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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Huawei – Smartphone-Weltpremiere in München

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Huawei: Smartphone-Weltpremiere in München

Wollen die Huawei-Manager aufs Oktoberfest gehen, das zwei Tage später startet? Oder geht es um ein klares Bekenntnis zum europäischen Markt? Jedenfalls steigt die Weltpremiere des mit Spannung erwarteten neuen Smartphones Huawei Mate 30 am 19. September nicht in Shanghai, nicht in New York und nicht in London – sondern in München, dem Hauptsitz von Huawei Deutschland. Das kündigte das chinesische Unternehmen jetzt in einem Tweet mit der Botschaft "In München schließen wir den Kreis" offiziell an.

Dieser Hinweis bezieht sich offenbar auf die kreisrunde Rückkamera des Mate 30 und des Mate 30 Pro, die drei bzw. beim Pro-Modell vier Linsen bieten sollen. Die Kameras sind auch grafisch in der Ankündigung der Präsentation zu erkennen, die Huawei auf seiner Website live streamen wird. Das Mate 30 steht unter dem Ikea-haften Motto "Rethink Possibilities" oder auch "Entdecke die Möglichkeiten neu". Das dürfte nicht nur die Hardware betreffen, sondern vor allem auch die Software. Denn die spannendste Frage in München wird sein: Mit welchen Programmen statten die Chinesen das Mate 30 aus, das wegen des US-chinesischen Handelsstreits offenbar mit keinen Google-Apps oder sonstigen Google-Anwendungen wie dem Play Store ausgeliefert werden darf? Das weitgehend als Open Source verfügbare Android kann Huawei aber wohl verwenden.

Vor dem Start des iPhone 11: Haben die Apple-Shows überhaupt noch Sinn?

Auch bei Apple läuft der Countdown: Am 10. September um 19 Uhr deutscher Zeit startet in Cupertino die Vorstellung des neuen iPhone 11, die wie gewohnt live im Netz gestreamt wird. Die Spannung im Vorfeld hält sich allerdings in engen Grenzen. Denn wenn die chinesischen Zulieferer bereits Wochen und Monate vorher praktisch alle Details ausplaudern, und wenn schon vor der Keynote (!) erste Auspack-Videos durchs Netz geistern, bleibt kaum noch Spielraum für Überraschungen. Auch wenn Apple nicht an dieser boomenden Gerüchte-Industrie schuld ist, stellt ZDNet dennoch in einer sehr lesenswerten Geschichte den Sinn und die Zukunft der einst von Steve Jobs erfundenen Apple-Shows in Frage.

"Erinnert Ihr Euch, als die Vorstellung eines neuen iPhones Spaß gemacht hat und spannend war? Das waren noch Zeiten. Jetzt sind die Keynotes vorhersehbar und langweilig geworden. Und das liegt vor allem daran, dass es keine Geheimnisse mehr gibt", beklagt Autor Adrian Kingsley-Hughes. Und weiter: "Das einzige, was wir noch nicht genau wissen, ist der Name des neuen iPhones. Gähn." Kingsley-Hughes fragt sich, wie viele Jahre Apple solche Events überhaupt noch veranstalten kann und will. Und er hat einen Tip, wie sich Fans die Spannung bewahren können: "Meldet Euch ungefähr neun Monate vorher vom Internet ab, versteckt Euch unter einem Stein (am besten auf dem Mond oder dem Mars), steckt Euch die Finger fest in die Ohren und summt laut."

Über dem Bingen stehen: Disney+-Serien laufen wöchentlich

Alle Episoden einer neuen Serie wie "Stranger Things" oder "The Order" auf einen Schlag online – damit hat Netflix das Binge Watching (Deutsch: "Komaglotzen") zum weltweiten Phänomen gemacht. Experten sprechen auch vom "Beyoncéing" – weil Netflix seine Serien ebenso wie Beyoncé ihre Platten oft ohne lange Ankündigung völlig überraschend veröffentlicht. Disney+ und offenbar auch Konkurrent Apple TV+ wollen diesen Kurs aber nicht mitmachen. Sie stehen über dem Bingen und veröffentlichen neue Serienfolgen nach alter Väter Sitte im wöchentlichen Rhythmus. Der Grund liegt auf der Hand: Wer sich speziell für eine Serie interessiert, kann mit einem Monatsabo alle Folgen bingewatchen und dann wieder kündigen. Beim Wochentakt müssen die Abonnenten länger an Bord bleiben.

