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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Fortnite Amazon

TechTäglich: Fortnite-Profi gesperrt – er war erst elf!

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Fortnite-Profi gesperrt – er war erst elf!

H1Gh Sky1
Der Fortnite-Star aus dem Kinderzimmer – zu jung für das Action-Spiel (Foto: FaZe Clan)

Ganz schön abgezockt, der junge Mann! Ein erfolgreicher Fortnite Battle Royale-Spieler, der in Online-Turnieren und mit Werbeeinnahmen schon Tausende von Dollar verdient hat, wurde jetzt bei Amazons Spiele-Streamingdienst Twitch gesperrt – aus Altersgründen. Denn bei Vertragsabschluss mit der umstrittenen E-Sports-Organisation FaZe Clan war der Nachwuchs-Spieler, von dem nur sein Vorname Patrick bekannt ist, erst elf Jahre alt. Er und seine Eltern hatten aber – offenbar auf Druck von FaZe Clan – angegeben, der Bub wäre schon 13. Das ist das Alterslimit sowohl für Twitch als auch für Fortnite.

Der Schwindel flog jetzt im Rahmen eines Prozesses gegen FaZe Clan auf. Der renommierte Fortnite-Spieler Turner "Tfue" Tenney hat die Organisation wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken verklagt. So soll FaZe Clan die Eltern des damals Elfjährigen unter Druck gesetzt haben, bei der Altersangabe zu lügen. Mittlerweile ist der begabte Nachwuchs-Zocker 12 und hat unter dem Namen H1ghSky1 rund 500.000 Follower bei Twitch eingesammelt. Vorerst muss er sein Taschengeld aber anders verdienen, zum Beispiel mit Zeitungaustragen. Weil er nach wie vor keine 13 ist, hat ihn Twitch gesperrt, berichtet das Spielemagazin Kotaku. Auch an Online-Spielen darf er vorerst nicht mehr teilnehmen.

Bose-Kopfhörer: Jetzt noch geräuschgedämmter

Seien Sie mir nicht Bose, aber ich kann Sie nicht hören! Das kann mit dem neuen Drahtlos-Kopfhörer Bose Noise Cancelling Headphone 700 (400 Euro) durchaus passieren. Der Nachfolger der erfolgreichen Modellreihe QC35 setzt offenbar neue Maßstäbe bei Geräuschdämmung und Lärmreduzierung, die sich in drei Stufen einstellen lassen. Und das funktioniert nicht nur beim Musikhören, sondern vor allem auch beim Telefonieren und bei der Nutzung von Sprachassistenten. Hierfür hat der US-Audiospezialist ein System von vier Mikrofonen eingebaut, die die Stimme des Sprechers effektiv von den Umgebungsgeräuschen trennen.

Bose hat die neue Funktion jetzt in einem sehr lauten Starbucks-Restaurant vorgestellt. Mit dem bisherigen QC35 waren beim Telefonieren die anderen Gäste und die Musik von Sias "Titanium" deutlich im Hintergrund zu hören. Beim neuen 700er, so Gizmodo, "war plötzlich alles leise. Kein Reden, kein Singen, nichts. Und die Stimme war deutlich besser zu verstehen als beim QC35". Auch bei der Texterfassung durch Sprachassistenten war der neue Bose im Test drastisch überlegen. Er dürfte damit vor allem für Nutzer interessant sein, die häufig in lauten Umgebungen telefonieren.

Dieses Pflaster misst den Blutdruck

Blutdruck Pflaster
Das Blutdruckmess-Pflaster – am besten funktioniert es am Hals (Foto: University of California)

Messen wir den Blutdruck künftig per Smartuhr, und nicht mehr mit einer aufwendigen Manschette am Arm? Apple soll an solch einem Verfahren für seine Watch arbeiten. Doch Forscher der University of California in San Diego entwickeln derzeit eine noch viel simplere Technik. Bei ihnen genügt ein kleines Pflaster in Größe einer Briefmarke für die Blutdruckmessung. Es soll den Blutdruck kontinuierlich messen – mit all seinen Auswirkungen auf Herz, Leber, Lunge und Gehirn. Dafür sendet es Ultraschallwellen aus, die von Gewebe und Adern des Trägers reflektiert werden.

Projektleiter Sheng Xu und sein Team haben damit das erste Wearable entwickelt, das Messungen tief unter der Hautoberfläche vornehmen kann. Als effektivster Platz zum Aufkleben des Pflasters aus Silikon-Elastomer hat sich laut Technology Review der Hals herausgestellt. Um die Daten nach der Messung zu übertragen, muss das Blutdruckpflaster bisher noch abgenommen und per Kabel mit einem Laptop verbunden werden. Später soll es drahtlos und komfortabel funktionieren. Medizinischer Hauptvorteil, so Forscher Sheng Xu: "Niemand kann ständig ein Blutdruckmessgerät mit sich herumtragen. Aber unser Pflaster ermöglicht tatsächlich eine 24-Stunden-Messung für Risikopatienten."

