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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Google bringt 53 geschlechtsneutrale Emojis

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr.

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Google bringt 53 geschlechtsneutrale Emojis

Gender Emojis
Links männlich, rechts weiblich – und in der Mitte einer von Googles neuen Genderfluid-Emojis (Foto: Google)

Auch wenn in Stellenanzeigen immer öfter "m/w/d" zu lesen ist, also "männlich/weiblich/divers", sind die meisten Emojis immer noch eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen. Google will das jetzt ändern und hat für die neueste Beta von Android Q 53 geschlechtsneutrale Emojis entworfen. Die Gesichter sind mit mittellangem Haar und leichten Locken ein Mix aus männlichem und weiblichem Look, und können tatsächlich für beide Geschlechter stehen. Vertreten sind Bauarbeiterïnnen ebenso wie Richterïnnen und Ärztzïnnen. Selbst Dracula und die/der Meerjungfrau/mann bekommen neutrale Varianten.

"Wir sind jetzt einfach mal ins kalte Wasser gesprungen", erklärt Jennifer Daniel, die bei Google für die Android-Emojis zuständig ist, gegenüber Fast Company. Bisher sind die "diversen" Emojis kein Bestandteil der offiziellen Unicode-Richtlinien. Das bedeutet: Wer sie künftig via Android Q verschickt, muss damit rechnen, dass sie auf anderen Plattform falsch angezeigt werden. Jennifer Daniel ist allerdings Mitglied des Unicode-Konsortiums. Die Chancen stehen damit nicht schlecht, dass die Genderfluid-Emojis offizieller Standard werden, und dass Apple, Samsung, Microsoft & Co. mit eigenen Designs nachziehen.

China-Zensur: Das ist der erste pazifistische Shooter

Seit April sind in der Volksrepublik China die neuen Richtlinien für Videospiele in Kraft. Die Zensur verbietet Spiele, die Blut und Leichen zeigen – wobei das Blut nicht einmal Rot sein muss. Der alte Entwickler-Trick, den Körpersaft grün oder blau umzufärben, funktioniert nicht. Denn die Zensur gilt ausdrücklich für "Blut jeglicher Farbe". Auch Spiele, die sich um Chinas kaiserliche Vergangenheit sowie um Poker und das Steinchenschieben Majong drehen, sind nicht mehr erlaubt. Der auch international erfolgreiche chinesische Spieleentwickler Tencent hat darauf jetzt reagiert – mit dem ersten streng pazifistischen Shooter der Welt.

Nachdem das Unternehmen für seinen Welthit "PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG)" in China keine Zulassung bekommen hat, hat Tencent dort nun den PUBG-Klon "Game For Peace" ("Spiel für den Frieden") veröffentlicht. Das Spiel erweist laut offizieller Beschreibung den "tapferen Kriegern, die den Himmel über unserem Land beschützen", die Ehre. Es geht in dem patriotischen Shooter somit um die chinesische Volksbefreiungsarmee. Tatsächlich ist das Spiel aber beinahe eine 1:1-Kopie von PUBG, dem Vorbild von "Fortnite Battle Royale". Selbst die Spielstände des Originals lassen sich laden. Einziger Unterschied, so das Spielemagazin Kotaku: Geschossen wird mit Paintball-Kugeln. Die Gegner sterben wegen des Leichen-Verbots nicht, sondern verabschieden sich mit freundlichem Winken vom Schützen. Nach den Änderungen hat Tencent nun die Erlaubnis bekommen, "Game For Peace" in China auf den Markt zu bringen.

Aus Versehen: Snapchat hat eine neue Nummer-1-App

Yolo
YOLO: Nummer-1-App und neuer Teenie-Liebling (Foto: Popshow)

Die App-Welt hat eine neue Teenager-Sensation. In den USA ist die kostenlose Frage-und-Antwort-App "YOLO: Anonymous Questions" völlig überraschend auf Platz eins der App-Charts für iOS geschossen. Der Erfolg kommt mit freundlicher Unterstützung von Snapchat, auf dessen "Snap Kit"-Plattform die neue App basiert. Nutzer können sich via YOLO gegenseitig und anonym Fragen in ihren Snapchat-Stories stellen. Der Erfolg ist nur eine Woche nach Veröffentlichung offenbar so riesig, dass der Betreiber, das US-Start-up Popshow, Mühe hat, seine Server am Laufen zu halten.

