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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Apples Ladematte ist da – aber nicht von Apple

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Apples Ladematte ist da – aber nicht von Apple

Mophie 3 In 1
Weniger Power als die AirPower – das ist Mophies neue Ladematte (Foto: Mophie)

Bemerkenswerte Neuheit in Apples Online-Store: Die verschollene 3-in-1-Ladematte AirPower ist nun doch noch erschienen – mehr oder weniger. Zur Erinnerung: 2017 hatte Apple das drahtlose Zubehör vorgestellt, auf dem sich iPhone, AirPods und Watch in beliebigen Konstellationen laden lassen sollten. Nach mehreren Verschiebungen strich Apple im vergangenen März die AirPower endgültig. Offenbar ließ sich das Konzept technisch nicht so umsetzen wie gewünscht – oder zumindest nicht zu einem akzeptablen Preis. Nun hat US-Zubehörspezialist Mophie aber eine 3-in-1-Ladematte in den Apple Store gebracht, die der AirPower zumindest auf den ersten Blick verblüffend ähnelt.

Mit der „Mophie 3-in-1 Wireless Ladestation“, die Apple für 149,95 Euro verkauft, lassen sich ebenfalls iPhone, AirPods und Watch drahtlos laden. Die Details zeigen allerdings, dass Apples Probleme mit der Wärmeentwicklung und mit dem beliebigen Platzieren der Geräte auf der Matte wohl immer noch bestehen. Denn auf der Mophie-Matte muss jedes Gerät an seiner genau definierten Stelle liegen. Die Watch muss an einer Art Ständer platziert werden. Und Apples Idee, dass ein dazugehöriges iPhone oder iPad den Ladestand aller drei Geräte anzeigt, konnte Mophie bisher auch nicht realisieren. Trotzdem ist Apple offenbar zufrieden mit dem AirPower-Ersatz, und vertreibt das Gadget exklusiv. Nun müssen die Käufer entscheiden: Praktisches Zubehör, oder nur eine matte Kopie?

Android: Millionen von Smartphones ab Werk mit Schadsoftware verseucht

Android Hack
Marken-Smartphones sind der beste Schutz gegen Android-Malware ab Werk (Foto: 123rf.de)

Millionen von Android-Smartphones kommen mit vorinstallierter Schadsoftware aus meist asiatischen Fabriken. Davor hat nun Google selbst auf der Sicherheits-Konferenz "Black Hat" in Las Vegas gewarnt. Die manipulierten Apps können weitere Viren laden, Nutzerdaten ausspionieren oder die komplette Kontrolle über die Geräte übernehmen. Allein die Malware Chamois, die unter anderem Betrugs-SMS verschickt, wurde laut Forbes auf 7,4 Millionen Neugeräten gefunden. Google-Sicherheitsexpertin Maddie Stone warnt: "Wenn Malware- oder Sicherheitsprobleme als vorinstallierte Apps auftreten, ist der Schaden, den sie anrichten können, noch viel größer. Und deshalb brauchen wir so viel Überprüfung und genaue Analyse."

Das Problem sind demnach nicht lizensierte Android-Versionen großer Hersteller wie Samsung, LG oder Motorola – sondern die freie Android-Software aus Googles "Android Open-Source Project" (AOSP). Daraus können kleine Hersteller ihr eigenes Android-Paket basteln. Hacker müssen nur mit einem fragwürdigen Smartphone-Hersteller kooperieren, und können dann Tausende oder Millionen von Geräten ab Werk verseuchen. Laut Google sind mehr als 200 Hersteller betroffen, allerdings konnte die Zahl der Geräte mit Schadsoftware zuletzt bereits deutlich reduziert werden. Als Tipp für Käufer bleibt: Keine Billig-Smartphones oder Tablets von No-Name-Klitschen kaufen – sondern auf Markenhersteller setzen, die praktisch immer mit offiziellen Android-Versionen arbeiten.

Huawei: Premiere fürs erste Gerät mit dem Android-Ersatz

Honor Vision Series
Dunkles Oberteil, Jeans – der Steve Jobs von China stellt neue Huawei-Hardware vor (Foto: Huawei)

Erst letzte Woche hatte Huawei seinen Android-Ersatz "HarmonyOS" offiziell präsentiert. Und nun haben die Chinesen bereits das erste Gerät mit der Software vorgestellt – allerdings kein Smartphone oder Tablet, sondern einen Fernseher. Das 55-Zoll-Gerät namens „Honor Vision“ mit 4K-Auflösung geht in China ab umgerechnet 475 Euro bereits am kommenden Donnerstag in den Verkauf, berichtet India Today. Für den Einsatz auf dem Fernseher bietet Harmony dort eine magazinartige Benutzeroberfläche zur Auswahl von Programmen und Streams.

