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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Apple-Zukunft – ein Abo für alles, inklusive LeihPhone?

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Apple-Zukunft: Ein Abo für alles – inklusive LeihPhone?

14,99 Euro fürs Familienabo von Apple Music, 9,99 Euro für 2 TB Speicherplatz in iCloud – und künftig jeweils 4,99 Euro für Apple Arcade und Apple TV+. Macht dann 34,96 Euro im Monat. Wer will, kann bald richtig viel Geld für Apple-Abos ausgeben. Die Monatskosten bewegen sich langsam Richtung Sky-Abo. Kein Wunder, dass Apples Service-Sparte boomt. Dazu kommt in den USA der Digital-Kiosk News+ für 9,99 Dollar. Und neuerdings ist auch die Geräteversicherung AppleCare per Monatsabo verfügbar. Dieses Sammelsurium an Abos schreit geradezu nach Paketen, die die Angebote bündeln – am besten mit Preisnachlass. Diese Forderung stellen heute die US-Magazine The Verge und AppleInsider.

"Wo ist das Bundle aus Apple Arcade, Music und TV+?", fragt The Verge. Denn: "Apple setzt stark auf Services, und ein Paket würde helfen." Mit einem Bundle aus Music-Einzelabo und TV+ für 12,99 Euro statt der rechnerischen 14,98 Euro könnte Apple beispielsweise Spotify preislich in die Enge treiben, das keine Möglichkeit für solche Pakete hat. AppleInsider geht sogar noch einen Schritt weiter – und packt auch noch ein iPhone-Abo, quasi ein LeihPhone, dazu. Titel der sehr lesenswerten Geschichte: "Wie lange wird es noch dauern, bis wir für 100 Dollar ein ‚Alles Apple‘-Abo inklusive iPhone bekommen?"

In der Flatrate wären dann alle Abos vertreten, einschließlich iPhone. Das könnte auch Apples Problem lösen, dass sich die Kunden immer seltener ein neues Smartphone zulegen. AppleInsider rechnet alle Abos einschließlich iPhone zusammen – und kommt auf 96,99 Dollar monatlich für "Everything Apple". "Das könnte für viele Kunden unwiderstehlich sein", meint das Magazin. So lange es nicht so weit ist, müssen wir unsere iPhones noch kaufen. Die Vorbestellungen für iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max beginnen heute (weil Apple die gewohnten Startzeiten geändert hat) um 14 Uhr deutscher Zeit.

Disney+: In den Niederlanden schon da

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Nur noch einen Mouse-Klick entfernt: Disney+ hat in den Niederlanden einen Frühstart hingelegt (Foto: Disney)

Frühstart für Disney+. Offiziell sendet der neue Streamingdienst für Filme und Serien erst ab 12. November, in den USA, Kanada und im europäischen Testfeld Niederlande. Bei unseren Nachbarn geht es aber noch früher los. Denn bereits gestern hat der Unterhaltungskonzern in den niederländischen App Stores für iOS, Android, PlayStation 4 und Xbox Disney+ überraschend früh zum Ausprobieren freigegeben. Offenbar will Disney Erfahrungen sammeln – dies aber nicht gleich auf dem riesigen und komplexen nordamerikanischen Markt.

Vorerst ist Disney+ in den Niederlanden gratis – und schoss im iOS Store laut TheStreamable sofort auf Platz eins. Verfügbar sind zunächst bereits bekannte Inhalte von Disney, Marvel, Star Wars, National Geographic und Pixar – aber noch nicht die aufwändigen neuen Eigenproduktionen wie der Star-Wars-Ableger "The Mandalorian". Das Ausprobieren per VPN-App von Deutschland aus könnte sich lohnen. Denn weil Filme und Serien in den Niederlanden traditionell nicht synchronisiert werden, ist der Content auf Englisch verfügbar. Einen Termin für einen Deutschland-Start gibt es noch nicht. Das Monatsabo dürfte bei uns ebenso wie in den Niederlanden 6,99 Euro kosten.

HTC Vive Cosmos: Durchbruch für Datenbrillen?

Vom Durchbruch im Massenmarkt sind Virtual-Reality-Brillen nach wie vor weit entfernt – Oculus Rift, PlayStation VR & Co. bleiben eher ein Fall für Digital-Nerds. HTC will nun einen weiteren Schritt Richtung Mainstream schaffen, mit seiner neuen Brille Vive Cosmos, die am 3. Oktober in den USA erscheint. Sie macht die Nutzung deutlich leichter als bisher, unter anderem durch den Verzicht auf eine Basisstation, die nicht mehr erforderlich ist.

