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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Erstmals ausgerechnet – was das Internet ohne Werbung kosten würde

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Erstmals ausgerechnet: Was das Internet ohne Werbung kosten würde

Facebook Neugier
Das Netz ohne neugierige Datensammler – nun ist klar, was das kosten würde (Foto: 123rf.de)

Im Internet regiert nach wie vor die Gratis-Kultur. Facebook, Google, Twitter und Co. sind auf den ersten Blick kostenlos. Doch die Nutzer zahlen trotzdem – mit ihren Daten und ihrer Privatsphäre. Aber wie viel würde eigentlich ein völlig anderes Internet kosten, das sich mit einem Monatsabo aller Nutzer finanziert, das ohne Werbung und damit auch ohne das Ausspähen der Kunden funktioniert? Das US-Magazin Recode hat dieses fiktive Bezahl-Internet durchgerechnet und ist zu spannenden Zahlen gekommen. Laut der Werbespezialisten von Zenith erhalten Internetbetreiber von Facebook über Google bis hin zu großen Unternehmen und Verlagen in diesem Jahr in den USA 106 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen. Um dieses Geld durch ein Abo-Modell zu ersetzen, müsste jeder der rund 250 Millionen Erwachsenen in den USA 35 Dollar im Monat für die Internetnutzung bezahlen.

Von den 35 Dollar würde alleine Facebook aufgrund seines aktuellen Werbeumsatzes 10 Dollar im Monat erhalten. Realistisch ist diese fazinierende Vision laut Recode aber nicht. Denn die Abo-Einnahmen unter sämtlichen Internetanbietern aufzuteilen, wäre eine kaum zu bewältigende Sisyphus-Aufgabe. Jeden Nutzer, unabhängig von seinem Online-Konsum, mit einer Art Internet-Steuer den gleichen Betrag zahlen zu lassen, ist auch schwer vorstellbar. Und die Frage, ob die Nutzer absurd hohe Milliardengewinne der Anbieter finanzieren müssen, würde zu heftigen Diskussionen führen. Dennoch erwartet Recode, dass Facebook oder Google "langfristig ihre Abhängigkeit von unseren Daten überdenken müssen".

iOS 13 und iPad OS – jetzt zum Testen für alle

Erst Anfang Juni hat Apple seine nächste Software-Generation auf der WWDC in San José vorgestellt, und für Entwickler zum Testen freigegeben. Nun sind überraschend früh auch schon die ersten öffentlichen Betas von iOS 13, iPad OS, macOS Catalina und tvOS 13 erschienen. Damit können wagemutige Apple-Nutzer auf ihren Geräten jetzt die Software ausprobieren, die erst im September offiziell erscheint. Empfohlen wird das aber allenfalls für iPhones, iPads oder Macs, bei denen es weitgehend egal ist, ob sie zuverlässig laufen – und beispielsweise nicht auf einem Mac, der jeden Tag zum Arbeiten und Geldverdienen gebraucht wird.

Denn gerade im momentanen frühen Stadion mit Beta 2 ist die neue Software noch sehr fehleranfällig. Zudem arbeiten viele Apps und Programme noch nicht mit den neuen Betriebssystemen zusammen. Unter macOS Catalina hat Apple beispielsweise die Unterstützung von 32bit-Software gestrichen, viele ältere Programme starten damit nicht mehr. Wer’s dennoch wagt, kann sich beim "Apple Beta Software-Programm" anmelden und findet dann dort alle Anweisungen und Downloads. Wer sich danach über ein Gerät ärgert, das nicht mehr funktioniert, kann zumindest jetzt noch beispielsweise zum guten alten iOS 12 zurückkehren. Wie das funktioniert, erklärt iLifeHacker hier.

Samsung verkauft Deutschlands erstes 5G-Smartphone

Nicht nur bei Apple gibt es ungeduldige Frühstarter. Wer schon jetzt ein 5G-Smartphone will, obwohl es praktisch noch keine 5G-Netze in Deutschland gibt – der wird von Samsung versorgt. Die Koreaner haben ihr Next-Generation-Modell Galaxy S10 5G jetzt auch bei uns veröffentlicht. Das größte und teuerste Galaxy S10 ist direkt bei Samsung und in Kürze auch bei Telekom und Vodafone für 1.199 Euro zu haben. Es ist nur in schwarz und mit 256 GB Speicher ohne SD-Karten-Erweiterung verfügbar. Der Platz für Gigabyte-große Film-Downloads unter 5G dürfte also schnell ausgehen.

