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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Apple-Gründer wünscht sich Apple-Aufspaltung

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Apple-Gründer wünscht sich Apple-Aufspaltung

The Woz
Woz is los: Apple-Gründer Steve Wozniak verschont in seinen Kommentaren auch Apple nicht (Foto: CNBC)

Steve Wozniak, neben Steve Jobs und dem fast schon vergessenen Ron Wayne einer der drei Gründer von Apple, gilt als Genie, Rebell und Querkopf. Mit seiner Meinung hält der 69-Jährige nie hinter dem Berg – auch wenn’s Apple wehtut. Jetzt sprach sich "Woz" für eine Aufspaltung von Tech-Riesen wie Facebook, Google und auch Apple aus, deren Marktmacht viel zu groß geworden sei. "Ich bin absolut dagegen, dass solche Monopole in unfairer und wettbewerbswidriger Weise eingesetzt werden", so Wozniak. "Das ist bei den großen Tech-Unternehmen passiert, und deshalb lässt man sie mit vielen schlechten Dingen davonkommen. Sie haben zu viel Macht über unser Leben." Seine Vision: "Mir wäre es am liebsten, wenn ich für Google oder Facebook bezahlen könnte, und wenn sie mich dann nicht mehr überwachen."

Konkret schlägt Wozniak vor: "Ich bin absolut dafür, dass man die Aufspaltung solcher Unternehmen prüft. Und ich würde mir wünschen, dass sich Apple schon vor langer Zeit in unabhängige Geschäftsbereiche aufgespalten hätte." Damit, so CNET, unterstützt Apples einstiger Technik-Guru Bestrebungen der demokratischen Präsidentschaftsbewerber Elizabeth Warren und Bernie Sanders zur Aufspaltung der Tech-Giganten. Wozniak hatte sich bereits 1985 von Apple zurückgezogen, wird aber bis heute als Mitarbeiter mit festem Gehalt geführt. Versöhnliches Fazit des Computer-Pioniers: "Apple ist noch die beste dieser Firmen. Apple verdient sein Geld wenigstens mit Produkten, statt mit dem Überwachen von Leuten."

Huawei Mate 30 muss ohne Google-Apps starten

Huawei P30 Pro
Noch ist unklar, wie Huaweis neue P30-Reihe final aussieht. Doch mit Gmail oder Google Maps dürfte sie nicht erscheinen (Foto: Huawei)

Huawei muss seine anstehenden Top-Smartphones Mate P30 und P30 Pro offenbar ohne Google-Apps wie Maps, Gmail oder YouTube auf den Markt bringen. Das ist eine weitere Folge des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Denn der 90-Tage-Aufschub für die Belieferung durch US-Unternehmen, den die Regierung in Washington Huawei zuletzt gewährte, gilt nur für auf dem Markt bereits existierende Geräte. Neue Modelle wie die P30-Reihe, die am 18. September präsentiert werden soll, fallen ebenso wie das Falt-Phone Mate X nicht unter diese Ausnahmeregelung.

Laut Reuters könnten die neuen Huawei-Handys zwar Android nutzen, das zu großen Teilen als Open-Source-Software verfügbar ist. Google-Apps und andere Dienste des US-Konzerns dürfen die Chinesen nach aktuellem Stand aber nicht installieren. Hauptproblem wäre dabei das Fehlen des Google Play Stores, über den Android-Apps erst verfügbar wären. Google, so TechRadar, könnte bei der US-Regierung zwar Ausnahmen für bestimmte Produkte beantragen. Diverse Firmen haben offenbar bereits rund 130 dieser Anträge gestellt, von denen bisher aber kein einziger genehmigt wurde.

Deutsche Nutzer bekommen die meisten Spam-Mails

Sparkassen Spam
Wenn's um Geld geht – besser nicht auf diesen Sparkassen-Spam hereinfallen (Foto: Kaspersky)

Deutschland bleibt Spam-Weltmeister. Auch im zweiten Quartal 2019 haben deutsche Computernutzer laut der Sicherheitsspezialisten von Kaspersky weltweit die meisten Spam-Mails erhalten. So landete jede zehnte weltweit verschickte Spam- und Phishing-Mail (10,05 Prozent) in deutschen Mail-Postfächern. Das bedeutet mit deutlichem Abstand Platz eins vor Russland (6,16 Prozent) und Vietnam (5,98 Prozent). Die größten Spamschleudern und Quellen sind dabei China (23,73 Prozent), die USA (13,89 Prozent) und Russland (4,83 Prozent).

