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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Google macht mobile Seiten zum Such-Standard

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Google macht mobile Seiten zum Such-Standard

Google Suche
Die Google-Suche lässt die Internet-Kreidezeit hinter sich, und konzentriert sich mehr denn je auf mobile Websites (Foto: 123rf.de)

Bereits seit Ende 2018 speisen sich Googles Suchergebnisse mehr als zur Hälfte aus mobilen Websites. Künftig wird aus dieser Vorgabe ein "Mobile only". Wie der US-Konzern jetzt bekannt gab, indiziert seine Software ab 1. Juli 2019 bei neuen Domains standardmäßig die Mobilversionen der Websites. Sie dienen dann als Basis für die Suchergebnisse, für Googles Analyse der Seitenstruktur und für die Anzeige von Auszügen der Website in der Google-Suche. Die Desktop-Varianten der Seiten spielen dann nur mehr eine untergeordnete Rolle. Fazit von SlashGear: "Der Desktop ist ab sofort nur noch zweitklassig."

Laut Google soll die Änderung seinen Kunden, die längst vor allem mit Mobilgeräten surfen, bessere und relevantere Suchergebnisse liefern. Websites mit neuen Domains, die keine optimierte Mobilversion bieten, dürften damit künftig in den Ergebnissen zurückfallen. Wann Google – wie zu erwarten – die Mobil-Suche für alle Websites zum Standard macht, ist bisher nicht bekannt. Einen Test, ob eine Website für Mobilgeräte optimiert ist, bietet Google hier an.

Neuer iPod touch mit Prozessor aus dem iPhone 7

I Pod Touch 2019
Neuer, aber nicht ganz neu – der aufgemöbelte iPod touch (Foto: Apple)

Apple hat den iPod touch aufgefrischt. Das iPhone ohne Telefon, das zuletzt nur noch ein Schattendasein führte, bekommt den A10-Fusion-Prozessor und mit 256 GB eine neue Speichergröße. Der A10 ermöglicht erstmals auf dem touch Augmented Reality und FaceTime-Gruppenanrufe. Auf dem allerneuesten Stand der Technik ist das günstigste iOS-Gerät aber weiterhin nicht. Während die letzte Version den A8-Chip aus dem Jahr 2014 eingebaut hatte, hat sich der neue iPod touch immerhin zum A10 aus dem Jahr 2016 vorgearbeitet, wie er auch im iPhone 7 zum Einsatz kam und kommt.

Zudem entspricht das Design mit 4 Zoll und Home Button immer noch dem iPhone 5S aus dem Jahr 2013. Cult of Mac schreibt: "Apple bringt den bisher schnellsten iPod touch – der uns aber allzu bekannt vorkommt." Als Einsteiger-Gerät für alle, die iOS-Apps nutzen wollen, die aber kaum oder gar nicht mehr klassisch telefonieren und die keinen Datenvertrag wollen, ist der neue touch aber einen Blick wert. Denn WhatsApp inklusive Sprachanrufe oder den Facebook Messenger beherrscht er allemal. Und mit Apples neuer Spiele-Flatrate Arcade könnte der touch ab Herbst als Mini-Konsole zur praktischen Alternative zum Nintendo Switch werden. Die Preise: 229 Euro für 32 GB, 339 Euro für 128 GB und 449 Euro für 256 GB.

Das Huawei-Android: Kommt es schon im Juni?

Huawei Hong Meng
HongMeng – so soll der Android-Ersatz von Huawei heißen (Foto: AndroidCentral)

Es herrscht Verwirrung um Huaweis Android-Ersatz, den die Chinesen unter dem Namen HongMeng entwickeln. AndroidCentral meldete gestern, dass das neue Betriebssystem bereits im Juni erscheint und auf Smartphones, Tablets, Uhren, Computern, Fernsehern und weiteren Geräten läuft. Huawei dementierte den überraschend frühen Start postwendend, räumte aber ein, dass HongMeng Ende 2019 in China und 2020 dann auch international starten könnte. Ob es sich dabei nur um ein pflichtgemäßes Dementi handelt, ist nicht klar.

Laut AndroidCentral soll das Huawei OS bereits seit Januar 2018 einsatzbereit sein, nachdem es die Chinesen mit Hinblick auf einen möglichen Google-Boykott vorbereitet hatten. Warum es bisher nicht startete, erklärt Huawei-Manager Alaa Elshimy demnach so: "Wir wollten das Betriebssystem nicht veröffentlichen, solange wir eine starke Beziehung mit Google hatten. Diese wollten wir nicht zerstören. Aber nun bringen wir es nächsten Monat." Ein funktionierendes Betriebssystem dürfte dabei noch Huaweis geringstes Problem sein. Die viel größere Baustelle sind Apps, denn ohne Android-Apps wäre HongMeng chancenlos. Mögliche Lösung: Laut Manager Elshimy sollen alle Android-Apps auch mit dem neuen OS funktionieren. Sie ließen sich dann über die Huawei AppGallery laden – ähnlich wie es Amazon auf seinen Fire-Tablets handhabt. Dort ist die App-Auswahl aber stark eingeschränkt und häufig veraltet.

