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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Auch Huawei verschiebt sein Falt-Smartphone

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Auch Huawei verschiebt sein Falt-Smartphone

2019 sollte das Jahr der Falt-Smartphones werden. Doch die Technik-Revolution steht unter einem schlechten Stern. Nachdem Samsung nach wie vor keinen neuen Starttermin für sein Problem-Handy Galaxy Fold nennt, hat nun auch Huawei seinen Konkurrenten Mate X verschoben. Statt des geplanten Starts im Sommer 2019 soll es nun zumindest bis September dauern, bis das 2.600 Dollar teure Gerät auf den Markt kommt. Als Grund verweisen die Chinesen auf noch ausführlichere Tests nach den Samsung-Problemen mit dem Galaxy Fold. "Wir wollen kein Produkt veröffentlichen, das unseren Ruf ruiniert", erklärte ein Huawei-Sprecher gegenüber CNBC – mit schönen Grüßen Richtung Südkorea.

Nach Angaben des Sprechers soll das Mate X wie geplant mit Android-Betriebssystem auf den Markt kommen – trotz Handelskonflikt und trotz Google-Boykott. Auch zu diesem Thema gibt es Neuigkeiten. Unter der Überschrift "Huawei antwortet" hat das Unternehmen jetzt eine Krisen-PR-Seite für deutsche Kunden online gestellt, die Fragen rund um Android beantwortet. Dort erfahren Nutzer beispielsweise, dass auf bereits verkauften oder momentan noch lagernden Geräten "Apps wie Facebook, WhatsApp oder Instagram ganz normal verwendet oder heruntergeladen werden können". Huaweis eigener potenzieller Android-Nachfolger HongMeng ist auf der Seite noch nicht erwähnt. Laut Global Times aus China soll das Huawei OS auf den gleichen Geräten 60 Prozent schneller laufen als Android – was aber als Propaganda-Parole nicht einmal zu 60 Prozent der Wahrheit entsprechen muss.

PS5 und Xbox Two - beide für 399 Dollar?

Controller
Alles unter Kontrolle: Die Preise für PlayStation 5 und Xbox Two sollen niedriger liegen als befürchtet (Foto: GamingBolt)

Nach der Spielemesse E3 vergangene Woche in Los Angeles haben nun sowohl Sony als auch Microsoft die ersten Infos zu ihren nächsten Konsolen präsentiert. Bisher noch kein Thema waren die Preise von PlayStation 5 und Xbox Two, die momentan noch unter dem Tarnnamen "Scarlett" unterwegs ist. Mit neuen Chip-Generationen und schnellem SSD-Speicher könnten die Next-Gen-Konsolen deutlich teuer werden als von den Vorgängern gewohnt. Der Analyst und Spiel-Experte Michael Pachter signalisiert nun aber Entwarnung. Er rechnet im Gespräch mit dem Magazin GamingBolt mit relativ moderaten 399 Dollar als Startpreis für beide neuen Geräte.

Seine Prognose: "Die verwendete Technik klingt eher nach 500 Dollar. Aber ich denke, dass Microsoft 399 Dollar ankündigen wird, und Sony wird dann schnell nachziehen." Die Gründe für recht günstige Preise liegen auf der Hand: Sowohl der Wettbewerb zwischen Sony und Microsoft als auch die neue Herausforderung durch Googles Spiele-Streaming Stadia dürften für kundenfreundliche Einstiegspreise sorgen, wenn die neuen Konsolen Ende 2020 erscheinen.

Neuer Samsung-Fernseher mit 292 Zoll

Samsung 292 Zoll
Der Lego-Fernseher: Samsungs "The Wall Luxury" lässt sich aus einzelnen Modulen zusammenpuzzeln (Foto: Samsung)

Samsungs neuer Über-Fernseher "The Wall Luxury" ist 292 Zoll groß – und hier ist uns nicht versehentlich eine "2" vor die Größenangabe "92 Zoll" gerutscht. Es sind tatsächlich 292 Zoll oder 7,42 Meter. Der TV-Gigant mit 8K-Auflösung und aktuellster MicroLED-Technik lässt sich aus einzelnen Modulen zusammensetzen, die ein nahtloses Bild ergeben – als eine Art TV-Lego. Maximale Größe sind die genannten 292 Zoll, für die die meisten potenziellen Käufer aber wohl in ein neues Haus mit längeren Wohnzimmerwänden umziehen müssen. Den (wahrscheinlich sechsstelligen) Preis hat Samsung in seiner Ankündigung nicht genannt, was The Verge so interpretiert: "Wer es nötig hat, nach dem Preis zu fragen, kann sich den Fernseher wahrscheinlich ohnehin nicht leisten."

