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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
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TechTäglich: Alexa, die Große – Amazon-Offensive mit 15 Neuheiten

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

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Alexa, die Große: Amazon-Offensive mit 15 Neuheiten

Echo Studio
Hits mit Schlitz – der HomePod-Konkurrent Echo Studio (Foto: Amazon)

In einer beispiellosen Neuheiten-Show hat Amazon gestern Abend 15 neue Geräte mit Alexa-Steuerung vorgestellt. Mit ihnen soll die Sprachassistentin in praktisch jeden Lebensbereich ihrer Nutzer vordringen. Deshalb gibt es nicht nur fünf neue Echo-Lautsprecher – sondern auch völlig neue Produkte, um Alexa überall mit hinzunehmen. Dazu gehören die Datenbrille "Echo Frames" für 180 Dollar und der Ring "Echo Loop" für 100 Dollar, die beide zunächst nur in den USA "per Einladung" verfügbar sind. Ebenfalls für unterwegs gedacht sind die AirPods-Konkurrenten "Echo Buds" für 130 Dollar – und der Hunde-Tracker "Ring Fetch".

"Es gibt so viele Ankündigungen, dass einem schwindlig wird", staunt Gizmodo. Spannendste Lautsprecher-Neuheit ist der "Echo Studio", der am 7. November für 200 Euro auch nach Deutschland kommt. Der Konkurrent für Apples HomePod und für Sonos bietet erstmals bei einer Echo-Box wirklich exzellente Audio-Qualität. Denn er soll nicht zuletzt Amazons neue HD-Musik-Flatrate bewerben. Daneben gibt es unter anderem einen klanglich überarbeiteten Echo-Lautsprecher für 100 Euro sowie für 30 Euro den winzigen "Echo Flex", der in jede Steckdose passt. An der Alexa-Software hat Amazon ebenfalls geschraubt. So kann die Assistentin künftig mit der Stimme von Prominenten sprechen. Den Anfang macht noch dieses Jahr Schauspieler Samuel L. Jackson. Sein Download – bzw. das Laden seiner Stimme – kostet 99 US-Cent.

Amazon und der Datenschutz: 15 große Fragezeichen

Echo Frames
Mit der "Echo Frames"-Brille tanzt Alexa ihren Nutzern auf der Nase herum (Foto: Amazon)

Alexa zuhause, Alexa unterwegs – mit den neuen Produkten wie Brille, Ring oder Ohrstöpsel will Amazon seine Assistentin zur allwissenden und unersetzlichen 24-Stunden-Begleitung machen. Und dennoch versprach der US-Konzern jetzt bei der Vorstellung seiner 15 Alexa-Neuheiten verstärkte Anstrengungen in Sachen Datenschutz. Während dieses Thema beim Herbst-Event 2018 praktisch nicht vorkam, stellte Produktchef Dave Limp das Thema Privatsphäre diesmal immer wieder in den Blickpunkt: "Wir müssen uns auf diesem Gebiet verbessern." Experten kritisieren aber, dass sich "Alexa everywhere" und der Schutz der Privatsphäre nicht vereinbaren lassen.

"Privatsphäre ist Amazons neues Lieblingswort. Aber weiß es überhaupt, was es bedeutet?", fragt Gizmodo. Und Recode warnt: "Amazons Pläne mit Alexa widersprechen seinen Ankündigungen, die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen." Das Fazit von Recode: "Das Unternehmen kann Alexa überhaupt nicht zu einer Assistentin mit menschenähnlichen Fähigkeiten ausbauen, ohne auch unsere oft genug sensiblen Audiodaten zu speichern. Hier steckt Amazon in einer Glaubwürdigkeits-Falle." So will das US-Unternehmen den Nutzern zwar künftig die Option anbieten, ihre Audiodaten automatisch alle drei Monate oder alle 18 Monate zu löschen. Die Möglichkeit, dass jede Spracheingabe nach der Bearbeitung sofort wieder vom Amazon-Server verschwindet, gibt es aber weiterhin nicht. Denn ohne gespeicherte Sprachdaten kann Alexa nicht dazulernen. "Falls die Privatsphäre bereits tot ist, können wir Amazon – natürlich neben vielen anderen Firmen – für die Sterbehilfe danken", giftet Gizmodo.

Apple 2020: Comeback fürs Kult-Design des iPhone 4?

I Phone 4
Oh, wie war das schön! Kommt das Design des iPhone 4 zurück? (Foto: Apple)

Das 2010 vorgestellte iPhone 4, dessen Look bis zum 5S drei Jahre lang praktisch unverändert blieb, gilt bei vielen Apple-Fans bis heute als schönstes iPhone. Nun lässt Star-Analyst Ming-Chi Kuo hoffen, dass das Kult-Design mit den beiden Glasplatten vorne und hinten sowie dem geraden Metallrahmen an den Seiten nächstes Jahr mit dem iPhone 12 zurückkehrt. Der meist treffsicherere Apple-Augur hat in seiner Glaskugel erspäht, dass sich das Design des ersten 5G-iPhones gegenüber dem gerade erschienenen iPhone 11 "deutlich" verändern wird.

