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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Amazon Fortnite

TechTäglich: Amazon-Spielestream – Stillen ist erlaubt

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Amazon-Spielestream: Stillen ist erlaubt

Wenn Frauen in Amazons Spielestreaming Twitch ihr Baby stillen, verstößt das nicht gegen die Richtlinien des Dienstes. Das hat Twitch jetzt klargestellt. Streamerin und Model Heather "HeatheredEffect" Kent hatte in dieser Woche eine heftige Debatte ausgelöst, weil sie ihre elf Monate alte Tochter Margaux vor der Kamera gestillt hat – nicht als feministisches Statement, wie sie betont, sondern schlicht, weil das Kind Hunger hatte. Moralhüter hatten ihr daraufhin vorgeworfen, damit das Verbot von sexuellen Inhalten auf Twitch zu umgehen. Twitch hatte das Video zunächst gelöscht, nahm die Entscheidung aber jetzt zurück.

"Sie haben völlig recht, dass Stillen nicht unzüchtig ist. Sie haben nichts Falsches getan", schrieb Twitch in einer Mail an Heather Kent, und entschuldigte sich für das Sperren des Videos durch seine Moderatoren, die in einer "schwierigen Situation" gewesen seien. "Sie mussten über eine Angelegenheit entscheiden, die es so bei Twitch noch nie gab." Das Unternehmen will nun in seinen Richtlinien genauer definieren, was in den Videos erlaubt ist, und was nicht. Streamerin HeatheredEffect zeigt sich zufrieden und versöhnlich: "Es ist unglaublich, dass wir eine große Firma wie Twitch zu so einer Entscheidung bringen konnten. Das ist ein großer Sieg." Sie hatte nach der Geburt drei Monate pausiert. Weil ihre Haupt-Einkommensquelle Twitch aber keine Mutterschaftsregelung anbietet, versucht sie seither, Streamen und Kinderbetreuung zu vereinbaren.

Fortnite X: Mehr Spieler sollen bezahlen

Fortnite-Saison X ist gestern gestartet – und bringt jede Menge Änderungen für die „Battle Royale“-Spieler. Neben neuen Regionen auf der Landkarte gibt es wie gewohnt einen neuen „Battle Pass“, der für die zehnwöchige Saison erneut rund 9,50 Euro kostet, und der zahlreiche Extras bringt. In der neuen Staffel ist dieser Pass wichtiger denn je. Denn Hersteller Epic Games hat einen Großteil der bisher kostenlosen Missionen aus dem Spiel entfernt. Die meisten Aufgaben, so Gamespot, sind jetzt kostenpflichtig. So will Epic noch mehr Fortnite-Fans dazu animieren, für das an sich kostenlose Spiel zu bezahlen. Die Herausforderungen erscheinen auch nicht mehr wöchentlich, sondern in Sets, die sich um bestimmte Themen drehen.

Eine der wichtigsten inhaltlichen Neuerungen ist eine Art Titan – was nichts mit einem verrenteten Fußball-Torwart zu tun hat, sondern mit einem gigantischen Roboter-Vehikel namens B.R.U.T.E., mit dem Spieler zu zweit über die Fortnite-Insel walzen können. B.R.U.T.E. erinnert laut Spielemagazin Kotaku frappierend an die Titanen im Actionspiel „Titanfall“ von Epic-Konkurrent Electronic Arts. Die ersten Spieler kritisieren bereits jetzt, dass das Schlachtenauto zu schlagkräftig ist und damit die Balance des Spiels durcheinander bringt. Im Fortnite-Universum tauchen solche Vorwürfe immer wieder auf.

Apple schaltet Siri-Zuhörer ab

Siri
Siri-Nutzer erhalten künftig mehr Datenschutz-Optionen (Foto: Apple)

Apple reagiert auf Siri-Lausch-Vorwürfe. Zuletzt war bekannt geworden, dass Mitarbeiter vereinzelt Sprachdateien von Siri abhören, um die Genauigkeit des Dienstes zu analysieren und zu verbessern. Die Proben sollen Informationen zu Gesundheit und Drogenmissbrauch von anonymisierten Nutzern enthalten haben, auch sexuelle Handlungen waren offenbar zu hören. Nach Protesten setzt Apple die Praxis namens "Siri Grading" – die auch bei Konkurrenten wie Google oder Amazon üblich ist – vorerst weltweit aus. Apple, so ein Sprecher gegenüber The Verge, will die Vorfälle nun zunächst ausführlich prüfen. Zudem sollen Siri-Nutzer künftig die Möglichkeit erhalten, mit einer neuen Menü-Option die Analyse ihrer Spracheingaben durch menschliche Zuhörer zu untersagen. Ob Apple nicht nur das Anhören der Daten aussetzt, sondern auch generell deren Sammeln und Speichern, ist bisher aber noch unklar.

