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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Google

TechTäglich: Google – ein Gesicht ist fünf Dollar wert

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Google: Ein Gesicht ist fünf Dollar wert

Google geht mit seinem künftigen Smartphone-Flaggschiff Pixel 4 weiter in die Offensive. Nachdem im Juni in einem offiziellen Teaser bereits Vorder- und Rückseite zu sehen waren, hat der Tech-Riese nun die Gesichts- und die Bewegungserkennung des Pixel 4 präsentiert. In einem Video mit dem Titel "(Don’t) hold the phone" zeigt Google, wie die Gesichtserkennung zum Entsperren oder auch zum Bezahlen funktioniert. "Wenn dich die Sensoren zum Entsperren und der Algorithmus erkennen, öffnet sich das Telefon mit einer einzigen Bewegung, sobald du es in die Hand nimmst", verspricht Google. Ein Anheben des Handys oder sogar ein Blick in die Kamera sollen nicht notwendig sein – ein freundlicher Hinweis Richtung iPhone.

Und was Google noch verspricht: Die Gesichtsdaten sollen auf dem Gerät bleiben, auf keinem Server landen und mit keinen anderen Nutzerinformationen verknüpft werden. Ebenfalls neu ist die Bewegungserkennung "Motion Sense", bisher auch als "Project Soli" bekannt. Mit ihr soll es möglich sein, durch Gesten die Musikwiedergabe zu steuern, den Wecker zu stellen oder Anrufe anzunehmen bzw. abzuweisen. Zum Trainieren der Gesichtserkennung hat Google in zahlreichen US-Städten Passanten angesprochen und fotografiert. Die Gesichts-Versuchskaninchen haben zur Belohnung 5-Dollar-Gutscheine für Starbucks und Amazon erhalten. ZDNet titelt dazu: "Google hat das Gesicht meines Freundes für 5 Dollar gekauft."

Hitze-Frei: Sony bringt die Klimaanlage im Unterhemd

Die ganz heißen Tage sind in Deutschland erstmal vorbei. Die neueste Erfindung von Sony klingt trotzdem vielversprechend. Die Japaner haben eine mobile Mini-Klimaanlage entwickelt, die sich in der Rückentasche eines speziellen Unterhemdes tragen lässt. Sie soll den Nutzer im Sommer kühlen und im Winter wärmen. Das Gerät bläst dabei keine kalte oder warme Luft auf den Körper, sondern beeinflusst durch einen elektrischen Stromfluss den Wärmetransport. Experten sprechen vom Peltier-Effekt.

Die Temperatur lässt sich dabei per Smartphone-App steuern, möglich sind bis zu 13 Grad Celsius Kühlung oder 8 Grad Erwärmung. Der Akku hält bisher allerdings nur eineinhalb Stunden durch. Sony plant zunächst Hemden in drei Herren-Größen zu Preisen ab umgerechnet 105 Euro. Und beim Tragen soll die 85 Gramm leichte Technik nicht zu sehen sein. Die Crowd-Finanzierung des Klima-Hemdes namens Reon Pocket über die Sony-Plattform „First Sight“ ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Laut MyModernMet soll es 2020 zunächst in Japan erscheinen, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen im brütend heißen Tokio.

Emojis an der Heckscheibe – bei uns verboten

Auto Emoji
Danke fürs Einfädeln-Lassen – die Heckscheiben-Emojis sorgen für mehr Kommunikation und Ablenkung im Verkehr (Foto: Mojipic)

Aus den USA kommt ein neuer Technik-Trend: "Emoji Car Displays" an der Heckscheibe von Autos. Mit Mini-Bildschirmen, die sich per App oder Sprachbefehl steuern lassen, können Autofahrer ihren Hintermännern/Hinterfrauen die Meinung geigen, Hinweise liefern ("Überhol mich!", "Achtung, Stau!") oder ihre aktuelle Gefühlslage mitteilen ("Ich bin hundemüde!"). Mojipic heißt einer der Hersteller. Er verspricht für seine rund 60 Euro teuren Displays mit Sprachsteuerung über 1.500 GIFs, Emojis und Symbole, darunter auch Logos von Sportvereinen, Flaggen oder QR-Codes, die Fußgänger am geparkten Auto als Werbung abscannen können. Auch eigene Zeichnungen und Grafiken sind möglich.

Bevor der Trend auch zu uns schwappt und Autofahrer den digitalen Stinkefinger zeigen, macht die Auto, Motor und Sport jetzt darauf aufmerksam, dass die "Emoji Car Displays" in Deutschland verboten sind. Denn, so die AMS: §49a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) besagt, dass "an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern (…) nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein dürfen". Und Leuchtanzeigen mit Emojis gehören nicht dazu. Wer dennoch so ein Display an der Heckscheibe betreibt, riskiert Bußgeld, Führerscheinentzug und Strafanzeige.

Zurück zum alten Twitter-Design – mit diesem Add-on

Lead Twitter
Lohnt sich in jedem Design – der Twitter-Account von LEAD (Foto: LEAD)

Twitter hat Mitte Juli das Design seiner Website rundum überarbeitet. Wer den Dienst per Browser nutzt, sieht seitdem eine komplett neue Gestaltung, mit größeren Schriften, übersichtlicherer Gliederung und mehr Farboptionen. Obwohl das Redesign überwiegend gut angekommen ist, wünschen sich jede Menge Twitter-Nostalgiker die alte Optik zurück. Ihnen wird jetzt geholfen. Denn ein Web-Entwickler namens Zusor hat GoodTwitter veröffentlicht, ein simples Add-On für Browser, das das alte Twitter-Design zurückbringt. Das gute Twitter gibt es bisher kostenlos zum Download für Firefox und Chrome. Der Bedarf ist offenbar enorm: GoodTwitter kommt bereits auf rund 175.000 Downloads.

Neu: Die ersten Kontaktlinsen mit Zoom

Kontaktlinse
Per Zwinkern zoomen – neue Kontaktlinsen sollen es in ein paar Jahren möglich machen (Foto: 123rf.de)

Im Kino zu nah an der Leinwand? Oder im Fußballstadion zu weit weg vom Spielfeld? Solche Probleme könnte es bald nicht mehr geben. Denn Wissenschaftler der University of California in San Diego haben den Prototypen einer Kontaktlinse mit Zoom-Funktion entwickelt. Träger können dabei mit Blinzel-Befehlen ein- oder auszoomen. Die Zoom-Linse nutzt dehnbare Polymer-Filme, die auf die elektrischen Impulse des Auges beim Zwinkern reagieren. Wer seine Brille wegwerfen will, muss aber noch abwarten. Denn laut Gizmodo funktioniert der Prototyp bisher nur, wenn der Nutzer ein aufwändiges Gestell mit Elektroden auf dem Kopf trägt. Bis zur Serienreife wird es also noch einige Jahre dauern.

Das Ende vom LEAD: Der Fanfoto-Flop von DHL

DHL hat beste Chancen, DEN Social-Media-Flop des Sommers 2019 zu landen. Per Twitter und Facebook hat der Paketzusteller zur Einsendung des „DHLFanfotos 2019“ aufgerufen. Allerdings haben die Postler dabei übersehen, dass ihre Fanbase doch recht überschaubar ist, und die Zahl ihrer Kritiker umso größer. Statt schicker Bilder gelber Lieferwagen sind in den Antworten vor allem DHL-Autos zu sehen, die Radwege zuparken – oder arme unterbezahlte Paketzusteller. Typische Antwort: "Ich werde der größte Fan, wenn ihr die Zusteller besser bezahlt."

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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