Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Disney

TechTäglich: Disney kauft die Simpsons – und Bart meckert

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Disney kauft die Simpsons – und Bart meckert

Auf der Bühne, auf der 1964 der erste Mary-Poppins-Film gedreht wurde, hat Disney jetzt erstmals im Detail seinen Streamingdienst Disney+ vorgestellt, der Netflix, Amazon Prime Video und Apple TV+ Konkurrenz machen soll. Die wichtigsten Fakten: Disney+ startet am 12. November in den USA, das Monatsabo kostet 6,99 Dollar. Bis Ende dieses Jahres soll der neue Dienst auch nach Deutschland kommen, 6,99 Euro als Preis sind realistisch. Damit würde Disney Netflix knapp unterbieten, dessen günstigstes Abo trotz der jüngsten Preiserhöhung weiterhin bei 7,99 Euro liegt. Unterschied: Bei Disney+ sind 4K und HDR im Gegensatz zum Netflix-Sparabo inklusive.

Inhaltlich bestätigte Disney den erwarteten Mix aus Klassikern von "Dschungelbuch" bis "Star Wars" und neuen Eigenproduktionen. Künftige Filmhits wie "Toy Story 4" sollen einige Monate nach ihrer Kinopremiere bei Disney+ landen, aber nicht mehr bei Konkurrenten wie Netflix. Exklusiv für seinen Streamingdienst produziert Disney eigene Inhalte wie "High School Musical: The Series", "The World According to Jeff Goldblum" oder die Star-Wars-Serie "The Mandalorian". Den Content sortiert Disney ähnlich wie Netflix in Kategorien wie "Pixar", "Marvel", "Star Wars" oder "National Geographic". Nach der Übernahme von 21st Century Fox im März streamen auch die Simpsons künftig nur noch bei Disney+. Zu sehen, so Entertainment Weekly, sind alle 30 bisherigen Staffeln und auch künftige Folgen der gelben Sippe, die im köstlichen ersten Disney-Video aber noch nicht allzu überzeugt von dem Deal wirkt. "Ich will nicht, ich will nicht", meckert Bart über seine neuen Micky-Maus-Ohren – bevor er ebenso wie die Verwandtschaft klein beigibt.

Tinder-Überraschung: Erstmals vor Netflix

Tinderflix
Liebe ist – wenn Tinder erstmals mehr App-Umsatz macht als Netflix (Foto: SensorTower)

Zum ersten Mal seit Ende 2016 ist Netflix nicht mehr die umsatzstärkste Nicht-Spiele-App der Welt. Nach einer neuen Studie der Analysten von SensorTower zog die Dating-App Tinder im ersten Quartal vorbei und verdrängte den Streamingdienst auf den zweiten Platz. Großer Verlierer ist dabei aber nicht Netflix – sondern Apple. Denn der Umsatzrückgang des Streamingdienstes liegt daran, dass Netflix letzten Dezember die Möglichkeit gestrichen hat, sein Abo über den iOS App Store zu bezahlen. Seitdem lassen sich Abos nur mehr über die Netflix-Website buchen. Damit umgeht Netflix die "Apple-Steuer" – also die Beteiligung an den App-Umsätzen, die normalerweise bei 30 Prozent liegt. Laut Apple-Analyst John Gruber hatte Netflix allerdings einen Spezial-Deal und musste nur 15 Prozent abdrücken. Durch das Streichen der In-App-Abos von Netflix, so TechCrunch, dürften Apple jährlich knapp 130 Millionen Dollar entgehen.

