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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Fairphone 3 – das Smartphone fürs gute Gewissen ist da

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Fairphone 3 – das Smartphone fürs gute Gewissen ist da

Wegwerf-Smartphones, die nach zwei, drei Jahren im Müll landen oder auf Nimmerwiedersehen in einer Schublade verschwinden – das muss besser gehen, findet das niederländische Unternehmen Fairphone. Die Öko-Pioniere aus Amsterdam haben jetzt die dritte Generation ihres "grünen" Handys präsentiert. Und sie versprechen ein Smartphone, "dem Mensch und Umwelt am Herzen liegen". Im Fairphone 3, das ab 3. September für 450 Euro zu haben ist, sind ausschließlich fair gehandelte Rohstoffe verbaut – und zum Beispiel keine seltenen Erden aus dubioser Herkunft. Selbst das verwendete Gold ist Fairtrade-zertifiziert. Und das "Greta-Handy" ist vor allem so modular aufgebaut, dass sich die Bestandteile sogar von einigermaßen versierten Laien bei Bedarf austauschen lassen.

Hierfür besteht das neue Fairphone aus einzelnen Komponenten wie dem Bildschirm, den beiden Kameras, dem Speicherchip, dem Lautsprecher oder dem Akku, die alle nur verschraubt und nicht wie branchenüblich verklebt sind. Zum Auswechseln liegt ein kleiner Schraubenzieher bei. Wenn zum Beispiel das Display defekt oder zerbrochen ist, kostet Ersatz 89,95 Euro. Die Rückkamera gibt es für 49,95 Euro. Die Technik des Fairphone 3 mit Android 9, mit den Kameras des Google Pixel 3a XL, mit dem soliden Snapdragon-632-Prozessor und mit 5,7-Zoll-HD-Bildschirm gehört allerdings eher in die 250-Euro-Klasse. Andererseits genügt das Fairphone 3, das 75 Euro günstiger als sein Vorgänger ist, für praktisch jeden Einsatzzweck eines aktuellen Smartphones. "Das ist ein Gerät für Menschen, die nicht das beste Smartphone der Welt wollen, sondern das Beste der Welt in einem Smartphone", heißt es von Fairphone-Chefin Eva Gouwens im Präsentationsvideo. Wer das Wettrüsten von Apple, Samsung & Co. nicht mehr mitmachen will, kann ab sofort vorbestellen.

Tom Cruise happy: Fernseher bald mit Kinomodus

Seit 2018 kämpfen Hollywood-Star Tom Cruise und viele Kollegen gegen den "Seifenopern-Effekt", der die Bildqualität von Kinofilmen und aufwändigen Serien auf Fernsehern ruiniert. Hintergrund: Filme und hochwertige TV-Serien werden nach wie vor mit nur 24 Bildern pro Sekunde gedreht. Das liefert genau den hochwertigen Look, den Kinogänger gewohnt sind. TV-Hersteller, von LG über Sony bis Samsung, wollen ihren Kunden aber ein möglichst flüssiges Bild liefern. Deshalb spielen moderne Fernseher standardmäßig auch Kinofilme mit mehr Bildern pro Sekunde ab, als sie ursprünglich gedreht wurden. Die Zwischenbilder berechnet die Software. Das sorgt für die gefürchtete Seifenopern-Optik, bei der Hollywood nach billig produziertem GZSZ aussieht. Star-Wars-Regisseur Rian Johnson nennt diese Bildglättung "flüssigen Durchfall".

Nun, so Engadget, findet die Bilderkrise offenbar ihr Happy End. Die Mitglieder der UHD Alliance, zu der alle großen TV-Hersteller und Zulieferer gehören, haben sich dazu verpflichtet, ihre Fernseher künftig mit einem so genannten "Filmmaker Mode" auszustatten. Dieser Modus optimiert alle Einstellungen, von der Farbe bis zur Bildrate so, dass Filme optimal aussehen. Bisher mussten Zuschauer dazu diverse Menüs aufrufen, künftig klappt alles mit einer einzigen Option. Fernbedienungen sollen ab 2020 einen eigenen "Hollywood-Knopf" für den "Filmmaker Mode" erhalten, Streams sollen den Modus automatisch aktivieren. Und für bereits verkaufte Fernseher dürfte es eine Software-Aktualisierung geben. Fazit von Tom Cruise: Mission possible!

Beep! Die BBC bringt einen eigenen Sprachassistenten

Bbc
Alexa auf Schottisch: Die BBC arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten (Foto: BBC)

Alexa, Siri, Cortana und der Google Assistant bekommen Konkurrenz – von der guten alten Tante BBC, die sich immer mehr zum High-Tech-Unternehmen mausert. Die öffentlich-rechtliche britische Rundfunkanstalt arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten namens "Beep". Er soll Zuschauern und Hörern den Komfort von Sprachbedienung liefern, ohne dass sie Angst haben müssen, von US-Konzernen belauscht zu werden. Dabei plant die BBC allerdings keine eigene Hardware. Stattdessen soll Beep – so der traditionelle Spitzname der BBC bei den Briten – in allen digitalen Angeboten der Anstalt, im hauseigenen iPlayer auf Smart-TVs und auf Hardware von Herstellern laufen, die mit der BBC kooperieren wollen.

