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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Jörg Heinrich

TechTäglich: 628 Megabit pro Sekunde – so schnell ist das erste 5G-Netz

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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628 Megabit pro Sekunde: So schnell ist das erste 5G-Netz

Verizon 5 G
Surfen (fast) ohne Tempolimit. In Chicago läuft 5G schon mit bis zu 628 Mbit/s (Foto: Engadget)

US-Provider Verizon hat in dieser Woche in Chicago und Minneapolis seine ersten 5G-Netzwerke in Betrieb genommen – angeblich die weltweit ersten kommerziellen 5G-Zugänge für Privatkunden. Chris Velazco, Reporter des US-Technikmagazins Engadget, hat sich auf den Weg nach Chicago gemacht, um 5G in der Praxis zu testen. Seine erste Beobachtung: "Es war eine stadtweite – und oft vergebliche – Schnitzeljagd, um stabile Highspeed-Verbindungen zu finden." Denn bisher versorgt Verizon nur Teile des Stadtgebiets mit 5G. Aber: Dort, wo das neue Netz zur Verfügung stand, lag das Tempo sogar noch höher als die von Verizon versprochenen zunächst 450 Megabit pro Sekunde. Rekord im Test: Spektakuläre 628 Mbit/s!

Voraussetzung für die Nutzung ist das momentan einzige verfügbare 5G-Smartphone, das Motorola Moto Z3 plus aufgestecktem 5G-Adapter Moto Mod sowie 10 Dollar monatlicher Aufpreis für den Verizon-Vertrag. Auf den Akku wirkte sich die 5G-Nutzung weniger dramatisch aus als befürchtet, nach sechs Stunden waren noch 40 Prozent übrig. Der Spiele-Download von PUBG Mobile (1,81 GB) via 5G dauerte aber immer noch viereinhalb Minuten – "nur" doppelt so schnell wie mit LTE, und weit entfernt von den wenigen Sekunden, mit denen 5G beworben wird. Und Uploads laufen auch in Verizons 5G-Netz weiterhin über LTE. Fazit des ersten Tests: Das Potenzial ist enorm, aber die Provider haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen.

Amazon-Scheidung: 36 Milliarden Dollar für MacKenzie Bezos

Die Scheidung von Amazon-Chef Jeff Bezos und seiner Frau MacKenzie ist jetzt offiziell vollzogen. Laut eines Tweets der einstigen First Lady von Amazon behält Jeff Bezos 75 Prozent der gemeinsamen Amazon-Aktien (und 100 Prozent der Stimmrechte) sowie alle Anteile an der Washington Post und am Raumfahrtunternehmen Blue Origin. An MacKenzie Bezos gehen 25 Prozent der Amazon-Anteile des nunmehr getrennten Paares. Das macht sie mit einem geschätzten Vermögen von knapp 36 Milliarden Dollar zur viertreichsten Frau der Welt. Arbeiten müsste die 48-Jährige damit nicht mehr – will sie aber. Sie ist laut ihres Tweets „begeistert von ihren künftigen Plänen“. MacKenzie Bezos gilt als renommierte Autorin und erhielt für ihren Debütroman "The Testing of Luther Albright" 2006 den American Book Award.

Snapchat jetzt noch verspielter

Nach Googles neuem Spiele-Streaming "Stadia" und nach Apples "Arcade" will nun auch Snapchat mit Spielen neue Nutzer anlocken, alte Nutzer behalten und die Kundschaft länger in seiner App halten. Die neue Plattform heißt "Snap Games" und setzt auf simple Multiplayer-Spiele, die während der Chats laufen. Die ersten Titel wie "Bitmoji Party" sind seit Donnerstag verfügbar. Innerhalb der Spiele werden kurze Werbeclips eingespielt, fürs Ansehen gibt es laut CNN Belohnungen wie Bonusgegenstände. Auf seinem ersten "Partner Summit" in Los Angeles kündigte Snap weitere Neuerungen an, darunter Stories von Drittanbietern, Apples integrierte Shazam-Musiksuche und eine Scan-Funktion für Snapchat. Nutzer können per Kamera echte Gegenstände oder Barcodes scannen – und bekommen dann Amazon-Suchergebnisse angezeigt.

Internetarchiv rettet 490.000 Musikstücke von MySpace

Im März musste der gefallene Internetriese MySpace zugeben, dass er alle Uploads aus den Jahren 2003 bis 2015 bei einem Serverumzug verschusselt hat, und dass kein Backup vorliegt. Mehr als ein Jahrzehnt Musikgeschichte gingen damit verloren. Nun gibt es aber wieder Hoffnung für einstige MySpace-Musiker und ihre Fans. Denn "The Internet Archive", quasi das Museum des weltweiten Netzes, konnte eine gewaltige Sammlung von 490.000 Musikstücken aus den Jahren 2008 bis 2010 retten, die es als "MySpace Drachenhorst" bezeichnet. Das sind zwar nicht einmal 1 Prozent der 53 Millionen verlorenen Dateien – mit frühen Stücken von Katy Perry oder Nicki Minaj sind laut Engadget trotzdem spannende MP3s wieder aufgetaucht. Der Drachenhorst lässt sich hier durchsuchen.

Mief-Jobs: Neue iPhones sollen riechen können

Apple Smell
Deo vergessen? Das iPhone gibt künftig Bescheid, wenn's den Mitmenschen stinkt (Foto: 123rf.de)

Jetzt aber Smell! Künftige Modelle von iPhone und Apple Watch könnten eine Geruchserkennung erhalten. Zumindest hat sich Apple solch eine Funktion patentieren lassen. Die "iNasen" könnten laut CultofMac Luftverschmutzung, chemische Belastungen, verdorbene Lebensmittel, Körpergeruch oder sogar den Blutzuckerspiegel von Diabetikern erschnüffeln. Sensoren würden dabei Chemikalien registrieren, die dann per künstlicher Intelligenz genauer zugeordnet werden. Wie immer bei Apple gilt: Ein Patent bedeutet noch längst nicht, dass daraus ein fertiges Produkt wird. Kurzfristiger interessant für die Apple-Kundschaft ist diese Nachricht: Der Smart-Lautsprecher HomePod ist jetzt günstiger zu haben. In Deutschland hat Apple den offiziellen Preis von 349 auf 329 Euro gesenkt – eine ungewöhnliche Maßnahme, weil Apple seine Preise eigentlich nur dann reduziert, wenn ein Nachfolger im Regal steht. Mediamarkt und Saturn verkaufen den HomePod allerdings bereits zwischen 288 und 299 Euro.

Das Ende vom LEAD: Der virtuelle Mario

Nächsten Freitag erscheint für 80 Euro die VR-Datenbrille für Nintendos Switch-Konsole – eine schlichte Papp-Konstruktion, in die die Switch geschoben wird. Das Interessanteste an der virtuellen Nintendo-Realität sind die zahlreichen kleinen VR-Spiele, die die Japaner mitliefern. Doch neben Minigames werden laut The Verge auch Nintendos absolute Superstars virtuell: "Super Mario Odyssey" bekommt einen VR-Bonusmodus, und "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" lässt sich sogar komplett in VR zocken.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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