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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Jörg Heinrich

TechTäglich: Heute bleibt die Wikipedia schwarz – aber nicht ganz

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Heute bleibt die Wikipedia schwarz – aber nicht ganz

Wiki Streik
Paint it black: Heute streikt die Wikipedia (Foto: Wikimedia)

Heute ist der Große Brockhaus wieder gefragt. Denn aus Protest gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform ist die deutschsprachige Wikipedia heute noch bis Mitternacht nicht erreichbar. Zu sehen ist nur ein schwarzer Bildschirm, auf dem Herausgeber Wikimedia erklärt, warum die Reform das freie Internet in seiner bestehenden Form erheblich einschränken würde. Über einen Link können Nutzer zudem ihren örtlichen EU-Abgeordneten kontaktieren und ihre Ablehnung kundtun. Andere Versionen wie die englischsprachige Wikipedia sind dagegen weiterhin online. Und wer dringend deutschsprachige Artikel braucht: Mit der Wikipedia-App ist das Online-Lexikon auch heute verfügbar. Denn der technische Aufwand, auch die App-Verlinkungen zu deaktivieren, wäre zu hoch gewesen.

Amazon: 80-Euro-Kindle mit Licht – aber ohne HD-Display

Kindle2019
Der neue 80-Euro-Kindle – nur halb so scharf wie der Paperwhite (Foto: Amazon)

Amazon bietet jetzt erstmals einen Kindle mit integriertem Leselicht für unter 100 Euro an. Der neue Reader heißt schlicht "Kindle", kostet 79,99 Euro und erscheint am 10. April. Die Vorbestellung läuft ab sofort. Der günstigere Preis erfordert aber einige Kompromisse. Im Gegensatz zu den teureren Kindle-Modellen mit fünf oder gar zwölf LEDs ist der 6-Zoll-Bildschirm mit vier LEDs weniger gut ausgeleuchtet. Und wasserfest, wie der aktuelle Paperwhite, ist der neue Kindle auch nicht – gerade im Sommer am Pool oder am Strand ein Nachteil. Haupt-Handicap ist aber die Bildschirmauflösung: Mit 167 ppi ist der 80-Euro-Kindle nur gut halb so scharf wie die brillanten 300-ppi-Displays von Paperwhite (120 Euro) und Oasis (230 Euro). Weil die Standard-Auflösung den von Retina-Displays verwöhnten Augen wenig Freude macht, bleibt der 40 Euro teurere Paperwhite damit klar die beste Wahl unter Amazons Readern.

Windows 7: Die Warnung vor dem Ende

Windows7
Es geht zu Ende: Microsoft warnt die Nutzer von Windows 7 (Foto: Engadget)

Am 14. Januar 2020 beendet Microsoft den Support für Windows 7. Der zehn Jahre alte Betriebssystem-Oldtimer wird dann nicht mehr aktualisiert, und Microsoft stopft keine Sicherheitslöcher mehr. Die Tür für Online-Betrüger ist damit sperrangelweit offen, und der Einsatz von Windows 7 wird brandgefährlich. Nun erhöht Microsoft den Druck auf die Millionen von verbliebenen Nutzern – denn nach wie vor laufen weltweit rund 40 Prozent der Computer mit dem Uralt-System. Ab 18. April blendet Microsoft nun auf Windows-7-Rechnern einen Hinweis auf das Ende des Supports ein. Die bildschirmfüllende Warnung ist nicht zu übersehen und erscheint bei jedem Start des PCs. Zumindest zu Beginn lässt sich die Einblendung laut Engadget aber noch deaktivieren.

Ballerinnen statt Ballerinen – Frauen lieben Fortnite

Das Überspiel "Fortnite Battle Royale" hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Laut Entwickler Epic Games haben sich mittlerweile 250 Millionen Spieler registriert. Das bedeutet: 3,3 Prozent der Weltbevölkerung spielen Fortnite. Im Dezember 2018 waren es noch 200 Millionen. Auch bei der Zahl der Spieler, die gleichzeitig online sind, hat Fortnite kürzlich mit 10,8 Millionen eine weitere eigene Bestleistung aufgestellt. Das meistgezockte Spiel der Welt ist Fortnite Battle Royale damit aber – noch – nicht. Fortnite, so GameSpot, kommt auf 78,3 Millionen Spieler im Monat, Microsofts Sandkasten-Game Minecraft schafft aber 91 Millionen. Eines der Erfolgsgeheimisse von Fortnite ist der enorm hohe Frauenanteil, den es so bei einem Shooter noch nie gab. Epic spricht von 35 Prozent Frauen im Spiel. Motto: Ballerinnen statt Ballerinen.

Dyson: Die neue Tageslicht-Lampe hält 60 Jahre

James Dyson, der Elon Musk des Staubsaugens, hat vergangene Nacht gleich drei neue Geräte vorgestellt. Vom neuen Akku-Sauger V11 Absolute für 679 Euro, der erstmals ein Mini-Display mit Restlaufzeit bietet, ist Dyson so überzeugt, dass sich die Engländer entschlossen haben, ab sofort keine klassischen Kabel-Staubsauger mehr anzubieten. Gegenüber dem Vorgänger soll der V11 für 15 Prozent mehr Saugkraft sorgen, bei einer Stunde Akku-Laufzeit. Der neue Luftreiniger Pure Cool Me für 349 Euro soll 99,95 Prozent aller Schadstoffe ausfiltern und einen besonders angenehmen Luftstrom erzeugen. Spannendste Neuheit ist die Tischleuchte Dyson Lightcycle für 499 Euro. Sie passt Helligkeit und Lichttemperatur automatisch an das vorhandene Tageslicht an – aber auch an Alter, Bedürfnisse und Schlafzeiten des Besitzers. Die Leuchte lässt sich per App steuern, und als besonderer Gag ist im Fuß eine USB-C-Ladebuchse eingebaut. Dyson verspricht eine Lebensdauer von bis zu 60 Jahren. Bleibt zu hoffen, dass die Lightcycle auch Firmenchef James Dyson erleuchtet, der zunächst vehement für den Brexit kämpfte – und sich mit seiner Firma dann doch nach Singapur absetzte.

Das Ende vom LEAD: Die lustigsten Tim-Cook-Memes

Apple-Chef Tim Cook sorgt für Spaß im Internet. Nach der Veröffentlichung der neuen iPads und der neuen AirPods hat Cook ein Bild getwittert, auf dem er am iPad mini mit Stift die AirPods aufmalt. Das Foto war eine Steilvorlage für jede Menge amüsante Memes. Darunter Cook als Samsung-Fan, Cooks Buddy Donald Trump und Cook mit seinem Zweitnamen „Tim Apple“.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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