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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Apple-Leak lüftet die letzten Geheimnisse

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Apple-Leak lüftet die letzten Geheimnisse

Apple Leak
Ein zehnseitiger Leak verrät unter anderem die Namen der neuen iPhones (Foto: AppleBeta2019)

Allzu viele Fragen waren vor der Apple-Keynote am kommenden Dienstag ohnehin nicht mehr offen. Doch nun lüftet ein geleaktes Dokument womöglich die letzten Geheimnisse. Der Twitter-Account @AppleBeta2019 hat eine Datei namens "Apple Software Development Resource" veröffentlicht, die den Fahrplan von Apple für die nächsten Wochen exakt beschreiben soll. Wie das für den internen Gebrauch bestimmte zehnseitige Dokument an die Öffentlichkeit geraten ist, und ob es authentisch ist, ist bisher unklar, so AppleInsider. Allerdings lag @AppleBeta2019 in der Vergangenheit mit Informationen zur Veröffentlichung neuer Apple-Software meist richtig.

Demnach heißen die drei neuen iPhones, die Apple am Dienstag zeigt, iPhone 11 (das bisherige XR), iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max. Die letzteren beiden sind die Nachfolger der aktuellen iPhones XS und XS Max – wobei der wenig elegante Bandwurm-Name "iPhone 11 Pro Max" definitiv Satire-Potenzial bietet. Während bisher erwartet wurde, dass die neuen iPhones am 20. September im Laden stehen, ist es laut der neuen Infos erst am 27. September so weit. iOS 13 soll ab 23. September ebenso wie iPad OS 13, watchOS 6 und macOS 10.15 Catalina zum Download bereitstehen. Ebenfalls kommenden Dienstag zeigt Apple demnach vier neue Watch-Modelle. Und im Oktober sollen das Einstiegs-iPad und das iPad Pro aufgemöbelt werden.

Amazon-Supermarkt: Handerkennung zum Bezahlen

Amazon Whole Foods
In 300 Millisekunden bezahlen – das soll künftig bei der Amazon-Tochter Whole Foods klappen (Foto: Amazon)

An der Ladenkasse mit Kreditkarte oder Smartphone bezahlen – für Kunden der Amazon-Supermärkte in den USA soll das bald ein alter Hut sein. Denn laut New York Post entwickelt der Handelsmulti derzeit berührungslose Scanner, die Kunden "anhand" (im wahrsten Sinne des Wortes) ihrer Hände erkennen. Die biometrischen Daten sind dabei mit dem Prime-Konto verbunden. Die Zahlung soll so in weniger als 300 Millisekunden erledigt sein. Momentan funktioniert die Handerkennung bis auf ein Zehntausendstel eines Prozents exakt, Amazon will die Genauigkeit aber nochmals um den Faktor 100 steigern.

Der Testlauf des Systems soll Anfang 2020 in Läden der Amazon-Lebensmitteltochter Whole Foods starten, bevor es dann in den ganzen USA eingeführt wird. Amazon scheint sich laut Finanzexperte Majd Maksad durch die Neuerung höhere Umsätze zu versprechen. Er weiß: "Die Leute geben mehr Geld aus, wenn sie gar nicht erst zur Geldbörse greifen müssen." Im Vergleich zur Gesichtserkennung soll Amazon die Handerkennung bevorzugen, weil das Erfassen von Gesichtern immer ein wenig an ein "Polizeifoto" erinnert, so die New York Post. Und Datenschutzexperten sind nicht begeistert, dass Amazon nach Stimmdaten per Alexa und Gesichtsdaten über seine umstrittenen Türklingeln nun auch noch die Hände seiner Kundschaft biometrisch erfassen will.

Bosch bringt den vernetzten Elektro-Kinderwagen

Elektrofahrräder gehören in Deutschland längst zum Alltag, Elektro-Tretroller sorgen in Städten für mächtig Ärger. Und nun kommt der Elektro-Kinderwagen mit Smartphone-Vernetzung für iOS und Android. Bosch hat die Technik namens eStroller entwickelt. Und der schwedische Hersteller Emmaljunga bringt Anfang 2020 mit dem Modell NXT90e für 2.000 bis 2.500 Euro den ersten E-Kinderwagen auf den Markt. Weitere Hersteller, so Heise, dürften folgen. Das Baby kurvt dabei aber nicht autonom durch die Stadt und fährt dann von selbst wieder nach Hause. Eltern müssen nach wie vor selbst schieben. Zwei Elektromotoren mit insgesamt 15 Kilometern Reichweite unterstützen sie dabei aber – und helfen vor allem, wenn es bergauf geht, wenn Gegenwind herrscht, oder wenn schwere Einkäufe im Kinderwagen liegen. Bergab entlastet eine automatische Bremshilfe den Rücken.

