus?

Gutbürger statt Wutbürger: Twitter und vor allem die britischen Twitter-Nutzer feiern einen stillen Helden. Der Mann hatte Boris Johnson beim Besuch des Premierministers in der nordenglischen Stadt West Yorkshire höflich die Hand geschüttelt und ihn lächelnd, leise und mit unnachahmlicher britischer Noblesse aufgefordert: "Bitte verlassen Sie meine Stadt!" "Das werde ich tun, sehr bald", versicherte ihm BoJo. Der stille, würdevolle Anti-Brexit-Protest kommt mittlerweile auf über drei Millionen Aufrufe und trendet unter dem Hashtag #PleaseLeaveMyTown.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

Anzeige
Themen
Galaxy Fold Facebook-Dating Apple Music Sonos Move OnePlus TV Brexit-Tweet
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote
Anzeige