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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Amazon

TechTäglich: Amazon Alexa – am besten ins Meer werfen!

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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Amazon Alexa: Am besten ins Meer werfen!

Amazon Echo
Schon wieder schlechtes Echo: Für Alexa setzt es neue Kritik (Foto: Amazon)

Dass Amazon-Mitarbeiter Zugriff auf Audioaufnahmen der Sprachassistentin Alexa haben, hat Bloomberg bereits vor zwei Wochen enthüllt. Nun legt das Wirtschaftsmagazin mit neuen Erkenntnissen nach. Demnach können die Mitarbeiter auch die Adressen der Kunden nachvollziehen, deren Spracheingaben sie auswerten. Denn die Dateien sind mit Geodaten verknüpft, deren Koordinaten sich im Netz problemlos in reale Adressen übersetzen lassen. Das bestätigte Amazon-Personal, das anonym bleiben will, gegenüber Bloomberg. Tausende von Mitarbeitern des US-Konzerns in mehreren Ländern können also nicht nur hören, was Alexa-Nutzer sagen – sie wissen auch, wo die Kunden wohnen. Bis vor Kurzem sollen dabei auch Telefonnummern angezeigt worden sein.

Auch wenn es bisher keinen Hinweis auf Missbrauch dieser Funktion durch Amazon-Mitarbeiter gibt, spricht Bloomberg von einem "viel zu großen Zugriff auf Kundendaten". Nachdem die Datenschutzmängel von Alexa immer offensichtlicher werden, hat das Technikmagazin Gizmodo eine klare Empfehlung für die Nutzer solcher Dienste: "Die Technik von Amazons Alexa ist ein perfektes Produkt für die heutige Zeit. Sie ist einfach, sie ist praktisch – und sie ist ein Alptraum für die Privatsphäre, der uns ständig daran erinnert, dass wir in einer furchterregenden Technikzukunft leben, die wir selbst erschaffen haben. Wer immer noch Alexa oder einen anderen Sprachassistenten zuhause hat, sollte gewarnt sein. Und wer seinen Echo-Lautsprecher noch immer nicht ins Meer geworfen hat, ist selbst schuld. Denn das Silicon Valley hat ganz offensichtlich kein Interesse daran, unsere Privatsphäre zu respektieren."

Das Statement von Amazon selbst lautet dazu: "Der Zugang zu internen Tools unterliegt einer strengen Kontrolle und wird nur einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitern gewährt, die diese Tools benötigen, um den Dienst durch die Verarbeitung einer extrem kleinen Stichprobe von Interaktionen zu trainieren und zu verbessern. Unsere Richtlinien verbieten sowohl den Zugriff der Mitarbeiter auf Kundendaten als auch deren Verwendung zu anderen Zwecken strikt. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik hinsichtlich des Missbrauchs unserer Systeme. Wir überprüfen regelmäßig den Zugriff der Mitarbeiter auf interne Tools und begrenzen den Zugriff, wann und wo immer es möglich ist."

Auseinandergenommen: Galaxy Fold „alarmierend anfällig“

Galaxy Fold I Fixit
Robust geht anders: Das Galaxy Fold ist überaus labil (Foto: iFixit)

Die Reparaturspezialisten von iFixit haben Samsungs Sorgentelefon Galaxy Fold auseinandergenommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. iFixit spricht von "alarmierend anfälliger" Technik. Nach dem Durchlesen der Autopsie des womöglich dauerhaft verblichenen Falt-Handys erscheint es kaum mehr nachvollziehbar, dass Samsung das unausgereifte Gerät morgen tatsächlich für 1.980 Dollar auf den Markt bringen wollte. iFixit ist bei seiner Untersuchung auf zahlreiche mangelhaft gesicherte Stellen gestoßen, über die Gegenstände von Staubfusseln bis zur Größe eines Gitarrenplektrums (!) in das Galaxy Fold eindringen können.

Während konventionelle Smartphones vom iPhone bis zu Standard-Handys von Samsung so stark verklebt sind, dass Reparaturen schwerfalllen, lässt sich das Falt-Samsung schon mit geringem Wärmeeinsatz in großen Teilen auseinandernehmen. "Bereits geringer Druck des Nutzers auf den Bildschirm genügt, um ihn zu beschädigen", staunt iFixit. Damit sei "praktisch sicher", dass Käufer das Display über kurz oder lang reparieren lassen müssten. Auch die Hardware-Nerds bestätigen die bisherigen Erkenntnisse zur umstrittenen Schutzfolie auf dem Bildschirm: "Wer die Folie entfernt, killt das Display."

Cloud – aber bitte aus Deutschland!

