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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Apple Datenschutz

TechTäglich: Gigantisch – neue Filmrolle für James Dean

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit Apples neuer Datenschutz-Offensive und mit dem traurigen Tweet des Formel-1-Weltmeisters.

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Gigantisch: Neue Filmrolle für James Dean

James Dean
Re-animiert: Hollywood-Legende James Dean (Foto: Wikimedia)

James Dean spielt 2020 wieder in einem großen Film mit – zum ersten Mal seit seinem Tod 1955 bei einem Autounfall. "Finding Jack" heißt der Film, in dem die Hollywood-Legende dank Computer-Animation eine der zentralen Nebenrollen spielen soll. Die Special-Effects-Studios Imagine Engine aus Kanada und MOI Worldwide aus Südafrika erwecken Dean, der heute 88 Jahre alt wäre, auf ihren Rechnern wieder zum Leben. Seine re-animierte Figur wird "Rogan" heißen. Das Studio Magic City Films, das "Finding Jack" produziert, hat sich dazu die Rechte von Deans Erben gesichert.

"Wir haben monatelang nach dem perfekten Darsteller von Rogan gesucht, der sehr extreme Charakterzüge aufweist", erklärt Co-Regisseur Anton Ernst gegenüber The Hollywood Reporter. "Und dann haben wir uns für James Dean entschieden" – der dem Film eine gigantische PR verschaffen dürfte. "Finding Jack" dreht sich um mehr als 10.000 Truppenhunde des US-Militärs, die am Ende des Vietnam-Kriegs verschwunden sind. James Dean wird als vollständig animierte Figur in dem Film zu sehen sein, nur seine Stimme spricht (noch) ein anderer Schauspieler. Aber auch hier soll künstliche Intelligenz bald in der Lage sein, Stimmen komplett nachzuahmen.

Apple: Datenschutz-Offensive gegen Amazon, Facebook, Google

Apple Datenschutz
Apple und der Datenschutz – davon können sich die Nutzer jetzt ein genaueres Bild machen (Foto: Apple)

Apple präsentiert auf seiner Website seit gestern weltweit ein neues "Produkt" – Datenschutz und Privatsphäre. Quasi unter dem Motto "Wir sind die Guten" zeigt Apple Beispiele aus vielen Bereichen, wie es die Daten seiner Kunden schützt. Themen sind unter anderem "Safari gibt Tracking keine Chance", "Mit Fotos bleiben deine Fotos deine Fotos" und "Nach­richten sehen nur die, die sie sehen sollen". Nutzer erfahren darin beispielsweise, was der elementare Unterschied zwischen Alexa und Siri ist: Während Amazon nachvollziehen kann, welche Alexa-Spracheingaben von welchem Kunden stammen, ist Apple ganz bewusst nicht dazu in der Lage, Siri-Anfragen mit Kunden zu verknüpfen.

Diese Themen sind zum ersten Mal so verständlich und aufwändig animiert zu sehen, als wären sie neue Produkte. Nicht nur Forbes sieht darin eine Offensive gegen die Konkurrenz, die mit den Daten ihrer Kunden weitaus freizügiger umgeht: "Apples aufwändige Datenschutzaktion ist ein neuer Schlag gegen Facebook und Google." Die Kernbotschaft von Apple lautet dabei: Google & Co. verkaufen die Daten ihrer Nutzer – wir dagegen verkaufen Hardware.

China: Kinder dürfen nur noch 90 Minuten am Tag online spielen

China Fortnite
Fortnite nur noch tagsüber: China schränkt das Online-Spielen von Jugendlichen stark ein (Foto: Epic Games)

Schwere Zeiten für junge chinesische Fortnite-Zocker: Die Regierung der Volksrepublik China hat als "Jugendschutzmaßnahme" die Spielzeiten minderjähriger Gamer stark eingeschränkt. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens nicht mehr online spielen. Während der Woche dürfen sie zudem nur noch 90 Minuten pro Tag zocken. Am Wochenende und an Feiertagen sind es drei Stunden.

Daneben werden auch die Ausgaben minderjähriger Spieler beschränkt. 8- bis 16-Jährige dürfen monatlich nur noch umgerechnet 29 Dollar in Online-Spielen ausgeben, bei 16- bis 18-Jährigen liegt das Limit bei 57 Dollar. Die neuen Regeln gelten laut Techspot als schweres Handicap für junge chinesische E-Sportler, denen so kaum mehr genug Zeit für ausführliches Online-Training bleibt. Sie müssen künftig offline üben. Denn für Offline-Spiele, die selbst Chinas Regierung kaum überwachen kann, gelten die neuen Vorschriften nicht.

Lost: 700 Millionen Dollar Umsatz mit verlorenen AirPods

Air Pods Pro
Sie freut sich: Die AirPods Pro sollten ihr nicht mehr aus dem Ohr flutschen (Foto: Apple)

Verlorene AirPods werden zum Millionengeschäft für Apple. Wallstreet-Analyst Dan Ives von Wedbush Securities hat ausgerechnet, dass Apples Umsatz mit verloren gegangenen Musik-Ohrstöpseln und Ladeboxen 2019 bei rund 700 Millionen Dollar liegt. Ingesamt, so Dan Ives, spülen 62 Millionen verkaufte AirPods dieses Jahr zwischen 10 und 12 Milliarden Dollar in Apples Kassen – je nachdem, für welche Modelle sich die Kunden entscheiden. Fünf bis sieben Prozent davon, so die Erfahrungswerte, entfallen laut CBS auf das Ersatzteilgeschäft. Das ergibt dann in etwa die genannten 700 Millionen Dollar.

Der Bedarf der Apple-Kunden, verlorene AirPods und Ladeboxen nachzukaufen, ist offenbar enorm. Allein in der New Yorker U-Bahn gab es zwischen Juli 2018 und Juli 2019 über 800 „Vorfälle“ mit verloren gegangenen Kopf- oder Ohrhörern – die meisten davon dürften AirPods gewesen sein. "Die Sache mit den verlorenen AirPods ist eine regelrechte Epidemie. Die Hauptbedürfnisse vieler Nutzer lauten Essen, Wasser, AirPods", so Analyst Ives. Nur 1 Prozent der Besitzer ersetzen entfleuchte AirPods demnach nicht mehr. In Deutschland verlangt Apple 75 Euro für einen einzelnen Ersatz-AirPod. So gesehen ist es fast schon geschäftsschädigend, dass die neuen AirPods Pro deutlich seltener aus dem Ohr flutschen.

Kannste knicken: Google hat neuen Ärger mit dem Pixel 4 XL

Das "Bendgate" mit dem iPhone 6 ist bis heute legendär. 2014 ließ sich Apples damals neues Handy so – relativ – leicht verbiegen, dass das für einen weltweiten Aufschrei sorgte. Fünf Jahre später hat Google nun ein ähnliches Problem. Auch das neue Pixel 4 XL, das mit mehreren Software-Problemen ohnehin einen problematischen Start hinlegte, "kannste knicken".

Mit massivem Krafteinsatz lässt sich das neue Pixel-Smartphone biegen, was im Video des bekannt rabiaten YouTubers JerryRigEverything zu einem Riss im Gehäuse unterhalb der Kamera führt. Wie immer, wenn Smartphones auf diese Weise malträtiert werden, gilt: Im Alltag kommen solche Belastungen praktisch nie vor. Wer allerdings so schlau ist, sein Handy in der hinteren Hosentasche zu lassen und sich dann darauf zu setzen, könnte durchaus Probleme bekommen, wenn das Pixel 4 tatsächlich nicht robust genug konstruiert ist.

Das Ende vom LEAD: Der traurige Tweet des Formel-1-Weltmeisters

1979 war der Südafrikaner Jody Scheckter Ferraris letzter Formel-1-Weltmeister vor der Ära Schumacher. Nun hat der heute 69-Jährige auf Twitter einen traurigen Aufruf gestartet. Im Oktober war seine erst 21-Jährige Tochter Ila, die nach einem Hirntumor an Epilepsie litt, offenbar an einer Überdosis Drogen gestorben. Zum letzten Mal gemeinsam mit Ila war die Familie im September beim Großen Preis von Italien in Monza versammelt, als Scheckter noch einmal seinen Weltmeister-Ferrari 312 T4 fahren durfte.

Dabei entstand ein Familienfoto, das Scheckter nur in niedriger Handy-Auflösung besitzt. Er sucht nun den Fotografen, um das Original drucken und rahmen zu können. Der traurige Aufruf hat eine Welle des Bedauerns und der Hilfsbereitschaft ausgelöst – und Twitter zeigt sich hier von seiner freundlichen, solidarischen Seite.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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