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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Smart-TV Hacker

TechTäglich: FBI warnt vor Smart-Fernsehern

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit dem 5G-Autoreifen von Pirelli und mit dem Comeback von „The Grand Tour“ auf Amazon.

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FBI warnt vor Smart-Fernsehern

Smart Tv
Schreck für Zuschauer – das FBI warnt vor Smart-TVs (Foto: 123rf.de)

Wer sich gerade am Black Friday, heute am Cyber Monday oder morgen am Supershopping Tuesday einen Smart-TV zugelegt hat oder das plant, sollte auf eine neue Warnung des FBI achten. Die US-Bundespolizei weist jetzt auf die Gefahren von Fernsehern mit Internetanschluss hin. "Abgesehen vom Risiko, dass Ihr TV-Hersteller und App-Entwickler Ihnen zuhören und zusehen, können solche Fernseher auch ein Einfallstor für Hacker sein, um in Ihr Zuhause zu kommen", schreibt das FBI. Onlinefähige Fernseher gelten allgemein als schlechter geschützt vor Angriffen als Smartphones, Tablets oder Computer.

Grund sind unzureichende Sicherheitsmaßnahmen der TV-Hersteller und zu seltene Software-Updates, die zudem nicht zuverlässig auf den Geräten ankommen. Hacker könnten deshalb über die Sicherheitslücken in den Fernsehern Zugriff aufs gesamte Heimnetzwerk mit den darin verbundenen Geräten erhalten. Oder sie spähen per Kamera und Mikrofon die Lebensgewohnheiten potenzieller Einbruchsopfer aus. Das FBI rät unter anderem dazu, Aktualisierungen der TV-Software immer sofort zu installieren – und eventuelle Kameras abzukleben. Bester und resolutester Sicherheitstipp: Wer auf seinem Fernseher kein Netflix oder Mediatheken braucht, sollte ihn gar nicht erst mit dem Internet verbinden.

Pirelli bringt den 5G-Autoreifen

5 G Autoreifen
Reifen-Leistung: Der 5G-Pirelli warnt vor Gefahren (Foto: Pirelli)

Es besteht die Gefahr, dass Autoreifen bald klüger sind als der Mensch hinter dem Lenkrad. Jedenfalls hat Pirelli jetzt den ersten smarten Reifen entwickelt, der über 5G-Mobilfunk kommuniziert. Über Sensoren und ein 5G-Modul in der Größe einer kleinen Münze erfasst der Pirelli Cyber Tire kontinuierlich eine Vielzahl von Daten, über die er sowohl den Fahrer als auch andere Autos in der Umgebung informiert. Dazu gehören Reifendruck, Profiltiefe, Reifentemperatur, Straßenzustand und die aktuelle Belastung der Reifen.

Sobald der italienische Schlau-Reifen zum Beispiel Regen oder Eis auf der Straße registriert, schickt er sofort eine Warnung aufs Armaturenbrett. Die Fahrzeugelektronik kann sich dann automatisch darauf anpassen, der Fahrer kann langsamer fahren. Und die Autos auf der gleichen Strecke erhalten ebenfalls eine Warnung. Grundsätzlich könnte das Fahrzeug bei gefährlichen Situationen, die der Reifen meldet, auch von selbst bremsen. Hier ist aber noch unklar, wie autonom so ein System handeln darf. Pirelli testet den annähernd serienreifen Cyber Tire bereits in seiner eigenen Lkw-Flotte. Danach ist in Abstimmung mit den Herstellern zunächst die Einführung in Oberklasse-Pkws geplant, berichtet New Atlas über die "Reifen-Leistung".

Die besten Smartphone-Kameras 2019: China führt vor China

Smartphones 2019
Huawei, Xiaomi, Apple, Samsung – sie bieten die besten Smartphone-Kameras 2019 (Foto: DXO Mark)

DXO Mark gilt im Internet als führende Plattform zum Thema Kameras. Nun haben die Foto- und Videoexperten die besten Smartphone-Kameras 2019 gekürt. Beste Allround-Kameras unter den 31 in den letzten Monaten getesteten Modellen sind demnach mit jeweils 121 Punkten die China-Smartphones Huawei Mate 30 Pro und Xiaomi Mi CC9 Pro Premium Edition. Während das Huawei wegen der Android-Problematik in Deutschland bisher nicht zu haben ist, ist das Xiaomi mit spektakulärer Fünffach-Kamera auf der Rückseite bei uns als Mi Note 10 für rund 500 Euro im Handel.

