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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: EU stoppt Kinder-Smartwatch

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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EU stoppt Kinder-Smartwatch

Kinder Smartuhr
Gefährlich statt nützlich: Experten warnen eindringlich vor Kinder-Smartuhren (Foto: Enox)

Es gibt Eltern, die es mit der Überwachung ihrer Kinder übertreiben, und die ihren Nachwuchs mit einer Smartwatch in die Schule schicken. So lässt sich per GPS, Mikrofon (!) und Mobilfunk jederzeit kontrollieren, wo sich die Kids gerade aufhalten, was sie reden – und noch einiges mehr. Die EU hat nun erneut eine dieser Uhren wegen erheblicher Sicherheitsmängel aus dem Verkehr gezogen. Die Enox Safe-KID-One, die auf Ebay bisher rund 90 Euro gekostet hat, darf ab sofort nicht mehr verkauft werden. Zudem wurde ein Rückruf angeordnet. Das Magazin Gizmodo nennt den so genannten "Personentracker" einen "Privatsphäre-Alptraum" und appelliert an Eltern: "Kauft Euren Kindern keine Smartuhren!" Untersuchungen der EU haben ergeben, dass die Uhr unverschlüsselt mit ihrem Server kommuniziert, und dass die Daten dort auch praktisch ungeschützt gespeichert werden. Ein Angreifer kann ohne großen technischen Aufwand mit der Uhr kommunizieren – und das Kind beispielsweise dazu auffordern, zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort zu kommen. Auch der momentane Aufenthaltungsort des Kindes lässt sich so ermitteln. Sicherheitsexperten warnen generell vor solchen meist billigen und kaum gesicherten Kinder-Uhren, die die Kids in höchste Gefahr bringen können. In Deutschland ist der Verkauf solcher Spionage-Werkzeuge eigentlich seit 2017 generell untersagt, im Internet werden sie aber nach wie vor angeboten.

Das sind die 230 neuen Emojis

Unter anderem Apple hatte die Einführung neuer Emojis rund um das Thema Inklusion gefordert. Nun hat Unicode, also die Stelle, die die Emojis weltweit verwaltet, reagiert – und die Zeichen der Zeit erkannt. Der neue Emoji-Standard 12.0, der im Laufe des Jahres eingeführt wird, bietet mehrere Symbole, die sich um Menschen mit Einschränkungen drehen. Darunter sind Zeichensprache, Hörhilfen, künstliche Arme und Beine sowie mechanische und elektrische Rollstühle. Die Diversität wird ebenfalls verbessert, mit neuen Gesichtsfarben und Beziehungsarten zwischen verschiedenen Hauttypen und Geschlechtern. Zu den klassischen Emoji-Neuzugängen zählen laut Emojipedia Orang Utans, Flamingos, Butter, Knoblauch, Zwiebeln, ein Blutstropfen – und das häufig gewünschte weiße Herz, das es bisher nicht ab. Hardware-Hersteller wie Apple, Samsung oder Google können die 59 komplett neuen Emojis und die 171 neuen Variationen nun in ihrem Stil grafisch umsetzen und dann in den nächsten Monaten per Software-Update veröffentlichen.

Kinder von YouTube-Chefin unzufrieden mit Jahresrückblick

Susan Wojcicki
Bekam von ihren Kindern mehrere Daumen nach unten: YouTube-CEO Susan Wojcicki (Foto: YouTube)

Knapp 16 Millionen Daumen nach unten hat der YouTube-Jahresrückblick "Rewind 2018" kassiert – absoluter Rekord in der Geschichte des Videoportals. Damit ist der Clip sogar noch unbeliebter als Justin Biebers Ohren-Attacke "Baby". Nun hat auch YouTube-Chefin Susan Wojcicki eingestanden, dass der überkommerzialisierte und aalglatte Clip keine gute Idee war: "Sogar zu Hause haben mir meine Kinder erzählt, dass unser Rückblick schauerlich war. Die Leute sagen, dass er weder die wichtigsten Momente des Jahres genau wiedergibt, noch das YouTube widerspiegelt, das sie kennen. Wir werden es 2019 besser machen." In ihrer Videobotschaft an die Mitglieder kündigte Susan Wojcicki an, dass sie die Einnahmemöglichkeiten für YouTuber in diesem Jahr weiter verbessern will.

Die Smartphones mit der höchsten Strahlung

Smartphone Strahlung
(K)eine strahlende Bilanz für die chinesischen Smartphone-Hersteller (Foto: Statista)

Statista hat eine Liste mit den aktuellen Smartphones veröffentlicht, die ihre Nutzer mit den höchsten Strahlenwerten belasten. Der so genannte SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) gibt dabei in Watt pro Kilogramm an, wie stark ein Material elektromagnetische Felder absorbieren kann. Besonders negativ fallen dabei chinesische Hersteller auf. Mit dem Xiaomi Mi A1 (SAR-Wert 1,75), dem OnePlus 5T (1,68), dem Xiaomi Mi Max 3 (1,58) und dem OnePlus 6T (1,55) liegen gleich vier China-Smartphones bei der Strahlenbelastung ganz vorne, so iTopnews. Unter den 16 gelisteten Geräten stammen neun von relativ jungen chinesischen Herstellern. Aber auch Google mit dem Pixel 3 und dem Pixel 3 XL sowie Apple mit dem iPhone 7 und 8 sind zweimal vertreten.

Sonos jetzt auch für draußen

Sonos Amp
Der neue Verstärker Sonos Amp ist die Basis für die weiteren nun vorgestellten Sonos-Neuheiten (Foto: Sonos)

Heimaudio-Spezialist Sonos verlässt das Wohnzimmer – und wagt sich erstmals nach draußen in die freie Wildbahn. In Zusammenarbeit mit Lautsprecher-Hersteller Sonance bietet Sonos neue Boxen an, die sich in die Wand und in die Decke einbauen lassen, und eben auch ein Outdoor-Modell. Die 899 Euro teure Box ist wasserdicht und vor Hitze, UV-Strahlung, Salz und Frost geschützt. Sie kann damit ganzjährig im Freien eingesetzt werden. Gedacht ist die Neuheit für die Zusammenarbeit mit dem ebenfalls neu vorgestellten Verstärker Sonos Amp für 699 Euro. Er verbindet traditionelle Lautsprecher und Audio-Hardware wie Plattenspieler mit dem Sonos-Netzwerk.

Das Ende vom LEAD: 360-Grad-iPhone

Hier kommt das iPhone, das garantiert nie erscheinen wird. Designer Ran Avnisays hat ein iPhone XI entworfen, dessen 360-Grad-Display sich vorne, hinten und an den Seiten über das gesamte Gehäuse zieht. Der Sinn bleibt im Finsteren, weil niemand gleichzeitig vorne und hinten auf sein Smartphone schauen kann. Schick ist das Konzept dennoch.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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