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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Brexit – EU-Bürger in Großbritannien warten auf iPhone-App

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Brexit: EU-Bürger in Großbritannien warten auf iPhone-App

Mind The App
Nicht so great, Britain! iPhone-Besitzer haben ein Brexit-Problem (Foto: 123rf.de)

Mind the App! Der Brexit sorgt in allen Bereichen für Chaos. Doch besonders betroffen sind 3,6 Millionen nicht-britische EU-Bürger, die in Großbritannien leben, und deren Aufenthaltsrecht durch den geplanten EU-Austritt bedroht ist. Sie können/müssen sich im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens der britischen Regierung um den Verbleib im UK "bewerben". Am einfachsten und schnellsten funktioniert das mit der App "EU Exit: ID Document Check" des Innenministeriums – die bisher aber nur für Android-Smartphones zur Verfügung steht. Eine iPhone-Version der App, die die erforderlichen Dokumente registriert, einscannt und verschickt, existiert noch nicht.

Die britische Regierung hatte bei ihren Vorbereitungen offenbar übersehen, dass Apple den NFC-Funkchip des iPhones, der für die Erfassung der Dokumente erforderlich ist, für andere Zwecke als für Apple Pay aus Sicherheitsgründen weitgehend blockiert. Mittlerweile gibt es zwar eine Einigung mit Apple, doch die iPhone-App soll erst "bis Ende des Jahres" erscheinen. EU-Bürgern mit iPhone empfiehlt das Innenministerim laut CNET, sich entweder "ein Android-Gerät auszuleihen", oder persönlich zu einem Bewerbungstermin vorbeizuschauen. Wohl auch wegen der App-Probleme haben sich bisher nur eine Million der 3,6 Millionen EU-Bürger um einen Verbleib auf der Insel beworben. Die britische Regierung teilte letzte Woche mit, dass deren automatisches Aufenthaltsrecht sofort mit einem ungeregelten Brexit am 31. Oktober 2019 endet. Das Innenministerium nennt dagegen den 31. Dezember 2019 als Stichtag. Chaos in allen Bereichen…

Netflix-Jubiläum: Fünf Milliarden verschickte DVDs

Alle Welt kennt Netflix als Streamingdienst für Serien und Filme. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn gestartet ist das kalifornische Unternehmen 1997 als Online-Videothek mit dem Versand von Filmen auf DVD. Dieser Geschäftszweig existiert in den USA bis heute, und er feierte gerade ein spektakuläres Jubiläum. Denn wie DVD Netflix auf seinem Twitter-Account meldete (den es überraschenderweise auch gibt), hat der Filmverleiher gerade seine fünfmilliardste DVD verschickt – und zwar den Elton-John-Film "Rocketman".

Allzu groß ist das DVD-Geschäft von Netflix aber nicht mehr. Die Kundenzahl ist von 14 Millionen Abonnenten im Jahr 2011 auf aktuell 2,4 Millionen gefallen. Zum Vergleich: Beim Streaming kommt Netflix momentan auf 151 Millionen Nutzer. Trotzdem sorgte der nostalgische Schneckenpost-Versand zuletzt immer noch für 46 Millionen Dollar Quartalsgewinn – zu viel, um den Service einzustellen. Engadget hat allerdings ausgerechnet, dass es bei dieser Geschäftsentwicklung 35 Jahre bis zur sechsten Milliarde dauern würde. Ob im Jahr 2054 noch DVDs per Post verschickt werden, ist offen.

Instagram: Neuer Messenger in Arbeit

Instagram Threads
Threads – so könnte der künftige Instagram-Messenger aussehen (Foto: The Verge)

Instagram arbeitet offenbar erneut an einem Messenger, der als separate App auf Smartphones laufen könnte. Laut Gizmodo soll die App namens "Threads" dazu dienen, "einen kontinuierlichen und engen Austausch zwischen Nutzern und ihren nächsten Freunden zu ermöglichen". Der potenzielle Snapchat-Konkurrent übermittelt dabei Informationen wie den Batteriestand des Smartphones, Standorte und sogar die Bewegungsgeschwindigkeit. Eine Meldung könnte damit so lauten: "Iris ist auf dem Weg zu Dir, kommt in 16 Minuten an, und ihr Handy hat noch 27 Prozent Akku."