Acer: 20.000-Dollar-Computer im Holzdesign

Acer Concept D 900
Der Acer Concept D900 ist kein Luftbefeuchter – sondern ein ausgewachsener Supercomputer (Foto: Acer)

So einen schicken und leistungsstarken PC hatte Massenhersteller Acer aus Taiwan noch nie im Angebot. Der ConceptD 900, den Acer jetzt vorstellte, sieht mit Holzoberfläche eher aus wie ein Luftbefeuchter. Den Status "Supercomputer" hat sich der Rechner für Grafik- und Musikprofis redlich verdient. Er kostet 20.000 Dollar und hat aufwändigste Technik eingebaut: Zwei Intel Xeon Gold-Prozessoren mit jeweils 40 Kernen, Nvidias Quadro RTX 6000 GPU-Grafikkarte, bis zu 192 GB Arbeitsspeicher, zwei SSDs, fünf Slots für zusätzliche Festplatten und sechs Lüfter. Schlechte Nachrichten gibt’s nur beim Design: Das Serienmodell des Multimedia-Monsters wird laut The Verge ab Juni offenbar ohne die Holz-Optik geliefert, sondern in Apple-haftem Mattschwarz.

Sony ändert schmutzige Nutzernamen automatisch

Playstation Store
Unsere PlayStation soll sauber bleiben! Sony geht gegen Schmuddelnamen vor (Foto: Sony)

Seit gestern können Kunden des PlayStation Network erstmals ihren Nutzernamen ändern. Und das Spielemagazin Kotaku hat jetzt herausgefunden, dass das Umtaufen auch ohne Zutun eines Mitglieds passieren kann. Denn Sony hat damit begonnen, allzu fragwürdige Nutzernamen selbst zu ändern. Wer sich ein Schmuddel-Alias zugelegt hat, bekommt künftig automatisch einen provisorischen Namen verpasst, der mit "Temp" beginnt, von "Temp345678" bis "Temp902716". Betroffene User können sich dann einen anständigen anderen Namen aussuchen – damit sie auf der PS4 nicht mit dem Stigma eines "Temp"-Namens unterwegs sind.

WPA3: So unsicher ist der neue Wi-Fi-Standard

Wpa3
Schreck am Mac: WPA3 ist längst nicht so sicher wie erhofft (Foto: 123rf.de)

Der neue Wi-Fi-Standard WPA3, der im Januar eingeführt wurde, sollte das Knacken von WLAN-Netzwerken so gut wie unmöglich machen. Denn während beim Vorgänger WPA2, den momentan noch so gut wie jeder Router verwendet, das Passwort relativ unsicher übertragen werden muss, damit sich Geräte verständigen können, setzt WPA3 auf ein neues Verschlüsselungssystem namens "Dragonfly". Damit sind WLAN-Passwörter so gut geschützt, dass nicht einmal zu kurze oder zu einfallslose Passwörter für Gefahr sorgen – zumindest in der Theorie.

Bisher, so Gizmodo, klappt das aber noch nicht nach Wunsch. Denn Forscher aus New York, Abu Dhabi, Tel Aviv und Belgien haben jetzt herausgefunden, dass WPA3 derzeit noch ebenso anfällig für Angriffe ist wie das aktuelle WPA2. Grund ist vor allem ein Modus, der neue Geräte mit WPA3 dazu bringt, sich auch mit älteren Routern zu verbinden. Hacker können ihn dazu verwenden, um bekannte Sicherheitslücken von WPA2 auszunutzen. Die Forscher sprechen von „ernsthaften und schwer lösbaren Designproblemen“ beim neuen Wi-Fi-Standard, dessen weltweite Verbreitung sich damit erst einmal verzögern dürfte. Fazit der Experten: "Wir glauben, dass WPA3 nicht den Standards eines modernen Sicherheitsprotokolls entspricht."

Das Ende vom LEAD: Moschino bringt Sims-Klamotten

Wer wollte nicht mal so aussehen wie die Sims? Modedesigner Moschino macht’s jetzt möglich – mit dem ersten Klamottendesign, das auf dem Menschen-Simulator "The Sims 4" basiert. CNET stellt die Pixel-Pullover vor, für die Original-Grafiken aus dem Spiel in absichtlich bescheidener Auflösung ausgedruckt wurden. Der Verkauf startet diesen Sonntag auf moschino.com.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

Anzeige
Themen
Disney+ Tinder Acer Sony WPA3 The Sims
Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote