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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Facebook – neue Kamera filmt Zuschauer vor dem Fernseher

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Facebook: Neue Kamera filmt Zuschauer vor dem Fernseher

Portal Tv
Erinnert an die Kinect-Kamera für die Xbox: Facebooks neues Portal TV (Foto: Facebook)

"Der Techlash ist nicht groß genug, um Facebook davon abzuhalten, Videokameras fürs Wohnzimmer zu verkaufen", staunt das US-Magazin Recode. Der Techlash – das ist die Bezeichnung für das zunehmende Unbehagen an den Auswüchsen des Internet-Zeitalters, an Überwachung und Smartphone-Sucht. Facebook zeigt sich davon unbeeindruckt und bringt drei neue Smart Displays aus seiner Portal-Reihe. Sie ermöglichen Videochats mit anderen Nutzern, haben aber auch Alexa als Sprachassistentin an Bord. Die neue Generation ermöglicht erstmals WhatsApp-Videotelefonate. Die künstliche Intelligenz der Kameras und ein besonders großer Weitwinkel sollen dafür sorgen, dass die Nutzer immer scharf im Bild sind, auch wenn sie sich frei im Raum bewegen.

Das 10-Zoll-Modell kostet 199 Euro, für den neuen Portal Mini mit 8 Zoll verlangt Facebook 149 Euro. Beide erscheinen am 15. Oktober. Ab 5. November gibt es zusätzlich für 169 Euro die Portal-TV-Kamera, die über oder unter dem Fernseher platziert wird. Sie ermöglicht Videochats über den TV-Bildschirm, filmt räumlich getrennte Zuschauer aber auch beim "gemeinsamen" Video-Schauen im Bild-im-Bild-Modus. Facebook, das seit gut sechs Jahren mit überschaubarem Erfolg versucht, eigene Hardware zu verkaufen, gibt zu, dass die Art und Häufigkeit, wie Kunden ihre Portal-Geräte nutzen, für zielgerichtete Werbung verwendet wird. Hiesige Nutzer müssen sich keine Sorgen machen. Denn im datenschutzkritischen Deutschland verkauft Facebook die Portal-Geräte im Gegensatz zu Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien vorerst nicht.

Live aus München: Huawei zeigt sein Google-loses Smartphone

Premiere in München: Heute ab 14 Uhr präsentiert Huawei in der bayerischen Landeshauptstadt seine neuen Smartphones der Mate-30-Reihe sowie die Smartuhr Watch GT2. Das chinesische Unternehmen streamt das Event live auf YouTube, Facebook und Twitter. Das Mate 30, dessen "Wasserfall"-Bildschirm um die Ecken des Geräts bis an die Rückseite reicht, wird mit Spannung erwartet.

Wichtigstes Thema ist aber die Frage: Wie geht Huawei mit dem Verbot um, als Folge des US-chinesischen Handelsstreits Google-Dienste zu installieren? Beobachter erwarten, dass das Mate 30 ebenso wie künftige Huawei-Geräte tatsächlich ohne Dienste wie den Google Play Store und ohne Apps wie YouTube oder Gmail ausgeliefert wird – dass die Käufer aber die Möglichkeit haben, das selbst nachzuholen. Inwieweit diese Einschränkung dem Absatz schadet, muss das Weihnachtsgeschäft zeigen.

Apple Watch 5: Prozessor bleibt unverändert

Morgen erscheinen nicht nur die neuen iPhones 11, 11 Pro und 11 Pro Max – sondern auch die Apple Watch Series 5, die ab 449 Euro zu haben ist. Der Vorvorgänger Series 3 bleibt als Einstiegsmodell ab 229 Euro im Angebot. Entwickler Steve Troughton-Smith hat im Quellcode der Watch-Software nun entdeckt, dass die fünfte Generation der Uhr den gleichen Prozessor und die gleiche Grafikeinheit verwendet wie der Vorgänger Series 4.

Neu an der Hardware sind damit nur der eingebaute Kompass, der größere 32-GB-Speicher und die Technik, die die "Always on"-Funktion der Watch 5 ermöglicht, deren Bildschirm permanent angeschaltet bleibt. Dass Apple dieses Jahr keinen neuen Prozessor in seine Uhr einbaut, muss für Nutzer keine schlechte Nachricht sein, wie Troughton-Smith erklärt. Denn: "Damit ist klar, dass watchOS 6 auf der Series 4 genauso schnell läuft wie auf der neuen Uhr."

Nachbarschafts-App jetzt mit Freundlichkeits-Warner

Die Nachbarschafts-App Nextdoor bietet in den USA jetzt einen neuen "Kindness Reminder". In den nächsten Monaten soll der "Freundlichkeits-Warner" auch international starten. Damit kämpft das soziale Netzwerk für Nachbarn gegen die zunehmende Unfreundlichkeit oder gar rüden Ton in seiner App. Nutzer, die problematische Beiträge posten, werden automatisch darum gebeten, ihre Inhalte zu überprüfen und zu korrigieren. O-Ton: "Möchten Sie Ihren Text vielleicht umschreiben?" Zudem erhalten sie einen Verweis auf die Richtlinien der Community.

Um unfreundliche Inhalte herauszufiltern, vergleicht künstliche Intelligenz die Einträge mit Posts, die in der Vergangenheit bereits negativ aufgefallen sind. Wenn Ähnlichkeiten festgestellt werden, kommt der "Freundlichkeits-Warner" zum Einsatz. Besonders in den USA ist Nextdoor für den bisweilen rauen Ton seiner Nutzer berüchtigt, so The Verge. Dramatische und amüsante Beispiele finden sich auf dem Twitter-Account "Best of Nextdooor". Der Nettigkeits-Filter soll dafür sorgen, dass es dann künftig auch mit dem Nachbarn klappt.

Fortnite: Batman ist reif für die Insel

Epic Games, Entwickler und Betreiber von "Fortnite Battle Royale", hat einen großen neuen Lizenzvertrag abgeschlossen. Denn bereits in Kürze soll ein Crossover von Fortnite und Batman starten. Dabei können sich die Fortnite-Zocker unter anderem als Batman verkleiden, oder Spezialwaffen des schwarzen Flattermanns wie die Grapnel Gun und einen Batarang nutzen. Wie Fortnite-Leaker Lucas7yoshi herausgefunden hat, plant Epic Games ein Crossover von wahrhaft epischen Ausmaßen. So soll sich die Insel-Metropole Tilted Towers komplett in das düstere Gotham City verwandeln. Der Start von "Fortnite Batman Royale" wird bereits für übermorgen erwartet. Denn am 21. September ist Welt-Batman-Tag (gibt’s wirklich).

Das Ende vom LEAD: Nordkorea will eigene Bitcoins

Nordkorea Bitcoin
Hier lang! Nordkorea weist mit Bitcoins in die Zukunft (Foto: Wikipedia)

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Nordkorea plant eine eigene Kryptowährung. Das berichtet Alejandro Cao de Benos, ein spanischer IT-Berater, der als Kontaktperson für das Regime von Kim Jong-un tätig ist. Bereits im April soll laut vice.com in Nordkorea erstmals eine Konferenz für Blockchain und Kryptowährungen stattgefunden haben. Der Nordkorea-Bitcoin soll seinem westlichen Vorbild ähneln, die Entwicklung befindet aber offenbar noch in einem frühen Stadium. Die alte sozialistische Weisheit muss damit umgeschrieben werden: Den Bitcoin in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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