Neben eigenen, manuellen Statusupdates soll es auch eine von Instagram unabhängige Fotofunktion geben. Zuletzt hatte Facebooks hippe Fototochter bis 2017 am Standalone-Messenger "Direct" gearbeitet, dessen Entwicklung dann aber eingestellt wurde – offenbar, weil die Tester davon frustriert waren, ständig zwischen Instagram und der Schwester-App wechseln zu müssen. Ob "Threads" ein ähnliches Schicksal droht, oder ob es Chancen auf eine Veröffentlichung gibt, ist bisher unklar. Experten unken, dass Mark Zuckerberg mit einer solchen App, die tief ins Facebook-Ökosystem integriert ist, der Politik erneut verdeutlichen will, dass der Facebook-Instagram-WhatsApp-Konzern zu komplex ist, um ihn zu zerschlagen.

Disney+: Erste Demo macht guten Eindruck

Disney Plus
Maus meets Netflix: So sieht die Oberfläche von Disney+ aus (Foto: Disney)

Disney hat ersten US-Journalisten die Menüoberfläche seines Streamingdienstes Disney+ vorgestellt, der am 12. November in den USA, in Kanada und den Niederlanden startet. Die ersten Reaktionen auf das sehr saubere, schlichte und übersichtliche Design sind überaus positiv. "Was am meisten auffällt", so The Verge, "ist der Unterschied zum wichtigsten Konkurrenten. Wo die Oberfläche von Netflix überladen mit Inhalten ist, fühlt sich Disney+ vergleichsweise schlicht an. Ähnlich wie bei den Apps auf Apple TV wirkt das Design beinahe schon chirurgisch präzise."

Die Oberfläche ist als wichtigstes Navigationselement ganz oben in die Hauptkategorien Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic aufgeteilt. Darunter finden sich einzelne Highlights wie die Simpsons oder Star-Wars-Filme. Disneys Streamingchef Michael Paull erklärt: "Wir wollen eine einfache, elegante Erscheinung. Im Mittelpunkt sollen die Inhalte stehen, und nicht Disney+ als Produkt." Fazit von The Verge: "Das beste Wort, um Disney+ zu beschreiben, ist: Einfach!" Mit zum Start rund 500 Filmen fällt dem Disney-Streaming Übersichtlichkeit aber naturgemäß auch leichter als Netflix mit 8.000 Filmen.

Mario-Kart-App startet am 25. September

Am 25. September schaltet die Ampel auf Grün. Dann erscheint mit "Mario Kart Tour" die wohl meisterwartete Spiele-App des Jahres für iOS und Android. Parallel zur offiziellen Terminankündigung hat Nintendo auf einer Seite im iOS Store weitere Details bekanntgegeben. So soll die App einen Mix aus klassischen Mario-Kart-Strecken und aus Kursen bieten, "die von echten Städten inspiriert sind". Die Klassiker-Pisten wechseln demnach alle zwei Wochen. Und die Kartfahrer können Klamotten tragen, die mit den Städten zu tun haben, durch die sie brausen.

Fans hatten seit Jahren auf eine Mario-Kart-App gewartet. Getrübt wird die Vorfreude allerdings dadurch, dass Nintendo die App kostenlos als "Free to Play" anbietet und auf die aggressive Vermarktung von In-App-Käufen setzt. Außerdem macht die simple Ein-Finger-Steuerung für Lenken, Driften und für das Abfeuern von Extras schon im ersten Beta-Test für Android deutlich weniger Spaß als mit den klassischen Konsolen-Knöpfen auf der Nintendo Switch.

Das Ende vom LEAD: Der Sommer-Soundtrack der Obamas

Ex-POTUS Barack Obama hat per Twitter den Sommer-Soundtrack gepostet, mit dem er und die ehemalige First Lady Michelle die letzten Wochen verbracht haben. Gewohnt lässig und geschmackssicher bieten die 44 Songs einen Mix aus Alt und Neu, von Rihanna bis Steely Dan und von Shawn Mendes bis Frank Sinatra. Mittlerweile ist der "Obama Summer Sound" auch als Playlist für Apple Music und für Spotify verfügbar. Yes, Barack, we enjoy.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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