Kuo nennt laut MacWorld ausdrücklich das iPhone 4 als Referenz für das iPhone 12 – dessen Seitenflächen demnach nicht mehr wie seit 2014 abgerundet sein sollen. Apple hat das Design des iPhone 4 beim Einstiegsmodell SE 2016 nochmals recycelt. Und die aktuellen iPads sind bis heute auf diese Weise gestaltet. Wenn auch das iPhone 12 solch einen geraden Metallrahmen bekommt, könnte Apple wieder für mehr Familienähnlichkeit in seinem Produktdesign sorgen. Daneben erwartet Ming-Chi Kuo für 2020 OLED-Displays in allen neuen iPhones sowie eine größere Spreizung zwischen den Bildschirmgrößen. Statt 5,8 Zoll, 6,1 Zoll und 6,5 Zoll könnte Apple demnach auf einen Mix aus 5,4 Zoll, 6,1 Zoll und 6,7 Zoll setzen.

"Mario Kart Tor-Tour": Der Ärger über Nintendo Geldmaschine

Seit gestern steht Nintendo mit seiner neuen Rennspiel-App "Mario Kart Tour" für iOS und Android am Start. Und die Begeisterung vieler Fans und Kritiker hält sich in engem Rahmen. Das liegt einerseits an der schockierend schlichten Touchscreen-Lenkung der Vehikel, die mit der ausgefeilten Steuerung klassischer Mario-Kart-Spiele nichts zu tun hat. Zudem funktioniert das Spiel allen Ernstes nur im Hochkant-Modus. Haupt-Kritikpunkt ist aber Nintendos Geschäftspolitik mit allgegenwärtigen In-App-Käufen, die die Japaner diesmal auf die Spitze treiben. "Nintendos mobile Gier ist außer Kontrolle geraten", wettert das Online-Magazin TweakTown.

Bis zu 74,99 Euro kosten die In-App-Käufe von "Gold-Pässen" oder "Rubinen" – während das grandiose und vor allem vollwertige "Mario Kart 8 Deluxe" für die Switch schon um die 50 Euro zu haben ist. Das größte Ärgernis: Der schnellste und für Fans interessanteste 200-Kubikzentimeter-Modus der Karts lässt sich weder freispielen noch als Einzelkauf erwerben. Er ist nur im Monatsabo "Gold Pass" für 4,99 Dollar bzw. 5,49 Euro verfügbar. Das Spielemagazin Polygon schimpft: "4,99 Dollar – für diesen Monatspreis wurde gerade Apple Arcade eingeführt. Die Preise für Mario Kart erinnern an längst vergangene Zeiten. Der erste Eindruck von dem Spiel ist schrecklich." Apples Spiele-Abo bietet 100 vollständige Spiele, und nicht nur einen Modus in einem einzigen Spiel. Vorerst scheint sich Nintendos Gier aber auszuzahlen: "Mario Kart Tor-Tour" flitzte in 58 Ländern an die Spitze der iOS-Charts für Gratis-Downloads.

Google auf dem Huawei Mate 30 – die 10-Minuten-Anleitung

Kein Tag ohne neue Nachrichten vom Google-losen Huawei Mate 30. Nun stellt sich heraus, dass es offenbar ebenso einfach wie höchst riskant ist, den Google Play Store und damit alle einschlägigen Google-Apps von Gmail bis YouTube auf dem neuen Huawei-Smartphone zum Laufen zu bringen. Im Internet kursieren mittlerweile mehrere 10-Minuten-Anleitungen dafür. Erster und wichtigster Schritt ist dabei, von der – bisher weitgehend unbekannten – chinesischen Website lzplay.net einen so genannten "Google Services Framework Installer" herunterzuladen.

Danach genügen offenbar vier, fünf Schritte, um ein Mate 30 komplett zu "vergoogeln". Das Magazin BGR weist allerdings darauf hin, dass die Installation das Mate 30 beschädigen oder lahmlegen kann und komplett auf eigene Gefahr geschieht. Zudem erfordert es durchaus ein sonniges Gemüt, von einer dubiosen chinesischen Website eine illegale Software auf das Smartphone eines chinesischen Herstellers zu laden, der unter dem Verdacht der Wirtschaftsspionage und des Abhörens seiner Nutzer steht. Für Gerüchte, dass Huawei und Google unter der Hand kooperiert haben, um eine möglichst einfache Installation des Play Store zu ermöglichen, gibt es bisher aber keine Bestätigung.

Das Ende vom LEAD: FIFA vs. PES – wer hat den schöneren Messi?

Der Videospiele-Fußball "eFootball PES 2020" mit dem FC Bayern als Aushängeschild ist bereits vor zwei Wochen erschienen. Und morgen folgt nun auch Platzhirsch "FIFA 20". Fazit von ersten Vorab-Tests: PES bietet das bessere Gameplay und den glaubwürdigeren Fußball. Bei FIFA sind mehr Blingbling und mehr Original-Spieler und Klubs dabei. Ein Tweet zeigt nun, wie die Superstars von Cristiano Ronaldo bis Lionel Messi in den beiden Spielen aussehen. Erster Eindruck: Die PES-Kicker wirken echter, sollten sich aber nach einem neuen Zahnarzt umschauen. Vielleicht mal bei Jürgen Klopp nachfragen.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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Daten allein nützen nichts. Erst wenn du sie auswertest und analysierst, wird daraus Datengold. Wie man Google Analytics einrichtet, Dashboards übersichtlich zusammenstellt, Analysetools nutzt und Daten geschützt verarbeitet erfährst du in diesem Handbuch: LEAD Report "Workbook Web Analytics"

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