Anzeige
Anzeige
Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Amazon Musik

TechTäglich: 50 Millionen Titel – Amazon streamt HD-Musik

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam. Sozusagen "Technik al dente".

Anzeige
Anzeige

50 Millionen Titel: Amazon streamt HD-Musik

Verlustfreie Musik für Audio-Feinschmecker – das war bisher die Spezialität des US-Streamingdienstes Tidal, hinter dem unter anderem Rap-Mogul Jay-Z steckt. Den Sprung in den Mainstream hat Tidal aber nie geschafft. Nun bringt auch Amazon Edel-Sound auf die Ohren. Das neue Abo "Amazon Music HD", das ab sofort in Deutschland, Österreich, den USA, Großbritannien und Japan verfügbar ist, streamt mehr als 50 Millionen Songs in HD-Audio. "Millionen" davon, so Amazon vage, sollen sogar in Ultra HD vorliegen. Kunden von "Amazon Music Unlimited" zahlen für die HD-Musik fünf Euro Aufpreis im Monat. Neukunden mit Prime-Abo sind für 12,99 Euro dabei, ohne Prime kostet es zwei Euro mehr. Zum Start ist das Testen gratis.

Unter "HD-Musik" versteht Amazon Dateien in CD-Qualität mit 16bit und 44.1kHz. "Ultra HD" bedeutet 24bit Samplingtiefe mit bis zu 192kHz. Die Titel streamen im verlustfreien FLAC-Format. Im Angebot sind alle relevanten Musikrichtungen von Rock über Hip-Hop bis hin zu Klassik und Pop. Spotify und Apple Music haben bisher kein verlustfreies Audio im Repertoire. Apple bietet mit seinen "Apple Digital Masters" zwar exzellente Klangqualität, setzt dabei dabei aber immer noch auf AAC-Komprimierung.

Auf scheppernden Echo-Lautsprechern dürften mit Amazons HD-Audio keine Unterschiede zu hören sein. Bei Hardware von Sonos, Sennheiser oder Marantz, die "Amazon Music HD" unter anderem unterstützt, könnte es anders aussehen. Ob Rocklegende und Klang-Nerd Neil Young recht behält, müssen Hörtests zeigen. Er trommelt laut Pressemitteilung für den neuen HD-Sound: "Die Erde wird sich für immer verändern, wenn Amazon den Massen qualitativ hochwertiges Streaming bietet. Das wird das größte Ereignis in der Musikgeschichte seit Einführung des digitalen Audio vor 40 Jahren."

iPhone-11-Tests sind da: Das beste 700-Dollar-iPhone, das Apple je gebaut hat

Nach dem Ende des Test-Embargos sind die ersten Reviews zu iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max erschienen, die am Freitag in den Handel kommen. Die Kritiken fallen überwiegend positiv aus. Die Tester loben vor allem die neuen Kameras und das nach Apple-Maßstäben gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Standard-Modells iPhone 11, das in Deutschland ab 799 Euro zu haben ist. Das Fazit von The Verge ist so oder so ähnlich in vielen Tests zu lesen: "Das iPhone 11 ist das Handy, das die meisten Leute kaufen sollten." Die 350 Euro Aufpreis zum 11 Pro oder gar die 450 Euro zum 11 Pro Max lohnen sich demnach nur für Apple-Fans, denen das zusätzliche Tele an der Pro-Kamera und die noch bessere Bildqualität des OLED-Displays wichtig sind. Ansonsten sind die drei 11er-iPhones ohnehin weitgehend identisch.

Im Mittelpunkt stehen die Kameras mit ihrem offenbar tatsächlich exzellenten Nachtmodus. So schreibt TechCrunch: "Der Nachtmodus ist großartig. Er funktioniert, er schlägt sich im Vergleich zu anderen Kameras mit dieser Technik exzellent. Und die Belichtung und die Farbdarstellung sind der neue Maßstab." CNET spricht vom "besten 700-Dollar-iPhone, das Apple je gebaut hat". Engadget bringt seine Eindrücke vom iPhone 11 so auf den Punkt: "Dieses Mal bietet Apple einen noch besseren Deal. Dank einiger technischer Verbesserungen unter der Haube, dank einer neuen Kamera und einem Startpreis von 699 Dollar bekommen Kunden mehr von dem, auf das es ankommt, zum günstigeren Preis." Apple fasst einige Testurteile hier zusammen.

Philips: Ambient Light fürs ganze Wohnzimmer

Ambient Light ist und bleibt die größte Attraktion der Fernseher von Philips. LEDs werfen dabei die Farben des aktuellen TV-Bilds an die Wand neben und über dem Fernseher. Beim Fußball leuchtet es in rasengrün – und bei blutrünstigen Filmen von Quentin Tarantino eher in rot. Nun dehnen die Holländer die Lichtshow auf das ganze Wohnzimmer aus. Dafür sorgt die neue Hue Play HDMI Sync Box. Das Gadget mit dem komplizierten Namen verbindet jeden Fernseher mit den smarten Hue-Lampen von Philips. Die Raumbeleuchtung orientiert sich damit in Echtzeit am TV-Bild und soll für ein Farbspektakel sorgen.

