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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Jörg Heinrich

TechTäglich: Aus Versehen – MySpace löscht zwölf Jahre Musikgeschichte

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Aus Versehen: MySpace löscht zwölf Jahre Musikgeschichte

My Space
Tut uns leid, alles weg – MySpace hat Dateien aus zwölf Jahren gelöscht (Foto: Meredith)

Zwischen 2005 und 2009 war MySpace das größte soziale Netzwerk im Internet. Eine ganze Generation von Musikern hat hier ihre Songs online gestellt. Mit dem Siegeszug von Facebook und YouTube begann der Niedergang von MySpace. Von den Top 5 der weltweit meistbesuchten Websites im Jahr 2007 ging es bis Ende 2018 runter auf Platz 4.392. Und nun hat der aktuelle MySpace-Besitzer Meredith, ein US-Medienkonzern, versehentlich (!) zwölf Jahre Musikgeschichte gelöscht. Bei einem Serverumzug gingen alle Uploads zwischen 2003 und 2015, also aus der Hochphase von MySpace, verloren. Eine professionelle Sicherung lag offenbar nicht vor. Und in Mails an Nutzer musste MySpace jetzt zugeben: "Es ist nicht möglich, die verlorenen Daten wiederherzustellen." Die Panne passierte laut The Verge offenbar bereits vor mehreren Monaten. Aber erst jetzt hat MySpace alle Versuche aufgegeben, die Inhalte doch noch zu retten. Neben Musikfiles sind auch hochgeladene Fotos und Videos für immer verloren.

Google Games: So funktioniert der neue Spiele-Service

Google Games
Das Logo von Stadia (Foto: Google)

Heute will Google auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco die "Zukunft des Spielens" präsentieren. Das Logo des neuen Dienstes geistert bereits durchs Netz, und auch erste Inhalte sind mittlerweile bekannt. Der Fokus liegt wie erwartet darauf, Spiele von leistungsstarken Servern auf Geräte zu streamen, deren Hardware dann kaum mehr eine Rolle spielt. Das haben bereits mehrere Anbieter versucht, konnten Probleme mit Verbindungsgeschwindigkeiten und Latenzzeiten bisher aber nicht endgültig lösen. Hier will Google mit seiner Infrastruktur nun den Durchbruch geschafft haben. Google Games – der finale Name ist noch geheim – funktioniert laut 9to5Google auf Windows, Mac, Smartphones und Fernsehern. Google hat demnach auch eigene Spiele entwickelt, die sich auch direkt aus Werbeclips laden lassen. Zum Spielen gibt es optional einen eigenen Google-Controller mit eingebautem Assistant. Das Spiele-Streaming könnte leistungsstarke Hardware à la PlayStation 4 oder 5 mittelfristig ablösen. Hinter Latenzzeiten und der Anbindung von Nutzern mit langsamen Internetverbindungen stehen aber noch viele Fragezeichen. 25 Megabit pro Sekunde gelten als Mindestanforderung für Googles Spiele-Streaming.

Android: Zwei Drittel der Antiviren-Apps sind nutzlos

Smartphones und Tablets vor allem mit älteren Android-Versionen gelten als sehr anfällig für Viren und andere Schadsoftware. Dagegen helfen Antiviren-Apps. Oder besser gesagt: Sie sollten helfen! Denn ein Test der österreichischen Experten von AV-Comparatives hat jetzt erschreckende Ergebnisse geliefert: Zwei Drittel aller Antiviren-Apps für Android sind komplett nutzlos. Von 250 getesteten Apps waren nur 80 in der Lage, wenigstens mehr als 30 Prozent von weit verbreiteter Malware auf dem Gerät zu entdecken. Viele der Apps scannen das Smartphone oder Tablet gar nicht, auf dem sie installiert sind. Sie durchsuchen lediglich Datenbanken, in denen die Namen aktueller Schadsoftware zu finden sind. Sie sind damit mit einer simplen Umbenennung zu überlisten. ZDnet nennt die Ergebnisse regelrecht "tragikomisch". Einige der Antiviren-Apps erkennen sich selbst als Schadsoftware. Und viele der nutzlosen Programme stammen von Hobby-Programmierern, die nebenbei auch amateurhafte Spiele-Apps in den Store bringen. Wer sein Android-Gerät bestmöglich schützen will, sollte auf Antiviren-Apps bekannter Sicherheitsspezialisten wie Avira setzen und dafür auch ein paar Euro ausgeben – statt dubiose No-Name-Apps zu installieren.

iPad Air 3 und mini 5: Es muss nicht Apples Pencil sein

I Pad Mini 5
Stiften gehen: Das iPad mini 5 und das Air 3 unterstützen erstmals den Apple Pencil (Foto: Apple)

Die gestern vorgestellten neuen Tablets iPad Air 3 und iPad mini 5 funktionieren erstmals auch mit Apples Mal-, Schreib- und Zeichenstift Pencil. Unterstützt wird allerdings nicht die zweite Generation des Pencil für die Pro-iPads, sondern die erste Generation des Stifts, die Apple für 99 Euro nach wie vor anbietet. Weil iPads häufig im Bildungsbereich verwendet werden, ist das für Schulen eine interessante Neuerung. Und sie können beim Stift deutlich sparen. Denn die neuen iPads funktionieren nicht nur mit Apples offiziellem Pencil, sondern auch mit dem deutlich günstigeren Logitech Crayon. Er ist für 69 Euro zu haben, und für Schulen und ähnliche Einrichtungen um die 50 Euro. Laut CultofMac registriert der Logitech-Stift im Gegensatz zum Apple-Original zwar nicht den Druck, mit dem der Nutzer schreibt oder zeichnet. Insgesamt soll er aber kaum schlechter funktionieren als der Apple Pencil.

Microsoft Paint mit künstlicher Intelligenz

Nvidia holt das gute alte Microsoft Paint ins Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Der Grafikspezialist stellte jetzt auf seiner Entwicklerkonferenz GTC 2019 die Software GauGAN vor, die selbst aus laienhaftesten Skizzen dank maschinellem Lernen realistische und beeindruckende Fotos erstellt. Die Ergebnisse richten sich dabei exakt nach der in einer Art MS Paint aufgemalten Skizze. Selbst wenn zwei Nutzer dabei die gleiche Skizze erstellen, soll laut TechCrunch durch Zufallsfunktionen nie das gleiche Bild entstehen. Zum Trainieren der künstlichen Intelligenz hat Nvidia rund eine Million Flickr-Fotos verwendet. Auf der extrem starken Hardware der Demo werden die Bilder in Echtzeit gerendert, Standardrechner sollen dafür wenige Sekunden benötigen.

Das Ende vom LEAD: Das neue Album von Moby – exklusiv in Meditations-App

Der leicht verschrobene New Yorker Elektromusikant Moby veröffentlicht sein neues Album "Long Ambients 2" nicht auf CD, auf Vinyl oder als Download – sondern exklusiv in der Meditations-App Calm ("Ruhe") für iOS und Android. Die sechs Stücke dauern insgesamt 37 Minuten und sollen dem Zuhörer beim Entspannen oder auch beim Einschlafen helfen. Einen Eindruck gibt es im YouTube-Video. Calm ist kostenlos mit In-App-Käufen und war 2017 eine von Apples "Apps des Jahres".

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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