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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: ByeTunes! Heute geht eine Apple-Ära zu Ende

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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ByeTunes! Heute geht eine Apple-Ära zu Ende

Wwdc 2019
Eine der Grafiken für die WWDC 2019, auf der heute wohl die iTunes-Ära zu Ende geht (Foto: Apple)

Heute um 19 Uhr startet auf der WWDC 2019 in San José die Keynote von Apple-Chef Tim Cook. iTopnews fasst zusammen, was Apple-Jünger heute alles erwartet. Im Mittelpunkt steht neue Software für alle Plattformen: iOS 13, macOS 10.15, watchOS 6 und tvOS 13. Erste Betas könnten schon heute verfügbar sein, offiziell veröffentlicht werden die Updates dann wie gewohnt im Herbst. Ebenfalls auf der Agenda: Gemeinsame Software für iOS und Mac unter dem Codenamen "Marzipan" – und als "Two more things" möglicherweise der neue modulare Mac Pro und ein 6K-Bildschirm für Profi-Anwender.

Im Mittelpunkt der Spekulationen steht aber Apples Sorgen-Software iTunes – die in den letzten Jahren zu einem wahren Ungetüm mutiert ist, in dem die Nutzer Musik, Filme, Serien, Podcasts, Hörbücher, Backups und zahllose weitere Funktionen finden. Nun steht die Software offenbar vor dem Aus – und zwar nicht erst im Herbst, sondern mit einem großen Update schon in den nächsten Tagen. Deutlicher Hinweis darauf, so TechRadar: Apple hat vor der WWDC die Inhalte seiner iTunes-Accounts auf Instagram und Facebook gelöscht. Und auch das Twitter-Konto von iTunes wird seit Tagen nicht mehr aktualisiert. Nach dem Motto "ByeTunes" sollen neue, kompaktere Programme für Musik, TV und Podcasts die Nachfolge antreten. iTunes würde dann allenfalls als kabelgebundene Backup-Option für iPhone und iPad auf Mac und Windows überleben.

Samsung baut sein eigenes MacBook Pro

Samsung Mac Book
Direkt aus der iKlaut: Das neue "Notebook 7" von Samsung (Foto: Samsung)

Nachdem Apple das MacBook Pro erst vor ein paar Tagen aufgefrischt hat, stehen auf der WWDC heute keine neuen Laptops an. Macht aber nichts, denn hier springt Samsung in die Bresche. Die Koreaner haben einmal mehr die Kopiermaschinen angeworfen, und präsentieren mit ihrem neuen "Notebook 7" beinahe einen 1:1-Klon des MacBook Pro, nur eben mit Windows 10. Von Farbe und Form des Gehäuses über die Platzierung des Trackpads und die Schrift auf der Tastatur bis hin zum Bildschirmhintergrund auf den PR-Fotos – hier war offenbar der koreanische Cousin von Apple-Designer Jonathan Ive am Werk.

Was dabei besonders an Apple erinnert? "Eigentlich so gut wie alles", staunt The Verge und spottet über Samsungs "Hommage" an das MacBook Pro. Das Notebook 7 kommt (wie bei Apple) in 13 und 15 Zoll. Es erscheint in den USA am 26. Juli ab 1.000 Dollar. Infos zum Deutschland-Start fehlen bisher noch.

Tinder: Mehr Liebe mit neuen Premium-Funktionen

Tinder Gold
Alle elf Minuten bezahlt ein Single: Tinder erweitert seine Premium-Abos (Foto: Tinder)

Tinder hat einen Test mit zwei neuen Optionen für seine Bezahlmodelle "Tinder Gold" und "Tinder Plus" gestartet. Abonnenten können dabei gegen Aufpreis den Zufall ausschalten. Ihre Profile landen dann per "Super Boost" bei potenziell passenden Partnern immer weit vorne in der Vorschlagsliste. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Profil gesehen wird, soll dabei um den Faktor 100 steigen. Bei der bisherigen Option "Boost" verspricht Tinder dagegen nur einen Zehnfach-Vorteil.