Das Rezept von HTC: Einfacher, komfortabler und bessere Grafiken. Dem Komfort, so CNET, dient das auffällige Gitter an der Front der Brille, das Schwitzen verhindern soll, und unter dem ein Ventilator für erträgliche Temperaturen sorgt. Das Gitter ist abnehmbar. Darunter befinden sich neben sechs Kameras für die räumliche Orientierung Ports, mit denen sich die Vive Cosmos modular für neue Einsatzzwecke erweitern lässt. Den Durchbruch verhindern könnte der hohe Preis von 699 Dollar. Zum Vergleich: Der ebenfalls nicht dramatisch erfolgreiche Konkurrent Oculus Rift aus dem Hause Facebook kostet nur 399 Dollar.

Leih-Fahrräder kommen uber München

Jump Uber
Rot wie der FCB, Weiß-Blau wie Bayern – das sind die neuen München-Bikes von Uber (Foto: Uber)

"Jetzt uber-rollen uns die Leihräder", unkt die Münchner Tageszeitung tz. Denn: Während sich die Stadt ebenso langsam wie unwillig an die Flut von 5.000 E-Scooter-Spaßvehikeln gewöhnt, kommen nun auch noch die E-Bikes von Jump dazu. Bisher war die Uber-Tochter nur in Berlin vertreten. Nun sind die auffälligen roten Radl auch in der Bayern-Kapitale verfügbar – mit weiß-blauem Rautenmuster auf dem vorderen Gepäckträger.

Die Jump-Fahrräder lassen sich per Uber-App buchen, zum Start sind rund 200 Räder verfügbar. Jede Buchung kostet einen Euro, dazu kommen 20 Cent pro Minute. Wer eine halbe Stunde durch München gondelt, zahlt also sieben Euro – teurer als der MVV, deutlich günstiger als ein Taxi. Dabei gibt es keine fixen Stationen. Die Bikes können an den zulässigen Stellen im Stadtgebiet beliebig abgestellt und angemietet werden. Wie viele Fahrräder Uber für München plant, ist noch offen. "Wir sind in engem Kontakt mit der Stadt und passen die Menge an die Nachfrage an", so Sprecher Oliver Krug zur tz. Ein Chaos wie zuletzt mit den gelben chinesischen Billig-Bikes von Obike soll sich mit den wesentlich hochwertigeren Jump-Radln jedenfalls nicht wiederholen.

Ikea vergleicht iPhone-11-Kamera mit Keramikkochfeld

Ikea Apple
Kann nicht fotografieren, aber kochen – das Ikea-Kochfeld im iPhone-11-Look (Foto: Ikea)

Ikea entdeckt die Möglichkeiten – Apple zu veralbern. Die glubschäugige Dreier-Kamera des neuen iPhone 11 Pro und der Bandwurm-Name "iPhone 11 Pro Max" haben die Schweden zu einem Facebook-Post inspiriert, in dem sie die Apple-Novitäten aufs Korn nehmen. Zu sehen ist ein Keramikkochfeld mit drei leuchtenden Platten in iPhone-11-Anordnung samt Hinweis: "Die neue iPhone-Kamera kommt uns irgendwie bekannt vor." Dafür gibt’s jede Menge Likes, positive Kommentare und virtuelle Schulterklopfer bei Facebook.

Über den Namen von Apples nächstem Top-Modell spottet Ikea: "Wer iPhone 11 Pro Max schon für einen unaussprechlichen Produktnamen hält, der hat noch nichts von LAGAN HGC3K gehört." Der Link führt dann direkt zum 99 Euro teuren Kochfeld. Ikea hat es in letzter Zeit zum amüsanten Steckenpferd erkoren, Apple durch den Kakao zu ziehen. Bereits zur Vorstellung des neuen MacPro mit Löcher-Look im vergangenen Juni bot Ikea die passende Obstreibe an. Motto: "Designed for Apples."

Das Ende vom LEAD: Jan Hofers Tagesschau-Selfie

Premiere in der Tagesschau: Millionen von Zuschauern staunten am Donnerstagabend über das erste Studio-Selfie. Jan Hofer, Tagesschau-Sprecher und Besitzer von Immobilien mit Wertzuwachs, lichtete sich am Ende der Sendung selbst ab. Die Erklärung gab’s kurz danach auf Instagram. Die Aktion feierte den millionsten Insta-Follower der Tagesschau.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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