Anzeige
Anzeige
Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Elektroautos Apple

TechTäglich: Elektroautos sollen summen – für die Bestäubung

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit den abgeschafften Instagram-Likes und mit einem üblen Mausrutscher von Taylor Swift.

Anzeige
Anzeige

Elektroautos sollen summen – für die Bestäubung

Elektroautos müssen künftig bei niedrigen Geschwindigkeiten Geräusche abgeben, um Fußgänger zu warnen. Weltweit basteln Klangdesigner am E-Sound. Aus Uruguay kommt nun eine ganz neue Idee: Elektroautos sollen summen. Denn dieses Geräusch, so die Erfinder, regt Pflanzen am Straßenrand dazu an, Nährstoffe aufzunehmen und zu wachsen. Auch die Bestäubung soll sich dadurch verbessern. Der Vorschlag stammt von Ayax, einem unabhängigen Toyota-Hersteller und Händler, der in Uruguay eigene Versionen der japanischen Autos produziert.

Die Südamerikaner haben die Digitalagentur The Electric Factory aus Montevideo damit beauftragt, den Summ-Sound zu entwickeln. Ergebnis ist das "HY Project" – laut Ayax "die erste Klanglösung der Welt, um die Erde zu retten". HY steht für "Harmony". Laut der Soundspezialisten sollen bestimmte Bandbreiten und Frequenzen in den Tönen für Verbesserungen bei Wachstum, Biomasse, Zellteilung und Enzymbildung sorgen. Ausführliche Tests in Südamerika starten 2020. Klingt gar nicht so dumm. Pardon, summ.

Neues MacBook Pro: Warum Apple endlich wieder auf seine Kunden hört

Mbp16
Wieder mit klassischer Escape-Taste – das neue MacBook Pro (Foto: Apple)

Das neue MacBook Pro, das Apple diese Woche vorgestellt hat, ist mit 16 Zoll nur ein Zoll größer als der Vorgänger. Und auch das Design unterscheidet sich nicht radikal vom bisherigen 15-Zöller. Trotzdem stellt der neue Rechner eine bemerkenswerte Wende in Apples Produktpolitik dar. Die MacWorld beschreibt das heute in einer sehr lesenswerten Geschichte so: "Das neue MacBook Pro zeigt, dass Apple so auf seine Kunden hört, wie es das seit Jahren nicht mehr getan hat." Hintergrund ist offenbar einmal mehr der Abgang von Design-Guru Jonathan Ive, dessen Obsession für immer dünnere – und damit unpraktischere – Geräte in den letzten Jahren für viele Probleme gesorgt hat.

Die MacWorld spricht von der "Ive Doktrin". Sie hat bei den MacBooks zuletzt dafür gesorgt, dass immer mehr Anschlüsse weggefallen sind, und dass die ungeliebte, klappernde Butterfly-Tastatur zwar minimal Platz eingespart hat – aber dafür zahllose Kunden verärgert hat. Mit dem neuen MacBook Pro verlässt Apple diesen Kurs nun erstmals. Die neue Tastatur ist minimal dicker, bietet aber endlich wieder ein angenehmes Schreibgefühl. Auch die von vielen Fans vermisste "echte" ESC-Taste und die Pfeiltasten in der gewohnten Anordnung sind zurück. Nachdem Apple jahrelang die Interessen seiner Mac-Nutzer aus den Augen verloren hat, so die MacWorld, "ist das Design des 16-Zoll-MacBook Pro eine Entschuldigung für die letzten drei Jahre". Und das macht Hoffnung auf eine exzellente Zukunft des Mac.

Auch in Deutschland: Instagram schafft die Likes ab

Instagram weitet seinen Versuch, Like-Zahlen nicht mehr einzublenden, weltweit aus. Auch in Deutschland sehen nun erste Insta-Nutzer nicht mehr, auf wie viele Likes die Beiträge fremder Konten kommen. Die Herzchen für eigene Posts bleiben dagegen sichtbar. Die Maßnahme soll Instagrammer vom Druck befreien, ihre eigenen Likes ständig mit der Beliebtheit anderer Beiträge zu vergleichen.