"JEDER an meiner Highschool benutzt das momentan", zitiert TechCrunch einen Nutzer. "Wir wollten damit nur lernen, aber es ist 100 Prozent viral gegangen. Das ist verrückt, wir haben unseren Augen kaum getraut", staunt Erfinder Gregoire Henrion. Wie lange der Erfolg anhält, ist aber fraglich. Denn die anonymen Fragen und Antworten von YOLO sind die ideale Plattform für Mobbing, das den Nutzern schnell die Lust an der App nehmen könnte. Auch eine Verbannung aus den App Stores ist dann denkbar. Und zuletzt hatten bereits mehrere derartige Apps wie "Sarahah" kurzzeitig Erfolg, sind dann aber schnell wieder verschwunden. "Wenn die Teenies meinen, dass YOLO vorbei ist, dann ist es vorbei", orakelt TechCrunch.

Apple: Rätsel um die Regenbogen-Bühne

Seit der Fertigstellung des "Apple Park" in Cupertino 2018 sind Drohnenflüge über dem riesigen Areal seltener geworden. Einige Drohnen-Kommandanten haben nun aber doch Erstaunliches auf dem Gelände von Apples Raumschiff gefunden. Mitten im Park hat Apple eine Bühne in Regenbogen-Farben aufgebaut, von der bisher niemand weiß, wofür sie bestimmt ist. Zuletzt haben Arbeiter dort Beleuchtung und weitere technische Ausrüstung montiert. Die Location bietet Platz für mehrere hundert Besucher. AppleInsider spekuliert, was Apple dort vorhat. Denkbar sind ein großes internes Konzert als Motivationsspritze für die Mitarbeiter, der Besuch eines AAA-Prominenten inklusive Talk oder eine Preisverleihung. Es bleibt spannend - Somewhere under the Rainbow.

Meisterdetektiv Pikachu: Warner Bros. mit eigener Raubkopie

Heute kommt "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" ins Kino, mit Ryan Reynolds als Real-Version von Nintendos kleinem gelben Taschenmonster Pikachu. Die Pokémon-Fans fiebern weltweit der Premiere entgegen. Und das Netz dürfte wieder von Raubkopien überschwemmt werden – oder von Videos, die angeblich Raubkopien sind, die in Wahrheit aber ganz andere dubiose Inhalte bieten. Warner Bros., Produzent des Fantasy-Spektakels, ist jetzt jedenfalls in Sachen Raubkopien vorgeprescht – und hat selbst eine "Full Picture"-Version von "Detective Pikachu" auf YouTube eingeschmuggelt, also angeblich eine komplette Raubkopie des Films.

Der Fake hat perfekt funktioniert: Das Video wurde bereits 9,6 Millionen Mal aufgerufen. Wer tatsächlich geglaubt hat, auf YouTube "Detective Pikachu" vorab in voller Länge sehen zu können, wurde allerdings enttäuscht: Das Video zeigt 102 Minuten lang nur einen flauschig gelben Pikachu, der zu 80er-Jahre-Musik durchs Bild hopst. Warner hat den amüsanten PR-Stunt mit viel Liebe zum Detail eingefädelt. Die Einblendung "R. Reynolds" im Vorspann sieht aus, als handele es sich um eine persönliche Kopie des Hauptdarstellers – der den Fake-Film dann auch noch per Twitter verlinkt hat.

Das Ende vom LEAD: Hoppala! NASA zerstört versehentlich New York

Asteroid Ny
Gottlob nur eine Simulation: Der Einschlag des Asteroiden in New York (Foto: NASA)

Das war so nicht geplant! Die NASA hat in einer Simulation versehentlich New York City dem Erdboden gleichgemacht. Letzte Woche haben mehrere Raumfahrtorganisationen gemeinsam virtuell geprobt, wie sich ein riesiger Asteroid vor seinem Einschlag auf die Erde mit Raketenbeschuss ablenken lässt. Laut Simulation hätte der Himmelskörper in der Nähe von Denver/Colorado aufschlagen sollen. Die Detonation wäre laut der Berechnungen so gewaltig gewesen, dass selbst Sandkörner explodiert wären. Der Versuch, den Asteroiden mit Raketen umzudirigieren, endete in der Simulation aber tragisch. Wie Gizmodo berichtet, flog nach dem Beschuss und der erfolgreichen Rettung von Denver ein 60 Meter großes Fragment Richtung Central Park in New York – und zerstörte weite Teile von Manhattan, Brooklyn, Bronx, Queens und New Jersey. Die Technik zum Ablenken von Asteroiden wirkt somit noch verbesserungswürdig.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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