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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Formel 1 Twitch

TechTäglich: Formel 1 – Rennen am Sonntagabend erstmals live auf Twitch

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit Vinylplatten zum Selberpressen und mit mehr Werbung für Twitter-Promis.

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Formel 1: Rennen am Sonntagabend erstmals live auf Twitch

F1 Mexiko
Der schnellste Braus von Mexiko. Das Formel-1-Rennen am Sonntag läuft erstmals auch bei Twitch (Foto: f1.com)

Das Formel-1-Rennen in Mexiko startet am Sonntagabend zur besten Primetime um 20.10 Uhr deutscher Zeit. Und das nutzt Rechteinhaber Liberty Media zu einem medialen Coup. Denn der Mexiko-Grand-Prix ist nicht nur im Free-TV bei RTL und im Bezahlfernsehern bei Sky zu sehen – sondern erstmals auch live und gratis bei Amazons Videostreaming-Dienst Twitch. Von diesem zunächst einmaligen Test profitieren laut offizieller F1-Pressemitteilung Twitch-Nutzer in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Dänemark, Norwegen und Schweden.

Mit der Übertragung auf dem Kanal, der auf das Streamen von Videospielen spezialisiert ist, will die Formel 1 ein neues, jüngeres Publikum anziehen. Entsprechend wird die Übertragung auch aussehen: Die "Formel Twitch" mixt das Rennen mit Spielelementen, Livewetten und anderen interaktiven Gags. Die Zuschauer können dabei alle zehn Minuten vorhersagen, wie das Rennen weitergeht. In Deutschland, der Schweiz und Luxemburg sind die offenbar prominenten Spielestreamer PietSmiet auf Twitch Co-Gastgeber des Rennens.

Apple TV – jetzt auch auf dem Amazon Fire TV

Amazon Apple TV
Apple TV gibt's jetzt auch ohne Apple TV (Foto: Amazon)

Wer A sagt, kann auch A sagen: Apple TV läuft ab sofort auch auf dem Amazon Fire TV. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Apple hat jetzt eine App veröffentlicht, die bei iTunes gekaufte Filme und Serien auch auf Amazons Fernseh-Hardware bringt. Richtig spannend wird diese Funktion ab kommendem Freitag (1. November), wenn der Streamingdienst Apple TV+ startet. Denn auch dessen Inhalte sind dann – für ein Monatsabo von 4,99 Euro – auf dem Fire TV zu sehen.

Das funktioniert laut Amazon-Blog auch in Deutschland zunächst mit dem Fire TV Stick der zweiten Generation und mit dem Fire TV Stick 4K. Weitere Geräte wie das aktuelle Fire TV und der Fire TV Cube sollen folgen. Die günstigste Amazon-Hardware, auf der Apple TV und Apple TV+ laufen, ist damit der Fire TV Stick für 40 Euro – während Apple für seine eigene Fernsehbox zwischen 159 und 219 Euro verlangt. Der Kauf eines „echten“ Apple TV kann sich trotzdem weiterhin lohnen. Denn nur auf der Apple-Hardware laufen auch Apps, Spiele und die eigenen Foto-, Video- und Musikstreams der Nutzer.

Neu: Vinylplatten zum Selberpressen

Phonocut Kickstarter
Neue alte Technik aus Österreich – Schallplatten zum Selberpressen (Foto: Phonocut)

Musikkassetten selber aufnehmen, CDs selber brennen – alles alte Hüte und längst vergessene Technik. Richtig hip ist dagegen das Selberpressen von Vinyl-Schallplatten. Der Phonocut, ein neues Gerät aus Wien, für das derzeit eine Kickstarter-Kampagne läuft, macht das möglich. Die Maschine, die aussieht wie ein etwas größerer Plattenspieler, presst Musik auf spezielle 10-Zoll-Vinyls – die etwas größer sind als eine klassische Single (7 Zoll), und etwas kleiner als eine LP mit 12 Zoll. Auf jeder Seite haben je nach Klangqualität 10 bis 15 Minuten Musik Platz. Die 10-Zoll-Größe ist vom historischen Schellack-Format inspiriert. Als Audioquelle kann jedes Gerät mit Kopfhöreranschluss dienen, also auch Smartphones.

Die fertigen Platten laufen dann auf jedem Plattenspieler. Erfinder des Phonocut ist der Retro-Tüftler Florian "Doc" Kaps, der bereits 2008 mit seinem "Impossible Project" Polaroid-Filme vor dem Aussterben bewahrt hat. Er will die Produktion von Vinyl-LPs "hinter den Mauern der letzten großen Presswerke hervorholen". Als Zielgruppen sieht er beispielsweise Musiker, die ihre Fans mit Vinyls in Kleinauflagen versorgen wollen – oder Verliebte, die statt oller Mixtapes coole Mix-Vinyls verschenken wollen. Der Phonocut, der sein Finanzierungsziel von 199.999 Euro mittlerweile ums Doppelte übertroffen hat, kostet bei Kickstarter derzeit ab 1.499 Euro, später im Handel sollen es 1.999 Euro werden. Zehn Leer-Vinyls kosten 55 Euro, hier plant Kaps einen finalen Stückpreis von zehn Euro.

