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Techtaeglich
TechTäglich – die Technik-Kolumne von LEAD erscheint montags bis freitags immer um 11 Uhr
TechTäglich Kolumne Jörg Heinrich

TechTäglich: 20 Dollar! Facebook bezahlt Teenager fürs Abhören

Vor dem Mittagessen die wichtigsten, interessantesten und amüsantesten Technik-Meldungen des Tages: Das ist die Technik-Kolumne von LEAD, die von Montag bis Freitag erscheint – immer um 11 Uhr. Das Neueste von Apple, Amazon, Facebook oder Google. Kurz, knackig, unterhaltsam.

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20 Dollar! Facebook bezahlt Teenager fürs Abhören

Facebook Spionage
Hier winkt Kohle! Mit diesen Anzeigen hat Facebook junge Nutzer geködert, um sie abzuhören (Foto: Facebook)

Zieht hier der nächste große Facebook-Skandal auf? Das datenhungrige Netzwerk bezahlt laut Recherchen des Magazins TechCrunch bereits seit 2016 Nutzer dafür, sämtliche Aktivitäten auf deren Smartphone überwachen zu dürfen. Unter den Betroffenen sind auch Teenager ab 13 Jahren, die über Anzeigen in Instagram und Snapchat geködert wurden. Für das Programm namens "Project Atlas" setzt Facebook eine öffentlich bisher kaum bekannte App namens "Facebook Research" ein. Sie wird über Beta-Programme für iOS und Android verteilt, um die jeweiligen App Stores zu umgehen. Die VPN-App erlaubt es Facebook, sämtlichen Datenverkehr auf einem Smartphone zu verfolgen, zu speichern und auszuwerten – von Chats über Einkäufe und Surfen bis hin zum Upload von Fotos und Videos. Die Teilnehmer erhalten ein Honorar von bis zu 20 Dollar im Monat zuzüglich besonderer Boni. Der Name "Project Atlas" bezieht sich offenbar darauf, eine exakte "Karte" des Online-Verhaltens der Facebook-Zielgruppe zwischen 13 und 35 Jahren zu erstellen. Facebook hat die Existenz des Programms bestätigt – will als Reaktion auf den Bericht nun aber zumindest die iOS-Version der Research-App nicht mehr einsetzen. Sie dürfte mutmaßlich die App-Richtlinien von Apple verletzen. Laut TechCrunch scheint das Android-Programm aber zunächst weiterzulaufen.

Apple-Zahlen: Alles top – außer dem iPhone

Tim Cook
Es ist nicht alles schlecht: Außer vom iPhone hatte Tim Cook beim Conference Call auch viele gute Nachrichten (Foto: Apple)

Apple hat vergangene Nacht im Rahmen eines Conference Calls mit Analysten seine Zahlen für das erste Quartal 2019 präsentiert, das buchhalterisch bereits am 29. Dezember 2018 endete. Wie bereits angekündigt, ist der iPhone-Absatz stark gesunken, um 15 Prozent auf geschätzte 65,9 Millionen Exemplare. Offiziell gibt Apple zwar ab sofort keine Stückzahlen mehr an, die bekannten Analysten gehen aber von diesem Wert aus. Bis auf das – umsatzmäßig dominierende – iPhone sehen die Ergebnisse in den anderen Sparten dagegen überaus positiv aus: iPad plus 17 Prozent Umsatz gegenüber Q1/18, Mac/Wearables plus 9 Prozent, Home/Accessories plus 33 Prozent, Services (von Apple Music bis iCloud) plus 19 Prozent. Die zukunftsträchtige Servicesparte verzeichnete mit 10,9 Milliarden Dollar ihren bisher höchsten Umsatz. Aufgrund der iPhone-Diät ging Apples Gesamtumsatz von 88,3 auf 84,3 Milliarden Dollar zurück. Die Börsen, die den iPhone-Rückgang schon eingepreist hatten, waren mit den Zahlen zufrieden, nachbörslich legte die Apple-Aktie laut iTopnews zeitweise um 10 Dollar und damit um fast 7 Prozent zu.

