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TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Apple iPhone

TechTäglich: 5G-iPhone 2020 – so teuer könnte es werden

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages. Das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Heute mit dem ersten smarten Scheibenwischer und mit dem Twitter-Abschied von Elon Musk.

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5G-iPhone 2020: So teuer könnte es werden

I Phone 12
Ohne Notch gut und teuer – das iPhone 12 (Foto: Ts Designer)

Kaum eine Technik-Neuheit wird mit so viel Spannung erwartet wie das erste iPhone mit 5G-Mobilfunk, das 2020 kommen soll. Interessenten tun gut daran, langsam mit dem Sparen anzufangen. Denn das 5G-iPhone könnte deutlich teurer werden als die aktuellen Modelle. Star-Analyst Ming-Chi Kuo rechnet damit, dass die neue Technik zu drastischen Preiserhöhungen führt. Hauptgrund ist demnach ein komplett neues Motherboard, das für 5G rund zehn Prozent größer sein muss als bisher. Das Motherboard (Hauptplatine) als Herzstück eines Smartphones ist schon jetzt eine der teuersten Komponenten. Und laut Kuo könnte dessen Herstellung in einem 5G-iPhone rund 35 Prozent kostspieliger werden.

Derzeit führt 5G noch zu Preissteigerungen von rund 400 Dollar bei Top-Smartphones, rechnet AppleInsider vor. Bis 2020 dürfte 5G-Technik allerdings günstiger werden, zudem senkt die Massenproduktion von 5G-iPhones die Kosten. Dennoch geht das Techmagazin wccftech.com davon aus, dass die Preise der neuen iPhones nächstes Jahr zumindest in China durchschnittlich um 162 Dollar steigen. Für Deutschland könnte das Preiserhöhungen von 150 bis 200 Euro bedeuten. Ein iPhone 12 5G würde dann nicht mehr bei 799 Euro starten, sondern bei 949 bis 999 Euro. Und der Einstiegspreis für ein iPhone 12 Pro 5G würde von derzeit 1.149 Euro auf 1.299 bis 1.349 Euro steigen. Dass das iPhone 11 mit konventioneller LTE-Technik dann weiterhin als Einstiegsmodell im Handel bleibt, wäre damit sehr wahrscheinlich.

Toyota: Smarter Scheibenwischer liefert Wetterbericht

Scheibenwischer
Auch der Scheibenwischer will kein Oldtimer mehr sein – und wird smart (Foto: 123rf.de)

Toyota hat einen smarten Scheibenwischer entwickelt, der helfen soll, die Genauigkeit von Wetterberichten zu verbessern. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die vernetzte Technik aktueller Toyotas meldet in Echtzeit an Wetterstationen, ob sich die Scheibenwischer der verbundenen Autos gerade bewegen – und wenn ja, wie schnell. Zusammen mit Standortdaten entsteht so eine exakte Karte, die anzeigt, wo es gerade wie stark regnet, und wie sich der Regen entwickelt.

Gemeinsam mit dem Wetterdienstleister Weathernews hat Toyota dazu nun einen ersten Test in Tokio, Osaka und in der zentraljapanischen Region Aichi gestartet. Das berichtet Kyodo News. Denn Weathernews kann keine Regenwolken erfassen, die tiefer als zwei Kilometer hängen. Und auch die Messstationen am Boden decken nicht das komplette Land ab. Hier erhoffen sich die Meteorologen durch die Daten der smarten Scheibenwischer wesentlich genauere Messwerte. Toyota-Fahrer sollen so in Echtzeit im Cockpit erfahren, wenn hinter der nächsten Kurve Starkregen droht.

Auch Facebook wollte Fitbit kaufen

Fitbit Versa 2
Soll zur Google Watch werden – Fitbits aktuelle Smartuhr Versa 2 (Foto: Fitbit)

Google hat den Fitness-Spezialisten Fitbit für 2,1 Milliarden Dollar übernommen, und will mit der Technik der kalifornischen Firma künftig der Apple Watch Konkurrenz machen. Nachdem eine Pixel Watch bisher auf sich warten lässt, und nachdem das hauseigene Betriebssystem Wear OS Apples watchOS hoffnungslos unterlegen ist, könnte der Deal Google bei tragbaren Geräten voranbringen. Allerdings sind noch längst nicht alle Experten von dem Milliarden-Geschäft überzeugt.

