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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Google – neues Konzept für ein privateres Internet

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Google: Neues Konzept für ein privateres Internet

Google Privat
Ich bau Dir ein Schloss: Google will die Privatsphäre seiner Nutzer besser schützen (Foto: 123rf.de)

Wenn Anzeigen nicht personalisiert sind, sinken die Werbeumsätze laut Google um 52 Prozent. Um sein Geschäft zu schützen, und trotzdem die Datenschutz-Offensive von Konkurrenten wie Apple oder Mozilla zu kontern, hat Google nun ein neues Privatsphäre-Konzept präsentiert. Eine "Privacy Sandbox", ein im Browser strikt abgetrennter Bereich für Nutzerdaten, soll den Spagat zwischen Werbeumsätzen und Privatsphäre schaffen. Wie das funktionieren könnte, erklärt Google in einem Blogeintrag. Viele Nutzerdaten sollen dabei den Chrome-Browser gar nicht mehr verlassen, und damit auch nicht mehr auf Google-Servern landen.

Eine der Grundideen: Werbekunden erfahren nicht mehr die Interessen eines einzelnen Nutzers – sondern nur noch die Themen, für die sich größere Nutzergruppen interessieren, die dann weiterhin personalisierte Werbung erhalten. Das "Fingerprinting", also die exakte Identifizierung eines Browsers und seines Nutzers, wird stark eingeschränkt. Werbetreibende erhalten ein limitiertes "Privatsphäre-Budget" von Nutzerdaten, die sie abfragen und verwenden können. Google stellt seine Ideen zum "Aufbau eines privateren Internets" nun zur öffentlichen Diskussion. CNET beurteilt die Initiative positiv: "Die Privacy Sandbox, an der Google seit Monaten arbeitet, könnte ein großer Schritt sein, wenn sie von Websites und Werbekunden angenommen wird. Sie könnte Google aus seiner Privatsphäre-Zwickmühle helfen."

Spotify jetzt auch mit drei Gratis-Monaten

Spotify 3 M
Auch in Deutschland: Drei Monate Probeabo für Spotify-Hörer (Foto: Spotify)

Drei Monate kostenloses Test-Abo bei Apple Music, aber nur ein Monat Gratis-Hören bei Spotify Premium – das war bisher ein starkes Argument für Apples Musikstreamingdienst. Nun halten die Schweden dagegen, und bieten ebenfalls dreimonatiges Probehören an. "Ab sofort erhalten unsere Nutzer die ersten drei Monate kostenlos, wenn sie sich für Spotify Premium entscheiden", heißt es in einer Mitteilung.

Das neue Angebot gilt weltweit und ist damit ab sofort auch für deutsche Nutzer verfügbar. Laut Spotify handelt es sich um keine zeitlich begrenzte Aktion, sondern um den künftigen Standard für Neukunden. Kurioserweise soll Apple zuletzt über eine Beschränkung seines Musik-Probeabos auf nur mehr einen Monat nachgedacht haben. Diese Pläne dürften nun obsolet sein.

Neu von Bose: Der Lautsprecher mit dem Henkel

Bose Henkel
Music to go – mit Boses neuem Henkel-Lautsprecher (Foto: Bose)

Am kommenden Montag stellt Heimaudio-Spezialist Sonos den Move vor, seinen ersten Outdoor-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth-Anschluss zum Überall-Dabeihaben. Sicherlich nicht zufällig ist Konkurrent Bose jetzt vorgeprescht, und hat eine ganz ähnliche neue Box präsentiert. Der Bose Portable Home Speaker bietet zwölf Stunden Akku-Laufzeit, 360-Grad-Rundum-Sound, Vernetzung mit WLAN, AirPlay 2 und Bluetooth – und natürlich einen Henkel zum Mitnehmen.

Sprachsteuerung mit Alexa und dem Google Assistant ist ebenfalls an Bord. Damit werden die Assistentin mobil, und können auch am See oder im Gartenhäuschen lauschen. Wer seine Privatsphäre schützen will, legt das Mikrofon mit einem Hardware-Knopf lahm. Der neue Bose-Lautsprecher ist laut Engadget in den USA ab 19. September für 349 Dollar im Handel. Der Deutschland-Start dürfte dann zeitnah folgen.

