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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Google AirPods

TechTäglich: Google-Suche – dank Bert jetzt noch schlauer

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit den neuen AirPods Pro und mit dem ersten smarten Walkie-Talkie.

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Google-Suche: Dank Bert jetzt noch schlauer

Google Bert
Die neue Suche läuft auf einer neuen Generation von Supercomputern, die Google TPU v3 Pods nennt (Foto: Google)

Google meldet beim Verständnis der Suchanfragen seiner Nutzer den größten Fortschritt seit mindestens fünf Jahren. Dadurch ist die Suchmaschine erstmals in der Lage, komplette Sätze als Sucheingaben korrekt zu verstehen. "Wir erhalten jeden Tag Milliarden von Suchanfragen. Und 15 Prozent dieser Anfragen haben wir niemals zuvor gesehen. Also haben wir Werkzeuge entwickelt, um auch diese Fragen zu beantworten", schreibt Pandu Nayak, der bei Google für die Suchmaschine zuständig ist, in einem Blogeintrag. Die neue Technik nennt Google "Bert". Das Kürzel steht nicht für eine Figur aus der Sesamstraße oder für die männliche Hälfte eines Schlagerduos – sondern für "Bidirectional Encoder Representations from Transformers". Dabei geht es um ein System für maschinelles Lernen, das Google als Open Source veröffentlicht hat.

Um Suchanfragen besser zu verstehen, analysiert Bert die Beziehungen der Wörter untereinander. Dabei werden Präpositionen wie "für", "nach" oder "bei" erstmals berücksichtigt. Bisher hat Googles Suchmaschine solche Wörter nicht verstanden – und sie ignoriert. Dank Bert sollen typische Fehler nicht mehr passieren. Bei Fragen wie "What State is south of Nebraska?" ("Welcher Staat liegt südlich von Nebraska?") versteht Google bisher oft nur "South" und "Nebraska" – und liefert als Ergebnis die Wikipedia-Seite zur Stadt South Nebraska in Florida. Künftig begreift die Suchmaschine, was "south of" bedeutet – und zeigt die korrekte Antwort "Kansas" an. Google integriert die Neuerungen nun zunächst in seine US-Suchmaschine. Deutschland und weitere Länder sollen folgen.

Hört hört! Die neuen AirPods Pro sind da

Gestern vormittag waren die AirPods Pro noch ein Gerücht. Und am Abend hat sie Apple dann bereits vorgestellt. Die neuen Musik-Ohrstöpsel (Test heute Nachmittag in LEAD) erscheinen bereits morgen, 30. Oktober, für 279 Euro inklusive drahtloser Ladebox. Sie bieten erstmals eine aktive Geräuschunterdrückung, für die Apple mit zwei Mikrofonen Umweltgeräusche erfasst und gezielt ausschaltet. Damit die Nutzer im Straßenverkehr trotzdem sicher unterwegs sind, können sie mit einem Touchsensor an den Ohrhörern einen Transparenzmodus aktivieren, der den Klang der Umgebung wieder durchlässt, und mit dem die eigene Stimme klar und deutlich zu hören ist.

Wichtiger Teil der Geräuschunterdrückung sind Silikon-Ohreinsätze in drei verschiedenen Größen. Bei der Ersteinrichtung der AirPods Pro analysiert Apple dabei durch Schalltests, welcher Einsatz am besten passt. Durch ein Belüftungssystem mit Druckausgleich sollen die Silikon-Tips zudem nicht zu Schwindel oder Unwohlsein führen. Wunschdenken aus der Gerüchteküche bleiben dagegen zumindest vorerst farbige AirPods. Auch die neue Pro-Variante startet zunächst nur im klassischen Weiß mit glänzender Oberfläche. Die bisherigen AirPods bleiben für 179 Euro (ohne drahtloses Case) bzw. 229 Euro (mit Drahtlos-Box) weiter im Angebot.

Modern Talking: Das Walkie-Talkie wird smart

Smart Walkie Talkie
Klassische Technik, jetzt ganz neu – das Walkie-Talkie von Motorola (Foto: Motorola)

Smartphone hin, Smartphone her – für Rettungs- und Einsatzkräfte, die sich hundertprozentig auf eine funktionierende Kommunikation verlassen müssen, sind klassische Walkie-Talkies nach wie vor unverzichtbar. Motorola Solutions ist hier einer der wichtigsten Anbieter. Und die US-Firma, die nichts mehr mit dem gleichnamigen chinesischen Smartphone-Hersteller zu tun hat, hat nun das erste smarte Walkie-Talkie entwickelt, das bewährte Technik mit Smartphone-Funktionen verbindet.