Auf den Plätzen drei und vier folgen mit jeweils 117 Punkten das iPhone 11 Pro Max und das Samsung Galaxy Note 10+ 5G. Die beste Videokamera bietet das Phone 11 Pro Max, das trotz Punktgleichheit minimal vor dem Xiaomi Mi Note 10 landet. Das Xiaomi holt sich wiederum mit dramatischem Vorsprung von 14 Punkten den Sieg in der Kategorie "Zoom" – hier hat die westliche Konkurrenz viel Arbeit vor sich. Laut DXO Mark kommt das Teleobjektiv des Mi Note 10 am nächsten an "echte" Kameras heran. Bei Ultra-Weitwinkel-Fotos liegt das Samsung Galaxy Note 10+ 5G vorn, und bei Nachtaufnahmen das Huawei Mate 30 Pro.

Amazon: Autoshow "The Grand Tour" wieder am Start

Amazons gefeierte Autoshow "The Grand Tour" geht in die vierte Staffel. Die erste Folge "Seamen" ist ab 13. Dezember zu sehen, und hat ausnahmsweise nichts mit Autos zu tun. Stattdessen preschen die drei englischen Petrolheads Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May in Schnellbooten durchs Mekong-Delta in Vietnam. Mit dem Special in Spielfilmlänge beginnt eine neue Ära für den "Top Gear"-Nachfolger.

Denn statt der gewohnten Autotests und dem Studio-Zelt bestehen die vierte und die fünfte Staffel, die Amazon ebenfalls schon bestellt hat, komplett aus aufwändig inszenierten Roadtrips, die Clarkson & Co. durch die ganze Welt führen. Für PR hat Jeremy Clarkson, der sehr weiße und sehr alte Mann aus England, gerade ausreichend gesorgt – mit einem bemerkenswert dämlichen Greta-Diss. "Sie hat die Autoshow getötet" und den Menschen den Spaß am Autofahren genommen, beselbstmitleidet sich das 59-Jährige PS-Fossil, dessen Amazon-Show trotzdem großen Spaß macht.

Elon Musk: Eine Million Dollar für Scheunen-Lotus

Wie ist die eigenwillige Form von Teslas Panzerspähwagen Cybertruck entstanden? Oder anders gesagt: Wie ist dieses Design "passiert"? Bereits nach der Präsentation ließ Elektroauto-Guru Elon Musk in einem Tweet wissen, dass der keil-kantige Lotus Esprit aus dem Bond-Film "Der Spion, der mich liebte" eine der Inspirationen für den Cybertruck war. Nun zeigt sich, dass sich Musk tatsächlich intensiv mit dem legendären Lotus aus dem Roger-Moore-Film beschäftigt hat. Wie CNBC berichtet, hat der Tesla-Chef für 997.000 Dollar einen der acht Esprit gekauft hat, die 1976 bei den Dreharbeiten verwendet wurden.

Der als "Wet Nellie" bekannte Musk-Lotus ist das einzige schwimmfähige Modell, mit dem die Unterwasser-Szenen gedreht wurden. Ein Paar aus Long Island an der US-Ostküste hatte den Esprit 1989 für rund 100 Dollar quasi blind gekauft – als Teil einer Haushaltsauflösung, bei der sie nicht wussten, welche Gegenstände sie erwerben. Der Lotus stand ramponiert in einer Scheune und wurde 2013 von Sotheby’s für 997.000 Dollar an einen "unbekannten Bieter" versteigert. Mittlerweile weiß man, dass damals Elon Musk das Bond-Auto ersteigert hatte. Er war zwar enttäuscht, "dass sich der Wagen in echt gar nicht in ein Boot verwandeln lässt" – konnte das 007-Vehikel aber offenbar als Inspiration für seine Designer gut gebrauchen.

Das Ende vom LEAD: Siri widerspricht Wettervorhersage

Tomasz Schafernaker ist quasi der Briten-Kachelmann – und der bekannteste Wettermoderator der BBC. Das hielt Apple-Assistentin Siri nun aber nicht davon ab, ihm während einer Livesendung lautstark zu widersprechen. Nachdem Schafernaker für die USA Schnee vorhergesagt hatte, krähte Siri auf seiner Apple Watch dazwischen: "Es ist kein Schnee vorhergesagt!" Laut Schafernaker wusste Siri nicht, für welchen Ort er den Schneefall prophezeit hatte. Die vorlaute künstliche Unintelligenz erhält nun Studioverbot, die Apple Watch bleibt künftig in der Garderobe.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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