Alexa: Neue Ideen für die Senioren-Betreuung

Alexa Senioren
Alexa soll älteren Menschen ermöglichen, länger zuhause zu wohnen (Foto: Amazon)

Senioren, die noch fit genug sind, um alleine zuhause zu wohnen – sie sollen künftig per Alexa engeren Kontakt mit Kindern oder anderen Verwandten halten können. Dazu hat das US-Versicherungsunternehmen State Farm einen neuen Skill, also eine Alexa-App, entwickelt, die die Generationen per Sprachsteuerung miteinander verbindet. Kinder sollen damit einen besseren Überblick haben, ob bei ihren Eltern zuhause alles in Ordnung ist. Mit kurzen "Check-ins", also mit Sprachmeldungen, geben ältere Menschen dabei regelmäßig Bescheid, dass sich die Angehörigen keine Sorgen machen müssen.

Alexa, so CNBC, erinnert außerdem an Termine oder an die Einnahme von Medikamenten. Der Skill schlägt gemeinsame soziale Aktivitäten vor. Und Enkelkinder sollen ihre Großeltern per Alexa dazu motivieren, mehr Kontakt zu ihren Angehörigen zu halten. Entwickler Mark Oakley von State Farm: "Der Kontakt mit meinem Vater, der alleine lebt, findet recht willkürlich per Telefon oder E-Mail statt. Und wir dachten uns, dass es dafür bessere Lösungen geben muss." Ein Test startet noch in diesem Jahr in den USA. Dabei ist es denkbar, dass Versicherungen künftig Amazons Echo-Geräte für ältere Menschen bezahlen.

Rasen-Schwäche: Kein Toyota Supra in "Need for Speed"

Toyota Supra
Nicht schön, aber selten: Der neue Toyota Supra darf nur in einem einzigen Rennspiel vorkommen (Foto: Toyota)

Der gemeinsam mit BMW entwickelte Supra ist Toyotas neuer Kult-Sportwagen. Der eigenwillig gestylte 63.000-Euro-Renner ist weltweit enorm gefragt. Um so enttäuschter sind Fans, dass der Supra nicht im neuen Action-Rennspiel "Need for Speed Heat" zu finden ist. Auf eine entsprechende Anfrage auf Twitter hatte Toyota UK nun eine überraschende Antwort parat: "Du kannst unsere Autos in Gran Turismo Sport fahren – in einem Spiel, das nicht für illegale Straßenrennen wirbt."

Peinlicherweise stellte sich danach aber heraus, dass der japanische Autohersteller keine allzu großen Probleme mit illegalen Straßenrennen hat. Denn der Supra wird einer der Hauptdarsteller in der kommenden Auto-Verschrottungs-Orgie "Fast & Furious 9" sein. Toyota entschuldigte sich mehrfach für den scheinheiligen Tweet, und löschte ihn. Wahrer Hintergrund, wie sich laut Car and Driver mittlerweile herausstellte: Toyota hat mit Sony einen Exklusivvertrag für "Gran Turismo" abgeschlossen, der den Einsatz in anderen Videospielen ausschließt.

Toyota Tweet

Das Ende vom LEAD: Schmutzgate – die Apple Card nach zwei Monaten

Schmutzgate geht weiter. Gestern hatte Apple Pflegeanweisungen für seine hochsensible Kreditkarten-Diva Apple Card veröffentlicht, die keinesfalls in Lederwaren, in Jeans oder gemeinsam mit feindlichen und kratzigen Plastikkarten aufbewahrt werden darf. Nun zeigt der Tweet eines ehemaligen Apple-Mitarbeiters, der sehr früh eine Apple Card zum Testen bekam, was passiert, wenn man die Karte nicht liebe- und hingebungsvoll genug behandelt.

Die neuen schmutzigen Details lesen sich wie folgt: Der Mann hatte die Karte quasi "illegal" in eine Ledergeldbörse gesteckt. Nach zwei Monaten löste sich die weiße Farbe vom Titan, aus dem die Karte besteht. Übrig bleibt eine schmutzige, fleckige Oberfläche, mit der Apple viel Kredit bei seinen Kunden verspielen könnte. SlashGear empfiehlt Startups deshalb eine saubere neue Geschäftsidee: Schutzfolien für die Apple Card.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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