MacKenzie Bezos spendet die Hälfte ihres Vermögens

Mac Kenzie Bezos
"Ich habe eine unangemessen hohe Summe von Geld zu teilen", erklärt MacKenzie Bezos – und handelt (Foto: The Giving Pledge)

Die viertreichste Frau der Welt ist bald nur noch halb so reich – füllt aber ihr Karma-Konto mächtig auf. MacKenzie Bezos, frisch geschiedene Ehefrau von Amazon-Gründer Jeff Bezos und frisch gebackene Milliardärin, spendet die Hälfte ihres Vermögens von geschätzten 36,6 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke. Wie die 49-Jährige jetzt in einem offenen Brief bekannt gab, arbeitet sie dafür mit der Initiative "The Giving Pledge" von Bill und Melinda Gates sowie von Warren Buffett zusammen, die die reichsten Menschen der Welt dazu auffordert, große Teile ihres Vermögens zu spenden.

"Ich habe eine unangemessen hohe Summe von Geld zu teilen", erklärt MacKenzie Bezos ihren überaus lobenswerten Plan. Und sie ergänzt: "Mein Ansatz zur Wohltätigkeit wird durchdacht sein und viel Zeit und Arbeit erfordern. Aber ich werde das durchziehen, bis der Safe leer ist." Ex-Gatte Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, begrüßt in einem Tweet die Großzügigkeit seiner ehemaligen Frau: "MacKenzie wird das toll machen, und ich bin stolz auf sie. Ihr Brief ist wunderschön. Leg los, MacKenzie!"

Die IntelliMouse ist zurück – mit Schwänzchen

Ms Intelli Mouse
Hier kommt die Mouse – zur Freude von Spielern wieder mit USB-Schwänzchen (Foto: Microsoft)

Vor 20 Jahren hat Microsoft mit seiner IntelliMouse Explorer die Computer-Mouse praktisch neu erfunden. Eine Kamera statt eines Bällchens auf der Unterseite ermöglichte eine viel genauere Steuerung des Rechners. Seitdem sind jede Menge neue Mäuse erschienen. Aber so einfach und praktisch wie das Original ist kaum einer der Nachfolger. Deshalb, so Gizmodo, bringt Microsoft die IntelliMouse Explorer jetzt (beinahe) unverändert wieder auf den Markt. Der Preis in Deutschland dürfte um die 70 Euro liegen.

Die meisten Veränderungen – neben schnellerer Bewegungserfassung – sind kosmetisch: Die Oberfläche an den Seiten ist für bessere Griffigkeit texturiert, es gibt die Mouse in Silber oder Weiß, und die Farbe des LED-Lichts lässt sich auswählen. Selbst das klassische USB-Kabel bleibt erhalten. Von Bluetooth keine Spur – sehr zur Freude von Gamern, die die verzögerungsfreien Kabelmäuse schätzen. Nutzer müssen damit keine Angst haben, dass der Akku ihrer Mouse im entscheidenden Augenblick versagt. Und sie sparen sich das Aufladen, das bei namhaften Konkurrenten (Hallo Apple!) allen Ernstes an der Unterseite der Mouse passiert. Sie lässt sich damit während des Ladevorgangs nicht verwenden.

Das Ende vom LEAD: Twitter sucht Chef-Twitterer

Tweeter In Chief
Hier schreibt der Chef! Twitter hat einen Traumjob zu vergeben (Foto: Twitter)

"Das Twitter-Management hat keine Ahnung, wie seine Nutzer wirklich ticken." Diesen Vorwurf müssen sich CEO Jack Dorsey und seine Manager immer wieder anhören. Nun reagiert Twitter Inc. – und sucht per Stellenanzeige einen "Tweeter in Chief". Der Chef-Twitterer und Inhaber des neuen Traumjobs soll den Account @twitter betreuen, "den Ton bestimmen, wer wir sind und was wir tun, und mit den Leuten auf Twitter sprechen". Wir machen morgen Feiertagspause, schreiben eine Bewerbung, und melden uns Freitag wieder – außer, wenn wir dann schon als "Tweeter in Chief" Karriere machen.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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