Amazon entlässt Spiele-Entwickler

Amazon Games
Game over: Amazons hauseigene Spieleentwicklung kriselt (Foto: Amazon)

Amazons Spieleentwicklung ist bisher keine große Erfolgsgeschichte. Titel wie "The Grand Tour Game" rund um die hauseigene Autoshow "The Grand Tour" sind gefloppt. Nun zieht der US-Konzern die Notbremse. Er hat vergangene Woche, als sich die Szene ganz auf die Messe E3 in Los Angeles konzentrierte, in aller Stille Dutzende von Mitarbeitern seiner 2014 gegründeten "Amazon Game Studios" entlassen. Nach Informationen des Spielemagazins Kotaku haben die Mitarbeiter nun 60 Tage Zeit, neue Jobs bei Amazon zu finden, ansonsten erhalten sie eine Abfindung. Zudem hat Amazon die Entwicklung mehrerer bisher nicht öffentlich angekündigter Spiele gestoppt. In Amazons PR-Sprech klingen die Entlassungen so: "Amazon Game Studios reorganisiert einige unserer Teams, damit wir uns auf die Entwicklung der aktuellen Spiele ‚New World‘ und ‚Crucible‘ sowie von anderen Projekten konzentrieren können, deren Ankündigung wir schon jetzt kaum mehr erwarten können."

Epic: Superhit Fortnite fast gecancelt

"Gitarrengruppen sind nicht mehr gefragt" – mit dieser legendären Begründung lehnte Dick Rowe von Decca Records 1962 einen Plattenvertrag für eine aufstrebende junge Band namens The Beatles ab. Eine ähnliche Fehleinschätzung wäre beinahe Rod Ferguson von Spielehersteller Epic Games unterlaufen. Der damalige Produktionschef gab jetzt zu: "Wenn ich bei Epic geblieben wäre, hätte ich Fortnite gecancelt." So wäre der Megahit "Fortnite Battle Royale", das erfolgreichste Spiel der letzten Jahre, niemals erschienen.

Wie Rod Ferguson in einem Interview mit GameInformer erklärte, steckte Fortnite während der Entwicklung so tief in Problemen, dass das Projekt vor dem Aus stand. Bevor Ferguson den Daumen senken konnte, verließ er allerdings die Firma. Zu seiner Verteidigung ist zu sagen: Der sagenhaft erfolgreiche und kostenlose "Battle Royale"-Modus, der das Spiel zum Welterfolg machte, war damals noch gar nicht erfunden. Ferguson mit Selbstironie: "Die Fortnite-Fans können sich freuen, dass ich weg bin."

Das Ende vom LEAD: Elon Musk löscht Twitter-Konto – oder doch nicht?

Der exzentrische Elektroauto-Guru Elon Musk hat offenbar einen unruhigen Abend hinter sich. Er verkündete am frühen Montagmorgen deutscher Zeit, dass er seinen Twitter-Account gelöscht hat – allerdings war diese Nachricht immer noch auf seinem offenbar nicht restlos gelöschten Konto @elonmusk zu finden. Zudem änderte Musk seinen Nutzernamen in Daddy DotCom, legte sich einen komplett schwarzen Avatar zu und verwirrte seine 27 Millionen Follower mit kryptischen Ansagen wie "Not 2b". Er beantwortete "Sein oder nicht sein" also mit "nicht sein". Ob Musks Account gehackt wurde, ist bisher unklar. Der Name Daddy DotCom könnte auf daddy.com hinweisen, auf ein Portal für werdende Väter, das momentan nicht erreichbar ist. Mit welchen Ideen Elon Musk gerade schwanger geht? Es bleibt spannend.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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