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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Apple Arcade

TechTäglich: Die Spiele-Flatrate von Apple ist da – so wichtig wie Nintendos Switch?

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Die Spiele-Flatrate von Apple ist da: So wichtig wie Nintendos Switch?

Klassischer Frühstart von Apple! Eigentlich geht die neue Spiele-Flatrate Apple Arcade erst am Donnerstag online – einen Tag, bevor die neuen iPhones in den Handel kommen. Aber für die Entwickler und öffentlichen Beta-Tester von iOS 13 hat Apple seine neue Spielhalle überraschend bereits gestern Abend eröffnet. Sie finden ab sofort im App Store "Arcade" als neuen Menüpunkt. iMore listet alle 52 Arcade-exklusiven Spiele auf, die bereits jetzt verfügbar sind – und weitere 35 Titel, die in Kürze dazukommen sollen. Darunter sind potenzielle Tophits wie "Lego Brawls", "Rayman Mini", "Frogger in Toy Town" oder Segas neubelebter Dreamcast-Klassiker "ChuChu Rocket! Universe".

Die ersten Kritiken aus den USA fallen überaus positiv aus. "Die Spieleauswahl ist überraschenderweise exzellent", lobt The Verge. "Best Deal in Gaming!?", spekuliert AppleInsider. Hoffnung der ersten Tester: Nachdem Spiele-Apps die Nutzer seit Jahren mit In-App-Käufen überschwemmt bis drangsaliert haben, und nachdem die Titel vor allem darauf angelegt waren, immer neue Extras zu verkaufen, könnte mit Apple Arcade der entspannte Spielspaß alter Zeiten zurückkehren. Denn In-App-Käufe gibt es bei der Spiele-Flatrate für 4,99 Euro im Monat nicht. Alle Titel sind komplett, ohne versteckte Mehrkosten. CNET sieht in dieser neuen Finanzierungsform, die den Entwicklern wieder neue Freiheiten verschafft, bereits eine Zeitenwende und vergleicht Arcade mit dem größten Spieleerfolg der letzten Jahre: "Warum Apple Arcade die Spiele-Welt so verändern könnte wie die Nintendo Switch."

Wi-Fi 6: Heute startet das schnellste WLAN aller Zeiten

Wi Fi 6
Na Logo: Auf dieses Zeichen kommt es künftig beim Kauf eines neuen Routers an (Foto: Wi-Fi Alliance)

WLAN-Netze sollen künftig noch schneller werden. Dafür sorgt der neue Standard Wi-Fi 6, für den die verantwortliche Organisation Wi-Fi Alliance heute die offizielle Zertifizierung startet. Die neue Funktechnik erhöht das maximale Tempo von 3,5 auf 9,6 Gigabit pro Sekunde. Nachdem solche Geschwindigkeiten in der Praxis aber ohnehin nie erreicht werden, sind diese Zahlen nur ein Nebenaspekt. Viel wichtiger: Wi-Fi 6 ist optimiert für Netze, in denen viele Nutzer gleichzeitig unterwegs sind – von Büros über Restaurants bis hin zu Familien, in denen Eltern, Kinder und immer mehr Smarthome-Geräte parallel online sind. Unter solchen Bedingungen sind wesentlich höhere Geschwindigkeiten als bisher möglich.

Voraussetzung: Sowohl Router als auch Geräte wie Smartphones oder Tablets müssen für die neue Technik optimiert sein, die zudem sicherer sein soll. Deshalb lohnt es sich künftig beim Kauf von Routern, auf das "Wi-Fi 6"-Logo zu achten. Das Samsung Galaxy Note 10 wird das erste Smartphone, das die Wi-Fi Alliance offiziell zertifiziert. Bereits erschienene Geräte, die den Standard unterstützen, können sich nachträglich zertifizieren lassen. Wichtig für iPhone-Käufer: Apple verzichtet seit Jahren auf die offizielle Anerkennung durch die Wi-Fi Alliance. Aber die neuen iPhones 11, 11 Pro und 11 Pro Max arbeiten in vollem Umfang mit Wi-Fi 6 zusammen.

Big in Japan: Das erste E-Sports-Hotel

E Sports Hotel
Osaka Hotel: Japans neues Traumziel für Gamer eröffnet 2020 (Foto: Techspot)

Tokio Hotel war gestern – Japans neuester Hotel-Trend kommt aus Osaka. Dort eröffnet im April 2020 das "E-Zone Cyberspace", das erste E-Sports-Hotel der Welt. Der Betreiber will virtuelle Sportler aus aller Welt anlocken. Demzufolge steht der Neubau auch im Nerd-Stadtteil Nipponbashi, einer von Japans Hochburgen für Spiele, Anime und Manga. Im obersten Stock des E-Zone befinden sich komfortable Suiten mit Gaming-PCs und ultraschnellen Internetanschlüssen.