Wirklichen Nutzen bringt das S10 5G aber erst frühestens 2020, wenn auch in Deutschland nennenswerte 5G-Netze parat stehen. Dann erscheint aber bereits die nächste Smartphone-Generation, und das neue Galaxy zählt fast schon wieder zum alten Eisen. Immerhin bietet Deutschlands erstes 5G-Smartphone im Vergleich zu den bisherigen S10-Modellen weitere Vorteile: Das 6,7-Zoll-Display ist nochmals größer als beim S10+ mit 6,4 Zoll. Der Akku ist mit 4.500 mAh etwas großzügiger bemessen. Und jeweils eine "Time of Flight"-Tiefenkamera vorne und hinten soll mehr Möglichkeiten bei Gesichtserkennung, Augmented Reality und für Tiefenunschärfe beim Fotografieren bieten.

Nintendo eröffnet seinen zweiten Store – weltweit!

Nintendo Store
Der Counter steht auf 0 – denn gestern hat der Nintendo Store in Tel Aviv eröffnet (Foto: Nintendo)

Wie viele Stores für Konsolen, Spiele und Super-Mario-Merchandise betreibt Nintendo weltweit? 5? 50? 500? Die Antwort überrascht. Denn bisher gab es nur einen einzigen Nintendo Store, der bereits 2005 in New York eröffnet hat. Am Montag hat nun in Tel Aviv ein zweiter Laden aufgemacht, in der Shopping Mall Dizengoff Center. Und noch in diesem Jahr soll Zuhause in Tokio ein dritter Store entstehen. Die Japaner setzen also zunehmend auf Vor-Ort-Präsenz. Doch der Weg bis zu den 506 Apple Stores, die es weltweit gibt, ist weit. Das Magazin Nintendo Life hofft nun, dass der Spieleriese in Großbritannien, Westeuropa oder in Australien nach und nach weitere Pilgerstätten für Mario-Fans eröffnet.

Leica bringt "Einsteiger"-Kamera – für 3.950 Euro

Leica M E
Eine Leica M-E gab es bereits 2012 einmal, nun kommt die neue Generation (Foto: Leica)

Atemberaubende Bilder und atemberaubende Preise – das ist Leica, der Fotografen-Liebling aus Hessen mit dem roten Punkt als Logo. Nun will der Edel-Hersteller den Einstieg zumindest etwas leichter machen: Die neue Leica M-E (Typ 240), die jetzt vorgestellt wurde und die am 18. Juli auf den Markt kommt, kostet "nur" 3.950 Euro. Die Vollformat-Kamera mit 24-Megapixel-Fotosensor funktioniert mit praktisch jedem Wechselobjektiv der M-Serie.

Im Gegensatz zu den (noch) teureren Leicas verzichtet die neue M-E auf einen Autofokus. Stattdessen müssen manuell zwei Bilder zur Deckung gebracht werden, um die Kamera scharf zu stellen. Das soll laut Hersteller schnell, exakt und intuitiv funktionieren. Weitere Einschränkungen: Filmen ist nur in Full HD möglich, aber nicht in 4K. Für Stereoton muss ein externes Mikrofon angeschlossen werden. Und mit maximal ISO 6.400, so Engadget, sind keine Sensations-Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen zu erwarten. Die Stückzahl der M-E ist begrenzt, die Höhe der Auflage nennen die Hessen aber nicht.

Das Ende vom LEAD: Die App, die Menschen aus Fotos entfernt

Bye Bye Camera
Bye bye, Menschen! Diese Kamera-App entfernt Leute aus Fotos (Foto: Do Something Good)

Hier kommt die Traum-App für menschenscheue Misanthropen. "Bye Bye Camera" entfernt aus so gut wie allen aufgenommenen Fotos die Menschen. Die Idee ist aus einem Kunstprojekt entstanden. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erkennt die 3,49 Euro teure iOS-App Menschen, retuschiert sie automatisch aus dem Bild und ersetzt sie durch einen Hintergrund, der in die Umgebung passt. Das funktioniert mal besser, und mal schlechter. "Endlich Selfies ohne einen selber", amüsiert sich Entwickler "Do Something Good". Hunde und ihre Leinen bleiben auf den Fotos allerdings erhalten. Nur Herrchen oder Frauchen fehlen.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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