Anzeige
Anzeige
Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Apple Samsung

TechTäglich: Apple erklärt Trump, dass Südkorea nicht in China liegt

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

Anzeige
Anzeige

Apple erklärt Trump, dass Südkorea nicht in China liegt

Bei einem Dinner am Freitagabend sprachen Apple-Chef Tim Cook und Präsident Donald Trump über die Strafzölle auf China-Importe, die die US-Regierung zuletzt zumindest teilweise verschoben hat. Die 10 Prozent Aufschlag auf Smartphones und Notebooks sind zumindest bis 15. Dezember ausgesetzt. Für Geräte wie Smartuhren, Bluetooth-Kopfhörer und vernetzte Lautsprecher soll dagegen am 1. September eine 10-Prozent-Steuer in Kraft treten. Apple mit seiner Watch, mit AirPods und HomePod ist davon besonders stark betroffen.

Zentrales Argument von Tim Cook: Damit benachteiligt die eigene US-Regierung Apple gegenüber Hauptkonkurrent Samsung, auf dessen Importe aus Südkorea keine Strafsteuern fällig werden. Von dieser Tatsache war Trump offensichtlich überrascht und beeindruckt: "Da hat Tim Cook einen guten Punkt gemacht, dass Apples wichtigster Konkurrent Samsung keine zusätzlichen Steuern bezahlen muss, weil er in Südkorea sitzt. Das ist hart für Apple." Sein Versprechen: "Ich werde darüber nachdenken." CultofMac spekuliert über drei Möglichkeiten, was beim Trump-Nachdenken herauskommen könnte: Eine weitere Verschiebung der Strafsteuern auf China-Importe, Steuern auch für Südkorea – oder ein Streichen der Steuern für US-Unternehmen, die in China fertigen lassen.

Gamescom: Hier läuft die Eröffnung heute Abend live

Die Gamescom in Köln, die sich neben der E3 in Los Angeles zu einer der größten Spielemessen der Welt gemausert hat, beginnt heute Abend zum ersten Mal mit einer großen "Opening Night", einer zweistündigen Show vor 1.500 Zuschauern. 25 neue Spiele sind dort laut aktueller Planung zu sehen, von "FIFA 20" und "Borderlands 3" über "Destiny 2: Shadowkeep" bis hin zu "Death Stranding", dessen legendärer Schöpfer Hideo Kojima ("Metal Gear") persönlich anwesend sein wird.

Die Gamescom-Eröffnung ist heute ab 20 Uhr live auf YouTube, Twitch, Twitter, Facebook und Mixer zu sehen. Moderator Geoff Keighley, Gastgeber und Produzent der "Game Awards", verrät die genauen Links unten in seinem Tweet zur "Opening Night". Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Website der Veranstaltung.

Kühlschrank-Twittern: Alles nur Fake?

War alles nur Fake? Letzte Woche sorgte die (angeblich) 15-Jährige Dorothy aus Kentucky im Netz für Aufregung, weil sie mit dem LG-Smartkühlschrank ihrer Familie twitterte. Grund: Ihre Mutter hatte ihr das Smartphone und alle anderen Internetgeräte weggenommen, weil Dorothy vor lauter Surfen einen Reiskocher abfackeln ließ. Auch LEAD berichtete, und selbst Kühlschrankhersteller LG schloss sich der Initiative #FreeDorothy an.

Nun erklärt Buzzfeed News, warum es beim Kühlschrank-Twittern offensichtlich nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Denn: Der Kühlschrank-Tweet war zwar tatsächlich mit der Absender-Kennung "LG Smart Refrigerator" gekennzeichnet. Aber: Keiner dieser Kühlschränke besitzt einen Twitter-Client. Die vermeintliche "Dorothy" könnte also höchstens mit dem Webbrowser des Kühlschranks getwittert haben. Dann würde allerdings eine Absender-Kennung wie "Posted from the Web" unter dem Tweet stehen. Der Kühlschrank-Absender dürfte also ein Fake sein (was nicht allzu schwer ist). So oder so: "Dorothy" hat ihre fünf Minuten Ruhm im Netz eh hinter sich. Letzte Wortmeldungen: Angeblich bekommt sie ihr Smartphone von ihrer Mutter zurück, wenn sie ihr Twitter-Konto löscht. Nun will sie zu Instagram umziehen – mit Kühlschrank, oder ohne.