"Wir wollen, dass sich Deine Follower darauf konzentrieren, was Du teilst – und nicht darauf, wie viele Likes Deine Beiträge bekommen", begründet die Facebook-Tochter in einem Hinweis, den betroffene User sehen, die Maßnahme. Nachdem immer mehr Studien kritisiert hatten, wie negativ sich die Jagd auf Likes auf die Psyche und das Selbstbewusstsein gerade junger Nutzer auswirkt, versucht das Foto-Netzwerk nun, gegenzusteuern. Laut Instagram waren die ersten Reaktionen aus Australien, Brasilien, Kanada, Irland, Italien, Japan und Neuseeland positiv. Deshalb sollen die Nutzer nun weltweit Feedback zu der Änderung liefern.

PlayStation 5: Media Markt und Saturn basteln ihr eigenes Design

Zum Weihnachtsgeschäft 2020 erscheint die PlayStation 5 – von der (außer Sony) bisher noch niemand weiß, wie sie aussehen wird. Das eigenwillige V-Design der Entwicklerversion, das an das römische "V" für PS5 erinnern würde, geistert zwar seit Monaten durchs Netz. Dass die nächste PlayStation tatsächlich so aussieht, ist aber kaum vorstellbar. Media Markt und Saturn haben nun ihre "eigene" PS5 gebastelt.

In einem Video des hauseigenen Magazins "Turn on" zeigen zwei etwas anstrengende Tech-Nicks namens Meru und Wolf nun, wie sich die verschwesterten Elektromärkte die PlayStation-Zukunft vorstellen. Die Ingolstadt-PS5 sieht mit einer rechteckigen Form und abgerundeten Kanten deutlich konventioneller aus als die V-Version. Sie bietet aber einige hübsche Ideen – zum Beispiel einen Touchscreen auf dem Controller und drahtloses Laden des Controllers, der dafür nur auf die Konsole gelegt werden muss.

Amazon: Mini-Alexa für die Steckdose ist da

Echo Flex
"Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand." Das alte Sprichwort hat natürlich nichts mit dem Echo Flex zu tun (Foto: Amazon)

Wer Alexa einladen will, zuhause zuzuhören, findet dafür nun auch in Deutschland eine neue, günstige und praktische Alternative. Denn ab sofort verkauft Amazon den Echo Flex auch bei uns, eine Mini-Alexa. Der Flex für 29,99 Euro kommt direkt in die Steckdose und funktioniert dort als kleiner Lautsprecher sowie als aufmerksamer Zuhörer mit den üblichen Alexa-Fähigkeiten. Weil der Sound recht blechern daherkommt, lässt sich seitlich per 3,5-Millimeter-Stecker ein besserer Lautsprecher anstöpseln. Auch drahtloses Verbinden mit einer Bluetooth-Box funktioniert.

Unten bietet das neue Gadget einen USB-Anschluss. Er dient nicht nur zum Laden von Smartphones und anderen Geräten, sondern auch zum Erweitern des Flex. Als Zusatzhardware zum Anstecken sind für jeweils 14,99 Euro zunächst ein Nachtlicht und ein Bewegungsmelder verfügbar. Das Interesse, ganze Wohnungen mit dem Flex auszustatten, ist offenbar groß. Denn lieferbar ist die Mini-Alexa derzeit erst wieder ab 23. November.

Das Ende vom LEAD: Taylor Swift hetzt ihre Fans auf Ex-Boss

Böser Mausrutscher von Taylor Swift. Der US-Popstar hat seine gewaltige Fan-Armee, die "Swifties", auf Musikmanager Scooter Braun und ihren ehemaligen Plattenfirmen-Chef Scott Borchetta gehetzt, mit denen sie sich in einem erbitterten Streit um die Rechte an ihren alten Aufnahmen befindet. "Ich weiß nicht, was ich sonst noch tun könnte", schreibt Swift in einem Aufruf auf Twitter und in einer Instagram Story, in denen sie ihre Millionen von Followern auffordert, ihren Gegnern "zu sagen, was Ihr fühlt".

Das so genannte Doxxing, also die gefährliche Praxis, belastendes Material über ungeliebte Personen im Netz zu suchen und zu veröffentlichen, hat nun unter dem Hashtag #IStandWithTaylor mit knapp 500.000 Tweets zu einer regelrechten Hetzjagd der Swift-Fans auf Braun und Borchetta geführt. Selbst die – angeblich echten – Telefonnummern und Wohnadressen der beiden wurden bereits veröffentlicht. Einen Aufruf der Sängerin, in dem sie ihre außer Kontrolle geratenen Swifties zurückpfeift, gibt es bisher nicht.

Anzeige

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

Themen
Elektroautos MacBook Pro Instagram PlayStation 5 Echo Flex Taylor Swift
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote
Anzeige