Große Wirtschaftskraft, schlecht geschützte Computer, leichtsinnige Nutzer und oft schlechte englische Sprachkenntnisse machen Deutschland als Angriffsziel für Spammer besonders interessant. Des Weiteren warnen die Experten von Kaspersky aktuell vor betrügerischen E-Mails, die sich als Steuerrückerstattung tarnen. Zudem entdeckten sie neue, gefälschte und täuschend echt aussehende deutschsprachige Phishing-Seiten im Design von 1&1, PayPal, Amazon und der Sparkasse, die auf den ersten Blick kaum als Betrugsversuch zu erkennen sind.

Dark Mode: Düstere Zeiten für MS Office

Office Dark Mode
Auch bei Microsoft Office bricht die Dunkelheit herein (Foto: Microsoft)

Für Nutzer von Microsoft Office brechen düstere Zeiten an – zumindest beim Design von Word, Excel, Powerpoint oder Outlook. Denn nachdem der "Dark Mode", der dunkle Hintergrund mit heller Schrift, eine der wichtigsten Neuheiten von Apples anstehendem iOS 13 ist, schließt sich nun auch Microsoft dem Trend an. Künftig nutzen immer mehr Varianten des Büropakets Office optional den Düster-Look.

Desktop-Nutzer können den Dark Mode, den viele als augenfreundlich empfinden, schon seit einiger Zeit in Office 2010 einstellen. Und gestern hat Microsoft die Funktion auch für die Mobilversionen von Outlook auf iOS und Android sowie für den Onlineservice Office.com freigegeben. Laut Microsoft-Blogeintrag wird der modische Modus mit dem Start von iOS 13 und iPad OS im September im kompletten Office-Paket auf iPhone und iPad verfügbar. Die dunkle Darstellung schont vor allem bei Geräten mit OLED-Bildschirm auch den Akku. Deshalb schaltet Outlook für Android mittlerweile im Batteriesparmodus auf den Dark Mode um.

Sony A6100 und A6600 – das sind die neuen Systemkameras

Sony hat zwei neue Modelle seiner beliebten Systemkamera-Reihe A6xxx präsentiert. Die A6100 (899 Euro) ist die neue Einsteigervariante, die A6600 (1.599 Euro, Preise jeweils ohne Objektiv) soll als Topmodell ambitionierte Fotografen, Profis oder auch Videoblogger begeistern. Beide spiegellosen Kameras, die Mitte bis Ende Oktober erscheinen, nutzen einen exzellenten und lichtstarken APS-C-Fotosensor mit 24,2 Megapixel, und ähneln sich auch äußerlich. Technisch sind die Unterschiede allerdings groß.

Die A6600 bietet eine eingebaute Bildstabilisierung, ihr OLED-Sucher löst deutlich höher auf, und sie verfügt über einen Echtzeit-Augenfokus für Videoaufnahmen. Zudem sorgen beim Topmodell Sonys neue Akkus der Z-Serie für eine etwa doppelt so lange Laufzeit. Mehr als 700 Fotos sollen mit einer Ladung möglich sein. Außerdem kommt nur die A6600 mit staub- und spritzwassergeschütztem Magnesiumgehäuse.

Das Ende vom LEAD: Foto-Diskriminierung jetzt auch für Männer

Paparazzo-Fotos, die mit anzüglichen Kommentaren veröffentlicht werden, gehören für weibliche Prominente zum traurigen Alltag. Motto der Clickbaiter: "Miley Cyrus – Fans sind geschockt, in welchem gewagten Outfit sie den Müll runterbringt." Männliche Promis bleiben bisher meist verschont. Doch das ändert nun der Twitter-Satireaccount @MaleOnline1. Er spottet genüsslich über die Stylingpannen von Leonardo di Caprio, Arnold Schwarzenegger oder Ryan Reynolds. Musste Matt Damon wirklich so viel Bein zeigen?

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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