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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Apple – der neue Super-Mac für über 50.000 Dollar

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr.

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Apple: Der neue Super-Mac für über 50.000 Dollar

Mac Pro 2019
Der neue Mac Pro – die teuerste und schnellste Käsereibe der Welt (Foto: Apple)

Über alle Neuigkeiten von Apple informiert LEAD heute in einem eigenen Beitrag. Neben jeder Menge Software-News standen bei der Keynote zur WWDC in San José "Two More Things" im Blickpunkt – der neue modulare Mac Pro und der 32 Zoll große 6K-Monitor Pro Display XDR für Profi-Anwender mit besonders kontrastreicher HDR-Darstellung. Die Einstiegspreise hat Apple bereits genannt: Der Mac Pro erscheint im Herbst ab 5.999 Dollar. Das 6K-Display kostet 4.999 Dollar in der Standard-Variante und 5.999 Dollar mit spezieller Anti-Reflex-Nanobeschichtung. Und weil wir von Apple reden, sind für den Standfuß 999 Dollar obendrauf fällig.

Aber was kostet die Maximalausstattung des Mac Pro inklusive Monitor? The Verge hat nachgerechnet – und kommt auf über 50.000 Dollar! Im Preis eines feschen Audi TT inbegriffen sind der Basis-Mac Pro für 6.000 Dollar, zwölfmal 128 GB RAM für 18.000 Dollar, zweimal SSD-Speicher mit je 2 TB für 2.400 Dollar, ein Intel Xeon W-Prozessor mit 28 Kernen für 7.500 Dollar, zwei AMD Radeon Pro Vega II-Grafikkarten für 12.000 Dollar sowie der Monitor (mit Ständer!) für 6.000 Dollar. Macht in der Summe 51.900 Dollar. Und dabei ist Apples hauseigener neuer Grafikbeschleuniger "Afterburner", dessen Preis noch nicht bekannt ist, nicht eingerechnet. Damit kommt die teuerste und schnellste Käsereibe der Welt dann doch eher für das Bearbeiten von Hollywood-Blockbustern als für das Layouten des Mitteilungsblättchens des örtlichen Tischtennisvereins in Frage.

Weg damit! Was Apple jetzt alles überflüssig macht

Slaughter Cook
Wo Käse gehobelt wird, fallen Späne. Tim Cook hat gestern einige Konkurrenzprodukte gekillt (Foto: Gizmodo)

Keine Apple-Keynote ohne Kollateralschäden. Weil Apple gerne Ideen aufgreift, die es längst gibt, und sie dann poliert und perfektioniert, müssen sich einige Soft- und Hardwarehersteller nun Sorgen um ihre Umsätze machen. Gizmodo hat aufgezählt, was Apple auf der WWDC alles für obsolet erklärt hat: Menstruations-Apps – die Apple für die Watch und für seine Health-App auf dem iPhone künftig selbst anbietet. Tastatur-Apps wie SwiftKey – denn das "Swipen" über die Tasten baut Apple in iOS 13 ab Werk ein. Google Street View – denn eine ganz ähnliche Funktion ist künftig in Apple Maps enthalten. Logins per Google und Facebook – die Apple mit seiner Lösung "Sign in with Apple" und drastisch besserem Datenschutz ersetzen will.

Ebenfalls vom Aussterben bedroht: Überwachungs-Kameras wie von Nest – denn Apple bietet für seinen Smarthome-Standard HomeKit einen erheblich besseren Schutz der Privatsphäre via iCloud. Zeichen-Tablets – weil Mac-Eingaben per Stift künftig auch am iPad als Zweit-Monitor funktionieren. Und LEAD ergänzt noch: Künftig gibt es keinen Grund mehr, iOS-Spielcontroller wie den SteelSeries Stratus zu kaufen. Denn ab Herbst funktionieren die Controller von PlayStation 4 und Xbox One auch mit iPhone, iPad und Apple TV, die damit zur ausgewachsenen PlayStation-Konkurrenz werden sollen.