Neu: Der Dunstabzug mit dem 27-Zoll-Monitor

Ge Kitchen Hub
Schlauer Dunst: Der GE Kitchen Hub bringt Android direkt an den Herd (Foto: CNET)

Apropos Kühlschrank und Küche: Sieht so die Zukunft des Kochens aus? CNET hat den General Electric Kitchen Hub getestet, eine 1.200 Dollar teure Dunstabzugshaube, in die ein 27 Zoll großes Android-Tablet eingebaut ist. Per Kamera, die auf die Kochfläche gerichtet ist, zeigt das Display unter anderem, was da unten köchelt und brutzelt. Eine zweite Kamera nimmt auf, wer gerade in der Küche werkelt. So landen nicht mehr nur die fertigen Speisen auf Instagram, sondern auch die Fotos und Videos von der Zubereitung.

CNET vergibt einigermaßen schmackhafte 7,3 von maximal 10 Punkten. Die Tester kritisieren neben ungünstigen Kamerawinkeln aber vor allem die mäßige Sprachsteuerung, die Köche immer wieder dazu zwingt, mit den Fettfingerchen aufs Display zu drücken, um Rezepte abzurufen oder die neuesten Kochfotos zu posten. Fazit: "Dieses Rezept braucht noch Verfeinerungen."

Motorola One Action: Das GoPro-Smartphone

Motorolas "One"-Baureihe steht für Android-Smartphones mit guter Technik zu bezahlbaren Preisen. Daran knüpft jetzt auch das "Motorola One Action" an, mit dem die Tochter des chinesischen Lenovo-Konzerns eine echte Neuheit liefert: Ein Smartphone mit einer Action-Kamera à la GoPro. Dafür hat Motorola eine Frontkamera mit einem extrem großen Sichtfeld von 117 Grad eingebaut, berichtet The Verge. Damit sollen sich Actionszenen beim Snowboarden, Mountainbiken oder Fallschirmspringen so großflächig einfangen lassen wie mit einer GoPro.

Zweiter Trick beim Action-Handy: Selbst wenn der Nutzer es vertikal hält, nimmt das neue Motorola YouTube-gerechte Videos im Querformat auf. Auf diesen cleveren "Dreh" ist bisher noch kein Handy-Hersteller gekommen. Mit Android 9 und mit dem "Android One"-Programm sollen zudem längerfristig Software-Updates garantiert sein. Das Mittelklasse-Smartphone mit großem 6,3-Zoll-Bildschirm kostet in Deutschland 259 Euro.

Das Ende vom LEAD: Der Weltall-Tesla – einmal um die Sonne

Weltall Tesla
Flieg, Roadster, flieg! Dieser Tesla dringt in Galaxien vor, die nie ein Auto zuvor gesehen hat (Foto: SpaceX)

Im Februar 2018 hat Elon Musks Weltraum-Unternehmen SpaceX einen Tesla Roadster ins All geschossen, der seither als Werbegag durchs Universum kreist. Nun hat das Vehikel seine erste Umrundung der Sonne geschafft. Laut der Website "Where Is Roadster?", auf der Tesla-Fans die Reise verfolgen können, hat das fliegende Auto mittlerweile 762 Millionen Meilen zurückgelegt – und die Tesla-Garantie für Reparaturen von 36.000 Meilen damit um das 21.000-fache überschritten. "Viel Spaß, Starman, wenn Du Dein Auto jetzt noch repariert haben willst", ulkt Mashable.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

Anzeige
Themen
Trump-Steuern Gamescom-Eröffnung Kühlschrank-Twitter Android-Dunstabzug GoPro-Smartphone Weltall-Tesla
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote
Anzeige