Notruf: Google-Smartphone spricht mit den Rettern

Google Notruf
Hier hilft Dr. Google: Besitzer von Pixel-Phones können per Klick komplette Notrufe absetzen (Foto: Google)

Ein Notfall, bei dem der Betroffene womöglich noch in der Lage ist, zu seinem Smartphone zu greifen, aber nicht mehr zu sprechen – hier will künftig Google helfen. Die hauseigenen Pixel-Handys sollen eine Funktion erhalten, bei der eine Sprachsoftware nach einem einzigen Klick ein Telefonat mit Rettern oder Einsatzkräften führt. Dafür erhält die Telefon-App des Pixel künftig drei neue Knöpfe: "Arzt", "Feuer" und "Polizei". Die Software liest dann am Telefon einen Text vor, der beispielsweise so klingt: "Das ist der automatische Notruf eines Menschen, der derzeit offenbar nicht sprechen oder hören kann. Ich brauche medizinische Hilfe." Dann folgt der aktuelle Aufenthaltsort des Betroffenen, der per GPS bestimmt wird.

Bereits seit 2017 übermittelt die Notruf-Funktion der Pixel-Geräte eine Textnachricht mit wichtigen Informationen an Rettungskräfte. Die Sprachausgabe soll die Kommunikation nun noch weiter erleichtern. Laut Google-Blogeintrag startet der neue Notfall-Helfer in den nächsten Monaten in den USA auf Pixel-Smartphones und weiteren ausgewählten Android-Geräten. Bei der Entwicklung hat Google eng mit Rettungs- und Hilfsorganisationen zusammengearbeitet.

Samsung: Fans hassen diesen Dongle

Samsung Dongle
Doof-Dongle: Dieses Zubehör fürs Note 10 nervt Samsung-Fans (Foto: SamMobile)

Ein kleiner Dongle ist die womöglich unbeliebteste Hardware des Jahres 2019. Denn wenige Tage, bevor Samsung nächsten Mittwoch (7. August) in New York sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 10 vorstellt, ist im Netz das Bild eines weißen Kopfhörer-Adapters von USB-C auf 3,5-Millimeter-Klinke aufgetaucht. Er ist offenbar nötig, um mit dem Note 10 und Bluetooth-losen Kopfhörern zum Beispiel Musik oder Podcasts zu hören.

Nachdem es schon länger Gerüchte gegeben hatte, dass Samsung auch beim Note 10 die (gute alte) Kopfhörerbuchse abschafft, bestätigt das Fundstück von SamMobile nun wohl die schlechte Nachricht. Kopfhörer-Adapter, die gerne verschwunden oder verloren sind, wenn man sie braucht, sind bei Nutzern extrem unbeliebt, was die Hersteller aber nur unwesentlich beeindruckt. TechRadar nennt das jetzt aufgetauchte Bild "den Sargnagel für den Fan-Favoriten Kopfhörerbuchse".

Das Ende vom LEAD: Fans feiern 30 Jahre GameBoy

Nintendo-Fans in den USA haben diese Woche den 30. Geburtstag des GameBoy gefeiert, der dort am 31. Juli 1989 erschienen ist. Unter Hashtags wie #Gameboy30 finden sich zahlreiche nostalgische Bilder, Videos und Erinnerungen rund um das kleine graue Spiele-Wunder aus Japan. Sogar das "National Museum of American History" hat den Staub aus den Spielemodulen geblasen und den GeburtstagsBoy gewürdigt. Und damit verabschiedet sich LEAD, die Tetris-Musik pfeifend, für diese Woche. Schönes Wochenende, bis Montag!

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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