Huawei hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sich Harmony auf Geräte beliebiger Größe portieren lässt, von der Uhr bis zum Fernseher. Die erste konkrete Umsetzung beweist nun offenbar diese Flexibilität. Obwohl der US-Boykott von Huawei derzeit ruht, bereiten die Chinesen weiterhin Smartphones vor, die nicht mehr mit Android laufen sollen, sondern mit HarmonyOS – das auch als Open-Source-Software zur Verfügung stehen wird. Das Magazin Trusted Reviews traut dem Huwawei-Betriebssystem durchaus zu, das Duopol aus iOS und Android aufzubrechen. Als erstes wichtiges Smartphone könnte das anstehende Huawei Mate 30 Pro zumindest auf dem Heimatmarkt mit Harmony arbeiten.

Sonos: Erste Infos zum Bluetooth-Lautsprecher

Sonos Bluetooth
Ende August neu – ein etwas rundlicherer und größerer Sonos One mit Akku im Fuß (Foto: Zatz Not Funny!)

Am Freitag war es noch ein Gerücht, am Wochenende haben sich die Nachrichten dann konkretisiert: Heimaudio-Spezialist Sonos stellt am 26. August in New York offenbar tatsächlich seinen ersten Outdoor-Lautsprecher mit Akku vor, der sich nicht nur wie gewohnt per WLAN vernetzen lässt, sondern der am See oder im Park auch mit Bluetooth funktioniert. Dem Blogger "Zatz Not Funny!" wurde ein erstes Bild der Box zugespielt, die an einen vergrößerten Sonos One erinnert – allerdings mit einem höheren Fuß, der den Akku beherbergen dürfte.

Was auf dem Bild nicht zu sehen ist: Auf der Rückseite soll der Bluetooth-Sonos einen Griff zum leichten Herumtragen bieten. Laut der Gerüchte registrieren Sensoren, wenn sich der Standort der mobilen Box verändert hat. Mit Hilfe der eingebauten Mikrofone regelt sich der Klang dann jedes Mal optimal ein. Das Laden, so The Verge, erfolgt über eine Basisstation oder über USB-C. Trotz neuer Bluetooth-Funktion soll der Freiluft-Sonos per WiFi weiterhin Apples Standard AirPlay 2 unterstützen.

Tesla: Frau implantiert sich Autoschlüssel in den Arm

Amie DD, eine in Gamerkreisen bekannte Programmiererin und Hackerin, hat sich selbst einen Tesla-Autoschlüssel in den linken Arm implantiert. Ein Video zeigt den Bodyhack. TechCrunch warnt allerdings sensible Zuschauer, die kein Blut sehen können, vor dem Anklicken. Die Programmiererin hat den RFID-Chip aus der Zugangskarte ihres Tesla Model 3 mit Hilfe von Aceton abgelöst und in ein Biopolymer eingesetzt. Dieses hat sie mit Hilfe eines Experten für Körpermodifikationen dann in ihren linken Arm injiziert.

Leider zeigt das Video noch nicht das Happy End – nämlich, dass sich der Tesla tatsächlich mit dem Implantat öffnen und starten lässt. Fans der grünhaarigen Amie (mit robustem Magen und Blut-Unempfindlichkeit) hoffen auf eine Fortsetzung. Der Tesla-Schlüssel ist bereits das zweite derartige Implantat von Amie DD. Sie hatte sich bereits einen RFID-Chip in die Hand injizieren lassen, der als Tesla-Autoschlüssel dann aber nicht funktioniert hat. Sie kann damit aber zumindest ihre Haustür öffnen.

Das Ende vom LEAD: YouTube in Zahlen – 500 Stunden neue Videos pro Minute

AndroidAuthority hat die spektakulärsten Zahlen und Fakten rund um YouTube zusammengetragen. Einige der Highlights: Zwei Milliarden Nutzer pro Monat, 500 Stunden frischer Videocontent pro Minute, 140 Milliarden Dollar Marktwert – bei einem Kaufpreis von 1,65 Milliarden Dollar durch Google 2006. Und unser Clip zeigt übrigens nicht das neueste Schlagervideo von Andrea Berg/Vanessa Mai/Helene Fischer – sondern stammt vom indischen Musiksender T-Series, der mit 108 Millionen Abonnenten den erfolgreichsten YouTube-Kanal der Welt betreibt.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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