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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Huawei Mate 30 – Google auch nicht zum Nachrüsten

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Huawei Mate 30: Google auch nicht zum Nachrüsten

Die Hoffnung, sie trog: Käufer der letzte Woche vorgestellten Mate-30-Reihe von Huawei können Google-Dienste auch nicht nachträglich installieren. Nachdem Huaweis Smartphone-Chef Richard Yu bei der Präsentation in München entsprechende Andeutungen gemacht hatte, stellte der chinesische Tech-Konzern jetzt klar, dass diese Möglichkeit nicht besteht. Um den Google Play Store zu installieren, und damit auch Zugriff auf Gmail, YouTube, Chrome und andere Google-Apps zu haben, müssten Nutzer Zugriff auf den Bootloader des Geräts erhalten.

Damit könnten sie tief ins System eingreifen. Das würde aber große Probleme in Sachen Sicherheit aufwerfen und das Mate 30 womöglich extrem anfällig für Angriffe machen. Deshalb hat nun ein Huawei-Sprecher gegenüber Android Authority bestätigt, dass "keine Pläne bestehen, den Bootloader freizugeben". Welche Tricks und Möglichkeiten es für technisch begabte Nutzer gibt, Google-Dienste auf der Mate-30-Reihe doch noch zum Laufen zu bringen, wird sich erst nach Erscheinen herausstellen. Allein schon aus politischen Gründen dürfte Huawei aber keine einfache Lösung anbieten, um Play Store, Gmail & Co. zu installieren. Denn das könnte als Umgehung des Google-Banns aufgrund des US-chinesischen Handelsstreits interpretiert werden, und damit zu neuen Problemen führen.

Deutsche scrollen 173 Meter am Tag

Smartphone Scrollen
Er hat's erfunden: Dank Steve Jobs haben wir jetzt alle sportlichere Daumen (Foto: Apple)

Die Smartphone-Nutzung wird zur sportlichen Höchstleistung – zumindest für die Finger. Denn eine amüsante Untersuchung des chinesischen Handy-Herstellers OnePlus hat jetzt ergeben, dass die Deutschen im Durchschnitt 173 Meter am Tag über ihre Smartphone-Bildschirme scrollen. Diese Wegstrecke kommt nach Expertenberechnungen bei einer Nutzung von 59 Minuten pro Tag zustande. Zum Vergleich: Das ist die Höhe der Sagrada Familia in Barcelona. Der Kölner Dom ist sogar 16 Meter niedriger. Mit 173 Metern scrollen die Deutschen jeden Tag über 1,7 Fußballfelder. Im europaweiten Scrolling-Vergleich bedeutet das einen Platz im Mittelfeld. Am fleißigsten sind italienische Finger auf dem Telefonino unterwegs, mit täglich 263 Metern.

Die Dänen als Schlusslicht scrollen auf ihren Møbiltelefønen mit 133 Metern am Tag nicht einmal halb so weit. Naturgemäß ist die Beanspruchung der Finger in Deutschland altersabhängig. Je älter die Nutzer sind, desto weniger scrollen sie durch ihr Handy. Während 18- bis 44-Jährige zwischen 31 und 60 Minuten täglich zurücklegen, sind es bei den 45- bis 54-Jährigen nur noch zwischen elf und 30 Minuten, und bei den über 55-Jährigen sogar nur noch zehn Minuten oder weniger. Wer mehr als vier Stunden pro Tag scrollt, kommt auf eine Marathon-Strecke von 700 Metern – höher als der Shanghai Tower. Und noch eine mehr oder minder bahnbrechende Erkenntnis: 51,7 Prozent der Deutschen bevorzugen den Zeigefinger zum Scrollen, während 32,2 Prozent ihren Daumen verwenden. Ältere surfen dabei bevorzugt mit dem Zeigefinger – weil ihr Daumen meist nicht mehr so beweglich ist wie ein bestens trainierter Teenie-Daumen.

Der Fall Apple: iPhone 11 selbst aus 3,35 Meter nicht zu zerstören

"Das härteste Glas, das je in einem Smartphone verbaut wurde. Und das sowohl vorne als auch hinten." Das hat Apple bei der Vorstellung von iPhone 11 und iPhone 11 Pro versprochen. Mittlerweile sind die neuen iPhones im Handel, und müssen sich auf YouTube den unvermeidlichen Falltests von zahllosen Smartphone-Raubauken stellen, die auf Klicks spekulieren. Erste Ergebnisse machen nun tatsächlich Hoffnung, dass die 11er-iPhones dank noch härterem Gorilla Glass von US-Partner Corning weniger schnell kaputtgehen als früher. CNET hat dafür eine Fall-Maschine entwickelt, die dafür sorgt, dass die iPhones bei einem Sturz immer direkt mit dem Glas auf der Vorder- oder Rückseite aufkommen.