Edeka: Aus für Billig-Windows

Edeka Windows
Zwischen Kraut und Rüben liegt bei Edeka jetzt kein Windows mehr (Foto: Lizengo)

In den letzten Wochen hat Edeka mit spektakulär günstiger Microsoft-Software für Furore gesorgt. Auf Gutscheinkarten kostete beispielsweise Windows 10 Home nur 35,99 Euro statt der offiziellen 145 Euro. Und die Pro-Variante von Windows 10 gab es für 39,99 Euro statt für Microsofts 259 Euro. Die Lizenzen stammten vom Kölner Großhändler Lizengo, und Experten hielten das Angebot für legal. Trotzdem ist die Billig-Software nun aus den Edeka-Regalen verschwunden, die Aktion ist beendet. Laut Heise hat Lizengo selbst den Stecker gezogen.

Statement von Vorstandschef Tobias Zielke: "Die Markt-Kunden haben unsere Produkte sehr positiv aufgenommen, jedoch ist für Lizengo als reiner e-Commerce-Shop die Optimierung auf Tagesbasis zielführender." Eine angekündigte Klage von Microsoft gegen das Angebot, das auf Volumenlizenzen aus China und Bulgarien basieren könnte, liegt nach Angaben von Lizengo zwar weiterhin nicht vor. Allerdings könnte dem Onlinehändler der logistische Aufwand mit dem Verkauf auf Gutscheinkarten zu aufwändig und unflexibel gewesen sein. Oder fand Edeka das Angebot am Ende doch zu zweifelhaft? Im Online-Shop des Händlers bleibt die Günstig-Software weiterhin verfügbar.

Twitter-Promis sehen jetzt mehr Werbung

Twitter Werbung
Kurswechsel: Alle Twitter-Nutzer sehen jetzt gleich viel Werbung (Foto: 123rf.de)

Twitter hat eingestanden, dass Nutzer mit vielen Followern bisher weniger Werbung als üblich angezeigt bekommen haben, um deren "Nutzererfahrung zu verbessern". Das sollte dazu beitragen, dass sie Twitter öfter und länger nutzen. "Otto Normaltwitterer" wurde dagegen mit deutlich mehr Anzeigen behelligt. Mit dieser Ungleichbehandlung soll es nun aber vorbei sein. Denn auch Twitter-Promis bekommen per App und im Browser jetzt die normale Dosis an Werbung verpasst – wenn sie nicht schlau genug sind, werbefreie Clients wie Tweetbot zu nutzen.

"In der Vergangenheit haben Nutzer mit hohen Followerzahlen weniger Anzeigen gesehen", erklärte ein Twitter-Sprecher jetzt gegenüber The Verge. "In letzter Zeit haben wir unseren Ansatz aber geändert, um Werbung wirklich für alle zu schalten, die Twitter verwenden. Als Ergebnis werden einige Nutzer eine Zunahme der Anzahl der Anzeigen bemerken." In den letzten Wochen haben sich bereits mehrere prominente Twitterer über die auffällige Zunahme von Werbeanzeigen beklagt. Spott von The Verge: "Jetzt sehen die Promis endlich, wie sich das Leben des gemeinen Twitter-Nutzers anfühlt."

Das Ende vom LEAD: US-Atomwaffen brauchen keine Floppy-Disks mehr

Atom Floppys
Nur 50 Jahre nach ihrer Erfindung ausgemustert – die Floppy-Disks des US-Militärs (Foto: New York Times)

Spektakulärer Fortschritt in der US-Verteidigungspolitik! Das Atomwaffen-Arsenal der USA basiert ab sofort nicht mehr auf einem System, das acht Zoll große Floppy-Disks als Datenspeicher verwendet. Die antike Technik mit einem Speichervolumen von maximal 1 MB wurde offenbar im vergangenen Sommer ausgemustert, die Änderung wurde laut New York Times aber erst jetzt bekannt. Stattdessen kommt nun SSD-Speicher zum Einsatz.

Pentagon-Sprecher David Faggard zeigt sich begeistert, dass die Acht-Zoll-Floppys genau 50 Jahre nach ihrer Erfindung abgelöst wurden: "Die Air Force ist weiterhin entschlossen, ihre Ausrüstung im Sinne der Zukunft zu modernisieren." Nachteil der möglicherweise überstürzt eingeführten Neuerung: Der Schutz der Floppy-Disks vor neumodischen Hackern galt als beispielhaft.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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