Prime Air: Amazon liefert noch 2019 per Drohne

Lieferungen per Drohne hat Amazon schon vor Jahren angekündigt. Und nun sollen die hochfliegenden Pläne endgültig Realität werden. In Las Vegas hat der US-Versender sein neues Elektro-Fluggerät namens "Prime Air" vorgestellt, das innerhalb von 30 Minuten bis zu 2,3 Kilo schwere Sendungen auf dem Luftweg zustellen kann. Die Reichweite liegt dabei bei 15 Meilen oder rund 24 Kilometern. Noch in diesem Jahr will Amazon damit kleine Haushaltsartikel wie Rasierer oder Zahnbürsten zu den Kunden fliegen.

Wo der Versuch startet, ist noch nicht bekannt. Bisher hat Amazon die Prototypen seiner Lieferdrohnen vor allem in Großbritannien getestet. Laut Blogeintrag des Konzerns kann die "Prime Air" senkrecht starten und landen wie ein Hubschrauber – soll dabei aber so ruhig, stabil und sicher fliegen wie ein Flugzeug. Amazon spricht deshalb von einer "Hybrid-Drohne". Künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass der fliegende Paketbote Hindernissen in der Luft ausweicht und sich beim Landen nicht in der Wäscheleine im Garten verheddert. Probleme mit behördlichen Zulassungen oder beim Fliegen im Regen bestehen aber nach wie vor.

5G-Auktion: Bundesnetzagentur drückt aufs Gas

5 G Auktion
Schnelles Netz, lahme Auktion – bei der 5G-Versteigerung ging es zäh voran (Foto: 123rf.de)

Und wenn sie nicht gestorben sind, verhandeln sie noch heute. Damit es nicht so weit kommt, drückt die Bundesnetzagentur bei der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen jetzt aufs Tempo. Telekom, Vodafone, Telefónica/O2 und Newcomer 1&1 Drillisch geben nun bereits seit über elf Wochen am Sitz der Behörde in Mainz immer höhere Gebote ab. Damit ist die 5G-Auktion schon jetzt Deutschlands bisher längste Frequenzversteigerung. Damit die vier Konzerne in absehbarer Zeit zu einem Ende kommen, hat die Bundesnetzagentur nun den Aufschlag für neue Gebote erhöht.

Bisher mussten die Konkurrenten jeweils rund drei Millionen Euro mehr als bisher bieten, um ein neues Gebot für einen der Frequenzblöcke zu platzieren. Ab sofort steigt die erforderliche Zusatzzahlung auf 13 Millionen Euro. Damit, so das Handelsblatt, sollen die Unternehmen schneller an ihre Schmerzgrenze kommen – und die Auktion nun zügig abschließen, während in den USA oder Großbritannien längst in ersten 5G-Netzen gesurft wird. Nach 467 Bieterrunden liegen die Höchstgebote derzeit bei knapp 6,2 Milliarden Euro.

Das Ende vom LEAD: Formel-1-Legende baut Staubsauger-Auto

Gordon Murray T50
Der T.50 von Formel-1-Konstrukteur Gordon Murray soll das aufregendste Auto der Welt werden (Foto: Gordon Murray Automotive)

Gordon Murray (72), Commander of the Order of the British Empire, ist einer der legendärsten Formel-1-Konstrukteure aller Zeiten. Er baute den Brabham BT52, mit dem Nelson Piquet 1983 den einzigen WM-Titel für Motorenlieferant BMW einfuhr. Und er entwickelte den berühmten Staubsauger-Brabham BT46B mit Ventilator im Heck, mit dem Niki Lauda 1978 in Schweden einen seiner größten Siege holte.

Nun will der Südafrikaner das schlichtweg aufregendste Auto der Welt bauen. In einem Blogeintrag und per Video stellte Murray den "Gordon Murray Automotive T.50" vor, der mit Zwölfzylinder-Motor, nur 980 Kilo Gewicht, 700 PS und einer Rekord-Drehzahl von bis zu 12.000 U/min jeden anderen Sportwagen in den Schatten stellen soll. Am Heck ist erneut ein Ventilator eingebaut, der den T.50 in Kurven an der Straße festsaugt. Nur 100 Stück werden ab 2022 gebaut – zum Preis von jeweils 2,86 Millionen Euro. Prognose von CNET: "Dieses Auto wird alles verändern."

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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