"Das erinnert an zwei Truthähne, die gemeinsam zum Adler werden wollen", höhnt AppleInsider. Denn auch Fitbits aktuelle Smartwatch Versa 2 hinkt der Apple Watch bei Funktionen und Absatz deutlich hinterher. Gizmodo erklärt die Hintergründe der Übernahme: "Google kauft Fitbit, Deine Daten, und ein brauchbares tragbares Betriebssystem." Und das Magazin The Information will erfahren haben, dass zuvor auch schon Facebook Fitbit übernehmen wollte. Allerdings bot der Zuckerberg-Konzern demnach nur die Hälfte von Googles schlussendlicher Kaufsumme.

10 Millionen Abonnenten: Deutscher YouTube-Kanal knackt den Rekord

"Unsere Videos erklären Dinge mit Optimismus – und garantiert nicht objektiv." So in etwa lautet auf Deutsch das Motto von "Kurzgesagt – In a Nutshell", das jetzt als erster deutscher YouTube-Kanal die Marke von zehn Millionen Abonnenten geknackt hat. Das Projekt des Münchner Designbüros "Kurzgesagt" erklärt mit seinen Animationsvideos einmal monatlich Themen aus Physik, Biologie, Philosophie oder Politik ebenso lehrreich wie unterhaltsam. Nachdem sich der Kanal seit 2014 ganz auf englischsprachige Videos – auf Wunsch mit deutschen Untertiteln – konzentriert, kommen mittlerweile nur noch zehn Prozent der Zugriffe aus Deutschland, dafür aber 40 Prozent aus den USA.

Das jüngste Video zeigt einen Kalender der Menscheit aus dem Jahr 12020. Für deutsche Zuschauer exisitiert der Zweitkanal "Dinge erklärt – Kurzgesagt". Rund 30 Mitarbeiter produzieren mittlerweile die Videos des Wissenschaftskanals, der in der Landwehrstraße am Münchner Hauptbahnhof zuhause ist. Nachdem "Kurzgesagt – In a Nutshell" allein in diesem Jahr zwei Millionen weitere Abonnenten dazugewonnen hat, liegt das Projekt von Gründer und Chef-Erklärer Philipp Dettmer jetzt in den deutschen YouTube-Charts deutlich vor den Spaß-Warentestern HaerteTest mit 8,49 Millionen Abos und dem Sportkanal Freekickerz mit 8,08 Millionen Abonnenten.

Logo! Microsoft begräbt den Internet Explorer endgültig

Microsoft kappt endgültig die Verbindung zu seinem Verdruss-Browser Internet Explorer, den das Unternehmen am liebsten per Remote-Befehl weltweit von allen Rechnern löschen würde. Nachdem das Logo des Nachfolgers Edge bisher zumindest optisch an das "E" des Explorers erinnert hat, ist es nun auch damit vorbei.

Das neue Edge-Logo, das Microsoft jetzt präsentiert hat, sieht wie ein Mix aus "E" und "C" aus – was für Googles Chromium-Technik stehen könnte, die Microsoft bei seinem neuen Browser einsetzt. Twitter spöttelt nicht zu Unrecht, dass sich MS in Sachen Design bei Konkurrent Mozilla bedient hat. Denn wer das neue Edge-Logo um 180 Grad dreht und die Farben invertiert – sieht auf einmal beinahe das Firefox-Logo.

Das Ende vom LEAD: Twitter-Schweigen – Elon Musk hält durch

Noch hält sich Elon Musk an sein Twitter-Schweigegelübde. Am Freitagabend hatte sich der exzentrische Elektroauto-Guru mit drei kryptischen Tweets (wieder einmal) aus dem geliebt-gehassten Netzwerk verabschiedet. "Ich bin mir nicht sicher über das Gute von Twitter", teilte der Tesla-Chef der Welt mit, um sich schließlich mit dem Tweet "Going offline" abzumelden. Wer auf der Suche nach Muskscher Erleuchtung ist, könnte bei einem Twitter-Konkurrenten fündig werden. "Reddit scheint immer noch ganz gut zu sein", ließ der abtrünnige Autobauer wissen, und zog von dannen.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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Die neuen iPhones werden in diesem Herbst von Apple ins Rampenlicht gerückt. Doch die Smartphone-Sparte schwächelt, die Verkäufe rutschten zuletzt stärker als gewohnt ins Minus. Mit einem Strategiewechselwill sich der Konzern für die Zukunft rüsten. Ob der Plan aufgeht, erfährst du jetzt im aktuellen LEAD Bookazine 3/2019.

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