Dabei haben die Tester die iPhones aus vier verschiedenen Höhen auf einen Betonboden aufprallen lassen. Aus 90 Zentimetern, also aus für einen Sturz typischer Hüfthöhe, waren bei iPhone 11 und 11 Pro keinerlei Schäden sichtbar. Aus 1,80 Meter blieb das iPhone 11 unbeschädigt, beim Pro fielen einige Pixel aus. Aus 2,65 Metern waren an beiden Geräten Kratzer und kosmetische Schäden zu erkennen. Bildschirme und Kameras funktionierten aber weiterhin. Erst nach einem Sturz aus 3,35 Meter versagte die Kamera am iPhone 11. Und am Pro fiel die SIM-Karte aus ihrem Slot. Bei beiden iPhones zerbrach das Glas aber weder vorne noch hinten, und die Displays blieben funktionstüchtig. Fazit von CNET: "Offenbar halten die iPhones deutlich mehr Stürze auf Beton aus, als wir erwartet hatten." EverythingApplePro kam bei seinen Tests auf ähnlich positive Ergebnisse.

Amazon-Oktober: Kopfhörer und Kaffeemaschine mit Alexa?

Amazon Mikrowelle
Letzten Herbst stellte Amazon eine Alexa-Mikrowelle vor – und diesmal eine Kaffeemaschine? (Foto: Amazon)

Letztes Jahr hat Amazon bei seinem Herbst-Event unter anderem seine erste Mikrowelle mit Alexa-Steuerung vorgestellt. Am Mittwoch steht nun die diesjährige Neuheiten-Show fürs Weihnachtsgeschäft an. Und Tom’s Guide hat in seiner Glaskugel nach den Amazon-Neuheiten 2019 gesucht. Im Gespräch ist unter anderem erstmals ein klanglich hochwertiger Echo-Lautsprecher, mit dem Amazon sein gerade gestartetes Abo für HD-Musik in CD-Qualität bewerben könnte. Und der erste mobile Echo-Lautsprecher mit Akku könnte dem soeben erschienenen Sonos Move (LEAD-Test) Konkurrenz machen.

Aus der Audio-Abteilung sind laut Technik-Analyst Avi Greengart auch noch Amazons erste Alexa-Kopfhörer Kandidaten für eine Veröffentlichung. Ebenfalls auf der Amazon-Liste möglicher Neuheiten mit Sprachsteuerung: Ein WiFi-Extender für die Reichweitenverlängerung von WLAN-Netzen, smarte LED-Leuchten, Gesundheits-Wearables unter dem Motto "Alexa, bin ich krank?" – und eine Alexa-Kaffeemaschine.

Update-Warnung: Kein Fortnite mit iOS 13!

Fortnite Copy Paste
iOS 13 – hier wird Fortnite zur Textverarbeitung (Foto: DuckyTheGamer)

Seit Donnerstag ist iOS 13 auf dem Markt – das den Baller-Hit "Fortnite Battle Royale" versehentlich in eine Textverarbeitung umwandelt. Denn wie schon in den Betas des neuen iPhone-Betriebssystems sind Battle-Royale-Spiele wie Fortnite und PUBG auch in der finalen Version von iOS 13 nur eingeschränkt spielbar. Das Problem: Die bei mobilen Shootern beliebte Drei-Finger-Geste "Die Kralle", bei denen zwei Finger die Spielfigur und die Kamera bewegen, und ein dritter Finger Aktionen auslöst, funktioniert unter iOS 13 derzeit nicht.

Grund: Drei Finger auf dem Bildschirm rufen in iOS 13 einen Texteditor auf, mit dem Nutzer Textbestandteile kopieren, ausschneiden oder Textänderungen widerrufen können – alles Aktionen, an denen Fortnite-Zocker beim Spielen eher kein Interesse haben. Der Ärger bei vielen Gamern ist groß, weil das Problem seit Wochen bekannt ist, und weil sich die Funktion auch nicht abschalten lässt.

YouTuber DuckyTheGamer schimpft: "Ich habe iOS 13 installiert, und es hat mein Fortnite Mobile kaupttgemacht (nicht updaten)." Doch Hoffnung naht: Apple hat die Veröffentlichung des ersten Patches auf iOS 13.1 von nächstem Montag auf morgen, 24. September, vorgezogen. Er soll mehrere Fehler des noch arg labilen iOS 13.0 beheben – darunter laut DigitalTrends auch das Shooter-Problem. Die Drei-Finger-Geste soll dann nur noch in Situationen und Apps den Texteditor aufrufen, in denen diese Funktion tatsächlich gebraucht wird.

Das Ende vom LEAD: J.Lo wieder im Google-Kleid

Google Lopez
Dramatische Google-Damen: Jennifer Lopez und Donatella Versace (Foto: Google)

Dramatische Frau in dramatischem grünem Kleid – diese unwiderstehliche Kombination hat Anfang 2000 zur Erfindung der Google-Bildersuche geführt. Weil damals bei den Grammy Awards so viele Nutzer nach dem Versace-Kleid von Jennifer Lopez suchten, kam Google auf die Idee, nicht nur eine Textsuche anzubieten, sondern auch eine Bildersuche. Fast 20 Jahre später lief J.Lo jetzt auf der Mailänder Fashion Week noch einmal im gleichen Kleid über den Laufsteg – mit freundlicher Unterstützung von Google. Der Internetkonzern feierte damit das anstehende Jubiläum seiner Bildersuche und ließ die Diva vom Google Assistant ankündigen: "O.k. Google, now show me the real dress!" Der Auftritt von J.Lo ist im Versace-Video ab Minute 18:40 zu bewundern.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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