D Cloud
Ob auch Testerin Claudia auf die Warentestsieger aus Deutschland setzt? (Foto: 123rf.de)

Die Stiftung Warentest hat in ihrer neuesten Ausgabe elf Cloud-Dienste untersucht. Den Testsieg holte sich mit der Note 2,0 Web.de mit seinem "Freemail Online-Speicher" vor der "Magentacloud Free" der Telekom (2,1). Die namhaften Konkurrenten wie Dropbox und Google Drive (beide 2,5) oder Amazon Drive und Apple iCloud (beide 3,0) landeten deutlich dahinter. Wie von Warentest gewohnt, scheiterten die US-Anbieter an "sehr deutlichen Mängeln in Datenschutzerklärung, Nutzungs- oder Geschäftsbedingungen". Sie führten jeweils zu einer Abwertung um eine komplette Note.

Würde es dagegen rein um Funktionen, Komfort und Datensicherheit gehen, hätte die großen US-Firmen ihre Nasen deutlich vorn. So kommen Dropbox und Google bei diesen drei zentralen Kriterien durchschnittlich auf eine Top-Note von 1,5, während Web.de bei knapp 2,0 liegt, und die Telekom bei 2,1. Bei der Datensicherheit kommt der Zweitplatzierte Telekom wegen Schwächen beim Zugangsschutz und bei Sicherheitsfunktionen nur auf Note 2,7 – Dropbox und Google direkt dahinter dagegen jeweils auf eine 1,5. Apples iCloud schafft mit dem "besten Passwortschutz" und "starkem Schutz vor Datenraub" sogar die Bestnote 1,3. Offenbar müssen Cloud-Nutzer also eine Grundsatzentscheidung treffen – zwischen EU-gerechten Datenschutzerklärungen und Geschäftsbedingungen, und maximalem Komfort und Datensicherheit.

Bis zu 5 GHz: Das sind die neuen Muskel-PCs

Intel 9 Gen
Die eiligen drei Tempo-Könige von Intel (Foto: Intel)

Intel hat die neunte Generation seiner Mobil-Prozessoren i5, i7 und i9 für Notebooks vorgestellt. Flaggschiff ist der i9-Chip 9980HK mit einer Basis-Geschwindigkeit von 2,4 GHz, der sich auf bis zu 5 GHz bringen lässt – ein neuer Meilenstein für mobile Rechner. Aufwändige 3D-Spiele sollen damit um bis zu 18 Prozent schneller laufen als mit dem Vorgänger, das Rendern von 4K-Videos in Adobe Premiere Pro klappt bis zu 28 Prozent schneller. Rechner mit dieser Technik will Intel als "Musclebooks" vermarkten. Die ersten tragbaren PCs und Macs mit den Gen-9-Chips sollen im Laufe des Jahres erscheinen. Allein für seinen neuen Top-Prozessor berechnet Intel dabei laut The Next Web 583 Dollar.

Airbnb plant Reise-Fernsehen

Airbnb Tv
Heimlich, still und Reise: Airbnb plant ein eigenes Urlaubs-Fernsehen (Foto: Airbnb)

Vom Zimmervermittler zum Reise-Multi! Airbnb will mittelfristig alles anbieten, was mit Urlaub und Reisen zu tun hat. Und dazu gehören womöglich bald auch Filme und Serien rund ums Verreisen, die das Fernweh der Kundschaft fördern sollen. Laut Reuters plant der US-Konzern solche Shows, die Vorbereitungen dafür laufen wohl schon seit mindestens drei Jahren. Erste Vorboten: Auf dem gestern gestarteten Tribeca Film Festival in New York zeigt Airbnb die Dokumentation "Gay Chorus Deep South" über einen queeren Chor aus San Francisco. Und auch an der Dokuserie "Home" für Apple TV+ ist Airbnb beteiligt. Das Reise-Fernsehen könnte sowohl in der Airbnb-App als auch auf anderen Plattformen laufen.

Das Ende vom LEAD: Der Mark-Zuckerberg-Podcast

Mark Zuckerberg hat seinen eigenen Podcast gestartet. In der neuen Reihe "Tech & Society" spricht der Facebook-Chef mit seinen Gästen über die Zukunft von Technik und Gesellschaft. Zumindest der Inhalt von Folge 1 ist allerdings nicht ganz taufrisch. Zuckerbergs Gespräch mit Springer-CEO Mathias Döpfner fand am 1. April statt und wurde bereits auf Facebook gepostet. Nun steht es auch als Podcast zur Verfügung. Laut The Verge ist bisher noch unklar, wie oft der Podcast erscheint und auf welchen Plattformen er zu hören sein wird. Bisher ist "Tech & Society" nur bei Spotify verfügbar, aber beispielsweise nicht in Apples Podcast-App für iOS.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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