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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Fortnite so gefährlich wie Rauchen? Eltern verklagen Hersteller

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Fortnite so gefährlich wie Rauchen? Eltern verklagen Hersteller

Momentan sind die Fans des Baller-Hits "Fortnite Battle Royale" noch im Batman-Fieber, nachdem sich die Insel-Metropole Tilted Towers im Rahmen eines neuen Lizenz-Deals in das düstere Gotham City verwandelt hat. Und nächste Woche, mutmaßlich am 17. Oktober (Donnerstag), startet bereits Saison 11 des Actionspiels. Doch im Hintergrund braut sich Ungemach für Hersteller Epic Games zusammen. Denn die kanadische Rechtsanwalts-Kanzlei Calex Légal bereitet eine Sammelklage gegen Epic vor. Der Vorwurf der Juristen: Der US-Konzern habe "ganz bewusst" ein Spiel erschaffen, das seine Nutzer "sehr sehr abhängig macht."

"Als Epic Games über Jahre hinweg Fortnite entwickelt hat, haben sie Psychologen beschäftigt, die sich intensiv mit der menschlichen Psyche auseinandergesetzt haben. Sie haben alles dafür getan, dass das Spiel so süchtig wie nur möglich macht", wirft Anwältin Alessandra Esposito Chartrand dem Hersteller vor. "Und sie haben damit bewusst auf Kinder und Jugendliche abgezielt."

Die Kanzlei beruft sich auf ein Urteil, das 2015 beim Quebec Superior Court gegen Zigarettenhersteller ergangen war. Sie sollen mehrere Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen, der Rechtsstreit läuft bis heute. In beiden Fällen geht es um das Versäumnis der Anbieter, ihre Kunden vor Suchtrisiken zu warnen. Die Fortnite-Klage wurde im Namen der Eltern von zwei 10- und 15-Jährigen eingereicht, die laut CBC massive Kritik an Epic Games üben: "Wenn wir gewusst hätten, dass Fortnite so abhängig macht, dass es das Leben unserer Kinder ruiniert, hätten wir ihnen das Spielen nie erlaubt. Oder wir hätten zumindest genauer beobachtet, was sie da tun."

Lob und Kritik: iPhone 11 im Warentest und bei Consumer Reports

Die Stiftung Warentest und ihr US-Pendant Consumer Reports haben das iPhone 11, das 11 Pro und das 11 Pro Max getestet. Neben viel Lob für die neuen Apple-Handys gibt es – vor allem von den deutschen Testern – auch Kritik. Für Warentest ist das 11 Pro Max (ab 1.249 Euro) "das beste Apple-Handy, das wir je in den Händen hatten. Es punktet mit einem hervorragenden Display, einem starken Akku und vor allem der besten Kamera­leistung auf dem gesamten Smartphone-Markt". Der kritische Teil des Tests lautet so: "Das 11 Pro Max ist mit 227 Gramm schwerer als alle vorherigen iPhones und es beherrscht nicht die neue Mobil­funk­technik 5G, die sich in naher Zukunft ausbreiten dürfte. Zudem ist es sehr teuer: Die am besten ausgestattete Variante kostet satte 1.650 Euro. Qualitativ vergleichbare Android-Handys gibt es schon ab rund 650 Euro."

Beim günstigeren iPhone 11 (ab 799 Euro) lobt Warentest: "Zu seinen Stärken zählen das ausgezeichnete Display, die stabile Bauweise (keine Schäden im Fall­test) und die Kameras." Kritik gibt’s hier dagegen für die ellenlange Ladezeit von drei Stunden, weil Apple beim Einstiegsmodell ein veraltetes Netzteil beilegt. Das iPhone 11 Pro (ab 1.149 Euro), dessen Robustheit bisher von vielen Experten gelobt wurde, scheiterte bei Warentest einmal mehr im berüchtigten Falltest. Nach der nicht sehr realitätsnahen Tortur war das Display von Rissen übersät. Consumer Reports ist dagegen begeistert – und setzte das 11 Pro Max und das 11 Pro auf die ersten beiden Plätze seiner Smartphone-Bestenliste. Einer der Gründe war die deutlich gestiegene Akku-Laufzeit. Im Test hielt das 11 Pro Max 40,5 Stunden durch, länger als jedes andere je getestete Smartphone. Der Vorgänger XS Max hatte nur 29,5 Stunden geschafft.