"Die Konkurrenten von Netflix machen Geduld wieder zu einer gefragten Tugend", schreibt The Verge. Disney hat bereits offiziell angekündigt, dass von einer sechsteiligen Serie wie dem Marvel-Spinoff "Loki" sechs Wochen lang jeweils eine neue Episode zu sehen sein wird. Und auch bei Apple TV+ erwartet CNET einen wöchentlichen Rhythmus. Um den Hype rund um Top-Serien wie "The Morning Show" zu fördern, könnte Apple demnach aber auch ungewöhnliche Ideen ausbrüten – zum Beispiel die ersten drei Folgen auf einmal, und dann die weiteren Episoden wöchentlich.

Auto zu laut? Paris testet Lärm-Radar

Ohren Zu
Nicht nur Lotta hat bald Ruhe in der Krachmacherstraße – dank Lärm-Radar (Foto: Bruitparif)

Radarfallen für zu schnelle Autos wurden vor über 100 Jahren erfunden. Das US-Wissenschaftsmagazin "Popular Mechanics" beschrieb das Konzept einer "Time Recording Camera for Trapping Motorists" erstmals 1905. Völlig neu ist dagegen das "Lärm-Radar", das jetzt in Paris mit rund 40 Geräten erstmals getestet wird. Die Krach-Fallen messen mit vier Richtmikrofonen die Geräusche von Autos – und fotografieren die Vehikel, die zu laut unterwegs sind.

Derzeit müssen Autofahrer, die mit röhrendem Auspuff durch Lottas Krachmacherstraße brettern, noch keine Strafen befürchten. Denn momentan testet die Lärmschutzorganisation Bruitparif nur die Technik und die Zuverlässigkeit der neuen Geräte. Die Schonzeit dürfte laut Engadget aber bald vorbei sein. Denn bereits ab dem anstehenden Herbst sollen Lärm-Strafzettel eingeführt werden, der Vorort Villeneuve-le-Roi ist einer der Vorreiter. Willkommener Nebeneffekt der französischen Verkehrspolitik: Leise summende Elektroautos haben vom Lärm-Radar nichts zu befürchten und werden damit noch ein Stück attraktiver.

Neu von Amazon: Wo ist meine Brille, Alexa?

Alexa Suche
Wo bin ich, wer bin ich, warum habe ich geschminkt geschlafen, und wo ist meine Brille? Alexa hilft notorischen Schusseln (Foto: 123rf.de)

Alexa, ebenso nützliche wie neugierige Helferin in praktisch allen Lebenslagen, wird noch ein Stück schlauer. Ab sofort können vergessliche, zerstreute und schusselige Nutzer die Amazon-Assistentin fragen, wo sich ihr Autoschlüssel, ihre Brille oder ihre Geldbörse verstecken. Dazu genügt es, Alexa zum Beispiel beim Heimkommen zuzurufen: "Alexa, vergiss nicht, dass ich meine Geldbörse auf das Sideboard gelegt habe." Das System merkt sich diese Information und hat auf die Frage "Alexa, wo liegt meine Geldbörse?" dann die richtige Antwort "Auf dem Sideboard" parat. Laut MSPoweruser ist die Funktion jetzt für Echo-Geräte verfügbar.

Das Ende vom LEAD: Die CSYOU und der Alpen-Rezo

Darüber lacht das Netz. Die CSU hat sich für ihre neue YouTube-Show mit dem hippen Titel "CSYou" einen eigenen Lederhosen- und Leberkäs-Rezo gebastelt – der allerdings gar keine Lederhose trägt, sondern mit blondierter Frisur und vermeintlicher Jugendsprache nerdig und trendig daherkommen soll. Während der wendige Parteichef und Bienenschützer Markus Söder längst auf Öko-Kurs eingeschwenkt ist, höhnt der Alpen-Rezo nach alter Väter Sitte über Greta und die Grünen. Dafür setzt es auf YouTube bisher 61.000 Daumen nach unten. Richtig rund wird der weißblaue Online-Fail durch die Tatsache, dass Moderator "Armin" vor wenigen Monaten in einem CSU-Video noch hochseriös mit Brille und Krawatte unterwegs war, und offenbar erst jetzt für den Greta-Diss zum Hipster umgebaut wurde. Twitter so: "Bitte löscht Euch!"

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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