Das Motorola APX Next bietet erstmals einen Touchscreen, der auch bei Nässe und mit Handschuhen funktioniert. Es funkt zusätzlich zum Standardmodus LMR auch über LTE, gibt GPS-Standortdaten der Einsatzkräfte weiter, und reagiert auch in extrem lauten Umgebungen auf Sprachbefehle. Die Polizei kann so beispielsweise Fahrzeugdaten schnell per Spracheingabe abrufen, oder per virtuellem Dolmetscher in verschiedenen Sprachen kommunizieren. Das APX Next ist ab sofort zu bestellen, der Preis hängt laut The Verge stark von der Menge der georderten Geräte ab.

Satz mit X: Das ist das neue Windows 10

Windows 10 X
Windows 10X – simpler, eleganter, einfacher (Foto: Microsoft)

Microsoft hat mit dem neuen Windows 10X offenbar größere Pläne als bisher bekannt. Anfang Oktober hatte der US-Konzern die extrem übersichtliche und offenbar sehr nutzerfreundliche Windows-Variante als Betriebssystem des für Ende 2020 angekündigten Surface Neo mit Doppel-Bildschirm vorgestellt. Doch laut Techspot soll 10X, das an die Oberflächen von iOS, iPadOS oder Android erinnert, künftig auch für klassische Laptops erscheinen. Zum sehr aufgeräumten Startbildschirm kommt beim neuen "Smart-Windows" ein "Launcher" à la Android zum Aufrufen von Programmen.

Viele Funktionen lassen sich per Sprachbefehl nutzen. Ein Empfehlungs-Menü bietet dank künstlicher Intelligenz immer genau die Inhalte und Aktionen an, die der Nutzer als nächstes gebrauchen könnte. Die bei vielen Verwendern ungeliebten Kacheln sind ebenso verschwunden wie Sprachassistentin Cortana. Ein "Action Center" auf der rechten Seite zeigt Nachrichten und Einstellungen an. Insgesamt wirkt 10X wie ein "Windows 11" für die Smartphone-Generation – quasi mit X ein Satz nach vorne. Interessenten brauchen aber Geduld. Bisher soll es allenfalls Prototypen des neuen Betriebssystems geben. Ob sich 10X künftig optional auf bestehende Windows-Rechner laden lässt, ist noch nicht bekannt.

iOS 13.2 bringt 398 neue Emojis

Emojis 13 2
So bunt wie das richtige Leben – die neuen Emoji-Paare (Foto: Emojipedia)

Zur Vorstellung der AirPods Pro hat Apple gestern auch iOS 13.2 und iPadOS 13.2 veröffentlicht. Das Update ist Voraussetzung für die Nutzung der neuen Ohrstöpsel. Viel spannender für die meisten Nutzer sind momentan aber die 398 neuen Emojis, die damit auf iPhones und iPads kommen. Apple ist der erste Anbieter, der die neuen Zeichen aus den Emoji-Standards Unicode 12.0 und 12.1 auf seinen Geräten zur Verfügung stellt.

Zentrale Themen der neuen Emojis – neben Neuheiten vom Falafel bis zur Waffel und dem Flamingo – sind Integration und Akzeptanz. Neben Menschen in Rollstühlen oder mit Hörhilfen gibt es geschlechtsneutrale Emojis für zahlreiche Berufe. Ob Gärtner oder Polizisten, ob Dracula oder David Bowie – viele Emojis müssen nicht mehr zwingend weiblich oder männlich sein. Paare lassen sich jetzt in den unterschiedlichsten Hautfarben und Geschlechterkombinationen verbinden. Damit sollen Emojis mehr denn je so bunt werden wie das richtige Leben. Im Moment sind die neuen Zeichen nur auf Geräten mit iOS 13.2 korrekt zu sehen. Hersteller wie Samsung oder Google dürften aber bald folgen.

Das Ende vom LEAD: Neun Stunden Anstehen für Pokémons

Pokemon Center London
Taschenmonster-Jagd im Londoner "Pokémon Center" (Foto: Nintendo)

Der Hype um Londons neue Touristen-Attraktion kennt keine Grenzen. Im Einkaufszentrum Westfield im Stadtteil Shepherd’s Bush betreibt Nintendo noch bis 15. November ein "Pokémon Center" als Pop-up-Store. Dort sind Pokémon-Produkte und Souvenirs zu finden, die teilweise sonst nirgendwo verkauft werden. Die Fans warteten zuletzt zwischen fünf und neun Stunden auf den Einlass. Bereits ab 14 Uhr wird die Schlange geschlossen.

Der Betreiber hat den Einkauf laut Video Games Chronicle mittlerweile auf fünf Produkte pro Person beschränkt – und warnt davor, dass viele Artikel schon vor dem 15. November ausverkauft sein werden. Zelten vor dem Laden und das Mitbringen von Stühlen sind ausdrücklich verboten. Hauptprofiteur ist Ebay, wo die London-Pokémons für bis zu 2.000 Pfund (2.325 Euro) gehandelt werden. Nintendo wirbt mit dem Pop-up-Store für die Switch-Spiele "Pokémon Schwert" und "Pokémon Schild", die am 15. November erscheinen.

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Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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