OnePlus 7 Pro: Phantom-Eingaben machen Ärger

One Plus 7 Pro
Be-geisternd: Das One Plus 7 Pro verwirrt seine Nutzer mit Phantom-Eingaben (Foto: OnePlus)

iPhone-Qualität zum deutlich günstigeren Preis – das verspricht das chinesische Smartphone-Startup OnePlus mit seinem neuen Flaggschiff 7 Pro, das in Deutschland ab 709 Euro zu haben ist. Ganz problemlos ist der Start des 6,67-Zoll-Handys aber nicht verlaufen: Nutzer klagen über Phantom-Eingaben auf dem Bildschirm – der Aktionen auch dann ausführt, wenn niemand aufs Display drückt. In anderen Fällen drücken die Besitzer dagegen auf den Bildschirm, der dann aber rätselhafterweise nicht reagiert.

Bei Apple wäre längst die Rede von "PhantomGate", bei OnePlus ist die Aufregung nicht ganz so groß. Das Abschalten des NFC-Funkchips soll laut Engadget in vielen Fällen gegen die "Phantom Taps" helfen. Der chinesische Hersteller verspricht Abhilfe mit einem Software-Update – aber erst "in den kommenden Wochen". Vorerst müssen die 7 Pro-Besitzer also mit dem mysteriösen Verhalten ihres neuen Smartphones leben.

Google: Spieledienst Stadia vor dem Start

Nächsten Dienstag beginnt in Los Angeles die weltgrößte Spielemesse E3. Google prescht allerdings vor – und kündigte jetzt per Tweet die Präsentation seines Spiele-Streamingdienstes Stadia für kommenden Donnerstag (6. Juni) um 18 Uhr deutscher Zeit an. Denn: "Einige Nachrichten können nicht bis zur E3 warten." Per Livestream will Google erstmals verraten, was Stadia kostet, wann es startet, und welche Spiele es bietet.

Das neue Spiele-Streaming soll leistungsstarke Konsolen mittelfristig überflüssig machen. Denn die Spiele laufen dabei auf Servern in der Cloud und werden nur noch auf den Chrome-Browser in beliebigen Endgeräten übertragen, deren Hardware dann praktisch keine Rolle mehr spielt. Wichtigste Neuerung: Der Controller verbindet sich per WLAN mit den Google-Servern. Das soll Verzögerungen bei der Verarbeitung der Eingaben so weit wie möglich verringern. Denn diese Latenzzeiten sind bisher das große ungelöste Problem des Spiele-Streamings.

Minecraft Earth mit echten Menschen

Bei der gestrigen Apple-Keynote war es nur eine Randnotiz – für Spielefans dagegen eine aufregende Weltpremiere. Microsoft zeigt live auf der Bühne erstmals die Augmented Reality-Version von Minecraft. Das erfolgreichste Videospiel der Welt soll künftig die größte Spielfläche der Welt nutzen – die gesamte Erde. Es lässt sich überall und auf jeder beliebigen Oberfläche spielen, vom Küchentisch bis zur Wiese im Park. Und deshalb heißt es auch "Minecraft Earth".

Per Smartphone-Kamera laufen echte Menschen durch die Klötzchenwelt – und die Figuren ahmen die menschlichen Bewegungen nach. Bei den Entwicklern in San José sorgte das neue Minecraft für gehörigen Applaus, und im Video unten gibt es einen ersten Vorgeschmack. Eine Beta-Version der App erscheint noch diesen Sommer, voraussichtlich im Herbst folgt dann das komplette Spiel.

Das Ende vom LEAD: Trump, Obama und die Queen

Lieblings-Thema von Twitter an diesem Dienstagmorgen ist – neben Apple, Apple und Apple – der Staatsbesuch von Donald Trump in Großbritannien. Der US-Präsident fiel nicht nur damit negativ auf, dass er der Queen die angemessene Verbeugung verweigerte und ihr ganz proletarisch die königliche Pranke schüttelte. Auch sein eigenwilliges Outfit – ein pinguinartiger Kellner-Frack mit einem darunterliegenden Fatsuit – amüsiert Twitter. Eine der Vermutungen: "Trump lässt seine Klamotten danach schneidern, wie er sich seine Figur vorstellt: Muskulös, schlank, Sixpack." Und die Sehnsucht der Twitterer nach dem Stil und der Klasse von Amtsvorgänger Barack Obama ist größer denn je.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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