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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: iTunes-Aus – das passiert jetzt mit den Musikdateien

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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iTunes-Aus: Das passiert jetzt mit den Musikdateien

Apple Music 2019
Apples neue Musik-App soll die iTunes-Songs möglichst 1:1 importieren (Foto: Apple)

Auch am zweiten Tag nach der WWDC-Keynote in San José dominiert Apple weiterhin die Tech-Nachrichten – unter anderem mit dem Aus für iTunes und dessen Folgen. Wichtige Frage für viele Apple-Kunden: Was passiert jetzt mit meinen jahrelang mühsam zusammengetragenen Musikdateien? Hier signalisiert ArsTechnica Entwarnung. Denn laut Apple übernimmt die neue Musik-App auf dem Mac alle bisherigen Musikdateien – auch gekaufte Songs aus dem iTunes Store, gerippte CDs oder MP3s aus anderen Quellen. Sie stehen auch künftig in der Bibliothek und werden wie gewohnt mit allen anderen Geräten synchronisiert.

Zumindest soll das theoretisch so funktionieren. In der Praxis ist iTunes oft sehr kreativ mit Musikbibliotheken umgegangen, hat Dubletten angelegt, oder Musikstücke nicht mehr gefunden. Wie zuverlässig die neue Musik-App auf dem Mac die bisherigen Dateien importiert, bleibt abzuwarten. Windows-Nutzer müssen sich darüber keine Gedanken machen, denn auf dem PC bleibt iTunes zumindest vorerst erhalten. Ebenfalls noch wichtig: Auch mit der neuen Musik-App können Apple-Kunden ihre Songs auf Wunsch weiterhin im iTunes Store kaufen, als Alternative zur Flatrate-Mucke von Apple Music. Und zu guter Letzt: Wer am Mac seine iOS-Datensicherung weiterhin per Kabel erledigen will, kann das auch künftig tun – aber nicht mehr in iTunes, sondern direkt im Finder.

Apple: Der Ärger um den Monitorständer für 999 Dollar

Ein Mac Pro ab 5.999 Dollar, ein 6K-Monitor ab 4.999 Dollar: Das haben die in preislicher Hinsicht leidgeprüften Apple-Kunden noch ohne Murren hingenommen. Dass der Standfuß (!) für den neuen Profi-Bildschirm Pro Display XDR aber allen Ernstes 999 Dollar extra kostet – das war zu viel. Seit Montagabend setzt es jede Menge Spott und Kritik zum teuersten und luxuriösesten Monitorständer aller Zeiten. Engadget schimpft: "Ein Monitorständer für 999 Dollar zeigt, was bei Apple momentan alles schief läuft."

Und weiter im Text über die Präsentation des kostenpflichtigen Ständers durch Apples Hardware-Chef John Ternus auf der WWDC-Keynote: "Unter den Zuhörern, die bis dahin meist enthusiastisch waren, machte sich Gemurmel bereit - genug, um Ternus stottern zu lassen. Er war völlig unvorbereitet, dass die Apple-Gläubigen die glorreiche Technologie, die ihnen beschert wurde, in Frage stellten." Treffendster Vergleich auf Twitter: 2011 verkaufte Apple für 999 Dollar noch einen kompletten Monitor. 2019 gibt’s fürs gleiche Geld nur noch einen Standfuß.

Ikea bringt Roboter-Möbel

Die Technik-Offensive von Ikea geht weiter: Nach den Smart-Lautsprechern, die die Schweden gemeinsam mit US-Audiospezialist Sonos entwickelt haben, folgen nun Roboter-Möbel. Sie lassen sich per App in einen Schrank, ein Bett, ein Sofa, einen Schreibtisch oder einen Raumteiler verwandeln und sollen rund acht Quadratmeter weniger Platz brauchen als konventionelle Lösungen. Gerade in kleinen Wohnungen kann das laut Ikea einen entscheidenden Unterschied ausmachen.

Produktentwicklerin Seana Strawn: "Statt Möbel kleiner zu machen, verwandeln wir sie immer in das Möbelstück, dass du gerade brauchst. Wenn du schläfst, brauchst du kein Sofa. Und wenn du deinen Kleiderschrank öffnest, brauchst du kein Bett." Die neue Serie heißt Rognan und startet 2020 zunächst in den Kleinwohnungs-Städten Tokio und Hongkong. Preise hat der Schwedenmöbelhersteller noch nicht bekanntgegeben, so The Verge. Die Fleximöbel dürften aber günstiger werden als beim US-Start-up Ori Living, mit dem Ikea bei diesem Projekt kooperiert. Dort kostet ein solches System studentenbudenunfreundliche 10.000 Dollar.

Tinder entdeckt LGBTQ-Nutzer

Tinder Lgbtq
Tinder-Überraschung: Die Flirt-App kommt im Jahr 2019 an und entdeckt die LGBTQ-Kundschaft (Foto: Tinder)

Die Flirt-App Tinder entdeckt LGBTQ-Nutzer und will damit ihren potentiellen Kundenkreis deutlich erweitern. Tinderer können künftig angeben, ob sie Mann, Frau oder Trans sind. Sie können ihre sexuellen Präferenzen von "Straight" über "Queer" bis "Bi" ins Profil eintragen, und gezielt nach Männern, Frauen oder beliebigen Geschlechtern suchen.

Die Informationen können im Profil auf Wunsch auch ausgeblendet werden, dienen aber auf jeden Fall dazu, passende Kontakte anzuzeigen. Bei der Umsetzung der neuen Funktionen hat Tinder laut TechCrunch mit der LGBTQ-Organisation GLAAD zusammengearbeitet. Das regenbogenfarbigere neue Tinder startet noch im Juni zunächst in den USA, in Großbritannien, Kanada, Irland, Indien, Australien und Neuseeland.

Schwitzbox: Microsoft-Konsole bekommt eigenes Deo

Xbox Deo
Microsoft entdeckt den Axe-Effekt – mit Xbox-Körperpflege (Foto: Microsoft/Unilever)

Von der Xbox zur Schwitzbox: Microsoft bringt gemeinsam mit dem Konsumriesen Unilever eine Xbox-Körperpflege-Serie auf den Markt. Unter dem Motto "Verbessere Dein Spiel" sind Körperspray, Deo und Duschgel im Angebot. Die Neuheiten gehören zur Unilever-Marke "Lynx", die in Deutschland als "Axe" im Regal steht. Die Xbox-grüne Körperpflege soll Schluss machen mit dem Image vom verschwitzten, miefigen Zocker. Sie riecht laut Gamespot nach grünem Zitrus, Limette, Minze, Salbei, Patschuli und Holz. Deutsche Xbox-Nutzer müssen sich noch gedulden, denn zunächst gibt es das Microsoft-Axe nur in Australien und Neuseeland.

Das Ende vom LEAD: Der neue Mac Pro steht schon im Büro

Mac Pro Lead
Gute Kombi, finden wir: Der neue Mac Pro vor einem iMac Pro mit der LEAD-Homepage – allerdings nur virtuell (Foto: LEAD)

Passt der gerade erst vorgestellte Mac Pro ins Büro von LEAD? Wir haben es ausprobiert, dank einer neuen AR-Anwendung von Apple, mit der sich der Super-Mac zumindest virtuell auf jeden Schreibtisch stellen lässt. Wer ebenfalls testen will, öffnet diese Seite mit Safari auf iPhone oder iPad. Wir finden: Der Mac Pro passt perfekt. Her damit! Und vielleicht lassen wir's ja richtig krachen, und kaufen zum neuen Apple-Display sogar den Monitorständer dazu.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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