Als In-App-Kauf lassen sich außerdem Lesebestätigungen aktivieren. Nutzer erfahren dann direkt, ob ihre Nachrichten von der gewünschten Herzdame oder vom erhofften Herzbuben bereits geöffnet und gelesen wurden. Beide Seiten können die Lesebestätigungen abschalten, standardmäßig sind sie laut TechCrunch aber aktiviert. Derzeit erhalten einige Tinder-Nutzer per Zufallsprinzip die Möglichkeit, die neuen Funktionen zu kaufen und zu testen.

Amazon plant das Alexa-Fertighaus

Toni Reid
Amazons Alexa-Chefin Toni Reid will die Sprachassistentin in Neubauten einschleusen (Foto: Amazon)

Wohnungen und Häuser, in denen Alexa-Hardware schon beim Bau installiert wird – das sind die neuesten Pläne von Amazon, um seine Assistentin in noch mehr Haushalte einzuschleusen. Hierfür hat der US-Konzern laut Wall Street Journal und Reclaim the Net eine neue Abteilung namens "Alexa Smart Properties" gegründet, die mit Baufirmen, Architekten, Maklern, Hoteliers oder Betreibern von Altersheimen zusammenarbeitet. In Oklahoma sind bereits erste Wohnungen mit Alexa als Untermieterin entstanden, die mit smarten Schlössern und Heizungsreglern, mit fest installierten Echo-Geräten und anderer Alexa-Hardware ausgestattet sind.

Wer hier einzieht und seine Privatsphäre schützen will, findet hoffentlich eine zuverlässige Möglichkeit, die neugierigen Geräte komplett zu deaktivieren. Reclaim the Net schreibt von Amazons Strategie, "Kundenentscheidungen zu umgehen" und Alexa ungefragt als Standardausstattung in Millionen von Häusern und Wohnungen zu etablieren. Bewohner können die Funktionen dann zwar abschalten – ein Umstieg auf smarte Geräte beispielsweise von Google oder Apple wird dann aber ebenso unwahrscheinlich wie teuer. PayLease, ein US-Dienstleister zum Abwickeln von Mietzahlungen, träumt vom Tag, an dem "Mieter einfach sagen, Hey Alexa, zahl meine Miete, und dann wird das Geld überwiesen".

Das sind die wichtigsten Spiele der E3

Von heute bis Freitag steht erst einmal Apples WWDC im Blickpunkt. Nächsten Dienstag beginnt dann aber bereits die E3 in Los Angeles, die größte Spielemesse der Welt. Wer mit dem Vorfreuen schon beginnen will, findet auf Business Insider einen Überblick zu den 13 mutmaßlich wichtigsten Spielen der E3. Dazu zählen das bereits seit 2015 erwartete "Final Fantasy VII Remake", das Xbox-Exklusivspiel "Halo Infinite", die ersten eigenen Pokémon-Spiele für die Switch "Pokémon Sword" und "Pokémon Shield", eine "Avengers"-Umsetzung oder das Egoshooter-Spektakel "Doom Eternal". Nicht in der Liste vertreten, aber heiß ersehnt ist "Grand Theft Auto VI", das auf der E3 ebenfalls debütieren könnte. Neuestes Gerücht dazu: Das Böse-Buben-Spiel aus dem Mafia-Milieu könnte laut Game Rant erstmals ein böses Mädchen als Titelheldin bekommen.

Das Ende vom LEAD: Hannibal Lecter ist jetzt eine russische Babuschka

Der Twitter-Account "Crazy in Russia" zeigt wundersame Bilder und Videos aus dem wundersamen Riesenreich Russland. Das Folgen lohnt sich, denn viele der Tweets sind durchaus amüsant und höchst obskur. Neuestes Fundstück: Der grausige Hirn-Auslöffler Hannibal Lecter hat sich für die Rente nach Russland zurückgezogen, und fährt dort als altes Mütterchen U-Bahn.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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