Über die Schiebehilfe mit 18-Volt-Akku hinaus hat sich Bosch weitere schlaue Funktionen einfallen lassen. Eine automatische Motor- und Feststellbremse verhindert, dass sich der Nachwuchs bergab selbstständig macht und davonrollt. Eine Lenkhilfe hilft beim einhändigen Steuern, wenn zum Beispiel das Geschwisterkind an der anderen Hand geht. Als Diebstahlschutz ist ein Alarmsystem mit Lautsprecher an Bord, das auch einen Push-Hinweis auf iPhone oder Android-Handy schickt. Dann rastet sofort die Feststellbremse ein und verhindert das Weiterfahren. Die App erfasst per Bluetooth außerdem die Fahrtrouten und regelt den Grad der Elektro-Unterstützung. Außerdem können die hippen Großstadteltern von Smilla-Leonie oder Fynn-Malte ihr Smartphone per USB-Buchse direkt am Elektro-Kinderwagen laden.

Fernseher von OnePlus kommt mit acht Lautsprechern

One Plus Tv
Na Logo: Der erste Hinweis auf den Fernseher von OnePlus (Foto: OnePlus)

Das schwer angesagte chinesische Smartphone-Startup OnePlus bringt seinen ersten Fernseher auf den Markt. Der Bildschirm des One Plus TV, der zunächst in der Standardgröße 55 Zoll erscheint, nutzt die von Samsung bekannte QLED-Technik. Sie bietet nicht ganz die überlegenen Kontraste von OLED, ist aber heller und leuchtstärker. Schwerpunkt des OnePlus-Fernsehers ist offenbar der Klang. Laut 9to5Google bauen die Chinesen acht Lautsprecher mit insgesamt 50 Watt Leistung, mit Unterstützung für Dolby Atmos und mit Subwoofer für kräftige Bässe ein.

Bei vergleichbaren Modellen beispielsweise von Sony liegt die Sound-Leistung meist eher um die 20 Watt. Dieser für aktuelle Flachbildfernseher ungewöhnlich hohe Aufwand soll Soundbars und andere externe Boxen überflüssig machen. Als Betriebssystem kommt Android TV zum Einsatz. Einen Preis für seinen ersten Fernseher, der noch im September zunächst in Indien startet und der 2020 auch weltweit verkauft werden soll, hat OnePlus noch nicht genannt. Wenn das Unternehmen seiner Strategie aus dem Smartphone-Geschäft treu bleibt, können Käufer viel Technik zu relativen günstigen Preisen erwarten.

Zu viele verlorene AirPods – New York will mit Durchsagen warnen

In der New Yorker U-Bahn gehen so viele AirPods verloren, dass die Verkehrsbehörde MTA nun über Lautsprecherdurchsagen nachdenkt. Sie sollen Nutzer davor warnen, ihre Apple-Stöpsel während des Ein- und Aussteigens aus dem Ohr zu nehmen oder hineinzustecken. Denn es kommt immer öfter zu Verzögerungen, weil AirPods in den Schlitz zwischen Tür und Bahnsteigkante purzeln, und weil die Besitzer dann stehenbleiben und die Tür blockieren. "Sie sind klein, sie sind schwer wiederzufinden. Und der einzige Vorteil ist, dass sie weiß sind", verrät Mitarbeiter Steven Dluginski über die Probleme der MTA, die verlorenen AirPods mit langen Stangen mit klebrigem Ende wieder aus dem Gleisbett zu fischen.

Im heißen New Yorker Sommer 2019 war das Problem laut MacRumors besonders groß – weil Schweiß in den Ohren und an den Händen der Nutzer dafür gesorgt hat, dass sich besonders viele AirPods selbständig gemacht haben. Die Besitzer können ihre Ohrhörer dann häufig mit der "Find my iPhone"-Funktion im Gleisbett orten, und greifen bisweilen zur Selbsthilfe. Die New Yorkerin Ashley Mayer hat ihren Ohrstöpsel mit einem klebrigen Besenstil aus dem von Ratten bevölkerten Gleis geangelt und damit einen Twitter-Hit gelandet: "Er ist schmutzig, aber ich habe ihn wieder!" Der bekannte Apple-Blogger John Gruber von Daring Fireball hat nach eigenen Angaben schon zehn AirPods verloren. Für einen einzelnen Ersatz berechnet Apple in den USA 69 Dollar und in Deutschland 75 Euro.

Das Ende vom LEAD: Der britische Renaissance-Fürst

Wenn’s nicht so traurig wäre, wär’s zum Lachen. Brexit-Hardliner Jacob Rees-Mogg von den britischen Konservativen lümmelte gestern im Unterhaus demonstrativ gelangweilt und respektlos in seiner Abgeordnetenbank – und erinnerte an einen Renaissance-Fürsten, der auf einem alten Gemälde zu Tisch liegt. Immerhin lieferte er damit eine Steilvorlage für zahlreiche Twitter-Memes unter dem Motto "Jacob Rees-Mogg liegt an ungewöhnlichen Orten", zum Beispiel auf dem Sofa im Wohnzimmer der Simpsons.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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