Einer der Schwerpunkte ist laut Guardian das Verstehen der diversen britischen Dialekte, das Alexa & Co. bis heute nicht wirklich hinbekommen. Beep soll auch mit ausgeprägtem Schottisch oder Cockney zurechtkommen. Dafür sammelt die BBC derzeit Sprachproben bei ihren Mitarbeitern ein. Auf das Stichwort "Beep" hin soll das System ab 2020 nicht den gewaltigen Funktionsumfang der großen US-Assistenten bieten, sondern sich vor allem auf Themen rund um die BBC konzentrieren – von Nachrichten und Musik über die Bedienung ihrer vielen Angebote bis hin zur Programmauswahl.

Adidas: Der erste Werbevertrag für einen E-Sportler

Lionel Messi, Toni Kroos oder Paul Pogba – das sind die Sport-Superstars, mit denen Adidas bisher kooperiert. Nun sponsert der Drei-Streifen-Konzern erstmals einen E-Sportler. Adidas hat einen mehrjährigen Vertrag mit Tyler "Ninja" Blevins abgeschlossen, dem bekanntesten "Fortnite Battle Royale"-Zocker der Welt.

Der 28-Jährige aus Detroit ist zuletzt bereits mehrere teilweise millionenschwere Kooperationen mit Microsoft, Samsung und Spieleriese Electronic Arts eingegangen. Nun kommt Adidas dazu. Bisher, so The Verge, sind noch keine Adidas-Klamotten und Schuhe im Design des grünhaarigen Gamers im Angebot, doch das könnte sich bald ändern. Laut Adidas kann die Zusammenarbeit zu "Produkten in der echten oder in der virtuellen Welt führen".

World of Warcraft Classic – der erste Stau in einem Videospiel

Das Internet feiert ein Spiel aus dem Jahr 2004. Damals erschien erstmals das Online-Rollenspiel "World of Warcraft", und wurde zum Welterfolg. Nun, nach zahllosen Aktualisierungen, die das Spiel in den letzten 15 Jahren massiv verändert haben, ist die Urversion wieder verfügbar. Hersteller Blizzard hat WoW mit großem technischen Aufwand so restauriert, dass es auf moderner PC-Hardware läuft – und trotzdem wieder so aussieht und funktioniert wie 2004. Der Erfolg und der Andrang auf "World of Warcraft Classic" sind laut Gamespot so gewaltig, dass es zu den wohl ersten Staus der Videospiel-Geschichte kommt.

Weil sich alle Spieler eine gemeinsame Welt teilen, kommt es zu langen Wartezeiten beim Login. Und wer es endlich in die Welt der Schamane, Schurken, Todesritter, Mönche und Dämonenjäger schafft, steht schon wieder im Stau. Denn Screenshots zeigen, dass sich Druiden, Hexenmeister, Nachtelfen und Untote in lange Schlangen stellen müssen, bis sie ihre Zauberkräfte einsetzen dürfen. "All diese Leute, die sich brav anstellen, um den Boss killen zu dürfen – so höflich ist es in einem Videospiel noch nie zugegangen", staunt Twitter-Nutzerin @Farore13.

Das Ende vom LEAD: Macht hier Steve Jobs Ägypten-Urlaub?

Steve Jobs 2019
Sit like an Egyptian: Steve Jobs wurde jetzt angeblich in einem ägyptischen Restaurant gesichtet (Foto: Reddit)

Elvis lebt, Tupac ebenfalls – und nun ist auch Steve Jobs als Untoter unterwegs. Ein aktuelles Foto, das gerade auf Reddit für Aufregung und für Tausende von Likes sorgt, zeigt den (angeblich) 2011 an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorbenen Apple-Gründer, wie er (angeblich) in Ägypten in einem Restaurant sitzt. Die Jobs-typische Denkerpose deutet darauf hin, dass der Apple-Guru gerade angestrengt über das iPhone 16 oder iPhone 17 sinniert. Die Überschrift zum Reddit-Foto: "Steve Jobs versteckt sich in Ägpten, nachdem er seinen Tod vorgetäuscht hat."

"Ich weiß, dass das ein Witz sein soll. Aber dieser Typ sieht Steve Jobs so unfassbar ähnlich, dass es kein Zufall sein kann", schreibt ein Reddit-User. Übertrieben große Hoffnungen, dass Steve Jobs tatsächlich zurück ist und seiner Firma endlich wieder neue, spektakuläre Ideen beschert, sollten sich Apple-Fans aber nicht machen. iMorewirft zurecht ein, dass Jobs einen syrischen Vater hat – und dass sein Aussehen in dieser Region durchaus nicht selten vorkommt.

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Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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