Das Spieler-Mekka liegt laut Techspot aber in den ersten drei Stockwerken: Hier finden Gamer 70 opulent ausgestattete E-Sports-Plätze mit optimalen Rechnern, Bildschirmen, Sound und Sitzen. Dort sollen auch Turniere stattfinden. Weil das Hotel damit rechnet, dass die Spieler ohnehin kaum ins Bett kommen, sind die Schlafmöglichkeiten in den Etagen vier bis sechs sehr spartanisch: Es gibt nur winzige Zimmer mit Gemeinschaftsbädern und -toiletten. Das Design des Hotels mit Neon und Cyperpunk soll perfekt zum E-Sports-Schwerpunkt passen.

Morgen, Tinder, wird’s was geben: Die erste TV-Serie kommt

Tinder Serie
Serien zum Verlieben – das bietet Tinder künftig (Foto: 123rf.de)

Tinder wischt nach rechts – und hat sich in ein neues Geschäftsfeld verliebt. Die Dating-App hat mit den Dreharbeiten zu ihrer ersten TV-Serie begonnen. Wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber Reuters erklärte, soll das Teil einer großen neuen Strategie von Tinder sein, die in näherer Zukunft enthüllt wird. Titel und Schauspieler sind noch nicht bekannt. Inhaltlich soll es um eine "apokalyptische" Geschichte gehen, in der Beziehungen natürlich eine Rolle spielen.

Dabei dürfte Tinder im Plot mehr oder weniger subtil vorkommen. Hinter den Plänen steckt als Tinder-Inhaber der US-Medienkonzern IAC (InterActiveCorp), in dem der legendäre Filmproduzent Barry Diller als Gründer und Chairman die Fäden zieht. Tinder hat damit beste Voraussetzungen für den Flirt mit Hollywood. Die Serie soll Tinder auch dann im Bewusstein der Nutzer halten, wenn sie die App gerade nicht verwenden. Auf welchem Sender oder Streamingdienst das Tinder-Programm laufen wird, ist noch nicht bekannt.

5G-iPhone für 2020: Warum sich Apples Abwarten lohnt

I Phone 2020
2020 soll das erste 5G-iPhone kommen. Und bis dahin verpassen Apple-Kunden offenbar nichts (Foto: Ben Geskin)

Samsung und Huawei haben bereits die ersten 5G-Smartphones am Start, weitere Android-Hersteller folgen in den nächsten Monaten. Nur Apple bringt am Freitag mit iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max vermeintlich "altmodische" 4G-Smartphones auf den Markt. Doch Apple-Fans müssen sich nicht grämen, wie CNET jetzt erklärt. O-Ton: "Apple ist spät dran mit 5G. Aber so wie es aussieht, verpassen Käufer nichts." Grund ist einerseits, dass 5G-Netze derzeit noch so rar sind, dass sie im Alltag zumindest bis 2020 kaum eine Rolle spielen. Mindestens genauso wichtig: Die Technik in den neuen 5G-Smartphones ist noch keineswegs ausgereift. Wer jetzt übereilt ein Handy fürs neue Netz kauft, könnte es 2020 bereits bereuen.

CNET erklärt, warum: Derzeit sind in solchen Geräten noch ein separater 5G-fähiger Prozessor und ein 5G-Modem erforderlich. Diese Kombination braucht viel Platz, viel Strom und funktioniert immer nur in bestimmten 5G-Netzen. Wer dann beispielsweise von T-Mobile zu Vodafone wechseln will, dürfte Pech haben. Erst ab 2020 ist Technik verfügbar, die Chip und Modem platzsparend, batterieeffizient und kostengünstig kombiniert, und die auch den Wechsel zwischen Providern und ihren Netzen ermöglicht. Fazit von CNET: "Indem Apple abwartet, bis die Technik ausgereift ist, umgeht es den momentanen Wirrwarr, welches 5G-Handy überhaupt wann, wo und unter welchen Umständen funktioniert."

Das Ende vom LEAD: Neuer Twitter-Hype – die Tetris-Challenge

Wer hat’s erfunden? Mal wieder die Schweizer! Laut Blick hat die Kantonspolizei Zürich den neuesten Twitter-Hype namens "Tetris-Challenge" ausgelöst. Dabei geht es darum, dass Fahrer von Einsatz- und Rettungsfahrzeugen oder Firmenautos den kompletten Inhalt ihrer Transporter und Lastwagen so auspacken und neben das Vehikel legen, dass er beinahe so aussieht wie die Klötzchen im Videospiel Tetris. Mittlerweile wird weltweit ausgepackt, gestapelt und per Leiter oder Drohne fotografiert. "Wir hätten niemals mit so vielen positiven Reaktionen und Nachahmern gerechnet", so Rebecca Tilen, Sprecherin der Zürcher Kantonspolizei.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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