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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Fünf Stunden mehr Laufzeit – das Akku-Geheimnis der neuen iPhones

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Fünf Stunden mehr Laufzeit – das Akku-Geheimnis der neuen iPhones

Nachrichtenflut bei Apple – LEAD hat die iPhone-11-Keynote von gestern Abend bereits analysiert und alle wichtigen Neuheiten zusammengefasst. Zwischen Dreifach-Kameras und einigen Apple-untypischen Preisreduzierungen kam die vielleicht spannendste Neuheit beinahe zu kurz: Apple hat bei der Akku-Laufzeit offenbar den größten Sprung seit der Einführung des iPhones 2007 geschafft. Während sich die Verbesserung beim iPhone 11 gegenüber dem Vorgänger XR mit einer Stunde mehr noch in Grenzen hält, spielen das iPhone 11 Pro und das 11 Pro Max Akku-technisch jetzt in einer ganz anderen Liga. Sie halten laut Apple vier bzw. fünf Stunden länger durch als die Vorgänger XS und XS Max.

So gibt Apple beim 11 Pro Max bis zu 12 Stunden Laufzeit für die Wiedergabe von Videostreams an, bis zu 20 Stunden für lokal gespeicherte Videos, und bis zu 80 Stunden für das Abspielen von Musik. In aller Regel haben sich diese Apple-Angaben in Tests dann auch bestätigt. Für die Steigerung dürfte einerseits der energieeffiziente neue A13-Bionic-Prozessor sorgen. Andererseits hat Apple offenbar beim 11 Pro und beim 11 Pro Max größere Akkus verbaut – und sich endlich von seinem Fetisch verabschiedet, immer noch dünnere und leichtere Smartphones zu entwickeln.

Wie TechSpot entdeckt hat, ist das 11 Pro mit 188 Gramm 11 Gramm schwerer als der Vorgänger. Und das Pro Max legt von 208 auf 226 Gramm zu. Mit jeweils 8,1 Millimeter sind die neuen Pro-iPhones zudem 0,4 Millimeter dicker als bisher. Den Platz und das Gewicht dürfte Apple in größere Akkus investiert haben. Die Kunden wird’s nicht stören, wenn ihre iPhones dadurch deutlich länger laufen. Apples Batterie-Wende könnte mit dem Abschied von Design-Guru Jonathan Ive zu tun haben, der magersüchtige Size-Zero-iPhones bevorzugt hat. Zum Vergleich: Das iPhone 6 wog 2014 noch klapperdürre 129 Gramm. Ist das jetzt schon der Ive-Effekt?

Der Google-Konter: So funktioniert die Gestensteuerung am Pixel 4

Nach dem iPhone ist vor dem Pixel: Zu Googles neuem Smartphone-Star Pixel 4, das ebenfalls noch in diesem Herbst erwartet wird, erscheinen jetzt beinahe täglich neue Leaks, in denen es unter anderem um die – überaus schicke – neue Farbe Koralle geht. Oder um den – nicht ganz so schicken – dicken oberen Rand des Bildschirms, in dem nach alter Väter Sitte die Kamera-Technik untergebracht ist. Der vielleicht interessanteste Pixel-4-Leak kommt jetzt vom YouTube-Kanal "This is Tech Today", der die Gestensteuerung des neuen Google-Handys erstmals genauer zeigt.

Google hat das Gerät dafür mit einem neuen Radar-Chip namens "Project Soli" ausgestattet, der Gesten auch dann erkennt, wenn das Pixel 4 nur neben dem Nutzer auf dem Tisch liegt. So lassen sich bei der Musikwiedergabe Songs einfach durch einen Wischer mit der Hand überspringen. Daneben können Nutzer mit Gesten Anrufe annehmen und abweisen, oder den Wecker ausschalten. Das neue Video zeigt auch, dass sich der Bildschirm des Pixel 4 bereits einschaltet, wenn der Besitzer seine Hand nur in Richtung des Telefons bewegt. In den Einstellungen des Google-Phones lassen sich die Gesten mit einem einzigen Klick komplett abschalten, oder in allen Details dem eigenen Geschmack anpassen.

Auf diesem Staubsauger läuft Spotify

Hier kommt der unterhaltsamste und musikalischste Staubsauger der Welt. Der bekannte Tech-Bastler Eddie Zhang hat es geschafft, Spotify auf seinem Xiaomi-Smartstaubsauger zu installieren. Ein Video zeigt, wie sich die Musik vom Smartphone aus starten und steuern lässt. Aus dem Lautsprecher des Saugers, der sonst nur Ansagen wie "Reinigung startet" oder "Staubbehälter ausleeren" abspielt, kommt Musik – allerdings in überaus quäkiger Qualität. Und saugen kann der Xiaomi auch noch. Möglich machen den Hack die quelloffenen Spotify-Clients LibreSpot und Raspotify. Das Magazin AndroidAuthority beantwortet die Frage, warum Eddie Zhang Spotify auf seinem Staubsauger installiert hat, so: "Warum nicht?" Oder auch: Weil er’s kann.

Der neue Polaroid-Drucker macht Fotos von Fotos

Analoge Fotos im Instagram-Zeitalter – Kameras wie die Fujifilm Instax haben Sofortbilder in den letzten Jahren wieder populär gemacht. Davon will nun auch Sofortbild-Legende Polaroid profitieren, mit einem Mix aus Scanner und Drucker namens Polaroid Lab. Der besondere Kniff daran ist die Zusammenarbeit mit dem Smartphone. Der Nutzer öffnet ein Bild auf seinem Handy-Display und legt das Telefon auf den Scanner. Der Polaroid Lab, der per Crowdfunding finanziert wurde, macht dann quasi ein Foto vom Foto und druckt es in nostalgisch-analoger Polaroid-Qualität aus.

Als zusätzlichen Gag, berichtet AndroidPolice, lassen sich die ausgedruckten Polaroids dann mit einer AR-App für iOS und Android wieder zurück aufs Smartphone bringen. Die nette Spielerei erscheint im Oktober für 130 Euro auch in Europa. Hinter dem Lab steht allerdings nicht mehr die ursprüngliche US-Firma Polaroid, die 2001 und 2008 gleich zweimal Pleite ging – sondern ein holländisches Unternehmen, das 2017 alle Rechte an der Marke und an den Patenten von Polaroid übernommen hat. Die Holländer bieten unter dem Namen "The Impossible Project" auch wieder Filme für alte Sofortbild-Kameras an.

Satz mit X – der Fehler mit dem PlayStation-Controller

1995 ist in Deutschland Sonys erste PlayStation-Konsole erschienen. Und der dazugehörige Controller ist mit den Tasten für Quadrat, Dreieck, Kreis und X in seinen Grundzügen immer unverändert geblieben. Nun hat Sony in einer Twitter-Diskussion erklärt, dass ein Großteil der Spieler den X-Knopf seit bald einem Vierteljahrhundert falsch ausspricht. Denn es heißt gar nicht "X", sondern "Kreuz" (Englisch "Cross"). Die geometrische Erklärung überzeugt: Ein Kreuz (wie auf dem Controller) formt mit seinen Umrissen ein Quadrat, ein X müsste dagegen eher hochkant liegen.

Das Ende vom LEAD: Tierisch freundlich!

Über dieses Video schmunzelt Twitter: Im wunderbar höflichen Japan sind sogar die Tiere freundlich, und verbeugen sich. Damit verabschieden wir uns für heute mit dem guten Rat: Seid tierisch freundlich zu Euren Mitmenschen!

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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