Die 250 Euro teure Sync Box, die ab 15. Oktober verfügbar ist, bietet vier Eingänge. So lassen sich beispielsweise auch PlayStation 4, Sky-Receiver oder Streamingboxen wie Fire TV und Apple TV anschließen. Bis zu zehn Hue-Lampen können dann passend zum Fernsehbild leuchten. Alternativ funktioniert das Ganze auch bei der Musikwiedergabe, mit Lichtstimmung wie auf einem Rockkonzert. Per Hue-App lassen sich Intensität, Tempo und viele andere Details der Wiedergabe steuern.

Karmic Oslo: Der Fahrrad-E-Scooter

Karmic Oslo
Oslo – das klingt schon nach Elektro-Mobilität. Und das Design könnte von Sir Jonathan Ive stammen (Foto: Karmic)

Na endlich! E-Scooter bekommen einen Sattel! Und Pedale! Und fahren bald sicherer! Damit dürfte der Weg zur Erfindung des Fahrrads frei sein. Aber im Ernst: Karmic, ein Spezialist für E-Bikes aus dem Silicon Valley, hat mit seinem neuen Modell Oslo jetzt einen Mix aus E-Bike und Elektro-Scooter vorgestellt, der so aussieht, als hätte Apple ein Elektrofahrrad entwickelt. Selbstbewusste Ansage der kalifornischen Firma: "Wir glauben, dass das beste E-Bike erst noch gebaut werden muss. Also haben wir es getan." Das Karmic Oslo fährt elektrisch wie ein E-Scooter, bietet aber zusätzlich auch Pedalunterstützung. Treten hilft dabei, die Akku-Laufzeit zu verlängern.

Maximal 32 km/h sind damit drin, und auch die Reichweite liegt bei 32 Kilometern. Clevere Details wie ein Akku, der sich einfach unter dem Sattel herausziehen und wechseln lässt, sollen den Oslo auszeichnen. Ein 48-Volt-Bordnetz und Tesla-Akkus, wie sie auch im Model 3 des Elektroauto-Bauers verwendet werden, zeigen, dass Karmic hier technisch tatsächlich neue Wege gehen will. Eine Art Bananen-Sattel wie an den Bonanza-Rädern der 70er sowie dicke Reifen sorgen für Komfort. Für das mit 20 Kilo einigermaßen handliche Vehikel ist gerade die Kickstarter-Kampagne angelaufen. Eine erste "Founder Edition" des Fahrrad-E-Scooters ist für 1.499 Dollar im Angebot und soll im Juni 2020 ausgeliefert werden. Eine Zulassung in Deutschland ist aber nicht in Sicht.

Neu bei LinkedIn: "Lügendetektor" für Bewerbungen

Linked In
LinkedIn will für hochwertigere und glaubwürdigere Bewerbungen sorgen (Foto: 123rf.de)

Schwindeln in Lebensläufen und Bewerbungen – dieses Problem will LinkedIn lösen. Der Karrierespezialist bietet ab heute eine Art "Lügendetektor" in seinen Bewerbungen an. Dabei können Jobsuchende ihre (angeblichen) Fähigkeiten mit Quizfragen belegen. Wer in seiner Bewerbung beispielsweise Kenntnisse in Word, Photoshop oder bestimmten Fremdsprachen nennt, kann mit Online-Tests nachweisen, dass er auf diesen Gebieten tatsächlich fit ist.

Die einzelnen Kategorien in der Bewerbung werden bei Erfolg mit dem Qualitätssiegel "Verified Skill" ("Überprüfte Fähigkeit") markiert und damit aufgewertet. LinkedIn-Nutzer sollen so aus der Masse der Bewerbungen herausstechen, so Engadget. Und Arbeitgeber haben es einfacher, geeignete Kandidaten herauszufiltern. Willkommener Nebeneffekt für das Jobportal: Wer durchfällt und für bestimmte Bereiche kein Qualitätssiegel erhält, kann Onlinekurse buchen und damit das Versäumte nachholen.

Das Ende vom LEAD: Mesut Özil und "seine" Fußball-App

Nachdem Mesut Özil beim FC Arsenal derzeit kaum zum Einsatz kommt, hatte er offenbar Zeit, "sein eigenes Spiel" zu entwickeln, wie es in der PR zur iOS-App "The Longest Kick" heißt. Die Idee, die angeblich vom Ex-Nationalspieler selbst stammt, klingt ebenso schlicht wie kurzweilig: Es geht darum, mit möglichst viel Geschick einen Fußball so weit wie nur möglich zu schießen. Wie viel Anteil Özil an der Entwicklung tatsächlich hatte, sei dahingestellt. Die Mesut-Fans sind laut Bewertungen jedenfalls begeistert: "Leute, passt auf, das Spiel macht süchtig! Danke Mesut Özil!" Zumindest Abzocke ist dem englischen Anbieter Appnin Studios nicht vorzuwerfen, die In-App-Preise sind mit 1,09 Euro fair.

Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

Anzeige
Themen
Amazon-HD-Musik iPhone-Tests Philips Hue Fahrrad-E-Scooter LinkedIn-Bewerbungen Oezil-App
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote
Anzeige