In Pink: Der Liebes-Laptop zum Valentinstag

Pinker Laptop
Ein pinker Laptop für 1.600 Dollar zum Valentinstag. Ja is denn scho Weihnachten? (Foto: Razer)

Trotz aller Gender-Diskussionen – Pink verkauft sich nach wie vor prächtig. Und so bringt Zubehörspezialist Razer jetzt seinen ersten pinken Laptop auf den Markt, als limitierte Edition zum Valentinstag. Die Sonderausgabe des Razer Blade Stealth Quartz Laptops wird „alle Herzen erobern“, glaubt Unternehmenschef Min-Liang Tan. Wer den Liebes-Laptop an seine Herzallerliebste verschenken will (sorry, aber darauf läuft’s nunmal raus), kann zudem jede Menge pinkes Zubehör dazu packen, darunter Maus, Tastatur und Kopfhörer. Einen Pink-Zuschlag gibt es dabei nicht, die Valentins-Edition des 13,3-Zoll-Rechners kostet laut The Verge wie alle anderen Farben 1.600 Dollar. Jede Menge pinke Pinke!

Staubsaug-Roboter für den Rasen

War ja klar! iRobot, Hersteller der enorm populären Roomba-Staubsaugroboter, hat nun auch eine Rasenmäher-Version des Roomba vorgestellt. Der iRobot Terra nutzt die beim Roomba bewährten Orientierungs-Funktionen, um den Rasen selbstständig in Schuss zu halten. Für die Inbetriebnahme markieren die Nutzer die Grenzen des Rasens mit kleinen digitalen Pfosten (Beacons) und fahren das autonome Schaf 2.0 dann einmal durch sein neues Reich. Danach kann der Terra diesen Job selbst übernehmen. Wenn ihm die Kraft ausgeht, kehrt der Robo selbstständig zu seiner Ladestation zurück. Der iRobot Terra, so Engadget, soll noch 2019 erscheinen – zunächst in Deutschland und den USA.

Der Firefox wird 65

Happy Birthday, Firefox! Der alte Knabe ist jetzt 65 geworden – natürlich nicht an Jahren, sondern an Versionen. Gerade ist der Firefox 65 erschienen, der mehr denn je eine Browser-Alternative zu Googles Chrome sein will, die die Daten ihrer Nutzer deutlich besser schützt. Gerade in diesem Bereich hat Entwickler Mozilla den Firefox 65 weiter aufgerüstet. Eine neue, unkompliziertere Menüoberfläche soll es einfacher denn je machen, den Zugriff von neugierigen Trackern genau zu regeln und abzuwehren. Die zwei wichtigsten Modi heißen jetzt "Standard" und "Strict". "Standard" blockiert Tracker nur im privaten Browserfenster, "Strict" blockiert Tracker immer und überall – was aber auf der einen oder anderen Website zu Problemen führen kann. Der Umstieg vom Chrome zum Firefox lohnt sich damit in Sachen Schutz der eigenen Daten mehr denn je.

Das Ende vom LEAD: 14-Jähriger hat Apple gewarnt

Der Bug in den FaceTime-Gruppenchats, der gestern enthüllt wurde, hat eine pikante Vorgeschichte. Der 14-Jährige Grant Thompson aus Arizona hat die Sicherheitslücke, die das Belauschen des Angerufenen erlaubte, ohne dass das Gespräch überhaupt angenommen wurde, laut Engadget bereits am 20. Januar entdeckt – bei einem FaceTime-Chat mit seinen Fortnite-Kumpels. Seitdem hatten er und seine Mutter Michele auf mehreren Kanälen versucht, Apple über das Problem zu informieren – auf Twitter (siehe unten) und Facebook, per Telefon und Fax (!). Auf Facebook forderte Mutter Michele recht forsch ein iPhone X, ein MacBook und AirPods für ihren Sohn als Belohnung für die Entdeckung. Apple reagierte aber nicht. Erst als sich die beiden einen Entwickler-Account besorgten und den Bug erneut meldeten, kamen sie in Kontakt mit Apples Sicherheits-Team. Mittlerweile ist Group-FaceTime aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Ob der Bub seine Belohnungen von Apple bekommt, ist unklar.

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Übrigens: TechTäglich gibt es auch als Newsletter und als Skill ("Alexa, öffne LEAD digital Tech").

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