Kärcher bringt Elektro-Eiskratzer

Kaercher Eiskratzer
Garagenbesitzer kratzt diese Erfindung nicht. Aber für Laternenparker bietet Kärcher eine coole Neuheit (Foto: Kärcher)

Elektroautos, die von selbst ihren Weg finden – und deren Scheiben im Winter immer noch von altmodischen Eiskratzern freigeräumt werden. Das kann nicht die Zukunft sein, findet Kärcher. Und deshalb hat der schwäbische Saubermach-Spezialist jetzt den ersten elektrischen Eiskratzer der Welt erfunden, der sich natürlich auch für althergebrachte Benziner und Diesel eignet. Beim E-Kratzer EDI4 kärchert und fräst eine rotierende Scheibe mit sechs Kunststoffklingen das Eis von den Fenstern.

Die Hände auf der Oberseite des gut ein Pfund schweren Geräts sollen dabei laut Auto, Motor und Sport nicht kalt und auch nicht nass werden. Und Schlieren oder Kratzer auf dem Glas soll der EDI4 auch keine hinterlassen. Sobald der Kärcher von der Scheibe abgehoben wird, schaltet er sich automatisch aus. Das schont den Akku, der dadurch 15 Minuten durchhalten soll. Die Zukunft des Eiskratzens kostet 49,99 Euro.

AirPods-Konkurrent von LG – mit Ohren-Hygiene

Lg Tone Free
Tone + Free + Clean – das sind die antibakteriellen AirPods von LG (Foto: LG)

Millionen von Menschen stecken sich AirPods und vergleichbare Musikstöpsel in die Ohren, oder tauschen ihre In-Ears sogar untereinander – was in Sachen Hygiene nicht restlos ideal sein dürfte. LG nimmt sich dieses Problems (falls es eines ist) nun an. Die neuen AirPods-Konkurrenten LG Tone + Free kommen mit einer Ladeschale, in der UV-Licht jegliche Bakterien abtöten soll, die womöglich an den Stöpseln kleben.

Laut LG reicht bereits kurzes Laden in der kleinen Box aus, um die Tone + Free für den nächsten Einsatz wieder hygienisch zu säubern. Darüber hinaus, so The Verge, beherrschen die antibakteriellen AirPods das Standardrepertoire solcher Stöpsel: Sechs Stunden drahtlose Laufzeit und ein berührungsempfindliches Mini-Touchpad an den Seiten, um Musik zu steuern, zu telefonieren oder den Google Assistant herbeizuzitieren. Die LG Tone + Free sind ab Ende Oktober für rund 200 Euro zunächst in Südkorea zu haben.

Zum Wiehern! Tesla klingt bald wie Monty Python

Klapper, klapper, ich höre Hufschlag! Und wer reitet da durch Nacht und Wind? Es ist ein Tesla, so geschwind! So könnte sich künftig der Stadtverkehr anhören. Denn Elektroauto-Guru Elon Musk hat versprochen, dass sich seine Kunden bald selbst aussuchen können, wie ihr Tesla klingt – und auch, wie er hupt. Hintergrund: Bei geringen Geschwindigkeiten in der Stadt müssen Elektroautos schon in Kürze Fahrgeräusche abgeben, die Fußgänger warnen. Und bei diesen Sounds will Tesla seinen Fahrern – wenn es die örtlichen Gesetze hergeben – freie Hand lassen.

Als erste Klänge hat Musk nun per Twitter das Meckern von Ziegen, Windgeräusche und das legendäre von Kokosnüssen erzeugte Hufgeklapper von Monty Python angekündigt – mit dem die englischen Scherzbolde in „Die Ritter der Kokosnuß“ ihre Feinde so fies veräppelt haben. Ob der Tesla dann zwischendurch auch wiehert, ist bisher nicht bekannt. Fahrer könnten kraftvolles Wiehern aber selbst ins Tesla-System hochladen, denn auch über eigene Sounds denkt der E-Auto-Hersteller nach. Laut Engadget ist Elon Musk ohnehin im Monty-Python-Fieber. Denn im Sourcecode des jüngsten Tesla-Updates ist das Kokosnuß-Klappern auch als Rückwärtsfahr-Warngeräusch aufgetaucht.

Das Ende vom LEAD: Justin Bieber vs. Donald Trump

Henrik Enderlein, renommierter Politökonom sowie Präsident und Professor der Hertie School of Governance in Berlin, hat genau nachgezählt, wie viel die bekannten Entertainer Justin Bieber und Donald Trump twittern. Sein Ergebnis: Bieber braucht sechseinhalb Monate für 100 Tweets (ohne Retweets). Trump schafft das gleiche Pensum innerhalb von nur 75 Stunden. Enderlein, der außerdem das Jacques-Delors-Institut für Europafragen leitet, hat einen Verdacht, woran das liegen könnte: "Bieber ist wahrscheinlich mit einem richtigen Job beschäftigt."

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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